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Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Neuigkeiten und Aktuelles

Spiel des Jahres 2016: Was haltet ihr von der Nominierungsliste?

Die Jury hat (mal wieder) alles richtig gemacht.
29
58%
Die Jury hat (mal wieder) alles falsch gemacht.
2
4%
Codenames? Als SdJ-Kandidat? Krasse Fehlentscheidung.
4
8%
Imhotep? Als SdJ-Kandidat? Schlechter Witz!
7
14%
Karuba? Als SdJ-Kandidat? Miese Wahl!
2
4%
Spiel des Jahres? Ein Brettspiel? Ich dachte, das SdJ steigt am 10. Juli in Paris.
6
12%
 
Abstimmungen insgesamt: 50

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SpieLama
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Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon SpieLama » 23. Mai 2016, 09:04

Die Jury hat gesprochen. Nominiert für die Wahl zum Spiel des Jahres 2016 sind Codenames, Imhotep und Karuba. Auf der Empfehlungsliste stehen Agent Undercover, Animals on Board, Die fiesen 7, Krazy Wordz und Qwinto. Was haltet ihr von der Entscheidung?

Codenames
Ein Spiel von Vlaada Chvatil (Czech Games Edition/Heidelberger Spieleverlag), 2 bis 8 Spieler ab 14 Jahren (Empfehlung der Jury ab 10 Jahren), Dauer etwa 15 Minuten.

Begründung der Jury: Einer ersten Partie Codenames folgt oft die zweite. Dann die dritte, die vierte. Das Spiel mit Assoziationen übt einen Sog aus, dem sich kaum jemand entziehen kann. Möglichst viele Wörter mit einem Begriff zu umschreiben, ohne auf Wörter der Konkurrenz hinzuweisen – diese wiederkehrende Aufgabe ist wie ein Rätsel, das man unbedingt lösen möchte. Gute Varianten für zwei oder drei Spieler runden dieses Teamspiel ab. Wer gerne mit Sprache jongliert, wird Codenames lieben.

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Imhotep
Ein Spiel von Phil Walker-Harding (Kosmos), 2 bis 4 Spieler ab 10 Jahren, Dauer etwa 40 Minuten

Begründung der Jury: Achtung, Baustelle! Wenn die Spieler zwar gemeinsam, aber doch konkurrierend alt-ägyptische Monumente aus griffigen Holzwürfeln auf dem Tisch zusammensetzen, dann ist das ein echter Hingucker: Obelisken, Pyramiden, Grabkammer und Tempel wachsen als dreidimensionale Bauwerke heran. Toll! Der schlanke, taktische Mechanismus mit seinen immer wieder kniffligen Entscheidungen formt zusammen mit dem stimmigen Material ein rundes und spannendes Familienspiel aus dem Wüstensand.

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Karuba
Ein Spiel von Rüdiger Dorn (Haba), 2 bis Spieler ab 8 Jahren, Dauer etwa 40 Minuten

Begründung der Jury: Karuba erweitert das Prinzip des simultanen Plättchenlegens um eine weitere Dimension: um die Zeit. Pfad ausbauen oder fix den Abenteurer Richtung Tempel bewegen? Das klassische Legespiel ist hier zugleich auch ein spannender Wettlauf. Dank der klugen Doppelfunktion der Plättchen hebt es sich von vergleichbaren Genre-Vertretern ab. Dass es am Ende nicht nur auf Tempo ankommt, sondern auch clevere Sammler siegen können, macht Karuba zu einem idealtypischen Familienspiel.

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grevel
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Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon grevel » 23. Mai 2016, 10:36

Bei der Liste des Spiel des Jahres kann ich gut mitgehen. Jedoch sehe ich es, wie Martin Klein es in seinem Review zu Codenames erwähnt, das Codenames ein bestimmtes Alter/gleichen Bildungsgrad/Wissen voraussetzt um besser zu funktionieren. Für mich ist jedoch eine Voraussetzung für das SdJ, dass es in jeglicher Gruppe gut spielbar ist. Deshalb ist Codenames für mich nicht der Favorit. Das es trotzdem auf der Liste auftaucht finde ich gut, da es dadurch gewürdigt wird.
Mein Favorit ist Karuba. Es hat einen schnellen Einstieg, leichte Regeln, ist unterhaltsam und hat eine sehr niedrige Downtime. Imhotep hab ich leider noch nicht gespielt.

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chh
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Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon chh » 23. Mai 2016, 13:20

Ich habe Imhotep zwar nicht gespielt, habe mir aber diverse Reviews usw. durchgelesen bzw. angeschaut. Das ist die Entscheidung aller drei Listen die ich am wenigsten nachvollziehen kann.

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Sascha 36

Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon Sascha 36 » 23. Mai 2016, 17:03

Bei Karuba fände ich es perfekt, die anderen beiden Spiele sehe ich nicht kompatibel in der Kategorie.

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larse
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Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon larse » 23. Mai 2016, 17:17

Bin ich der einzige, der Karuba fürchterlich langweilig findet, da es so gar nichts Neues zu bieten hat? Selbst meine Kids wollten es nicht ein 2.mal spielen.

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Harry2017
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Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon Harry2017 » 23. Mai 2016, 17:34

Ne - Beim Rezensionsdurchforsten sehe ich das ähnlich (genauso wie bei Imhotep) - Da wir aber nicht zur Zielgruppe gehören, ist das auch vollkommen ok - Schliesslich spricht es die Familien an, die nicht alles im Schrank haben...

Hab beide nicht angetestet, schlecht werden sie schon nicht sein - Nur hab ich sowas ähnliches schon oft genug gespielt....aber die spielinteressierte Familie, die dem Pöppel als Indikator für ein empfehlenswertes Spiel folgt wahrscheinlich aber nicht - Von daher absolut in Ordnung für mich :-)

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Dee
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Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon Dee » 23. Mai 2016, 18:31

Jedoch sehe ich es, wie Martin Klein es in seinem Review zu Codenames erwähnt, das Codenames ein bestimmtes Alter/gleichen Bildungsgrad/Wissen voraussetzt um besser zu funktionieren.

Ich habe Codenames mit jung (12 Jahre) und alt (über 60 Jahre gespielt) und das funktioniert gut, wenn man sich etwas anpasst. Natürlich solltest Du einem Kind nicht mit "Watergate" als Begriff kommen. Und ältere Semester können ggf. mit "Yolo" nichts anfangen. In meinen Augen kriegt man es aber sehr schnell hin, sich da anzupassen.

Gruß Dee

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Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon Golbin » 23. Mai 2016, 18:53

Hallo,

ich finde die Listen gut, dafür gibt es einen ausführlichen Kommentar auf der Pöppelkiste.

Weniger gut fand ich die ironischen Anmerkungen bei der Abstimmung. Geziemt sich meiner Erachtens nicht für Nominierungen.

Viele Grüße
Wolfgang
Es gibt zwei Gruppen von Menschen, denen die Welt gehört. Den Liebenden und den Spielenden.

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ErichZann
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Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon ErichZann » 23. Mai 2016, 20:58

Codenames finde ich fehl am Platz eben wegen dem Alter...mit 10 in Verbindung mit Erwachsenen deutlich zu schwer.
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Der Siedler
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Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon Der Siedler » 23. Mai 2016, 21:49

Golbin hat geschrieben:Weniger gut fand ich die ironischen Anmerkungen bei der Abstimmung. Geziemt sich meiner Erachtens nicht für Nominierungen.


Magst Du das näher erläutern?
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Ganz aktuell: Bericht #213 vom 11.12.2019 - Diesmal neudabei: Imhotep

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Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon widow_s_cruse » 23. Mai 2016, 22:50

Hallo,

Wolfgang dürfte sich an dem Ton der Abstimmung dieses Freds stören.
Liebe Grüße
Nils
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Sascha 36

Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon Sascha 36 » 23. Mai 2016, 22:56

Was ist denn daran schlimm Wolfgang ?

Ich meine dieser Preis nimmt sich doch eh wichtiger als er ist und ob er wirklich entscheidend für jemanden von uns zum Spielekauf ist wage ich auch mal zu bezweifeln.
Eine selbsternannte Jury bestimmt halt was In ist und was die Leute kaufen sollen, mir wird der Preis von Jahr zu Jahr suspekter und die Jury ohnehin.

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Dee
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Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon Dee » 24. Mai 2016, 07:00

@Sascha36: Prinzipiell ist das okay, dass man den Spiel-des-Jahres-Preis anzweifelt und darüber diskutiert (ggf. in einem extra Thread), aber die Wortwahl bei den Abstimmungsoptionen ist in meinen Augen nur abwertend und nicht witzig. Und das kam nicht einmal von eine normalen User, sondern vom Betreiber der Plattform.

@ErichZann: Codenames ist offiziell erst ab 14. Hast Du es denn schon einmal mit Kindern gespielt? Meine Erfahrung beschränkt sich nur auf eine Person, daher statistisch natürlich nicht relevant. Würde mich interessieren, wie es bei anderen Familien ankommt.

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Ronny
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Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon Ronny » 24. Mai 2016, 07:25

larse hat geschrieben:Bin ich der einzige, der Karuba fürchterlich langweilig findet, da es so gar nichts Neues zu bieten hat? Selbst meine Kids wollten es nicht ein 2.mal spielen.


Tatsächlich dachte ich mir, es ist eigentlich ziemlich genau das gleiche Spiel wie "Das Labyrinth des Pharao", welches ich vor zwei Jahren gekauft habe. Ja, es ist etwas hübscher, aber im Prinzip das Gleiche. Nur war das Labyrinth von einem kleinen Eigenverlag.

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Sascha 36

Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon Sascha 36 » 24. Mai 2016, 07:38

Okay, ihr meint den Abstimmungsbereich, ich denke das soll witzig sein und weniger wertend als es erscheinen mag.
Hätte man vielleicht anders machen können, das kann ich nachvollziehen.
Stand da wohl gerade auf dem berühmten Schlauch :)

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Carmelo
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Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon Carmelo » 24. Mai 2016, 09:41

Wir haben Codenames mit zwei Familien gespielt. Die Kinder waren 10,13,15 Jahre alt. Das hat gut funktioniert und alle hatten spaß. Schwierig ist es immer (das gilt auch für Erwachsene) schnell einen Oberbegriff zu finden. An der Stelle hakt das Spiel ganz schön. Die Profis lassen sich Zeit, weil sie alle Wörter die zu Fehlintertretationen führen können ausschließen möchten. Die Jüngeren haben Schwierigkeiten überhaupt ein Wort zu finden. In der Summe macht das Spiel riesig spaß und wir haben es Stunden lang gespielt (Männer gegen Frauen ist ganz nett).

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tonyroma
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Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon tonyroma » 24. Mai 2016, 09:53

Sascha 36 hat geschrieben:Ich meine dieser Preis nimmt sich doch eh wichtiger als er ist und ob er wirklich entscheidend für jemanden von uns zum Spielekauf ist wage ich auch mal zu bezweifeln.
Eine selbsternannte Jury bestimmt halt was In ist und was die Leute kaufen sollen, mir wird der Preis von Jahr zu Jahr suspekter und die Jury ohnehin.


Naja das SdJ ist so etwas wie der Oscar der Brettspiele und - zumindest was die Verkaufszahlen angeht - IST der Preis einfach sehr wichtig.

Den letzten Satz verstehe ich nicht, was meinst du damit ("der Preis wird von Jahr zu Jahr suspekter")?

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Florian-SpieLama
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Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon Florian-SpieLama » 24. Mai 2016, 12:14

Die Kritik an Codenames von Martin Klein und auch einigen hier im Forum kann ich nicht ganz nachvollziehen.
Natürlich klappt es besser, wenn alle Spieler ca. den gleichen Horizont haben. Nicht nur was Allgemein-Wissen angeht, sondern auch Erfahrungswelten. Was man mit was verbindet usw.
Ich würde aber bei einer heterogenen Gruppe nicht davon sprechen, dass das Spiel dann nicht mehr funktioniert. Ich sehe es dann eher als zusätzliche Herausforderung für den Geheimdienstchef an. Nicht nur Begriffe irgendwie verbinden, sondern so verknüpfen, dass nach eigener Einschätzung es auch die Mitspieler verstehen können.
Es gab kaum eine Partie Codenames in der nicht mal der Satz: "*grml* Ich könnt ja jetzt was sagen, aber das kennt ihr sicher nicht" so oder so ähnlich gefallen ist. Ein guter Geheimdienstchef sorgt dann dafür, dass das Spiel immer noch gut funktioniert.
Und wenn es nicht im Sinne von spielerischen Erfolg funktioniert, so sorgen doch gerade total absurde Assoziationen für die größten Lacher und wenn der Chef es echt nicht mehr aushält und mit dem Kopf auf den Tisch fällt, ist das zwar nicht Regelkonform aber sehr witzig.
Natürlich versuche ich bei dem Spiel zu gewinnen und ich spiele es so ernst, dass die Regeln nicht ad absurdum geführt werden und es in nur Kasperei ausartet. Dennoch steht der Spaß im Vordergrund, weswegen die "Flugzeughupe" zugelassen und sich darüber beömmelt wird. Oder wenn das Team schon 5 Minuten diskutiert und dann ein völlig anderer Begriff auftaucht und der Geheimdienstchef im Scherz flehend gen Himmel ruft: Ich raste aus!

Kein Spiel dieses Jahrgangs hab ich so oft gespielt, gesehen, dass es gespielt wurde, wurde so oft gefordert (egal in welchem Rahmen) und brachte so viel Spaß und Lacher wie Codenames. Dabei waren die Gruppen wild durchgemischt. Von einer heterogenen Gruppe aus Rentnern und Kindern, homogene Gruppe aus Studenten, Vielspieler, Wenigspieler, einfach jeder und überall.
Daher gäbe es für mich keinen sinnvolleren Preisträger.

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Jonas
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Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon Jonas » 24. Mai 2016, 14:56

Florian-SpieLama hat geschrieben:Von einer heterogenen Gruppe aus Rentnern und Kindern, homogene Gruppe aus Studenten, Vielspieler, Wenigspieler, einfach jeder und überall.
Daher gäbe es für mich keinen sinnvolleren Preisträger.


Kann ich so überhaupt nicht bestätigen. Ich hatte einige Runden, in denen es toll funktionierte und Spaß gemacht hat. Und einige Runden, in denen es überhaupt nicht funktionierte, langweilig war und nach einer oder zwei Runden abgebrochen wurde. Für mich lässt es sich, gerade im Hinblick auf normale Familen, so zusammenfassen... Codenames ist nichts...

- für Spieler ohne Kreativität
- für Spieler, die keine Wortspiele mögen
- für Leute, die nicht um die Ecke denken können
- für Spieler, die ewig nachdenken, bis sie sich endlich mal entscheiden
- für weniger als 4 Personen.

Für mich ergibt das eine ziemlich große Gruppe, die mit dem Spiel nicht gut bedient wird. Letztlich genauso, wie bei Kingdom Builder, Dominion, Hanabi, Colt Express. Für mich als Vielspieler prima, für die breite Masse/Familie/Wenigspielern jedoch nichts. Für mich ist Codenames, auch wenn ich es gerne spiele, kein Spiel des Jahres (wenn man es als Familienspiel für möglichst viele Leute definiert).

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grevel
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Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon grevel » 24. Mai 2016, 16:38

Ronny hat geschrieben:
larse hat geschrieben:Bin ich der einzige, der Karuba fürchterlich langweilig findet, da es so gar nichts Neues zu bieten hat? Selbst meine Kids wollten es nicht ein 2.mal spielen.


Tatsächlich dachte ich mir, es ist eigentlich ziemlich genau das gleiche Spiel wie "Das Labyrinth des Pharao", welches ich vor zwei Jahren gekauft habe. Ja, es ist etwas hübscher, aber im Prinzip das Gleiche. Nur war das Labyrinth von einem kleinen Eigenverlag.


Ravensburger hatte mal mit "Take it easy" auch ein Spiel rausgebracht, welches die gleiche Mechanik nutzte.
Bei Karuba kommt lediglich das Point-to-Point-Movement hinzu.

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Sascha 36

Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon Sascha 36 » 24. Mai 2016, 16:58

tonyroma hat geschrieben:
Sascha 36 hat geschrieben:Ich meine dieser Preis nimmt sich doch eh wichtiger als er ist und ob er wirklich entscheidend für jemanden von uns zum Spielekauf ist wage ich auch mal zu bezweifeln.
Eine selbsternannte Jury bestimmt halt was In ist und was die Leute kaufen sollen, mir wird der Preis von Jahr zu Jahr suspekter und die Jury ohnehin.


Naja das SdJ ist so etwas wie der Oscar der Brettspiele und - zumindest was die Verkaufszahlen angeht - IST der Preis einfach sehr wichtig.

Den letzten Satz verstehe ich nicht, was meinst du damit ("der Preis wird von Jahr zu Jahr suspekter")?



Ich bin einfach überhaupt kein Fan von Preisverleihungen, Juryurteilen etc. für mich ist es ein reiner Verkaufspreis und das ist mir in erster Linie suspekt.

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Kalikoro
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Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon Kalikoro » 24. Mai 2016, 22:18

Also, zu Codenames kann ich nur sagen, dass ich das Spiel bisher in vielen Runden gespielt habe und die waren sehr heterogen. Oft war es zu oft, auch mit Leuten, die mit Party- oder Kommunikationsspielen eigentlich nichts am Hut haben. Und die Kreativität kommt hier oft von ganz allein, auch wenn man sich selbst eher für unkreativ hält. Und was ich sehr faszinierend fand, ist die Tatsache, dass ich mit diesem Spiel Spielemuffel zum Spielen und Lachen gebracht habe, was mir sonst bisher in der Form noch nicht gelungen ist. Niemand von bisher 15-20 verschiedenen Mitspielern hat bisher Worte außer Lob übrig gehabt.
Deshalb ist es für mich ein würdiges SdJ :)

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Sascha 36

Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon Sascha 36 » 24. Mai 2016, 23:02

Also für mich ist es mit Kindern nicht wirklich spielbar, auch aus dem Grund das die guten nicht mal wissen was Oberbegriffe überhaupt sind. Klar gibt es immer wieder Kinder die sich unterscheiden, aber in der Mehrheit kann ich sagen das Codenames kein Familienspiel ist.
Es ist ein nettes Spiel, was es jetzt so unglaublich unterscheidet von Spielen wie Ein großes Ding oder Link, muss jeder selber wissen. Ich bin momentan froh wenn ich es nicht mehr spielen muss, weil es für mich schnell an Reiz verloren hat und es für mich besserer Alternativen gibt in großen Gruppen.
Karuba spricht für mich all diese Punkte an, der Pharao war ein wenig wie Karuba, nur bei weitem nicht so elegant und klar zu spielen. Würde das Spiel aber jetzt auch nicht jeden Tag spielen wollen, obwohl ich das bei keinem Spiel sagen würde, da Brettspiele dann auf Dauer sich doch zu stark wiederholen.

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Der Siedler
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Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon Der Siedler » 24. Mai 2016, 23:03

Bei Dixit war es ja ähnlich: In einer Gruppe, die sich kennt und die eine ähnliche Lebenswirklichkeit hat, kann ich das Spiel ganz anders spieleb als mit Fremden. Aber mit denen kann ich es eben auch spielen, um sich besser kennenzulernen. Zwar auf eine ungewohnte, dafür aber recht intensive Weise, sofern jeder sich drauf einlässt. So ähnlich sehe ich es auch bei Codenames. Und da die Jury damals bei Dixit mit fast demselben Phänomen auch kein Problem hatte, dürfte das Spiel des Jahres quasi feststehen.
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Sascha 36

Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon Sascha 36 » 24. Mai 2016, 23:11

Dixit ist komplett anders als Codenames, bei Dixit steht die Assoziation zum Bild im Raum,die Regel ist innerhalb von zwei Sätzen erklärt und das Spiel besticht hauptsächlich durch seine Grafik.
Für mich ist Dixit ein Spiel das Freiheiten bietet und Freiraum zum Assozieren lässt.
Bei Codenames hat man ein strenges Gerüst von dem man nicht Abweichen kann. Das Attentäter Thema find ich bis heute bescheuert und unnötig, klarer Grund für mich es nicht für ein Familienspiel auf den Tisch zu bringen.


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