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[Angespielt] Kingdom Builder, Spiel des Jahres 2012

Kritiken und Rezensionen: Wie ist Spiel XY?
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Zottelmonster
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RE: Queen Games -- Kingdom Builder

Beitragvon Zottelmonster » 23. April 2012, 10:23

zu Dominion:

sage ich erst wieder etwas, wenn die Threadpiraten gefangen wurden.

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Ben2
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RE: Queen Games -- Kingdom Builder

Beitragvon Ben2 » 23. April 2012, 14:52

Zottelmonster hat geschrieben:Der eigentlich Kritikpunkt ist dann aber, dass der Weinbau auf ein "schlankes Prinzip heruntergebrochen" ist und mit eben diesen Mechanismen aufgebläht wird. Klingt für mich erstmal stimmig in der Argumentation. Diese basiert aber komplett auf de reigenen Spielwahrnehmung und was das Spiel für den eigenen Spielspaß zu leisten im Stande ist. Es wird nicht behauptet, dass die Elemente, dem keine strategische Tiefe geben würde.


Uppps - übersehen. Das ist ja grad mein Problem. Klingt stimmg macht aber keinen Sinn. Bei Agricola ist der Anbau Mechanismus ja auch simpel - und wird dann mit anderen Aktionen wieder aufgeblasen (Ställe, Stallungen, Ansaat, etc....) Wenn der Weinbau nicht so schlank wäre, könnte man ihm nicht so geniale Kniffe hinzufügen, die dann wiederum spannende Entscheidungen an den Mann geben.

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Lorion42
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RE: Queen Games -- Kingdom Builder

Beitragvon Lorion42 » 23. April 2012, 16:37

Ben0815 hat geschrieben:Bei Agricola ist der Anbau Mechanismus ja auch simpel - und wird dann mit anderen Aktionen wieder aufgeblasen (Ställe, Stallungen, Ansaat, etc....)

Bei Agricola macht das Anbauen selbst aber nicht den Reiz aus, sondern die Zwänge. Ställe, Saat und Co. sind dafür da, dass man an bestimmte Aktionsketten gebunden ist und sich so unweigerlich mit anderen Spielern in die Quere kommt. Du willst Schaafe? Bau erstmal Zäune. Aufgebläht wirkt es nicht, da alle Aktionen auf Nehm X für Y heruntergebrochen werden können und alle Sonderregeln (z.B. keine Saat ohne Acker) thematisch logisch sind.
Wie es bei Vinhos ist, kann ich nicht sagen, da ich es nicht gespielt habe.

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RE: Queen Games -- Kingdom Builder

Beitragvon Ben2 » 23. April 2012, 17:09

Bei Vinhos macht auch nicht der Anbau selbst den Reiz aus - das passiert auch nur in einer Produktionsphase. Und das fantastische an Vinhos ist, dass alles erst einmal furchtbar komplex wirkt und dann nach dem ersten Spiel total Sinn macht und leicht von der Hand geht. Aber ich rezensiere es ja, dann wird man sehen ;)

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RE: Queen Games -- Kingdom Builder

Beitragvon Ben » 23. April 2012, 17:46

"Wie es bei Vinhos ist, kann ich nicht sagen, da ich es nicht gespielt habe."

wirst du auch nicht, da ich es niemals mitbringen werde... :D
Zuletzt geändert von Ben am 23. April 2012, 17:47, insgesamt 1-mal geändert.
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RE: Queen Games -- Kingdom Builder

Beitragvon Alucard » 23. April 2012, 22:45

Ben0815 hat geschrieben:Bei Agricola ist der Anbau Mechanismus ja auch simpel - und wird dann mit anderen Aktionen wieder aufgeblasen (Ställe, Stallungen, Ansaat, etc....)


Da muss ich Ben recht geben. In den Partien, die ich gespielt habe, fand ich das Spiel eher langweilig. Es ist in meinen Augen immer genau dasselbe und bietet für mich kaum Spielspass, deshalb finde ich das Spiel wirklich nicht sehr gut. Ich finde es ist sehr monoton: Zuerst muss ich schauen, dass ich genug Nahrung habe und dann muss ich Punkte machen - und wirklich viele Strategien zum punkten gibts IMHO nicht. Und mit den Karten kommt ein Glückselement rein, dass ich mir bei einem solchen Spiel irgendwie nicht wünsche. Deshalb finde ich Agricola überbewertet. Da gefällt mir Caylus um Längen besser.
=> das ist eine subjektive Aussage! ;)

Ich kann aber verstehen, wenn einige Personen die Restriktionen bzw. Zwänge als interessanten Spielmechanismus sehen und es herausfordernd finden, aufgrund dessen quasi eine optimale Lösung zu suchen.
Erstens: Starks are always right eventually. Winter is coming.
Zweitens: Gaming Unplugged since 1988.

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RE: Queen Games -- Kingdom Builder

Beitragvon Ben2 » 24. April 2012, 10:11

(Langweilig find ich es nicht - aber der Anbau Mechanismus ist halt simpel)

lueg
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RE: Queen Games -- Kingdom Builder

Beitragvon lueg » 24. April 2012, 10:36

Alucard hat geschrieben:Ich finde es ist sehr monoton: Zuerst muss ich schauen, dass ich genug Nahrung habe und dann muss ich Punkte machen - und wirklich viele Strategien zum punkten gibts IMHO nicht. Und mit den Karten kommt ein Glückselement rein, dass ich mir bei einem solchen Spiel irgendwie nicht wünsche.


Dass es nicht wirklich viele Strategien zum Punkten gibt, stimmt so einfach nicht - du hast 7 Kategorien, die dir -1 bis 4 Punkte geben, du hast Ställe du hast Räume, du solltest möglichst wenig ungenutzte Hoffelder und möglichst viele Familienmitglieder haben, du kannst auf prestigeträchtige Anschaffungen setzen oder auf Bonuswertungen in mannigfaltigen Bereichen. Gerade die Entscheidung, in welchen Kategorien man mit welcher Intensität Punkte erreichen will macht für mich den Hauptreiz aus. Ebenso interessant finde ich die von dir als monoton bezeichnete Gradwanderung zwischen Nährwerten und Punkten, die dich permanent zu Entscheidungen zwingt und da man dabei auch vom Verhalten der Mitspieler abhängig ist, ist das auch der Punkt, weshalb Agricola indirekt hochgradig interaktiv ist.

Das ist m.E. allerdings nur mit den Karten möglich, weshalb ich niemals ohne spielen würde (siehe oben).
Und diese Varianz der Karten ist es mir wert, den zweifellos vorhandenen Glücksfaktor hinzunehmen, wobei ich denke, dass es mit der gängigen "banned"-Liste keine "Ausspielen-Gewinnen"-Karten gibt; und mit dem Draft-Modus kann man sowieso viel ausgleichen (viele gute Karten in 1 Hand; jemand der keine synergetischen Karten auf der Hand hat etc.)!!

Aber gerade die unterschiedliche Ausgangslage jedes Spielers und das damit verbundene unterschiedliche, von den Mitspielern nicht immer abzuschätzende Verhalten am gemeinsamen Brett, macht für mich den besonderen Reiz von solchen Spielen aus.

Und daneben gibt es auch den Reiz, neue Synergien bzw. Combos zu finden, die allerdings nicht immanent zu bewerten sind, sondern sich eben immer innerhalb des Systems eines gesunden NW- und Punkte-Haushalts als gut erweisen müssen.



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