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Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Neuigkeiten und Aktuelles

Spiel des Jahres 2016: Was haltet ihr von der Nominierungsliste?

Die Jury hat (mal wieder) alles richtig gemacht.
29
58%
Die Jury hat (mal wieder) alles falsch gemacht.
2
4%
Codenames? Als SdJ-Kandidat? Krasse Fehlentscheidung.
4
8%
Imhotep? Als SdJ-Kandidat? Schlechter Witz!
7
14%
Karuba? Als SdJ-Kandidat? Miese Wahl!
2
4%
Spiel des Jahres? Ein Brettspiel? Ich dachte, das SdJ steigt am 10. Juli in Paris.
6
12%
 
Abstimmungen insgesamt: 50

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Sascha 36

Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon Sascha 36 » 19. Juli 2016, 22:56

Ich seh es so das die Jury kein Spiel als herausragend werten kann das mit immens vielen Fehlern bzw einem mehrseitigen FAQ daher kommt wie Pandemic Legacy es tut und zum einem ein Spiel das man so nur einmal spielen kann und dann ist es abhängig von Erweiterungen. Gab es bisher nicht und wird es auch wohl nicht geben.
Die anderen zwei Spiele wurden nominiert und bekommen enorm viel Aufmerksamkeit dadurch, für mich ist das auch schon ein Gewinn. Für Lookout freue ich mich wie Bolle, ansonsten ist Isle of Skye nicht unbedingt nicht innovativ. Für mich hat Isle of Skye in seinem Design viel Neues zu bieten und es funktioniert in jeder Spielerzahl, was ich von Time Stories und Pandemic nicht behaupten kann.
Schön finde ich in dem Artikel von Guido die Anekdote das Space Cowboys Isle of Skye vor Lookout auf dem Ytisch liegen hatten und es ablehnten.

Hier der tolle Artikel von Guido der mir als sehr kritischer Beobachter des gesamten Spiel des Jahres Preis ein wenig die Augen geöffnet hat.
https://de.trictrac.net/news/spiel-des- ... r-familien
Gewinner ist wahrscheinlich wie jedes Jahr jeder Nominierte.

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Der Siedler
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Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon Der Siedler » 20. Juli 2016, 01:10

Harry2017 hat geschrieben:Ich glaube die Wenigspieler, die sich sonst mit Hochglanz-Serien und Bombast-Kinofilmen berieseln kommen wahrscheinlich deutlich eher mit einem "Wegwerf" Spiel wie Time Stories oder Pandemie Legacy klar, als der durschnittliche Brettspielnerd, der es gewohnt ist seine Spiele immer und immer wieder Spielen zu können


Klar können diese Spiele mit narrativen Elementen mehr in ihren Bann ziehen als das herkömmliche Brettspiel. Das bezweifelt wohl keiner. Du vergisst aber den immensen Unterschied in der Einstiegshürde: Eine Serie, von der man gehört hat, sie sei richtig gut, schau ich mir einfach an. Per Streaming-Portal muss ich vielleicht nicht einmal die DVD erwerben; ein Klick reicht schon und ich bin direkt mittendrin im Geschehen. Gib dem durchschnittlichen Seher von Game of Thrones mal Pandemic Legacy in die Hand, auf dass er es sich ganz allein erarbeiten möge, eine feste Gruppe finde, mit der er es 18 Mal hintereinander spiele, und der sich von diesen Randbedingungen nicht schon von Anfang an abschrecken lässt. Ich will nicht sagen, dass dieser Durchschnittszuschauer doof ist; natürlich kann er das Spiel von Grund auf erlernen und erleben, wenn er wirklich will. Aber die Hürde ist so viel höher als einfach mit einer Serie anzufangen, dass der Vergleich für mich in keinster Weise greift. Anders sieht es aus, wenn man von einem Begeisterten an das Spiel herangeführt wird und dann merkt, dass es richtig cool ist.
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Actaion
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Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon Actaion » 20. Juli 2016, 02:42

Der Siedler hat geschrieben:@Actaion: Na, das ist jetzt aber schon ziemlich zynisch. Ich muss Wolfgang dahingehend zustimmen, dass die letzten drei Spiele des Jahres zumindest nichts für kleine Familien sind.


Er schrieb aber, dass die Spiele erst ab 5 was taugen, was ja Quasch ist, alle drei spielen sich auch zu 4t schon sehr gut, wenn nicht sogar am besten.

P.S. was ist denn daran zynisch?

Der Siedler hat geschrieben:Die Familie, die mit drei Leuten ums Brett sitzt, weil man nur zu dritt ist, oder auch nicht immer alle Familienmitglieder Lust zum Spielen haben, wurde jedenfalls in den letzten Jahren nicht optimal bedient.


Dafür wurden 2011 und 2012 Spiel ausgezeichnet, die sich nur mit 2-4 Spielen lassen, da guckten dann die größeren Familien und Spielegruppen in die Röhre, und das in viel stärkerem Maße, denn diese Spiele spielten sich mit 5 oder 6 nicht nur suboptimal, sondern gar nicht.
Insofern ist es völlig unangebracht, die Jury für die Vergabe an Colt Express und Camel Up für den Aspekt der Spielerzahl zu kritisieren, weil diese ja grade eine ausgesprochen hohe Variabilität an Spielerzahl bieten. Beide lassen sich auch zu dritt ohne Probleme wirklich gut spielen, auch wenn sie je nach Ansicht zu 4t oder 5t vlt noch eine tick lustiger sind, allensfalls zu 2t sind sie nicht so ganz optimal vielleicht (aber zumindest Camel up immer noch gut spielbar). Aber Spiele, die von 2 bis 6 oder gar 8 gehen und dann noch bei allen Spielerzahlen gleich gut sind, gibt es so gut wie nicht (bis auf wenige Ausnahmen). Colt Express und Camel Up sind da schon sehr gut in der Flexibiltät. Codenames ist da das erste, wo vlt. ansatzweise Kritik berechtig ist, weil das wirklich mind. 4 braucht, um richtig zu funktionieren.

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Martin Wehnert
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Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon Martin Wehnert » 20. Juli 2016, 11:34

"ein Spiel das man so nur einmal spielen kann und dann ist es abhängig von Erweiterungen. Gab es bisher nicht und wird es auch wohl nicht geben. "

Sorry, dass ich widersprechen muss. Aber schon 1985 wurde das Sherlock Holmes Criminal Cabinet zum Spiel des Jahres gewählt. Im Prinzip ein Vorläufer von T.I.M.E. Stories. Es gab allerdings von vorneherein mehrere Fälle. Hatte man sie gelöst, war das Spiel durch. Eine Erweiterung gab es dann auch.

Martin
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dem es bei den tollen Nominierten (fast) egal war, wie die Entscheidung fällt. (Fast! Imhotep floppt bei uns total!)

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Sascha 36

Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon Sascha 36 » 20. Juli 2016, 11:59

Danke Martin, du hast vollkommen Recht das Spiel hab ich übersehen.
Sherlock Holmes würde ich jetzt nicht unbedingt mit Time Stories vergleichen, aber was die grundsätzlichen Inhalte des Spiels angeht so Stimm ich dir zu. Sherlock Holmes Cabinet war für damalige Verhälnisse aber schon ein innovatives Spiel oder ?

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Lorion42
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Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon Lorion42 » 20. Juli 2016, 12:33

Ich finde es übrigens gut, dass wieder ein Spiel ausgezeichnet wurde, dass man in größeren Gruppen spielen kann. Ich habe nur selten Spieleabende mit weniger als 5 Leuten und diese ganzen 2-4 Personenspiele liegen einfach ewig ungespielt im Regal.

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Actaion
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Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon Actaion » 20. Juli 2016, 13:40

Martin Wehnert hat geschrieben:"ein Spiel das man so nur einmal spielen kann und dann ist es abhängig von Erweiterungen. Gab es bisher nicht und wird es auch wohl nicht geben. "

Sorry, dass ich widersprechen muss. Aber schon 1985 wurde das Sherlock Holmes Criminal Cabinet zum Spiel des Jahres gewählt. Im Prinzip ein Vorläufer von T.I.M.E. Stories. Es gab allerdings von vorneherein mehrere Fälle.


Der letzte Satz ist allerdings entscheidend. Es ist schon ein gravierende Unterschied, ob dem Spiel 10 Fälle beiliegen oder nur ein einziger.

Wobei die einzelnen Fälle bei Time Stories wohl etwas aufwändiger sind, und man teils 2-3 Versuche braucht.
Ähnlich wie bei Andor, dort waren ja auch nur bzw. immerhin 5 Szenarien dabei. Da gab es zurecht wenig Beschwerden. da man mit event. nötigen Zweitversuchen (und dritt-) auch so auf 8-12 Partien kommt, bis man mit dem Spiel durch ist.
Aber tatsächlich nur 1 Fall mitzuliefern ist schon hart. 3 wären imho mind. nötig gewesen, so macht es doch sehr den Eindruck nach Abzockerei.
Zuletzt geändert von Actaion am 20. Juli 2016, 13:46, insgesamt 1-mal geändert.

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Der Siedler
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Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon Der Siedler » 20. Juli 2016, 13:44

Lorion42 hat geschrieben:Ich finde es übrigens gut, dass wieder ein Spiel ausgezeichnet wurde, dass man in größeren Gruppen spielen kann. Ich habe nur selten Spieleabende mit weniger als 5 Leuten und diese ganzen 2-4 Personenspiele liegen einfach ewig ungespielt im Regal.


Hierzu habe ich mal eine Umfrage eröffnet: Mit wieviel Personen spielt ihr am häufigsten?
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Martin Wehnert
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Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon Martin Wehnert » 20. Juli 2016, 14:11

Stimmt schon, das Sherlock Holmes Criminal Cabinet hatte gleich mehrere Fälle. Die Sache an sich war fantastisch! Wir haben viel Zeit mit Rätseln und grübeln verbracht. Das ist auch schon der große Unterschied zu T.I.M.E. Stories, das mich mehr eine Geschichte erleben, als tatsächlich rätseln lässt.
Dazu war Sherlock natürlich nicht so "aufgehübscht", wie T.I.M.E. Stories jetzt.
Ich persönlich finde es auch nicht so schlimm, dass "nur" ein Fall dabei ist. Wir hatten zu viert mehrere Stunden viel Spaß, es war spannend, wir erlebten quasi ein Abenteuer. Da hätten wir im Kino, Vergnügungspark, etc. mehr ausgegeben! Aber ob Geld-Leistung angemessen ist, muss - wie immer - jeder selbst entscheiden.

Martin
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Sascha 36

Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon Sascha 36 » 20. Juli 2016, 14:26

Als ich das Sherlock vor 20 Jahren gespielt habe war es für mich kein Brettspiel, sondern ein Rätselkarton. Gekauft haben wir es damals wegen meiner Begeisterung für Sherlock Holmes und alles was mit Detektiven zu tun hatte. Auch heute fasziniert mich dieses Spiel noch, aber für mich ist es mehr ein Rätsel bzw ein Rollenspiel als ein Brettspiel. Diesen Punkt löst Time Stories anders.

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tonyroma
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Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon tonyroma » 20. Juli 2016, 18:14

widow_s_cruse hat geschrieben:Und da bin ich schon der Meinung, dass solche Überlegungen mit heran gezogen gehören.

Die Jury ist offensichtlich nicht dieser Meinung - finde ich gut so!

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Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon widow_s_cruse » 20. Juli 2016, 18:49

tonyroma hat geschrieben:
widow_s_cruse hat geschrieben:Und da bin ich schon der Meinung, dass solche Überlegungen mit heran gezogen gehören.

Die Jury ist offensichtlich nicht dieser Meinung - finde ich gut so!

Du hast die zitierte Zeile nun aus dem Kontext gezogen.
Verstehe ich dich richtig, dass du es gut findest, dass die Jury ihre Vereinsziele übern Haufen wirft?
Liebe Grüße
Nils
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Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon Thygra » 20. Juli 2016, 19:11

Ich glaube nicht, dass der Verein seine Ziele über den Haufen wirft. Ich glaube eher, du hast ein anderes Verständnis von diesen Vereinszielen als der Verein.
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Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon Golbin » 20. Juli 2016, 21:50

Actaion hat geschrieben:
Der Siedler hat geschrieben:@Actaion: Na, das ist jetzt aber schon ziemlich zynisch. Ich muss Wolfgang dahingehend zustimmen, dass die letzten drei Spiele des Jahres zumindest nichts für kleine Familien sind.


Er schrieb aber, dass die Spiele erst ab 5 was taugen, was ja Quasch ist, alle drei spielen sich auch zu 4t schon sehr gut, wenn nicht sogar am besten.

...

Insofern ist es völlig unangebracht, die Jury für die Vergabe an Colt Express und Camel Up für den Aspekt der Spielerzahl zu kritisieren, weil diese ja grade eine ausgesprochen hohe Variabilität an Spielerzahl bieten. ....


Hallo Actaion,

Der Kommentar ist ein Kommentar der Reaktion, ich habe ihn nur verlinkt. Zum Inhaltlchen: Es steht dort nirgends, dass die Spiele erst ab fünf Spielern etwas taugen. Es steht dort, das die Stärken erst an fünf Spielern zur Geltung kommen. Für mich ein deutlicher und sehr wichtiger Unterschied.

Wir halten es für angebracht, die Jury für die Gleichförigkeit bei der Spielerzahl zu kritisieren. Du darfst das gern anders sehen. Als Absolutum wie du es formulierst, ich es allein durch unsere Einstellung widerlegt.

Ich bitte dich, einen TExt bevor du ihn kritisierst, genau zu lesen. Sonst kommt es zu ungewollten Interpretation, die wie hier weit über das Ziel hinausschießen.

Viele Grüße
Wolfgang
Es gibt zwei Gruppen von Menschen, denen die Welt gehört. Den Liebenden und den Spielenden.

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Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon Actaion » 20. Juli 2016, 22:33

Golbin hat geschrieben:Zum Inhaltlchen: Es steht dort nirgends, dass die Spiele erst ab fünf Spielern etwas taugen. Es steht dort, das die Stärken erst an fünf Spielern zur Geltung kommen. Für mich ein deutlicher und sehr wichtiger Unterschied.


Für mich ist das nahezu dasselbe, auch wenn "nichts taugen" natürlich stärker kling, als "Stärken kommen nicht zur Geltung", aber inhaltlich liegt das ja schon nahe zusammen, ein Spiel dessen Stärken gar nicht zur Geltung kommen, kann ja auch kein tolles Spiel mehr sein.
Auch mit der anderen Formulierung gilt mein Einspruch noch, bei Camel Cup ist 4 ja die beste Spielerzahl, also auch besser als zu fünft (laut BGG-Poll), es gibt imho keine Stärke des Spiels, die da nicht schon zur Geltung kommt (außer der Möglichkeit bis zu 8 Leute mitspielen zu lassen natürlich).[/quote]


Golbin hat geschrieben:Wir halten es für angebracht, die Jury für die Gleichförigkeit bei der Spielerzahl zu kritisieren. Du darfst das gern anders sehen. Als Absolutum wie du es formulierst, ich es allein durch unsere Einstellung widerlegt.


Nein, warum ist das widerlegt? Ich habe ja nicht gesagt, dass alle so empfinden, sondern ich habe gesagt: "Es ist unangebracht ..." Freilich lässt sich so eine Aussage kaum beweisen oder widerlegen, da es ja ein Werturteil darstellt.

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Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon tonyroma » 21. Juli 2016, 10:17

widow_s_cruse hat geschrieben:
tonyroma hat geschrieben:
widow_s_cruse hat geschrieben:Und da bin ich schon der Meinung, dass solche Überlegungen mit heran gezogen gehören.

Die Jury ist offensichtlich nicht dieser Meinung - finde ich gut so!

Du hast die zitierte Zeile nun aus dem Kontext gezogen.
Verstehe ich dich richtig, dass du es gut findest, dass die Jury ihre Vereinsziele übern Haufen wirft?

Ich finde es gut und richtig, dass Verkaufszahlen oder ähnliche Kriterien keinen Einfluss auf die Entscheidung SdJ haben. Dadurch werden m.E. keine Vereinsziele über den Haufen geworfen, im Gegenteil.

Zitat Spiel des Jahres e.V.: "Gibt es Entscheidungskriterien, die nichts mit den Spielen selbst zu tun haben?
Grundsätzlich: nein. Die Jury beurteilt ausschließlich die Qualität der Spiele; dabei ist es egal, ob es sich um ein kleines Kartenspiel oder ein großes Brettspiel handelt, und es spielt auch keine Rolle, um welchen Verlag oder Autor es sich handelt oder wer in der Vergangenheit wann schon welche Preise gewonnen hat."

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Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon widow_s_cruse » 21. Juli 2016, 12:14

Hallo,

Gott sei Dank - schreibt die Jury viel über die Vereinsziele, womit auch ich meinen Standpunkt mit einem Zitat zu belegen vermag. :P
Die Spiele, die den begehrten Titel "Spiel des Jahres" tragen, sollen in erster Linie die Botschaft des Vereins in die Öffentlichkeit tragen. Das heißt, sie sollen möglichst viele Menschen vom Wert des Kultur- und Freizeitmediums Spiel überzeugen.

Ich mag noch mal darauf verweisen, auch mir ist CODENAMES das Liebste unter den Nominierten. Selbst bei den von mir für die Auszeichnung favorisierten Titel KARUBA gibt es ähnliche Spiele, die ich bevorzuge. Ich glaube, bei der vorliegenden Auseinsetzungen, stehen einige emotionale Ambitionen denen von Kalkül motivierten gegenüber.

?? geht es um die
- Auszeichnung für das beliebteste Spiel der Szene ??
- Auszeichnung für den Titel mit dem höchsten Wirkungsgrad zwecks der Förderung des Kulturguts Gesellschaftsspiel ??

Ich bin immer noch der Meinung, dass CODENAMES bereits den Status eines Selbstläufers erreicht hat. Es hätte vermutlich auch ohne Auszeichnung seine Auflage leicht verdoppelt - nur eben nicht so schnell. Mit der Auszeichnung ist also nichts dazu gewonnen worden. Ganz im Gegenteil - bei den Käufern eines Selbstläufern und einem SdJ-ausgezeichneten Spiel ergibt sich nun eine Schnittmenge, die jetzt mit dem Kauf nur eines Spiels zufrieden gestellt werden. Wo vielleicht der Verkauf von zwei Spielen möglich gewesen wäre. Mit einer groben Schätzung von mir, möchte ich behaupten, dass durch die getroffene Jury-Entscheidung 80 bis 100 Tausend Personen nun dieses Jahr einen Titel weniger kennenlernen. Das sehen ich eben konträr zu dem Vereinsziel, dass die höchst mögliche Reichweite im Sinne der Verbreitung des Kulturguts zu erreichen wäre.

Nebenbei stellt sich bei mir ein Gefühl der sozialen Ungerechtigkeit ein. Ich halte es für unnötig, dass ein bereits sehr erfolgreiches Spiel eine Förderung erhält. Da täte ich ausgleichende Entscheidungen bevorzugen.

Aber natürlich kann hier jeder in seiner Meinung die persönlichen Präferenzen mit der Auszeichnung vertreten wollen ... :cool:
Liebe Grüße
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Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon Fang » 21. Juli 2016, 13:17

widow_s_cruse hat geschrieben:?? geht es um die
- Auszeichnung für das beliebteste Spiel der Szene ??
- Auszeichnung für den Titel mit dem höchsten Wirkungsgrad zwecks der Förderung des Kulturguts Gesellschaftsspiel ??

Weder noch.
Es geht um:
tonyroma hat geschrieben: ausschließlich die Qualität der Spiele

Wie schwer ist das eigentlich?

widow_s_cruse hat geschrieben:Nebenbei stellt sich bei mir ein Gefühl der sozialen Ungerechtigkeit ein.

Es ist sozial ungerecht wenn das, aus Sicht der Jury, beste Spiel des Jahres die Auszeichnung erhält?
Das muss ich wohl nicht verstehen....

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Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon tonyroma » 21. Juli 2016, 13:26

Dass durch die Auszeichnung von Codenames als SdJ jetzt weniger Menschen vom Wert des Kultur- und Freizeitmediums Spiel überzeugt sein sollen als es durch die Auszeichnung von z.B. Karuba wären kann ich wirklich nicht nachvollziehen und die Jury offensichtlich auch nicht, denn sonst hätte Codenames ja nicht gwonnen.

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Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon Thygra » 21. Juli 2016, 13:34

widow_s_cruse hat geschrieben:Ich bin immer noch der Meinung, dass CODENAMES bereits den Status eines Selbstläufers erreicht hat.

Diese Meinung halte ich für eine ziemliche Fehleinschätzung.

Es hätte vermutlich auch ohne Auszeichnung seine Auflage leicht verdoppelt - nur eben nicht so schnell. Mit der Auszeichnung ist also nichts dazu gewonnen worden.

Äh, doch, mit der Auszeichnung wird die Auflage nicht verdoppelt, sondern eher verzehnfacht oder verzwanzigfacht. Wenn das "nichts dazu gewonnen" für dich ist, dann werde ich deine Beiträge in Zukunft wohl besser nicht mehr lesen ...
André Zottmann (geb. Bronswijk)
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Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon widow_s_cruse » 21. Juli 2016, 14:17

Hallo André,

warum immer so persönlich?

Thygra hat geschrieben:Äh, doch, mit der Auszeichnung wird die Auflage nicht verdoppelt, sondern eher verzehnfacht oder verzwanzigfacht.

Der Verlag gibt die gegenwärtige CODENAMES-Auflage mit 400.000 Exemplaren an. Du vermutest, dass sich durch die Auszeichnung die Auflage kurzfristig auf 8 Mio. Exemplare steigern lässt? :huh:
Das wäre ein eher ungewöhnlich gutes Ergebnis, oder? CATAN hat es in 20 Jahren auf 22 Mio. Exemplare geschafft.
Zuletzt geändert von widow_s_cruse am 21. Juli 2016, 15:33, insgesamt 1-mal geändert.
Liebe Grüße
Nils
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Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon HDScurox » 21. Juli 2016, 14:19

Nils, Thygras Aussage bezieht sich auf den deutschen Markt. Deine Zahl kommt vom internationalen Markt!
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Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon widow_s_cruse » 21. Juli 2016, 14:31

HDScurox hat geschrieben:Nils, Thygras Aussage bezieht sich auf den deutschen Markt. Deine Zahl kommt vom internationalen Markt!

Dann wird die Auszeichnung die gegenwärtige Auflage doch nur verdoppeln? ;)
Liebe Grüße
Nils
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Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon widow_s_cruse » 21. Juli 2016, 14:46

Fang hat geschrieben:Es geht um:
tonyroma hat geschrieben:
ausschließlich die Qualität der Spiele

Wie jetzt?
Die Jury nominiert auch Titel von schlechter Qualität? :cool:

Wenn man die Verhältnisse etwas weniger leidenschaftlich betrachte, ist der Auszeichnungstitel ein stückweit egal. Dann geht es nur noch um die Reichweite des Auszeichnungsergebnis. Ich vermute einfach mal, das zwei erfolgreiche Spiele einfach eine größere Reichweite gehabt hätten.
Zuletzt geändert von widow_s_cruse am 21. Juli 2016, 15:36, insgesamt 1-mal geändert.
Liebe Grüße
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Re: Spiel des Jahres 2016: Codenames, Imhotep und Karuba auf der Nominierungsliste

Beitragvon Thygra » 21. Juli 2016, 15:20

widow_s_cruse hat geschrieben:
Thygra hat geschrieben:Äh, doch, mit der Auszeichnung wird die Auflage nicht verdoppelt, sondern eher verzehnfacht oder verzwanzigfacht.

Der Verlag gibt die gegenwärtige CODENAMES-Auflage mit 400.000 Exemplaren an.

Das ist die Zahl der weltweit gedruckten Spiele. Ich gehe eigentlich davon aus, dass wir bei der SDJ-Entscheidung darüber reden welchen Einfluss der Preis auf den deutschen Markt hat, nicht auf den weltweiten.

Für Deutschland halte ich eine Zahl von bisher 15.000 bis 30.000 gedruckten Codenames für realistisch, und auf dieser Schätzung basierend würde die Auflage in Deutschland sich verzehnfachen oder verzwanzigfachen.
André Zottmann (geb. Bronswijk)
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