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WestLotto: "Deutsche spielen lieber analog als digital"

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WestLotto: "Deutsche spielen lieber analog als digital"

Beitragvon SpieLama » 25. August 2017, 07:35

Es folgt eine Pressemitteilung von WestLotto.
WestLotto hat geschrieben: Deutsche spielen lieber analog als digital
Kaum zu glauben: Brett- und Kartenspiele sind beliebter als Smartphone-Games

Münster (ots) - Wie verspielt sind die Deutschen? Sind wir eine "Nation der Zocker"? Geht es den Deutschen nur ums Gewinnen oder doch um das Miteinander? "Uns hat interessiert, was die Deutschen spielen", sagt Axel Weber, Pressesprecher der Lotterie Eurojackpot. Sind Klassiker wie 'Mensch ärgere Dich nicht', Skat oder Lotto nach wie vor beliebt oder wurden sie mittlerweile von Smartphone- und Computer-Games überholt? Im Auftrag von Eurojackpot ist YouGov mit einer repräsentative Umfrage diesen Fragen auf den Grund gegangen - und das Ergebnis ist erstaunlich!

Egal ob Brett-, Karten- oder Papierspiele - die Deutschen sind verspielt und bevorzugen auch im Jahr 2017 analoge Spiele gegenüber digitalen. Fast drei Viertel der Deutschen spielen Brett- und Kartenspiele sowie Papierspiele à la Sudoku und Kreuzworträtsel. Smartphone-Games landen dagegen lediglich auf den hinteren Rängen der Beliebtheitsskala. Besonders beeindruckt die ungebrochene Lotterie-Tradition: Rund die Hälfte der Deutschen nimmt daran teil, 14 Prozent sogar wöchentlich.

Jung gegen alt, Frau gegen Mann
"Erstaunlich ist, dass junge Leute zwischen 18 und 24 Jahren den größten Spielwunsch haben", sagt Axel Weber. "86 Prozent dieser Altersgruppe holen Monopoly und Co. aus der Spielekiste, im Gesamtdurchschnitt hingegen nur 73 Prozent. Der große Spaß junger Menschen an klassischen Gesellschaftsspielen ist bemerkenswert."

Aber auch ein paar Klischees bestätigt die Umfrage: Während 64 Prozent der Männer Spiele an PC und Konsole "daddeln", kann sich nur die Hälfte (51 Prozent) der Frauen dafür begeistern. Dafür greifen diese lieber zum Rätselheft (72 Prozent statt 68 Prozent). Unter den befragten Männern ist wiederum der Siegeswille stärker ausgeprägt: 32 Prozent von ihnen finden beim Spielen das Gefühl beim Gewinnen am schönsten, bei den Frauen sind es dagegen lediglich 23 Prozent.

Gemeinsam Spielen macht glücklich
Eine mögliche Erklärung, warum die analogen Klassiker so beliebt sind, hat Axel Weber auch: "28 Prozent der Befragten geben an, das gemeinsame Beisammen-sein beim Spielen als das Schönste zu empfinden - also genau das, was bei Brett- und Kartenspielen im Mittelpunkt steht und am PC nur schwer simuliert werden kann. Spielen bringt die Menschen zusammen." Das gilt auch für Lotterien: Rund 40 Prozent der Lotterieteilnehmer unter den 18- bis 24-Jährigen spielen nicht alleine, sondern mit Familie, Partner, Freunden oder Kollegen. "Der Traum vom (Jackpot-)Glück verbindet die jungen Menschen", sagt Axel Weber. "Hier kann man gemeinsam auf ein Luxusleben hoffen."

Natürlich sind nicht alle Spiele in ganz Deutschland gleich beliebt. In jedem Bundesland haben die Menschen andere Vorlieben - und das schlägt sich auch in den Spielgewohnheiten nieder:

  • Digitale Daddler: In Nordrhein-Westfalen sind digitale Games besonders beliebt. Während dort 55 Prozent der Bewohner gern am Smartphone spielen, "daddeln" 61 Prozent gerne an PC und Konsole - im Bundesdurchschnitt sind es deutlich weniger (49% und 57%).

  • Lotterieverliebt ist man in Berlin, Brandenburg, Bremen sowie im Saarland: Hier nehmen überdurchschnittlich viele Menschen an Lotterien teil. Schleswig-Holstein sitzt jedoch auf dem Lotteriethron. Mit 68 Prozent nehmen hier mehr Bewohner an Lotterien teil als in jedem anderen Bundesland.

  • Rätselspaß in Nord, Süd, Ost und West: In Baden-Württemberg (72%), Hamburg (76%), Hessen (74%) und Thüringen (80%) sind Papierspiele wie Sudoku und Kreuzworträtsel beliebter als im bundesweiten Durchschnitt.

  • In Bayern, Niedersachsen und Sachsen wird Familie besonders großgeschrieben: Während die Bayern vor allem Kartenspiele im Familienkreis spielen (57%), hat niemand so gern wie die Sachsen und Niedersachsen die Familie um das Brettspiel versammelt (64% und 63%).

  • Ein bisschen Spaß muss sein: In Berlin und Mecklenburg-Vorpommern geben 43 Prozent bzw. 44 Prozent der Befragten an, den Spaß am Spiel selbst am schönsten zu finden - im Bundesdurchschnitt sind es nur 36 Prozent. In Sachsen-Anhalt hält man dagegen das Beisammensein für besonders schön (34% zu 28%).

  • Deutschlands Kartenspiel-Hochburgen: In Rheinland-Pfalz (75%) und Mecklenburg-Vorpommern (77%) und Thüringen (80%) spielen besonders viele Bewohner gerne Skat, UNO, Rommee und Co.

  • Wetten, dass...? Im kleinen Bundesland sind kleine Wetten besonders beliebt: Rund 60 Prozent der Bewohner des Saarlandes beweisen sich gegenseitig gerne ihr Wissen und Können.
Über die Studie: Die Umfragedaten wurden von der YouGov GmbH bereitgestellt. An den Befragungen nahmen insgesamt 2.986 Personen teil. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung (Alter 18+).

Der Verlag eggertspiele hat 2015 ebenfalls eine Studie zum Spielverhalten der Deutschen erstellt, siehe viewtopic.php?f=7&t=385790. Warum Studien oft mit Vorsicht zu genießen sind, erfahrt ihr unter viewtopic.php?f=7&t=390956.

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Re: WestLotto: "Deutsche spielen lieber analog als digital"

Beitragvon SpieLama » 25. August 2017, 07:35

Passend zur Pressemeldung von WestLotto kommt hier noch eine Bitkom-Pressemitteilung.

Mobil und vernetzt: Die Gaming-Trends 2017

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Grafik: Bitkom
170816-Anzahl-Gamer-PG.png (84.02 KiB) 1758 mal betrachtet

Berlin, 17. August 2017 - Daddeln, spielen, zocken, gaming – wie auch immer man es nennen mag: Video- und Computerspiele sind aus dem Alltag vieler Jugendlicher und Erwachsener nicht mehr wegzudenken. 43 Prozent der Bundesbürger ab 14 Jahren spielen zumindest gelegentlich. Das entspricht rund 30 Millionen Menschen, wobei Frauen (41 Prozent) Männern (46 Prozent) in der ursprünglichen Männer-Domäne „Gaming“ dabei kaum nachstehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Befragung, die der Digitalverband Bitkom in Auftrag gegeben hat. Gaming ist dabei vor allem bei den Jüngeren ein Massenphänomen, doch auch Silver Gamer, also Gamer ab einem Alter von rund 50 Jahren, sind keine Seltenheit mehr. 74 Prozent der 14- bis 29-Jährigen und 63 Prozent der 30- bis 49-Jährigen spielen Video- oder Computerspiele. Unter den 50 bis 64-Jährigen spielt heute bereits fast jeder Vierte (24 Prozent), in der Generation 65 Plus ist es knapp jeder Achte (12 Prozent). „Gaming ist heute nicht mehr nur ein Jugendphänomen, sondern hat sich in der Breite der Gesellschaft auf einem hohen Niveau etabliert“, sagte Bitkom-Präsidiumsmitglied Martin Börner im Vorfeld der Spielemesse gamescom bei der Vorstellung der Studienergebnisse.

Anteil der Silver Gamer wird zunehmen
Zwei Drittel (65 Prozent) derjenigen, die nicht spielen, geben als Grund dafür Zeitmangel an, 54 Prozent sagen, dass sie am Gaming keinen Spaß haben, weiteren 11 Prozent ist es zu teuer. Allerdings kann sich fast jeder dritte Nicht-Gamer (30 Prozent) vorstellen, in Zukunft mit dem Spielen anzufangen. Unter den 14- bis 29-Jährigen, die bislang keine Video- oder Computerspiele spielen, sagen sogar mehr als zwei Drittel (71 Prozent), dass sie sich das vorstellen können. Auch in der Altersgruppe der Silver Gamer gibt es noch viel Potenzial: Jeder Dritte 50- bis 64-Jährige kann sich vorstellen in Zukunft Video- oder Computerspiele zu spielen, in der Generation 65 Plus sind es 13 Prozent.

Bedeutung von Desktop-PC beim Gaming sinkt stark
Als Gaming-Plattform sind mobile Plattformen wie Laptops (75 Prozent) und Smartphones (74 Prozent) am beliebtesten. Das frühere Highend-Gerät zum Spielen, der Desktop-PC, sinkt dagegen in der Gunst der Gamer stark auf nun mehr 52 Prozent (2017: 67 Prozent). „Die Effekte der mobilen Geräte werden dank top Grafikkarten, sehr guter Displays sowie exzellenter Prozessoren und Arbeitsspeicher immer beeindruckender. Mit diesen mobilen und leistungsstarken Geräten kann heute oft auch unterwegs ohne Qualitätsverlust gespielt werden“, so Börner.

Jeder Vierte nutzt miteinander verbundene Geräte zum Spiel
Stark zugenommen hat in diesem Zusammenhang auch die Beliebtheit von Smart TVs im Geräte-Ranking. Beinahe jeder Vierte (24 Prozent) spielt inzwischen auf diesen Geräten (2016: 15 Prozent). „Auf Smart TVs lässt es sich im Gegensatz zu Fernsehern, die nicht internetfähig sind, auch ganz ohne zusätzliche Hardware spielen. Die gewünschten Spiele können dabei aus der Cloud direkt auf den Bildschirm gestreamt oder via App gespielt werden. Alles, was man braucht, sind ein kompatibler Controller und ein Internetanschluss“, so Börner. Mit den vernetzten Geräten ist auch synchronisiertes Gaming möglich, es kann also dasselbe Spiel auf mehreren Endgeräten gespielt werden. Bereits jeder vierte Gamer (26 Prozent, 2016: 18 Prozent) nutzt synchronisiertes Gaming. So kann man ein Spiel beispielsweise zu Hause auf dem Smart TV oder PC beginnen und unterwegs mit dem Smartphone oder Tablet weiterspielen.

Bekanntheit von Virtual Reality massiv angestiegen
Der Gaming-Trend Virtual Reality rückt immer stärker ins öffentliche Bewusstsein. Während im letzten Jahr erst 46 Prozent der Bundesbürger von Virtual Reality gehört beziehungsweise gelesen hatten, sind es heute 88 Prozent. Die Bekanntheit der smarten Brillen erfährt damit einen Anstieg um fast 100 Prozent. Und der Markt für die Geräte hat weiterhin viel Potenzial: 19 Prozent aller Befragten in Deutschland haben Interesse am Kauf einer Virtual-Reality-Brille, 11 Prozent haben bereits den festen Kaufentschluss gefasst. Weitere 6 Prozent sind schon im Besitz einer VR-Brille. Fragt man nur die Gamer, ist das Interesse noch größer: 43 Prozent wollen sich eine Brille kaufen oder können sich das zumindest vorstellen, 15 Prozent sind bereits Besitzer. Von dem Mega-Trend VR werden vor allem Simulations- sowie Rollen- und Fantasyspiele profitieren. 40 beziehungsweise 39 Prozent der Gamer würden die Virtual-Reality-Brille gerne für solche Spiele verwenden. „Die Spielevielfalt im VR-Bereich wird weiter zunehmen. Und je mehr Spiele und Anwendungen für die VR-Headsets verfügbar gemacht werden, desto beliebter werden die Geräte. Virtual Reality hat es möglich gemacht, sich beim Spielen frei zu bewegen und noch tiefer in die Spielewelten einzutauchen. Das hat der Branche jetzt schon neue Spiel- und Erzählweisen eröffnet und wird ihr noch etliche Innovationen bescheren“, sagte Börner.

Livestreams von Computerspielen haben beständige Fangemeinde
Neben der eigenen Spielerfahrung ist vielen Gamern auch das gemeinsame Spielerlebnis wichtig. So schauen knapp drei von zehn Gamern (29 Prozent) regelmäßig die Spiele anderer Gamer – entweder per Livestream oder als aufgezeichnetes „Let’s-Play“-Video. Weitere 26 Prozent können sich das für die Zukunft vorstellen. Portale wie Twitch, YouTube Gaming oder Smashcast bieten Gamern die Möglichkeit, sich zum Beispiel per Chat miteinander auszutauschen, während sie den Wettkämpfen anderer Spieler zusehen. „Die Live-Streams oder Videos anderer Gamer sind mittlerweile fester Bestandteil der Gaming-Kultur. Sie erfreuen sich großer Beliebtheit und tragen zur Bekanntheit erfolgreicher Gamer bei, die ihre Spiel-Sessions streamen oder aufnehmen und veröffentlichen“, so Börner.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.192 Bundesbürger ab 14 Jahren befragt, darunter 517 Gamer. Die Umfrage ist repräsentativ.

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Twixtim
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Re: WestLotto: "Deutsche spielen lieber analog als digital"

Beitragvon Twixtim » 6. Juni 2020, 16:53

Es ist heute kaum noch möglich, repräsentative Umfrage zu erstellen. Viele Bevölkerungsgruppen haben eine wesentlich geringere Teilnahmebereitschaft als z.B. noch in den 90er Jahren.

Und wenn man danach fragen würde, wieviele *Zeit* die Leute mit analogen und/oder digitalen Spielen verbringen, käme sicher ein ganz anderes Ergebnis heraus.

Aussagekraft der Befragung: sehr gering.


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