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Great Western Trail: Brettspiel von Alexander Pfister - Ersteindruck: absolut gelungen

Kritiken und Rezensionen: Wie ist Spiel XY?
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Kyula
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Beiträge: 231

Great Western Trail: Brettspiel von Alexander Pfister - Ersteindruck: absolut gelungen

Beitragvon Kyula » 26. September 2016, 11:04

Hallo zusammen,

ich hatte auf den Pegasus Pressetagen das Glück GWT spielen zu können und sogar ein Video davon machen zu können.
Zu finden ist es hier:
https://www.youtube.com/watch?v=IrZD4LlVYoM

Mein Ersteindruck nach der ersten Partie:
Normalerweise bin ich ja nicht so der Euro-Gamer, wobei ich schon überrascht bin, dass mich aktuell Terraforming Mars so umbeamt. Mombasa fand ich gut, Broom Service war absolut nicht mein Ding, Isle of Skye ist auch ein gutes Spiel für mich persönlich aber war es eher so meeeh. Allesamt nicht was mich direkt nach dem ersten mal Spielen umgehauen hat, wobe ich auch Mombasa ganz gut fand, es aber nicht zwingend direkt nochmal spielen wollte.
Bei solchen Spielen bin ich immer etwas "schwierig".

Auf GWT hatte ich sofort nach dem Spiel noch einmal Lust. Ich habe es mir beim Spielen erklären lassen, habe dadurch natürlich ein paar sehr unsinnige Aktionen gemacht, war aber sehr schnell drin.
Und man kann es wirklich sehr gut mit einem Wort beschreiben:
Elegant.
Alles fügt sich nahtlos ineinander, macht Sinn, ist sehr schnell erfasst und wirkt daher sehr intuitiv.
Dadurch wirt das Spiel dann irgendwann sehr leicht, ohne dabei wirlich seicht zu sein. Sowas ist für mich schon immer ein gutes Zeichen, wenn ein Spiel relativ einfach geht, aber trotzdem viel Tiefe bietet.
Und GWT ist wirlich leichter zugänglich als es die Regeln vermuten lassen.
Das schöne ist, dass es sich sehr flott runterspielt und selbst wenn man zu zweit gut ne Stunde braucht fühlt es sich in der Regel sehr flott an:
Man schaut sich seine Rinderhandkarten an, checkt, wie viel Geld man hat, guckt welche Gebäude in Reichweite liegen, geht dort hin, handelt die Aktionen ab und plant schonmal für den nächsten Zug.
Auch mit mehr Spielern soll es sich so relativ flott anfühlen.
Das Thema ist gut integriert. Wie das Spiel genau funktioniert erkläre ich im Video, da erkläre ich es auch direkt beim Spielen einer simulierten 2-Spieler-Partie, so dass man denke ich einen ganz guten Eindruck von dem Spiel bekommt.

Vom Anforderungsniveau von dem was man so lernen muss und was man so macht liegt es für mich irgendwo zwischen Kennerspielniveau und Deutscher Spielepreis-Niveau, so dass die Chancen für einen dritten großen Titel in Folge auf jeden Fall gegeben sind, aber die Konkurrenz ist hoch, also lassen wir uns überraschen.
Bin sehr auf eure Meinungen gespannt, sobald das Spiel frei verfügbar ist.
Benjamin von Brettspielblog.net
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Schaut doch mal vorbei, würde mich freuen =)

Mitspieler
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Re: Great Western Trail von Alexander Pfister. Ersteindruck : Absolut gelungen!

Beitragvon Mitspieler » 26. September 2016, 12:07

Danke für das sehr anschauliche Video
und Deine schriftliche Eindrucksvermittlung hier!
Du hast ne PN ;)
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Bisher interessant scheinende Neuheiten für 2018:
A Nice Cup Of Tea / Agricola De Luxe Edition / Glen More 2 / Micropolis / The Rise Of Queensdale / Global Travel

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Malte
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Re: Great Western Trail von Alexander Pfister. Ersteindruck : Absolut gelungen!

Beitragvon Malte » 28. September 2016, 08:42

Danke für das Video. Es bestätigt meinen einzigen Pflichtkauf für Essen. Ich glaube hier kann der Alexander & Eggertspiele das hohe Niveau von Mombasa halten. Respekt!

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BGBandit
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Re: Great Western Trail von Alexander Pfister. Ersteindruck : Absolut gelungen!

Beitragvon BGBandit » 28. September 2016, 08:55

Da muss ich mir doch direkt mal ein Euro kaufen ^^

Ina-SpieLama
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Re: Great Western Trail von Alexander Pfister. Ersteindruck : Absolut gelungen!

Beitragvon Ina-SpieLama » 29. September 2016, 08:30

Vielen Dank für die Vorstellung. Dieses Spiel hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm.
Von Mombasa bin ich nach meinen bisher zwei gespielten Runden schon begeistert. Isle of Skye und Broom Service haben auch total meinen Geschmack getroffen, daher rutscht dieses Spiel auf meiner Essen-Liste gleich mal ziemlich weit nach oben :D
Redet mit auf http://www.brettspieltalk.de !
Ich freue mich über jeden Besucher auf meinem Blog: www.ina-zockt.de

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theglove25
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Re: Great Western Trail von Alexander Pfister. Ersteindruck : Absolut gelungen!

Beitragvon theglove25 » 30. September 2016, 08:50

Habe gestern auch das Video gesehen. Einfach klasse gemacht und nun bin ich gehypt. Das Spiel wird sofort gekauft, einfach klasse. Danke!

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Re: Great Western Trail von Alexander Pfister. Ersteindruck : Absolut gelungen!

Beitragvon zuspieler » 11. November 2016, 12:03

Ich habe drei Partien hinter mir und bin mir noch nicht schlüssig, wie ich das Spiel finden soll. Daher folgende Fragen in die Runde:

1.) Empfindet ihr den Glücksfaktor beim Ziehen der Karten zu hoch? Oder seid ihr eher der Meinung, dass die Aktionen im Spiel ausreichen, um die "richtigen" Karten auf die Hand zu bekommen?

2.) Wie wichtig sind eurer Meinung nach Cowboys und neue Rinder? Kann man das Spiel gewinnen, ohne sich 4er- und 5er-Rinder zu kaufen? Beziehungsweise kann man das Spiel mit einigen 3er-Rindern gewinnen, wenn man statdessen eher auf Gebäude oder Bahnhöfe setzt?

Verspielte Grüße
Sebastian

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HDScurox
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Re: Great Western Trail: Brettspiel von Alexander Pfister - Ersteindruck: absolut gelungen

Beitragvon HDScurox » 11. November 2016, 12:25

1) es gibt im spiel gebug Möglichkeiten das Deck zu beeinflussen und sich durch sein deck zu wühlen. ohne das kartenglück wäre GWT "quasi" zum durchrechnen und sonit für mich langweilig.

2) ja geht, ich hab schon mit einer reinen gebäude strategie gewonnen. keine rinder gekauft, cowboys nur als bahnhofsvorsteher genutzt. GWT lässt viele wege offen, man muss sie nur erkunden und konsequent durchziehen
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Hankeys
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Re: Great Western Trail: Brettspiel von Alexander Pfister - Ersteindruck: absolut gelungen

Beitragvon Hankeys » 11. November 2016, 14:02

1) Seh ich genauso, das Kartenglück lässt sich meiner Meinung nach gut mit diversen Möglichkeiten beeinflussen.

2) Schwierig, kann ich ehrlich gesagt noch nicht sagen. Ich hab letzte Partie auf Cowboys recht lange verzichtet. Hat zuerst gut geklappt, aber im Endeffekt bekommt man irgendwann Probleme, da man in Kansas irgendwann liefern muss und wenn die Zuchtqualität nicht nach oben geht, bekommt man irgendwann Probleme und dauerhaft -6 Punkte, da man ohne bessere Rinder nicht weiterkommt. Also ich hab mit der Strategie klar verloren, aber das heißt ja noch nichts. Werds auf jeden Fall nochmal probieren und mehr bzw. andere Gebäude testen.

ElPeludo
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Re: Great Western Trail: Brettspiel von Alexander Pfister - Ersteindruck: absolut gelungen

Beitragvon ElPeludo » 11. November 2016, 15:52

1) Die Optionen der doppelten Hilsaktion lässt einen ja dauerhaft Karten aus dem Spiel nehmen, da kann man ziemlich gut sein Deck ausdünnen und dementsprechend planen (kostet einen halt dafür auch Zugstrecken). Dass nur 14 Karten im Startdeck sind um man immer 4-6 ziehen kann, finde ich ein gutes Verhältnis und der Weg nach Kansas lässt einem zudem zusätzlich genug Möglichkeiten um seine Kartenhand zu optimieren.

2) Bislang: jein. Habe bislang 4 Partien gespielt, die ersten beiden gewonnen (mit 80 und 120 Punkten) und nahezu ausschließlich auf Rinder gegangen, in den letzten beiden habe ich neue Strategien versucht und die Rinder nahezu ignoriert (und bin untergegangen, lag aber auch daran, dass meine "Strategien" einfach besch***** waren ^^). Meine Freundin geht in der Regel auf die Bahnhofsplättchen und Gebäude (und hat lediglich 1-2 Rinder gekauft) und konnte so die letzten beiden Partien gewinnen (mit 65-85 Punkten). Bleibt die Frage, ob man mit einer "rinderlosen" Strategie auch >100 Punkte holen kann... Kann ich zwar noch nicht beantworten, denke aber ganz ohne Rinder geht es kaum, ist aber auch mMn. auch total sinnvoll, da das Spiel sich nunmal darum dreht Kühe von A nach B zu bringen.

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Seb
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Re: Great Western Trail: Brettspiel von Alexander Pfister - Ersteindruck: absolut gelungen

Beitragvon Seb » 14. November 2016, 22:33

1) Ich finde den Glücksfaktor nict zu hoch. Man ärgert sich, wenn man eine suboptimale Hand zieht, hat aber im Verlauf des Weges immer genug Möglichkeiten die Hand zu optimieren. Wen jemand direkt die perfekte Hand am Anfang zieht kann er zwar rein theoretisch direkt nach Kansas. Ob es sich dann aber wirklich lohnt direkt durchzusprinten bleibt abzuwarten.

2) Bisher war es bei uns so, dass meist der Spieler mit vielen Rindern gewonnen hat. Zum einen sind es direkte Siegpunkte und zum anderen verbessert es natürlich auch die Punkte, welche man über die Bahnstrecken erreicht. Es hatte bei uns auch jedesmal jemand versucht eher auf Gebäude zu gehen. Hier fand ich aber war die Strategie zu zaghaft. Es stand zwar nachher das 13 Punkte Gebäude, aber auf Grund vieler Auwertungen eben nur das. Man muss hier sicherlich streuen und versuchen viele Blockaden aufzubauen.
--
Der Seb


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Lomopolar
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Re: Great Western Trail: Brettspiel von Alexander Pfister - Ersteindruck: absolut gelungen

Beitragvon Lomopolar » 8. November 2017, 14:28

Habe mir das Spiel auf der Messe dieses Jahr gekauft. Bin schon ein paar Monate drum herum geschlichen, hatte aber auf Grund des (angegebenen) hohen Schwierigkeitsgrades etwas Skrupel es zu kaufen.
Da ich aber sowohl die Aufmachung als auch die Spielmechanik so interessant finde, musste ich es mir zum (recht günstigen) Messepreis aber unbedingt zulegen.
Nach dem ersten Mal spielen kann ich sagen: Es ist 1. nicht so schwer wie erwartet, im Gegenteil sehr zugänglich, da der Spielablauf sehr linear ist und klar verständlich und 2. bringt es ziemlich Spass. :)
Auf Grund des vielen Möglichkeiten die der Spielablauf bietet, kann ich mir vorstellen, dass es sehr viele Male auf den Tisch kommt und bestimmt lange nicht langweilig wird. Und es hat mir die Angst vor den komplexeren Spielen genommen.

_____________________________

bzgl Glücksfaktor: Der kommt in dem Spiel ja ausschließlich beim Ziehen der Karten und ist (zumindest für mich) so mickrig, dass er kaum ins Gewicht fällt. Mich persönlich stört etwas Glück im Spiel aber auch nicht sonderlich. Gehört manchmal (wie im Leben) einfach dazu.


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