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Exit - Das Spiel: Kennerspiel des Jahres 2017

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Dietrich
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Re: Exit - Das Spiel: Kennerspiel des Jahres 2017

Beitragvon Dietrich » 17. Juli 2017, 20:25

Moin, moin,
kann es sein, dass der Verein 'Spiel des Jahres' sich von Kosmos mehr 'Unterstützung' erhofft als von einem Kleinverlag wie Schwerkraft? Dann wäre die Wahl der Reihe 'Exit' aus seiner Sicht sinnvoll - also im Eigeninteresse!
Plötzlich wird das alte Kriterium 'Innovation' hervorgeholt, das in den letzten 15 Jahren keine Rolle spielen sollte!
Denn es wurde immer begründet, dass der Preis nicht für innovative Spiele - die empfohlen wurden und es wert waren - gedacht ist - wie noch zu Beginn - eben z. B. Sherlock Holmes Criminal Cabinet. Dabei war der Preis 'Spiel des Jahres' für genau diese (Test-)Veröffentlichung wohl der Startschuss für den Brettspielsparte des Verlags Kosmos ...
Ich hatte und habe das Gefühl, dass nur pekuniäre Gründe im Vordergrund stehen - vielleicht irre ich mich auch.
Irgendwie freue ich mich allerdings doch, denn die Schwerkraft-Spiele finde ich toll. Und ein Preis 'Kennerspiel des Jahres' hätte sie mir eines der Spiele nur verleidet: 'Je preiser ... desto gekrönt!' (Das Spiel ist nicht so toll, so dass es auf eine Auszeichnung angewiesen ist.)

peer
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Re: Exit - Das Spiel: Kennerspiel des Jahres 2017

Beitragvon peer » 17. Juli 2017, 20:30

TRRazor hat geschrieben:V
Die Exit-Room-Erfahrung ist da etwas gänzlich anderes, da bewege ich mich frei in extra dafür hergerichteten Räumen und versuche Rätsel zu lösen. Das hat nichts mit Brettspiel-Mechanismus zu tun. Da nimmt man ein Konzept (lies: Erfahrung) und drückt sie in eine "Erfahrungswelt" wo sie mMg. nach nicht hingehört.


Escape Games waren ursprünglich Browserspiele. Dann kam jemand auf die clevere Idee, sie in eine Erfahrungswelt aufzudrücke, wo sie eigentlich nicht hingehörten - und die "Live Escape Games" waren geboren. Und die sind jetzt als kaufbare personalisierte Brocken zu kaufen. Gewechselt hat nur das Medium.
Dasselbe lässt sich prinzipiell auch über Quizspiele sagen, die es auch schon vor Brettspielen gab.

Zur "Wegwerfgesellschaft" - Der Trend geht zum Erlebnis. Ob ein Kinobesuch oder ein Bungeesprung oder eine Urlaubsreise. All das ist nach Erleben "Weg". Das kann man "Wegwerfgesellschaft" nennen oder auch "Erlebnisgesellschaft", also eine Gesellschaft, die neue Erfahrungen machen will, als die, die es täglich macht. So würde ich auch Exitspiele einordnen - man hat eine einmalige Erfahrung (und das auch ganz unabhängig davon ob das Spiel anschließend weg ist oder nicht; Die Erfahrung es zu lösen ist eh einmalig).

peer
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Re: Exit - Das Spiel: Kennerspiel des Jahres 2017

Beitragvon peer » 17. Juli 2017, 20:31

Dietrich hat geschrieben:Moin, moin,
kann es sein, dass der Verein 'Spiel des Jahres' sich von Kosmos mehr 'Unterstützung' erhofft als von einem Kleinverlag wie Schwerkraft? Dann wäre die Wahl der Reihe 'Exit' aus seiner Sicht sinnvoll - also im Eigeninteresse!
Plötzlich wird das alte Kriterium 'Innovation' hervorgeholt, das in den letzten 15 Jahren keine Rolle spielen sollte!
Denn es wurde immer begründet, dass der Preis nicht für innovative Spiele - die empfohlen wurden und es wert waren - gedacht ist - wie noch zu Beginn - eben z. B. Sherlock Holmes Criminal Cabinet. Dabei war der Preis 'Spiel des Jahres' für genau diese (Test-)Veröffentlichung wohl der Startschuss für den Brettspielsparte des Verlags Kosmos ...
Ich hatte und habe das Gefühl, dass nur pekuniäre Gründe im Vordergrund stehen - vielleicht irre ich mich auch.
Irgendwie freue ich mich allerdings doch, denn die Schwerkraft-Spiele finde ich toll. Und ein Preis 'Kennerspiel des Jahres' hätte sie mir eines der Spiele nur verleidet: 'Je preiser ... desto gekrönt!' (Das Spiel ist nicht so toll, so dass es auf eine Auszeichnung angewiesen ist.)


Dann wäre letztes Jahr Asmodee kaum leer ausgegangen.

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dwhy
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Re: Exit - Das Spiel: Kennerspiel des Jahres 2017

Beitragvon dwhy » 17. Juli 2017, 21:36

Um mal das "Argument" Wegwerfnation und Spiel nur einmal Spielbar ein wenig weiter zu beleuchten...

ich kenne genügend Leute aus meinem Umfeld die sich aus allen drei der Exit Spiele die Teile vor zerstören noch so erhalten haben in Form von Foto, Einscannen usw. um diese nach dem Spielen mit wenig aufwand z.B. erneut auszudrucken und beizufügen. Oder in ähnlicher Form nochmal zugänglich zu machen.

Klar, kostet ein wenig mühe, aber so hatten einige Leute mehr die Gelegenheit diese Exit Spiele zu spielen und nicht nach dem Motto: "Einmal in die Tonne und weg damit"

Diese Spiele sind als einmaliges Erlebnis gedacht. Wie ein Kinobesuch, ein gutes Essen oder ein Abend in der Kneipe.
Verzockte Grüße

http://www.spieletreff-st-ingbert.de/

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Lorion42
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Re: Exit - Das Spiel: Kennerspiel des Jahres 2017

Beitragvon Lorion42 » 17. Juli 2017, 22:27

Ich versuche inzwischen auf Verpackungen beim Einkaufen zu verzichten, vermeide Plastik und versuche so wenig Lebensmittel wie möglich wegzuwerfen. Da wäre es nur konsequent wenn ich sowas wie EXIT vermeiden würde. Aber dafür macht mir das zu viel Spaß ;)

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Thygra
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Re: Exit - Das Spiel: Kennerspiel des Jahres 2017

Beitragvon Thygra » 17. Juli 2017, 22:53

TRRazor hat geschrieben:Auch wenn die Jury ein "Spiel des Jahres" kührt, so sind es in der Vergangenheit eben ausschließlich "Brettspiele" gewesen, welche prämiert wurden.

Darüber kann man streiten, je nachdem, wie du das Wort "Brettspiel" definierst.

Und hier auch noch einmal ein Auszug aus der FAQ der offiziellen Seite des SdJ, da heißt es:

...Das Spiel des Jahres ist ein Preis für analoge Gesellschaftsspiele im deutschsprachigen Raum...


Und somit sind eben doch Gesellschaftsspiele und eben nicht Spiele im weiteren Sinn gemeint.

Auch hier gilt, es kommt darauf an, wie du das Wort "Gesellschaftsspiel" definierst. Offenbar machst du das anders als ich. Für mich ist auch Ringewerfen ein Gesellschaftsspiel.

Der Siedler hat geschrieben:Aber es geht hier nunmal nicht darum, was die Jury darf. Sondern was im Sinne des Preises ist, so wie die Jury ihn seit Jahrzehnten interpretiert.

Da die Jury selbst vorgibt, was der Sinn ihres eigenen Preises ist, kann sie diesen Sinn auch so interpretieren, wie sie es für sinnvoll hält. Ich glaube, ihr versteht nicht, dass die Jury PER DEFINITION vorgibt, was im Sinne des Preises ist. Wenn sie den Sinn des Preises heute einfach ändern möchte, macht sie das einfach. Es ist ihr eigener Preis. Niemand sonst kann entscheiden, was im Sinne des Preises ist.

Dietrich hat geschrieben:Plötzlich wird das alte Kriterium 'Innovation' hervorgeholt, das in den letzten 15 Jahren keine Rolle spielen sollte!

Sorry, aber das stimmt nicht. Wenn du die Entscheidungen der Jury in den letzten Jahren aufmerksam betrachtest, wirst du feststellen, dass sie sehr viel auf Innovation geachtet hat. Klar, Ausnahmen bestätigen die Regel, aber viele Spiele wurden nominiert oder empfohlen aufgrund ihrer Innovation.
André Bronswijk
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Der Siedler
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Re: Exit - Das Spiel: Kennerspiel des Jahres 2017

Beitragvon Der Siedler » 17. Juli 2017, 23:55

Thygra hat geschrieben:Da die Jury selbst vorgibt, was der Sinn ihres eigenen Preises ist, kann sie diesen Sinn auch so interpretieren, wie sie es für sinnvoll hält. Ich glaube, ihr versteht nicht, dass die Jury PER DEFINITION vorgibt, was im Sinne des Preises ist. Wenn sie den Sinn des Preises heute einfach ändern möchte, macht sie das einfach. Es ist ihr eigener Preis. Niemand sonst kann entscheiden, was im Sinne des Preises ist.


Also hat die Jury mit der Auszeichnung der Exit-Reihe den Sinn des Preises geändert?
Montagabend in der Bude - Jeden Montagabend neu!

Ganz aktuell: Bericht #72 vom 26.4. - Mal wieder gespielt: Die Staufer

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Re: Exit - Das Spiel: Kennerspiel des Jahres 2017

Beitragvon Mitspieler » 18. Juli 2017, 02:53

Dietrich hat geschrieben:Moin, moin,
kann es sein, dass der Verein 'Spiel des Jahres' sich von Kosmos mehr 'Unterstützung' erhofft als von einem Kleinverlag wie Schwerkraft? Dann wäre die Wahl der Reihe 'Exit' aus seiner Sicht sinnvoll - also im Eigeninteresse!


Wenn Du damit eine Bestechlichkeit vom "Verein 'Spiel des Jahres'" andeuten willst, fände ich das ziemlich unverschämt und ungerecht. (Deswegen ist mein Tonfall gerade etwas gereizt,..sorry, wenn ich Dich falsch verstanden habe!)

Egal, ob man nun mit den Gesichtspunkten oder den persönlichen Geschmäckern der Jurymitglieder konform geht oder nicht -
ich denke, man darf sich sicher sein, dass sie sich gewissenhaft mit der Thematik und den Spielen auseinandergesetzt haben und nach spielerischen Gesichtspunkten und zielgruppenorientiert entschieden haben und nicht nach finanziellen Vorteilen oder nach Verlagsinteressen!


Dietrich hat geschrieben:Plötzlich wird das alte Kriterium 'Innovation' hervorgeholt, das in den letzten 15 Jahren keine Rolle spielen sollte!


Schonmal darüber nachgedacht, dass sich in diesen 15 Jahren auch die Jury verändert hat?
Zum einen denkt ein Mensch im Laufe seines Lebens auch öfters mal um (und darf seine Einstellung ändern),
und zum anderen treten immer wieder "alte" Jurymitglieder ab und neue, junge Mitglieder kommen hinzu und bringen frischen Wind hinein!

Auch im Vorfeld der diesjährigen Nominierungen wurde der SdJ-Jury vorgeworfen, dass sie sich bestimmt wieder "nicht traue", neue Spielkonzepte zu prämieren. Und jetzt hat sie sich getraut, und dann ist das manchen Leuten auch wieder nicht recht und sie versuchen, der Jury daraus einen neuen Strick zu drehen.

Wenn Du, Dietrich, sinngemäß sagst "ein Preis 'Kennerspiel des Jahres' hätte mir ein Spiel nur verleidet", dann finde ich das eine ziemlich verletzende Gemeinheit und Ignoranz gegenüber der SdJ-Jury, die sich so viel Mühe macht. Und Deine Aussage legt nahe, dass Du Dich eh nicht über die Auszeichnung eines schönen Spieles freuen könntest und die Jury es Dir daher sowieso nie recht machen könnte.

Aber Du gehörst auch nicht zur Zielgruppe der Jury.
Das interessante Interview von "Spiel doch mal" mit SdJ-Geschäftsführer Guido Heinecke hatte ich schon einmal verlinkt: https://www.youtube.com/watch?v=cBj07n-khyo&t=379s
**************************************************************************************************************************

Bisher interessant scheinende Neuheiten für 2018:
A Nice Cup Of Tea / Agricola De Luxe Edition / Glen More 2 / Micropolis / The Rise Of Queensdale / Global Travel

TRRazor
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Re: Exit - Das Spiel: Kennerspiel des Jahres 2017

Beitragvon TRRazor » 18. Juli 2017, 07:02

Darüber kann man streiten, je nachdem, wie du das Wort "Brettspiel" definierst.


Auch hier gilt, es kommt darauf an, wie du das Wort "Gesellschaftsspiel" definierst. Offenbar machst du das anders als ich. Für mich ist auch Ringewerfen ein Gesellschaftsspiel.


Da die Jury selbst vorgibt, was der Sinn ihres eigenen Preises ist, kann sie diesen Sinn auch so interpretieren, wie sie es für sinnvoll hält. Ich glaube, ihr versteht nicht, dass die Jury PER DEFINITION vorgibt, was im Sinne des Preises ist. Wenn sie den Sinn des Preises heute einfach ändern möchte, macht sie das einfach. Es ist ihr eigener Preis. Niemand sonst kann entscheiden, was im Sinne des Preises ist.


Nochmal: Es geht hier nicht darum wie ICH den Terminus Gesellschaftsspiel definiere, sondern wie es die Jury des Preises über die letzten Jahre - gar Jahrzehnte getan hat. Der Preis wird ja nun schon eine Weile verliehen.
Und auch wenn ich dir in Bezug darauf recht gebe, dass die Jury letztendlich selbst entscheidet, wofür sie ihre Spiele verleiht und das auch jederzeit ändern könnte, so war das bisher eben eine ganz klare Linie und die hieß: Brettspiel.

Entsprechend ist meine Argumentation in dieser Angelegenheit. Weiß nicht so recht, warum man sich das dann so hinbiegen muss wie man will, indem man sagt: Ja klar, Gesellschaftsspiele sind vom Begriff her sehr weit gefasst. Grundsätzlich gebe ich dir da ja recht, aber die Jury hat eben noch nie einen SdJ oder KdJ-Preis für solche Spiele wie Ringwerfen verliehen.

Ich denke, es ist sehr gut, dass hier im Thread unterschiedliche Meinungen zu dem Thema sichtbar werden. Und beim SdJ bin ich mit der Preisverleihung auch absolut fein. Es geht mir eben um die mMg. nach nicht nachvollziehbare Verleihung eines Preises, der die letzten Jahrzehnte ausschließlich für Brettspiele verliehen wurde, den jetzt ein Titel gewann, der meines Erachtens nach mit Brettspielen so rein gar nichts mehr zu tun hat.

Escape Games waren ursprünglich Browserspiele

Ja, genau da liegt aber der Knackpunkt - das waren eben vorher schon "Spiele". Auch Rollenspiele waren vorher schon "Spiele" bevor ihre Mechaniken in Brettspielen umgesetzt wurden. Live Escape Games würde ich eben in die bereits erwähnten Kategorien wie Paintball, Bungeespringen, Canyoning usw. einsortieren (Dinge, die man z.B. bei solchen Läden wie Jochen Schweitzer und Konsorten kaufen kann). Versucht mal bei Jochen Schweitzer einen Gutschein für einen Brettspiele-Abend zu bekommen. Das sind dann meiner Auffassung (und offensichtlich auch der vieler anderer) eben keine Brettspiele und gehrören auch nicht in die gleiche Erlebniskategorie.

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zuspieler
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Re: Exit - Das Spiel: Kennerspiel des Jahres 2017

Beitragvon zuspieler » 18. Juli 2017, 07:39

Hier der Versuch, das Thema etwas zu entwirren.

  • Es gibt in der Fachsprache meines Erachtens einen Unterschied zwischen den Begriffen Brettspiel und Gesellschaftsspiel - auch wenn die Worte in der Umgangssprache oft synonym verwendet werden.

  • Die Jury zeichnet keine Brettspiele aus, sondern Gesellschaftsspiele. In ihren FAQs schreibt die Jury: "Das Spiel des Jahres ist ein Preis für analoge Gesellschaftsspiele im deutschsprachigen Raum, erstmals vergeben 1979."

  • Kingdomino und die Exit-Spiele sind meines Erachtens (im engeren Sinne der Definition) keine Brettspiele. Wir erklären Brettspiele in unseren FAQs wie folgt: "Brettspiele spielt ihr auf einem Brett. Da ein leeres Brett ziemlich langweilig ist, benötigt ihr ihr meist weitere Komponenten, zum Beispiel Figuren, Karten oder Würfel. Eure Hauptaktionen finden jedoch immer auf dem Brett statt. Manchmal ist das Brett bei jeder Partie identisch wie bei Schach, manchmal verändert es sich von Partie zu Partie wie bei Catan: Das Spiel. Bekannte Brettspiele sind Mensch ärgere Dich nicht!, Monopoly und Zug um Zug. Im englischen heißen Brettspiele "board games"."

  • Die Jury hat schon früher Spiele berücksichtigt, die keine Brettspiele (im engeren Sinne der Definition) sind, zum Beispiel Barbarossa und die Rätselmeister (Spiel des Jahres 1988), Gift Trap (Sonderpreis 2009) und Dixit (Spiel des Jahres 2010).

  • Es gibt verschiedene Ansätze, den Begriff Spiel/Gesellschaftsspiel zu definieren. Siehe dazu https://gesellschaftsspiele.spielen.de/ ... 2&t=191904, https://gesellschaftsspiele.spielen.de/ ... 2&t=291558 und https://gesellschaftsspiele.spielen.de/ ... 2&t=112611.

  • Stellt sich abschließend die Frage: Ist ein Rätsel/Puzzle beziehungsweise eine Aneinanderreihung von Puzzles/Rätseln ein Spiel? Antwort: Das kommt auf die eigene Spiele-Definition an, siehe dazu auch viewtopic.php?f=7&t=390715#p427510. Die Jury ist der Meinung, dass - zumindest bei Exit - Das Spiel - auch eine Aneinanderreihung von Puzzles/Rätseln ein Spiel ist. Dieser Meinung kann man folgen, oder auch nicht :).

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widow_s_cruse
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Re: Exit - Das Spiel: Kennerspiel des Jahres 2017

Beitragvon widow_s_cruse » 18. Juli 2017, 08:08

Hallo,
Mitspieler hat geschrieben:Wenn Du damit eine Bestechlichkeit vom "Verein 'Spiel des Jahres'" andeuten willst,

Ich denke, zu solchen Vermutungen gibt es keinen Anlass. Der Verein hat eher das Problem "Wohin mit den Einkünften".

Finanziell betrachtet, macht die Titel-Entscheidung sicherlich Unterschiede für den Verein aus. Die Erlöse kommen aus den Vergaben der Nutzungsrechten des Pöppelstickers. Soweit ich weiß, wird der pro Stück abgerechnet. Dann macht es einen Mengen-Unterschied, ob es ein Verlag mit einem Top-Vertrieb mit einem Titel zu 10€ oder ein vertriebsaufwand-widerwilliger Verlag mit einem Titel zu 50€ ist.

Aber ich sehe keinen Grund zur Annahme, dass die Jury bei ihrer Entscheidungsfindung sich von solchen Gedankenspielen leiten ließe.
Zuletzt geändert von widow_s_cruse am 18. Juli 2017, 19:55, insgesamt 2-mal geändert.
Liebe Grüße
Nils
83043 brettspielgruppe aiblinger zockerbande facebook

TRRazor
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Re: Exit - Das Spiel: Kennerspiel des Jahres 2017

Beitragvon TRRazor » 18. Juli 2017, 08:30

Es gibt in der Fachsprache meines Erachtens einen Unterschied zwischen den Begriffen Brettspiel und Gesellschaftsspiel - auch wenn die Worte in der Umgangssprache oft synonym verwendet werden.

Die Jury zeichnet keine Brettspiele aus, sondern Gesellschaftsspiele. In ihren FAQs schreibt die Jury: "Das Spiel des Jahres ist ein Preis für analoge Gesellschaftsspiele im deutschsprachigen Raum, erstmals vergeben 1979."


Vielen Dank, für deine Bemühungen, ein wenig Struktur in die Diskussion zu bringen.

Dennoch führst du die selben Argumentationen an, die einige vor dir hier auch schon genannt hatten.

Auch wenn die Jury sich nicht eindeutig auf die Herleitung "Gesellschaftsspiel ≙ Brettspiel" festlegt, ist es doch erkennbar so, dass in der Vergangenheit schwerpunktmäßig Brettspiele im "klassischen Sinn" mit den Preisen ausgezeichnet wurden.

Ich denke aber, dass wir zwischenzeitlich an einem Punkt in der Diskussion angekommen sind, an dem die Standpunkte der Gesprächspartner verdeutlicht und in den meisten Fällen auch geklärt sind. Die Diskussion ist zwischenzeitlich auch mehr zu einer "Was zählt als Gesellschaftsspiel"-Diskussion geworden, als die, um die es hier nach dem Thread-Titel eigentlich gehen soll und das ist ja die Entscheidung zum Kennerspiel des Jahres.

Dass sich da Binnendiskussionen auftun ist klar, aber ich denke, es ist im Sinne der Runde, wenn wir hier einfach mal einen Deckel drauf machen. Zu einem Konsens werden wir denke ich sowieso nicht kommen.

Danke schon mal an alle, die konstruktiv mitdiskutiert haben :)

Back to topic.

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Thygra
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Re: Exit - Das Spiel: Kennerspiel des Jahres 2017

Beitragvon Thygra » 18. Juli 2017, 11:29

TRRazor hat geschrieben:Nochmal: Es geht hier nicht darum wie ICH den Terminus Gesellschaftsspiel definiere, sondern wie es die Jury des Preises über die letzten Jahre - gar Jahrzehnte getan hat. Der Preis wird ja nun schon eine Weile verliehen.

Und auch wenn ich dir in Bezug darauf recht gebe, dass die Jury letztendlich selbst entscheidet, wofür sie ihre Spiele verleiht und das auch jederzeit ändern könnte, so war das bisher eben eine ganz klare Linie und die hieß: Brettspiel.

In diesem Punkt werden wir wohl keine Übereinstimmung erzielen, ich sehe das weiterhin anders als du.

Die Jury hat auch früher immer wieder mal Spiele prämiert, die anders waren und die man sicher nicht als klassische Brettspiele einordnen kann.

Beispiele bei den Hauptpreisen:
- Sherlock Holmes Criminal Cabinet (das sehe ich auf einer ähnlichen Stufe wie EXIT)
- Villa Paletti
- Barbarossa
- Dixit

Beispiele bei den Sonderpreisen:
- Husarengolf
- Carabande
- 3D Krimi Puzzle
- Rubik's Cube
- Looping Louie

Live Escape Games würde ich eben in die bereits erwähnten Kategorien wie Paintball, Bungeespringen, Canyoning usw. einsortieren (Dinge, die man z.B. bei solchen Läden wie Jochen Schweitzer und Konsorten kaufen kann).

Und das ist dann eben doch wieder eine Definitionsfrage. Für mich ist auch ein Live Escape Room noch ein Spiel, für dich eben nicht.

Bei Paintball verschwimmen für mich die Grenzen zwischen Spiel und Sport, so wie auch bei spielerischen Sportarten wie Tischtennis oder Fußball etc. Nicht ohne Grund sagt man im deutschen Sprachgebrauch "ich spiele Tischtennis", "ich spiele Fußball" etc.

TRRazor hat geschrieben:Auch wenn die Jury sich nicht eindeutig auf die Herleitung "Gesellschaftsspiel ≙ Brettspiel" festlegt, ist es doch erkennbar so, dass in der Vergangenheit schwerpunktmäßig Brettspiele im "klassischen Sinn" mit den Preisen ausgezeichnet wurden.

Na schau mal, hier schreibst du selbst "schwerpunktmäßig". Mit anderen Worten, du stimmst zu, dass es auch schon Ausnahmen gab. Vielleicht werden wir uns ja doch noch einig ... ;)
André Bronswijk
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TRRazor
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Re: Exit - Das Spiel: Kennerspiel des Jahres 2017

Beitragvon TRRazor » 18. Juli 2017, 11:56

Na schau mal, hier schreibst du selbst "schwerpunktmäßig". Mit anderen Worten, du stimmst zu, dass es auch schon Ausnahmen gab. Vielleicht werden wir uns ja doch noch einig ... ;)


Wie ich ja schon sagte, bin ich grundsätzlich dafür, dass sich das Medium "Brettspiel" weiterentwickelt.
Die von dir oben genannten Beispiele würde ich auch nicht unbedingt als gute Beispiele für SdJ-Preisträger bezeichnen, da sie eben diese für mich weiter unten beschriebene Grenze von "Was ist ein Brettspiel"? überschreiten.

Die Evolution beschränkte sich auf neue zu der Zeit als "innovativ" geltende Spielmechanismen und keinesfalls auf das Etablieren eines neuen "Spielerlebnisses" im klassischen Sinn wie man es bisher von Brettspielen kennt. Klar, 1980 oder 1990 war der Worker-placement-Mechanismus super innovativ und was neues, heute gehört das schon eher zum Standardrepertoire.

Und genau an der Stelle, ziehe ich für mich persönlich die Grenze was als "Brettspiel" gilt und was eben meiner Meinung nach nicht mehr in diese Kategorie gehört. Und zu versuchen ein meiner Meinung nach komplett eigenes Spielerlebnis wie einen Live-Escape-Room so herunterzudestillieren, dass man es irgendwie in das Medium "Brettspiel" oder eben auch "Spiel" wenn du es so nennen magst "hineingezwängt" bekommt, hat für mich weder mit der Erhaltung der Spielekultur, noch mit der Weiterentwicklung des Mediums etwas zu tun.

Und schon gar nicht, ist es dann mMg. nach eines Preises würdig, der über die letzten Jahrzehnte an "Brettspiele" ging. Aber das ist wie gesagt meine Meinung. Und die von mir oben angesprochene Grenze mag jeder anders ziehen.

Inoshiro
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Re: Exit - Das Spiel: Kennerspiel des Jahres 2017

Beitragvon Inoshiro » 18. Juli 2017, 12:37

Für mich persönlich wäre die Exit-Reihe jetzt auch nicht das Kennerspiel des Jahres geworden, aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich den hier vorgebrachten Vorwurf wegen des "Wegwerfcharakters" reichlich überzogen finde.

Zum einen bezweifle ich stark, dass die Auszeichnung zum "Kennerspiel des Jahres" irgendeine Auswirkung auf die gesamtgesellschaftliche Wegwerfmentalität hat. Zum anderen ist die weggeworfene Materialmenge in etwa vergleichbar mit einer Hochglanzzeitschrift. Ich verstehe die Kritik daran, dass ein Spiel quasi nur einmal gespielrt werden kann, aber letzten Endes produzieren wir in allen Bereichen unseres Lebens deutlich mehr Müll als bei einer Runde "EXIT - Das Spiel".

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Thygra
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Re: Exit - Das Spiel: Kennerspiel des Jahres 2017

Beitragvon Thygra » 18. Juli 2017, 12:49

Inoshiro hat geschrieben:Ich verstehe die Kritik daran, dass ein Spiel quasi nur einmal gespielrt werden kann, aber letzten Endes produzieren wir in allen Bereichen unseres Lebens deutlich mehr Müll als bei einer Runde "EXIT - Das Spiel".

Das stimmt, zum Beispiel werden nur in Deutschland täglich ca. 7,6 Millionen "Kaffee to go"-Becher weggeworfen, also ca. 320.000 pro Stunde. So schnell kann man EXIT-Spiele gar nicht produzieren, um diese schlechte Bilanz zu erreichen ...
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Re: Exit - Das Spiel: Kennerspiel des Jahres 2017

Beitragvon peer » 18. Juli 2017, 13:57

Inoshiro hat geschrieben:Für mich persönlich wäre die Exit-Reihe jetzt auch nicht das Kennerspiel des Jahres geworden, aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich den hier vorgebrachten Vorwurf wegen des "Wegwerfcharakters" reichlich überzogen finde..


Ich kann mich da auch nicht den Verdachts erwehren, dass die entsprechenden Poster das erste Mal in ihrem Leben das Wort "Wegwerfgesellschaft" getippt haben, als es um den Preis ging...

TRRazor
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Re: Exit - Das Spiel: Kennerspiel des Jahres 2017

Beitragvon TRRazor » 18. Juli 2017, 14:23

Kann die vorherigen Kommentare bzgl. der Förderung unserer Wegwerfgesellschaft durch die teils nur einmalige Spielbarkeit der Exit-Spiele nur unterstützen.

Sicher trägt es nicht zu Nachhaltigem Verhalten bei, aber wie hier bereits angemerkt, da haben wir umweltverschmutzungstechnisch weitaus größere Probleme...

Weltherrscher
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Re: Exit - Das Spiel: Kennerspiel des Jahres 2017

Beitragvon Weltherrscher » 18. Juli 2017, 15:10

Es kommt nicht auf die Menge an, andere Escape the Room Spiele sind einwandfrei und ohne Tricks wiederverwendbar, da muss man sich schon fragen, warum das Konzept der Exit Reihe so ist. Nur weil andere es noch schlimmer treiben, macht es das lange noch nicht besser.
Zudem ist die Exit Reihe aus einem ganz anderen Grund nicht der optimale Preisträger, wir haben es hier schlicht mit keinem Kennerspiel zu tun.

peer
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Re: Exit - Das Spiel: Kennerspiel des Jahres 2017

Beitragvon peer » 18. Juli 2017, 15:21

Weltherrscher hat geschrieben:Es kommt nicht auf die Menge an, andere Escape the Room Spiele sind einwandfrei und ohne Tricks wiederverwendbar, da muss man sich schon fragen, warum das Konzept der Exit Reihe so ist. Nur weil andere es noch schlimmer treiben, macht es das lange noch nicht besser.
Zudem ist die Exit Reihe aus einem ganz anderen Grund nicht der optimale Preisträger, wir haben es hier schlicht mit keinem Kennerspiel zu tun.

Das ist eine andere Diskussion. Das entscheidet aber letztlich die Jury, denn die hat den Begriff "Kennerspielpreis" ja ains Leben gerufen.

Aber nochmal zur Wegwerfgesellschaft:
Wo sind die Diskussionen zu den in China produzierten Spielen, die um den ganzen Globus wandern? Wo sind die Diskussionen um die Ulweltproblemtaik der Plastikminiaturenspiele? Wer kann mir sagen wieviel Prozent Blei in seinen Zinnminiaturen steckt (und es steckt IMMER Blei drin)?
Niemand, weil das niemnanden interessiert. 99,9% der Poster (insbesondere drüben bei Unknown) hat sich noch nie Gedanken über Nachhaltigkeit bei Brettspielen gemacht. Nur jetzt passt es eben so schön, weil es ja so ein "tolles" Argument ist. Das ist schlicht Heuchelei.
Wenn ich nach Essen fahre, produziere ich enormen Müll - auf dem Weg und vor Ort. Alleine die Flyer die ich bis zum Abend weggeschmissen habe, dürften eine Exitschachtel mehr als füllen. Und - auch vom Essen-Besuch ist anschließend nichts mehr übrig als die Spiele, die ich genauso auch hätte im Internet kaufen können. Wegwerfgesellschaft par excellence.

Die tollen Promos, die all jene "Wegwerfgesellschafts-Leute" mit Sicherheit sammeln, um sie haben (und dann nie zu benutzen) sind in aller Regel mit Plastik umschlossen. Warum genau? DAS ist Wegwerfgesellschaft. Das Ablösen und Wegschmeißen des Plastiks macht nicht mal Spaß. Anders als eine Partie Exit (zumindest mit, Geschmack muss man ja nicht teilen). Warum habe ich davon noch nicht gelesen?
Weil man sein eigenes Verhalten nicht gerne hinterfragt sich aber gerne über andere ärgert vielleicht?

Es gibt tolle Argumente für und gegen die Exitspiele. Man darf natürlich gerne hinterfragen ob es sinnvoll ist ein Spiel, dass man nur einmal spielt, auszuzeichnen. Aber wer hier mit "Wegwerfgesellschaft" kommt, sorry, den kann ich beim besten Willen nicht ernst nehmen!

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TRRazor
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Re: Exit - Das Spiel: Kennerspiel des Jahres 2017

Beitragvon TRRazor » 18. Juli 2017, 15:32

Ich denke, wo man Weltherrscher tatsächlich Recht geben muss, ist die Tatsache, dass man das eine "Problem" mit den anderen überwiegenderen nicht entschulden sollte. Daraus ein Argument gegen die Spielereihe (und deren Auszeichnung zum KdJ) zu entwickeln, ist in der Tat schwierig.

Ich habe es tatsächlich selbst noch nicht gespielt, aber Pandemie - Legacy stand ja auch bereits auf der Empfehlungsliste des Vereins. Dort wird man während des Spiels meines Wissens nach auch dazu aufgefordert Spielinhalte (z.B. Karten) zu zerstören.

Ich kann mich nicht daran erinnern, damals eine ähnliche Diskussion dazu gelesen zu haben.
Zuletzt geändert von TRRazor am 18. Juli 2017, 15:35, insgesamt 1-mal geändert.

Arnold
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Re: Exit - Das Spiel: Kennerspiel des Jahres 2017

Beitragvon Arnold » 18. Juli 2017, 15:35

Weltherrscher hat geschrieben:Zudem ist die Exit Reihe aus einem ganz anderen Grund nicht der optimale Preisträger, wir haben es hier schlicht mit keinem Kennerspiel zu tun.


sorry, verfolge bitte nochmal diese Diskussion:

viewtopic.php?f=22&t=390368&p=426089&hilit=kennerspiel#p426089

und du wirst erkennen, dass wir es sehr wohl mit einem Kennerspiel zu haben, welches der Jury unterliegt zu entscheiden.

Dieses Jahr passt alles, sehr gute Jury-Entscheidung, was sich auch auf die Nomierungen bezieht.

@peer: Klasse dein Statement den Begriff "Wegwerfgesellschaft" gegen den Titel zu nutzen. Danke Daumen hoch :)

@TRRazor: Dem stimme ich ebenfalls zu. Ich erinnere mich auch nicht jemals ähnliche Diskussion bei artgleichen Spielen hier gelesen zu haben.

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Lorion42
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Re: Exit - Das Spiel: Kennerspiel des Jahres 2017

Beitragvon Lorion42 » 18. Juli 2017, 15:43

Ich glaube das "Wegwerf"-Argument ist eigentlich nicht, dass durch das Spiel Müll erzeugt wird (was übrigens auch durch jeden Stanzbogen passiert), sondern dass einige Leute sich weigern Geld für etwas auszugeben, dass man danach vollständig wegwirft. Das Argument offenbart also eine gewisse Knauserigkeit. Bei anderen Brettspielen kann man ja immer sagen: irgendwann werde ich das sicher nochmal spielen. Dass das teure Caverna oder Terra Mystica nun seit über einem Jahr ungespielt im Schrank steht, heißt ja nicht, dass es nicht irgendwann wieder von Nutzen sein wird. Irgendwann wird der richtige Spieleabend dafür sicher wieder kommen ;)
Ich habe meine 6 Spieleabende Caverna übrigens noch nicht durch, so dass ich den Verkaufspreis gegenüber EXIT rechtfertigen könnte :D

Naja wie auch immer... mir persönlich hatte Escape Room (Noris) ja mehr Spaß gemacht als EXIT, aber da muss man einfach sagen, dass Exit das durchdachtere Hilfesystem hat.
Von mir aus darf man Exit auch als Kennerspiel bezeichnen, da ich mir z.B. nicht vorstellen kann, dass jedes Kind alle Rätsel aus der Box lösen kann (es ist ein 12+ Spiel). Die 12+ Spiele die bisher das SdJ bekommen haben würde vermutlich größtenteils heute auch eher unter die Kennerspiel-Kategorie fallen: Torres, Sherlock Holmes Criminal Cabinet, El Grande. Naja bei Adel verpflichtet und Bluff bin ich mir nicht 100% sicher, aber vielleicht war es auch einfach eine andere Zeit. Was ich sagen will: Ein Spiel das ab 12 ist, gehört vermutlich auch eher in die Kennerspielkategorie als in die Hauptkategorie, da es eben nicht einfach so mit der ganzen Familie spielbar ist. Kennerspiel bezeichnet also auf jeden Fall kein Spielegenre sondern eben eine Zielgruppe und für die passt Exit ziemlich gut!

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nairolf
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Re: Exit - Das Spiel: Kennerspiel des Jahres 2017

Beitragvon nairolf » 18. Juli 2017, 16:42

@peer
Deine gesamte Argumentation ändert leider nichts daran, dass EXIT-Spiele nach dem Spielen massenweise weggeworfen werden. Aber du wolltest eh nur ein scheinbar kleines Übel durch ein größeres rechtfertigen.

Die Escape-Room-Reihe von noris kann man nach dem Spielen übrigens weitergeben, das nötige Spielmaterial lässt sich runterladen. Das einmalige Spielerlebnis durch Falten, Knüllen oder Zerschneiden, das von vielen als Rechtfertigung fürs Wegwerfen herhält, bleibt erhalten. Es geht also auch anders.

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Re: Exit - Das Spiel: Kennerspiel des Jahres 2017

Beitragvon Mitspieler » 18. Juli 2017, 16:46

widow_s_cruse hat geschrieben:Hallo,

Hallo. :)

widow_s_cruse hat geschrieben:
Mitspieler hat geschrieben:Wenn Du damit eine Bestechlichkeit vom "Verein 'Spiel des Jahres'" andeuten willst,

[..] Finanziell betrachtet macht die Titel-Entscheidung sicherlich Unterschiede für den Verein aus. Die Erlöse kommen aus den Vergaben der Nutzungsrechten des Pöppelstickers. Soweit ich weiß, wird der pro Stück abgerechnet. Dann macht es einen Mengen-Unterschied, ob es ein Verlag mit einem Top-Vertrieb mit einem Titel zu 10€ oder ein vertriebsaufwand-widerwilliger Verlag mit einem Titel zu 50€ ist.


Ah ok, ich verstehe. Danke für Deine Erklärung! Von dieser "Erlösregelung" wusste ich nichts. Bist Du Dir da sicher? Denn der SdJ-Pöppel bekäme ja mit der leicht ans Volk zu bringenden Reihe aus vielen kleinen Spielchen tatsächlich ganz sicher eine viel größere Auflage als mit einem kaum verkäuflichen, teuren Strategiebrocken.
Vielleicht hatte Dietrich es ja so gemeint. Dann hab ich ihn etwas falsch verstanden (sorry, Dietrich!).
Trotzdem fände ich das einen fast genauso schwerwiegenden Vorwurf (wie den einer Bestechlichkeit). Denn wenn Dietrich mit seiner Mutmaßung Recht haben sollte und die Jury nach voraussichtlicher Stückmenge der Spiele entschieden hat, wäre der Preis ja wirklich nichts mehr wert.

widow_s_cruse hat geschrieben:Aber ich sehe keinen Grund zur Annahme, dass die Jury bei ihrer Entscheidungsfindung sich von solchen Gedankenspielen leiten ließe.
Genau, das glaube ich auch nicht. Ich hoffe und denke, dass die Jury verantwortungsvoll und "neutral" nach (natürlich subjektiven) spielerischen Gesichtspunkten entschieden hat, sowie nach der selbstgesetzten Zielvorgabe, den Spielesuchenden mit den Nominierungen und dem letzlichen Preisträger eine gute Entscheidungshilfe zu bieten.
Zuletzt geändert von Mitspieler am 18. Juli 2017, 17:18, insgesamt 2-mal geändert.
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Bisher interessant scheinende Neuheiten für 2018:
A Nice Cup Of Tea / Agricola De Luxe Edition / Glen More 2 / Micropolis / The Rise Of Queensdale / Global Travel


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