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Neulich gespielt (2018)

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Florian-SpieLama
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Florian-SpieLama » 8. April 2018, 00:59

@Maery: Was für Wörter muss man sich bei Codenames merken? Das verstehe ich gerade nicht und klingt nach einem Regelfehler, weswegen ich nachfrage.

Wir hatten heute Besuch von einer Freundin und haben dann zu dritt gespielt.

Watson & Holmes

Es wird ein Kriminalfall von Sherlock Holmes vorgelesen mit 3 Fragen, die die Spieler kompetitiv lösen müssen.
Wie bei Time Stories besuchen die Spieler Karten und lesen sie durch. Nur man liest sie für sich selbst und man kann, mit einer Art Bietmarken, Spieler von Orten vertreiben oder, mit anderen Markern, Spieler ausschließen.
Wer zuerst die richtigen Antworten aufschreibt und zur Überprüfung die 221B Bakerstreet besucht gewinnt.
Bei falschen Antworten scheidet man aus und wird so zu Sherlock Holmes, der anderen Spielern hilft.
Meine Freundin und ich wollten gleichzeitig lösen und hatte beide an der gleichen Stelle einen Fehler. Bei der anderen Mitspielerin kam das Spiel nicht so gut an. Sie resignierte und wollte nicht alleine weiterspielen.
Bei meiner Freundin und noch etwas mehr bei mir kam das Spiel richtig gut an.
Durch die Mechanismen wird sich um die Orte geprügelt und man verspürt eine Spannung, schneller und schlauer als die anderen zu sein. Man will nicht nur die Antworten, sondern auch deduzieren, welche Orte wirklich wichtig sind, um sich unnötige Orte und damit Runden zu ersparen.
Der Hauptaspekt und der meiste Spaß ist es sich die Antworten zu erschließen. Dabei ist es nicht so, dass die Antworten explizit auf Karten stehen, sondern man muss wirklich kombinieren. Wobei der erste Fall nicht zu schwer war. 2 von 3 Fragen hatten wir richtig und wir haben uns eine/zwei Karte nicht angesehen, die uns die dritte Antwort geliefert hätten.
Wenn man gerne Fälle kombinieren und lösen möchte mit einem ähnlichen Mechanismus, wie bei Time Stories nur gegeneinander und der Möglichkeit anderen Steine in den Weg zulegen/sie auszustechen, der hat eine absolute Kaufempfehlung!
In der Box sind 13 Fälle und nach dem ersten habe ich Lust auf mehr. Nachteil ist, dass es wieder so ein "Einweg-" Spiel ist. Da aber nichts zerstört wird kann man es verkaufen oder weitergeben oder so etwas.
Aber eine Einschränkung würde ich machen. Ich würde es nicht mit zu vielen Leuten spielen. Ich denke dann rückt der Kampf um Karten zu sehr in den Vordergrund und man hat öfters "0-Runden" (man landet auf einen Ausweichort auf den beliebig viele Spieler können und es keine Informationen nur neue Marker gibt) und dadurch wird das Spiel länger. Ist aber nur eine Vermutung.
Und als Empfehlung: Ich würde den QR-Code nutzen und die Einführung vorlesen lassen. Das ist ein schön stimmungsvolles Hörspiel zum Einstieg. Sehr schön gemacht, wie das restliche Material auch (wobei es fast nurText und wenig Artwork ist).

P.S.: Wenn du willst dann verknüpf es Sebastian. Ich bin gerade mit dem Handy unterwegs und schau mir demnächst erstmal an, wie man das macht.

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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Maery » 8. April 2018, 08:14

Florian-SpieLama hat geschrieben:@Maery: Was für Wörter muss man sich bei Codenames merken? Das verstehe ich gerade nicht und klingt nach einem Regelfehler, weswegen ich nachfrage.


Die Agentenbosse oder wie auch immer die heißen, müssen sich ja alle Wörter am besten merken, damit sie bei der Wortsuche nicht ein liegendes oder anders zu deutendes Wort auswählen. Natürlich muss man sich nichts merken und kann sich auch immer wieder die Auslage angucken, aber das dauert ja noch länger. Das meine ich damit. Beispiel: Da liegen z.B. Essen und Jurist und man möchte Gericht zu beidem sagen und dann ist aber schon Gericht eine ausliegende falsche Karte. Daher sollte man natürlich schon immer alle Begriffe auf dem Schirm haben und merken.

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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon zuspieler » 8. April 2018, 09:35

Florian-SpieLama hat geschrieben:P.S.: Wenn du willst dann verknüpf es Sebastian. Ich bin gerade mit dem Handy unterwegs und schau mir demnächst erstmal an, wie man das macht.

Erledigt. Unter viewtopic.php?f=63&t=391291 findest Du eine Anleitung, wie man Beiträge mit Spielen verknüpft. Falls Du dazu noch Fragen hast, einfach melden.

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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Florian-SpieLama » 8. April 2018, 12:20

Maery hat geschrieben:
Florian-SpieLama hat geschrieben:@Maery: Was für Wörter muss man sich bei Codenames merken? Das verstehe ich gerade nicht und klingt nach einem Regelfehler, weswegen ich nachfrage.


Die Agentenbosse oder wie auch immer die heißen, müssen sich ja alle Wörter am besten merken, damit sie bei der Wortsuche nicht ein liegendes oder anders zu deutendes Wort auswählen. Natürlich muss man sich nichts merken und kann sich auch immer wieder die Auslage angucken, aber das dauert ja noch länger. Das meine ich damit. Beispiel: Da liegen z.B. Essen und Jurist und man möchte Gericht zu beidem sagen und dann ist aber schon Gericht eine ausliegende falsche Karte. Daher sollte man natürlich schon immer alle Begriffe auf dem Schirm haben und merken.


Ah ok. Jetzt verstehe ich das! :D Habe ich bisher noch nicht gehört, aber jeder empfindet ja anders und hat einen anderen Geschmack.

zuspieler hat geschrieben:
Florian-SpieLama hat geschrieben:P.S.: Wenn du willst dann verknüpf es Sebastian. Ich bin gerade mit dem Handy unterwegs und schau mir demnächst erstmal an, wie man das macht.

Erledigt. Unter viewtopic.php?f=63&t=391291 findest Du eine Anleitung, wie man Beiträge mit Spielen verknüpft. Falls Du dazu noch Fragen hast, einfach melden.


Vielen Dank fürs Verknüpfen und den Link. Das ist ja einfacher als gedacht! Mache ich demnächst selbst. :D

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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Dee » 8. April 2018, 17:04

Pandemic Legacy 2 zu zweit (vier Charaktere): Den Juni zum zweiten Mal vergeigt, den Juli gewonnen. Den Juli haben wir aber auch nur dank der Unterstützung des Spiels gewonnen – und da fühlte es sich schon wieder zu einfach an. Davor war's im Juni aber auch echt knapp. Uns fehlte nur ein einziges Ziel und da auch nur eine Aktion ... ärgerlich. Immer noch ein gutes Spiel!

Ganz schön clever zu zweit: Hat Emirio ja oben schon beschrieben. Anfangs wird man erschlagen mit Möglichkeiten, was man alles machen soll. Alles kann, nichts muss ... Aber im Laufe des Spiels schränken sich die Möglichkeiten ein – und zwar so stark, dass man kaum noch sinnvoll Würfel nehmen kann. Mir hat es jedenfalls sehr gut gefallen und wäre es nicht so spät gewesen, wäre eine Revanche drin gewesen.

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Dee
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Dee » 8. April 2018, 17:47

Inis zu viert: Manchmal gibt es solche Spiele, von denen man aus Rezensionen und Berichten immer wieder vorgeschwärmt bekommt, wie toll sie sind. Und dann spielt man sie und denkt sich: „Was für ein Scheiß.“ – Willkommen bei Inis!

Inis ist ein simples Mehrheitenspiel. Über einen Drafting-Mechanismus wählen die Spieler vier Aktionskarten, die sie reihum ausspielen. Diese bringen neue Einheiten aufs Spielfeld, bewegen die Einheiten und lassen sie ggf. auch gleich angreifen. Die Mehrheit in einem Gebiet gibt einem einen Bonus. Gewonnen hat, wer sich stark ausbreitet oder die anderen Mitspieler in einem Gebiet dominiert.

Inis war bei in der Partie sehr langweilig. Vor allem die Kämpfe sind alles andere als fordernd. Wenn ein Kampf ausgelöst wird, zieht sich meist ein Verteidiger in eine Stadt zurück (die dort vorher gebaut wurde), dann verlieren Angreifer und Verteidiger die Differenz ihrer Einheiten oder alternativ Handkarten und das war's. Am Ende ist man meist genauso weit wie vorher, nur mit weniger Einheiten. Ggf. lebt Inis davon, dass man es zahlreiche Male spielen muss, um die taktischen Möglichkeiten zu sehen. Aufgrund der ersten Partie wird es aber für mich keine zweite gebe, diese mögliche Tiefe auszuloten.

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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Dee » 8. April 2018, 17:48

Aufstieg der Gilden zu viert: Das Spiel hat mir sehr gut gefallen, weil es einen schönen Bietmechanismus mit Häuserbau vereint. In der Mitte können Spieler Silbermünzen auf sechs unterschiedliche Charaktere bieten. Dabei muss man zwingend immer so Geld hinlegen, dass man bei zwei Charakteren das höchste Gebot neu dazu bekommt. Also ein bestehendes höchstes Gebot einfach erhöhen geht nicht. Dadurch muss man extrem geschickt abpassen, wie man seine Geld einsetzt. Nach der Versteigerung wandelt man 5 Silbermünzen in 1 Gold um, denn: Nur mit Gold kann man in der nächsten Phase Räume für das Gildenhaus kaufen. Und zusätzlich verfallen ungenutzte Silbermünzen am Ende einer Runde, Gold nicht. Und warum das Ganze? Charaktere bringen mehr Einkommen oder Siegpunkte am Ende des Spiels. Auch die Räume bringen Siegpunkte. Beides meistens in Abhängigkeit von anderen Symbolen auf den Karten. (Z.B. 1 Siegpunkte für je zwei männliche Charaktere, oder 1 Siegpunkte für jeden Kämpfer etc.)

Der Raumbau erinnert sehr stark an Die Schlösser des König Ludwig, nicht ganz so vielfältig, aber dennoch sehr puzzelig und spaßig. Bietmechanismen kannte ich schon viele, aber keinen, der so interessant ist. Der von Evo gefiel mir bisher am besten, aber der Gildenmechanismus ist noch besser. Einziger Kritikpunkt, den ich am Spiel habe, ist dass man bei einem Bezug auf Mann oder Frau nicht klar gekennzeichnet hat, wo es sich um einen Mann oder eine Frau handelt. Oft erkennt man anhand der großartigen Grafik es zwar, aber ist ein „Ork“ nun männlich oder weiblich?

Auch das Zusammenspiel von Karten und Räumen ist sehr schön, ebenso wie die Siegstrategien (soweit ich das nach einem Spiel sagen kann). Jedenfalls kann man auf Personen gehen oder auf Räume oder auf die Zielkarten oder auf alles ein bisschen und hat trotzdem eine Chance auf den Sieg. Also: Super Spiel! Wenn es mir preiswert über den Weg läuft, hol ich es mir.

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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Dee » 8. April 2018, 17:56

Chickwood Forest zu viert: Wer ein einfaches Hühnerspiel erwartet, wird enttäuscht. Jeder Spieler hat drei Handkarten mit Schätzen, teuren Gewändern, Schatztruhen, Dorfsteinchen (kommt gleich), aber auch Schergen, die sich negativ auswirken. Reihum legt jeder Spieler offen oder verdeckt (je nach Zugreihenfolge) an ein Schloss mit Wert 1 bis 5 an. Danach klaut jeder Spieler ein ganzes Schloss inklusive der Karten. Bei den verdeckten Karten kann sich das dann als tolles Überraschungsei herausstellen, aber auch als faules Ei. Jede Karte gibt am Ende Punkte - je nach Kartenart positiv oder negativ. Nur die Dorfsteinchen kann man gleich auf bis zu acht Dörfern einsetzen, um dort am Spielende die Mehrheit zu haben und Siegpunkte zu bekommen.

Chickwood Forest ist kein Heckmeck oder Gockelwok (beide auch von Zoch), auch wenn Hühner drin vorkommen. Ich fand es aber zu Ostern sehr passend. ^^ Es gibt eine gewisse Taktik, die man verfolgen kann, aufgrund der verdeckten Karten ist es mitunter aber Zufall, was man bekommt. Die Schlösser geben neben den Siegpunkten auch die neue Startreihenfolge vor und so ist es extrem wichtig, welches Schloss man klaut.

Die Aufmachung ist sehr witzig, auch wenn es thematisch auch alles andere hätte sein können. Grafisch aber gut umgesetzt, ergibt sich ein sehr gutes Bluffspiel, welches eine interessante Mischung aus Taktik und Zufall stellt.

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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Florian-SpieLama » 9. April 2018, 06:03

Heute haben meine Freundin und ich eines ihrer noch ungespielten Spiele ausprobiert.

Nusfjord

Bei Nusfjord sind wir ein Fischerei-Betrieb. Dabei fangen wir zunächst Fische gemäß der Größe unserer Flotte und Schiffe.
Der Fang muss dann erstmal verteilt werden, sodass nur ein Teil davon uns direkt als Ressource zur Verfügung steht.
Danach ist es recht simple Arbeiter-Einsetz-Kost. Dort gibt es beispielsweise Forstwirtschaft, um die zweite Ressource Holz zu sammeln bzw. Bäume anzupflanzen; oder man kann Älteste anwerben, die zwar einem Fisch wegfuttern, aber Aktionen bieten, die nur einem selbst zur Verfügung stehen.
Natürlich gibt es auch Schiffs- und Gebäudebau. Bei letzterem versorgt das Spiel einem mit Variabilität, da es 3 Gebäude-Decks gibt und beim 2-Personen-Spiel nur ein Teil davon ins Spiel kommen kann.
Uns hat es sehr gut gefallen! Das Material ist in gewohnter Lookout-Qualität, aber die 1er-Goldmünzen sind lächerlich klein und bei den Gebäude-Karten fehlt mir etwas Artwork.
Ansonsten ist es locker flockig gespielt, bringt strategische und taktische Tiefe mit ohne einen zu erschlagen. Schönes Strategie-Spiel auf Kennerspiel-Niveau. Nichts bahnbrechendes Neues, kleine Kritik am Material, aber insgesamt grundsolide und wenig bis gar nichts zu meckern.
Für meine Freundin, die große Klopper, wie "Ein Fest für Odin", "Caverna" oder "Arler Erde" eher scheut, genau der richtige Rosenberg. Bleibt in ihrer Sammlung!

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Winston
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Winston » 10. April 2018, 10:03

Viticulture mit der Freundin.

Meine Freundin die eigentlich nur einfachere Spiele mag, mit wenig Regelerklärung...sowas wie Carcassonne, Lost Cities, Azul, Heckmeck, Patchwork, Durch die Wüste...hat sich bereit erklärt Viticulture mit mir zu spielen.
Nach der Regelerklärung war sie skeptisch aber das Spiel hat ihr wider Erwarten gut gefallen.

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Arnold
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Arnold » 11. April 2018, 07:38

Wenn du dich vor Rundenbeginn entscheiden muss, ob du lieber 3 Rubine nimmst, die dir später erlauben deinen Tropfenstein um ein Feld vorzurücken oder deine Flasche wieder zu füllen oder ob du lieber einen gelben 2er Chip nimmst, der bei Auslage einen evt. dahinter liegenden Knallerbsen-Chip wieder in den Beutel verbannt oder doch lieber einen schwarzen Chip in Beutel wirfst, der sehr teuer im Einkauf ist, dann befindest du dich bei den Quacksalber von Quedlingburg.

Was mache ich, wenn der Kessel explodiert? Siegpunkte nehmen oder einkaufen? Gar nicht so einfach hier eine Entscheidung zu treffen. in der achten Runde habe ich mich für den Kauf entschieden anstatt 8 Punkte zu nehmen. :-/

Gestern zu zweit 3 x gespielt. Totale Begeisterung! Zockerspiel, sehr schönes Spielmaterial, immer wieder muss man Entscheidungen treffen und Fortuna spielt eine nicht unerhebliche Rolle und trotzdem gleube ich fest daran, die besten Entscheidungen getroffen zu. Alle drei Partien verloren ;)

Aktuell unser TOP-Favorit für das Familienspiel 2018. Als Kennerspiel liebäugeln wir im Moment mit Der Krieg der Knöpfe, welches heute Abend auf den Tisch kommt.

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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Dee » 12. April 2018, 20:23

Die Schlösser des König Ludwig zu dritt: Ähnlich zu Suburbia baut man hier keine Stadt sondern ein Schloss. Der aktive Spieler sortiert die 6 Raumplättchen und legt die Preise fest. Reihum kauft sich jeder einen Raum und baut diesen in sein Schloss ein, wofür es Siegpunkte gibt. Das Geld geht dabei an den aktiven Spieler. Und so muss man geschickt den Preis festlegen, um möglich viel Geld abzusahnen. Man darf aber nicht zu gierig sein, sonst kaufen die Leute nur die billigen Räume.

Ich finde es ein super Spiel, vor allem zu dritt. Es erinnert mit dem Preisfestlegemechanismus inzwischen an Isle of Skye, der Rest dann eher an Suburbia. Am Anfang übersieht man zwar gerne ein paar Punkte (vor allem durch angrenzende Räume oder Keller oder wenn ein Raum abgeschlossen wurde), aber wenn man geordnet nach Spielhilfe vorgeht, sollte man nichts vergessen.

Visitor in Blackwood Grove zu dritt: Ein Alien landet auf der Erde und will Bekanntschaft mit uns machen. Natürlich lieber mit dem Kind als mit dem CIA-Typ, der es nur sezieren will. Und so sendet das Alien Hinweise aus, wie man das Alien-Schutzschild durchdringen kann. Das Kind versucht nun schneller diesen Code zu knacken und das Vertrauen des Aliens zu gewinnen als der CIA-Typ. Die Hinweise sind Karten mit Gegenständen, Tieren etc., für die das Alien nach einer vorher gewählten Regel mitteilt, ob die Karte auf die Regel passt oder nicht. Und diese Regel gilt es zu erraten.

„Visitor“ ist ein kleines, aber feines Kickstarter-Spiel. Erklärt ist es sehr schnell und es spielt sich in jeder der drei Rollen anders. Alien und Kind arbeiten zusammen gegen den CIA-Typ, wobei sie anfangs alle Informationen offen austauschen. Erst wenn das Vertrauen durch richtige Zuordnungen steigt, geht es ins Geheime über, wodurch es der CIA-Agent schwerer hat.

Ich habe sowohl als CIA-Agent als auch als Alien gespielt und gewonnen. Im ersten Fall kannte ich zwar die Regel nicht, da man aber nur von vier Karten entscheiden muss, ob diese zur Regel gehören oder nicht, kann man mit etwas Glück und Kombinationsgabe die richtigen Karten auswählen ohne es genau zu wissen. Im zweiten Fall habe ich versucht erst durch einfache, offene Hinweise das Vertrauen des Kindes zu gewinnen. Als ich das hatte, konnte ich Karten verdeckt weitergeben, wo dann die kleinen Besonderheiten der Regel zum Tragen kamen.

Das Spiel macht auf alle Fälle Spaß und spielt sich innerhalb von 10-15 Minuten auch sehr schnell herunter.

Clans of Caledonia zu dritt: Unser „Klassiker“ aus den im letzten Jahr veröffentlichten neuen Spielen. Ich hatte dieses Mal den Clan, der zwei Aufträge halten kann. Dabei war noch der Clan, der Milch für 8 Münzen nach der Produktion verkauft und der Clan, der am Markt weniger bezahlt bzw. mehr herausbekommt.

Ich habe mich nach meiner letzten Niederlage dieses Mal voll auf die Fähigkeit konzentriert und auf Teufel komm raus Aufträge erfüllt. Vor allem in der ersten Runde, wo man für jeden Auftrag 5 Geld bekommt, konnte ich dadurch einiges herausholen. Dadurch war ich auch später bei den meisten Aufträgen Führender und habe allein durch die Auftragswertung (also inkl. Hopfen, Baumwolle, Tabak und Zuckerrohr) ca. 100 Punkte holen können. Daneben habe ich versucht die einzelnen Zwischenwertungen optimal mitzunehmen, auch wenn sich dadurch mein Tableau nicht wirklich viel leerte. Es gab sogar eine Runde, in der ich keine einzige Ware produziert habe. Am Ende ging meine Strategie aber ziemlich gut auf. Der Milchclan verlor im Übrigen. Geld ist halt nicht alles. ;) Einfach ein super Spiel!

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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Florian-SpieLama » 15. April 2018, 18:35

Am Freitag waren wir auf einem neuem monatlichen offenen Spiele-Abend in einer Gaststätte (war das 3. mal das er stattfand). Von anfänglich ca. 15 Besuchern waren wir dieses mal zu viert. Etwas schade, aber ab 4 kann man gut spielen, also passte es.

Matschig

Matschig ist ein kleines Kartenspiel, bei dem wir uns thematisch mit Dreck bewerfen und diesen mit Schirm oder Spezialkarten abwehren können. Man muss immer eine Wasser- und eine Sand-Karte auf einen Spieler "werfen", damit man Matsch hat. Diese Karten haben Punktwerte. Was ich nicht abwehren kann kommt in meinen Punktestapel und wer am Ende die wenigstens Punkte hat gewinnt.
Ich fand es etwas zu glückslastig und zu wenige Entscheidungen. Außerdem konnte man auch zum zusehen verdammt sein, wenn sich andere Spieler gegenseitig mit Dreck bewarfen. Als kurzen Aufwärmer vor dem Essen ok. Muss ich aber nicht wieder spielen und auch nicht in der Sammlung haben.

Aufstieg der Gilden

Bei Aufstieg der Gilden versuchen wir unsere Gilde zu Ansehen um Ruhm zu verhelfen, indem wir Charaktere als Mitglieder gewinnen und unsere Gildenhalle möglichst geschickt ausbauen.
Das Spiel wird (je nach Spielerzahl) über 6 Runden gespielt, wobei sich jede Runde in verschiedene Phasen unterteilt. Die zwei wichtigsten, in denen das Spiel wirklich geschieht, ist die Charakterauktion und der Bau von Raumplättchen.
Der Auktionsmechanismus ist recht pfiffig und auch das Innovativste am Spiel.
Man muss immer auf 2 Charaktere das Gebot so erhöhen, dass man der Höchstbietende ist oder man passt (ist damit aber nicht raus, man kommt wieder an die Reihe und kann wieder neu entscheiden) oder man nimmt sich einen der Charaktere, bei denen man der Höchstbietende gerade ist. Dabei ist wichtig, dass alles was ich biete erstmal auf dem Biettableau liegen bleibt und ich nicht mehr zur Verfügung habe, erst am Ende der Auktionsphase, kriege ich das Geld von Charakteren, bei denen ich überboten wurde, zurück.
So gibt es viele interessante Entscheidungen zu treffen und jedes Gebot will ganz genau überlegt sein! Welchen Charakter will ich? Jeder bietet andere Aktionen, generiert einkommen, gehört einer anderen Fraktion an und/oder bringt (Minus-)Siegpunkte.
Wann setze ich wie viel von meinem Silber? Es bleibt auf dem Tableau, also sollte es auch etwas einbringen. Und wann nehme ich eine Karte und überlasse damit aber jemand anderes an anderer Stelle das Höchstgebot und die Chance diesen Charakter zu kriegen. Weil entweder nehme oder biete ich. Wann passe ich? Auch da könnten Charaktere in der Zwischenzeit schon weggekauft werden. Und wenn alle passen endet die Phase. Vielleicht kommt man dann gar nicht mehr dran.
In der Bauphase geht es dann reihum vom Startspieler, dass man sich ein Raumplättchen kaufen kann. Dabei gibt es eine begrenzte Auslage. Die Gebäude geben vor Allem Siegpunkte, weil sie mit dem Fraktion der Charaktere oder Charaktere mit Raumtypen arbeiten. Am Ende werden alle Raumplättchen abgelegt, es sei denn man bezahlt, dass sie bleiben. Damit reserviert man sie, aber nicht nur für sich. Sie bleiben einfach in der Auslage.
Das Material ist einwandfrei, aber auch nicht aufregendes. Dabei gefällt mir das Artwork aber wirklich gut.
Das Spiel gefiel allen gut, ist nicht zu komplex und hat eine angenehme Länge. Es ist dabei sehr taktisch, da man sich erst wirklich etwas überlegen kann, wenn man sieht welche Charaktere daliegen, was man so abkriegt und welche Räume man wann kriegen kann.
Etwas Strategie gibt es, indem man sich auf Zielkarten für die Endwertung etwas einschießt.
Ein schönes Spiel! Das einzige was etwas stört ist das ganze Gewechsel und Neu-Verteilung vom Geld. Charaktere kauft man mit Silber, danach kann man Silber in Gold tauschen, weil nur mit Gold kann man Räume kaufen. Und nur Gold kann man mit in die nächste Runde nehmen. Alles Silber wird abgegeben und dann kriegt man neues Silber, je nach Einkommen.
Aber damit kriegt man sich arrangiert und dann gibt es nichts mehr zu meckern.

Mein Traumhaus

Mein Traumhaus hätte vermutlich mal mindestens ein Schlafzimmer. Das was ich hier gebaut habe, hatte keines. Trotzdem hatte ich wohl ein sehr schönes Haus und wurde Zweiter (aufgrund des Tie-Breakers).
Bei "Mein Traumhaus" gibt es eigentlich nur eine wirkliche Entscheidung und selbst die wird einem oft sehr leicht gemacht. Welches Kartenpaar aus einer Raum- und einer Spezialkarte nehme ich. Anschließend ist die Frage, wo in meinen Haus lege ich die Raumkarte.
Es kommen immer alle Karten im Spiel und je nachdem, wann man an der Reihe ist, hat man in der Auslage noch die Wahl aus 2 Pärchen. In einem ist die Spezialkarte immer der Startspieler. Auch wenn man mehr zur Auswahl hat und Startspieler ist, ist oft trotzdem klar, welches Pärchen man nehmen sollte.
Das Spiel sieht richtig schön aus und soll vermutlich eher Kinder bzw. Familien ansprechen. Für diese Zielgruppe mag es gut zu funktionieren, aber ich fand es langweilig und denke es gibt auch besseres an "Leichtgewichten" für Familien und diese gefallen mir dann auch. Also falsche Zielgruppe reicht mir nicht als Begründung, warum ich es so langweilig fand.

Die Burgen von Burgund - Das Würfelspiel

Zum Abschluss noch ein kurzes Würfelspiel.
BuBu-Würfelspiel kam auch wieder gut an. Wir haben dieses mal mit dem B-Blatt gespielt und mit der Variante, dass jeder eine andere Startburg nehmen muss.
Knackig und toll. Ein schönes Spiel zu einem Abschluss, wenn es noch etwas taktisch zugehen darf.

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lanzi
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon lanzi » 16. April 2018, 11:15

In den letzten acht, neun Tagen, jeweils zu zweit:

Five Tribes (1x)
Immer wieder schön und interessant zu spielen.

Kingdom Builder (2x)
Als schnelles Spielchen für zwischendurch ist es absolut geeignet.

Heaven&Ale (1x)
Sehr fein, weiterhin

Mombasa (3x)
Die ersten Partien, welche uns vollends überzeugt haben - das kommt demnächst noch häufiger auf den Tisch.

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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon RiKa » 17. April 2018, 09:47

Through The Ages... gestern haben wir unsere erste Partie gespielt - die Einsteigerpartie und ohne Kriege.

Dauer: ca. 3 Stunden ... Fazit: naja...haben wir uns irgendwie spannender vorgestellt.

Man gewinnt, wenn man die meisten Kulturpunkte hat. Um am Ende der Runde viele Kulturpunkte zu punkten, braucht man Karten, die das Punkte-Einkommen erhöhen. Für diese Karten muss man Wissen bezahlen. Und dann muss man Eisen abgeben, um auf diese neue Karte auch einen gelben Klotz draufstellen zu können.
Man sollte also auch am besten das Wissens-Einkommen erhöhen und auch das Eisen-Einkommen, wenn man nicht Ewigkeiten warten möchte, bis man die benötigte Menge an Wissen und Eisen beisammen hat.
Und da man Arbeiter erstmal auf das Vorbereitungsfeld stellen muss, muss man Nahrung abgeben und Nahrung braucht man auch noch am Ende der Runde. Also sollte man die Futtermittelproduktion auch bisschen ankurbeln.

Man muss also zusehen, dass man von allem genug produziert, damit man die Karten überhaupt ausspielen und auch nutzen kann.

Eine richtige Strategie sehe ich da also nicht. Ob sich das mit dem richtigen Spiel ändernt, bezweifle ich irgendwie. Außerdem kommen dann Kriege vor (die haben wir ja in der Einsteigerparte heraussortiert) und ich war schon angepieselt, als mein Freund mir durch eine Aktionskarte einen gelben Klotz weggenommen hat.
So an sich komme ich mit fiesen Aktionen ja klar, aber hier ist man ja schon geradezu dazu gezwungen, das Militär auszubauen, weil man sonst wegen den Militärkarten immer den Kürzeren zieht. Daher habe ich in der ersten Partie auch sehr oft darauf verzichtet, Militärkarten auszuspielen, weil ich wusste, dass sich diese Karten paar Runden später negativ auf mich auswirken würden.

Das Spiel wird zwar von vielen hoch gelobt, aber wir sind davon nicht wirklich überzeugt und auch noch nicht ganz sicher, ob wir es nochmal auspacken werden.

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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Florian-SpieLama » 18. April 2018, 08:49

Gestern war wieder offener Spiele-Abend in unserem Stammlokal.

Während wir auf das Essen und die anderen warteten spielten wir zu dritt schnell

Noch mal!
Mit dem Ersatzblock Nummer V. Ist und bleibt eine lustige Würfelei, die wie geschaffen für solche Situationen ist. Bleibt nichts zu sagen außer, dass es ein tolles Filler-Game ist.

Das Hauptspiel des Abends war für uns mit 4 Personen:
Rokoko
Das Thema ist mal etwas anders. Wir sind Schneider zur Zeit Ludwigs XV. und gleichzeitig Partyplaner. Der König will einen großen Ball geben und wir schneidern vor allem die Kleider der Gäste, sponsern aber auch Dekoration, Feuerwerk und Musiker für den Ball.
Rokoko ist ein Mix aus Deckbau, Ressourcen-Management und Area-Control. Wir haben Handkarten unterteilt in Lehrling, Geselle und Meister. Wenn ich eine Karte Spiele führe ich eine von 7 Hauptaktionen durch, wobei nicht jeder Grad alles machen kann. So darf der Lehrling am wenigsten (z.B. ist es ihm verboten zu schneidern) und der Meister darf alles (exklusiv neue Leute anheuern, also neue Karten kaufen).
Danach kriege ich den Bonus oder führe die Bonusaktion aus , die auf der Arbeiterkarte aufgedruckt ist.
Die wichtigste Aktionskette ist: man kauft Stoffe, Garn und Spitze, um die Kleider zu schneidern und hat dann die Wahl es für Geld direkt zu verkaufen oder es an einen Gast für Ansehenspunkte (Siegpunkte) zu verleihen. Dabei geht es noch um Mehrheiten in den Ballsälen. Wer mehr Kleider in einem Saal hat kriegt Mehrheiten-Siegpunkte am Ende des Spiels.
Die Aufmachung und thematische Umsetzung des Spiels finde ich mega gut gelungen. Allein deswegen gefällt es mir. Aber auch spielerisch weiß es mich zu überzeugen. Die richtige Auswahl der Karten mit ihren Bonusaktionen, welche Karten/Arbeiter kaufe ich und schicke ich weg usw.
Natürlich gibt es nicht viele unterschiedliche Strategien. Jeder muss eigentlich schneidern. Dennoch gibt es viele Entscheidungen zu treffen, was dem Spiel eine angenehme Tiefe verleiht. Interaktion gibt es mit dem wegschnappen von Stoffen, Arbeitern oder Kleiderentwürfen aus der Auslage und dem Wettrennen bzw. Area-Control-Aspekt in den Ballsälen.
Gefällt mir richtig gut und ist ein wirklich schönes Kennerspiel!

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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Dee » 18. April 2018, 19:12

Ich mag Rokoko auch sehr. Sowohl Thema als auch Mechanik sind echt klasse. Schade ist nur, dass es bei uns immer so lange geht. Unter 3 Stunden bei 4 Spielern sind wir selten fertig.

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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Maery » 18. April 2018, 21:11

Zwei Spiele ausgeliehen und probiert:

Sheep & Thief:
Das Design hat mich sofort angesprochen und als ich die Karten gesehen habe und z.B. die Doctor Who Anspielung gesehen habe, war ich eigentlich sofort verliebt. Leider hat uns dann doch einiges am Spiel selber gestört. So gibt es fast nur eckige Wege und man muss sehr oft Wege zerstören, was wir gar nicht mögen. Auch die eigentliche "Schaf-Stehl-Aktion" mit dem Fuchs ist seltener als gedacht. Wobei wir es trotzdem direkt mehrmals spielen wollten, um besser zu werden. Haben danach auch direkt noch die Auftragsvariante und die Schwarze-Schaf-Variante gespielt. Eigentlich schöne Ideen, aber die Aufträge sind auch sehr unbalanziert und insgesamt wirkt das Spiel leider nicht rund. Echt schade, denn vom Design hätte ich auch ein mittelmäßiges Spiel genommen, aber so sind wir leider eher unzufrieden.

Lost Cities Brettspiel:
Kennen das Zwei-Spieler-Spiel nicht, haben aber dieses Spiel zu zweit gespielt. Generelle Idee ist zwar relativ simpel mit den Erkunden durch Karten, aber auch hier gibt es sehr viele Schwachpunkte. Die Farben (rot und schwarz) kann man fast gar nicht unterscheiden, es ist absolut glückslastig und nur die eine Variante ist relativ ausgeglichen, aber selbst da kann man tote Hände haben. War auch nicht unsers.

Insgesamt also irgendwie unbefriedigender Spieleabend.

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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Florian-SpieLama » 18. April 2018, 23:48

Dee hat geschrieben:Ich mag Rokoko auch sehr. Sowohl Thema als auch Mechanik sind echt klasse. Schade ist nur, dass es bei uns immer so lange geht. Unter 3 Stunden bei 4 Spielern sind wir selten fertig.


Also bei uns am Tisch, gab es ein Gefälle in der Bewertung des Spiels mit mir, dem es sehr gut und damit am meisten gefallen hat, bis zu meiner Freundin, der es wenig gefallen hat. Thematik und Umsetzung fand sie auch gut, aber ihr Kritikpunkt war Spieldauer und vor allem Downtime.
Ich kann dir gar nicht sagen, wie lange wir gebraucht haben, aber ich hätte jetzt gesagt die 3 Stunden (mit Aufbau, Erklären, Abbau und kurz warten wegen Klo oder so) erscheint mir auch realistisch. Ich hatte mich allerdings dabei nicht gelangweilt. Meine Freundin wohl schon (also zwischendurch).
Ich habe und behalte es gerne in der Sammlung. Wird aber wohl kein Dauerbrenner der andauernd auf den Tisch kommt. Aber welches Spiel tut das schon wenn es keine 15 Minuten Würfelei ist :P

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Maery
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Maery » 19. April 2018, 10:24

So, und zwei der drei Unlock!-Fälle gespielt.
Bisher waren wir von den anderen beiden Boxen wirklich begeistert und auch wenn wir nicht jeden Fall mochten (z.B. das Zwei-Gruppen-Spiel in der ersten Box oder das Unterwasserabenteuer in der zweiten Box), hat es trotzdem wirklich Spaß gemacht.. bisher..
Leider sind wir nach den neuesten beiden Fällen aber immer mit einem absolut unguten Gefühl aus dem Spiel gegangen und es hat leider kaum Spaß gemacht. Die Fortsetzung von dem Clown war einfach absolut unzusammenhängend für uns und es hat an Story gefehlt Man ist von Raum zu Raum gestolpert und irgendwie war es zeitweise einfach nicht spannend oder passend. Der zweite Fall handelte von einer Zugfahrt und man musste sogar einen Fall lösen, was prinzipiell sogar cool und auch einfach war, aber die Rätsel zwischendurch waren überhaupt nichts unsers. Das Musikrätsel z.B. hat einfach gar keinen Spaß gemacht und auch das Lichterrätsel nicht. Es gab zwar interessante Wendungen, aber prinzipiell hat es uns dann wieder ein schlechtes Gefühl hinterlassen und das komplette Spielgefühl getrübt.

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Florian-SpieLama
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Florian-SpieLama » 19. April 2018, 10:37

@ Maery: Hm schade. Das klingt echt doof. Ich bin bisher auch sehr großer Unlock!-Fan und freue mich eigentlich auf die dritte Box. Ich hoffe ich mache da andere Erfahrungen und es ist Geschmackssache...
Euch wünsche ich, dass wenigstens der 3. Fall in der Box etwas für euch ist.

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Maery
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Maery » 19. April 2018, 19:41

Florian-SpieLama hat geschrieben:@ Maery: Hm schade. Das klingt echt doof. Ich bin bisher auch sehr großer Unlock!-Fan und freue mich eigentlich auf die dritte Box. Ich hoffe ich mache da andere Erfahrungen und es ist Geschmackssache...
Euch wünsche ich, dass wenigstens der 3. Fall in der Box etwas für euch ist.


Nein, leider hat uns auch dieses nicht gefallen.. :s
Das wars ehrlich gesagt für uns, wir denken die Unlock!-Zeit ist für uns vorbei und wir werden nicht weiter diese Spielreihe verfolgen. Bereuen gerade wirklich den Kauf..

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Dee
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Dee » 22. April 2018, 21:19

Clans of Caledonia zu viert: Ich fürchte, durch diese Partie wurde ich übersättigt. Ich hatte zeitmäßig nach hinten hin einen relativ harten Anschlag, sodass wir unter Zeitdruck spielen mussten, was dem Spiel nicht gut getan hat. Zusätzlich haben sich die neuen Mitspieler mit einigen Regeln eher schwer getan, sodass ich viele Dinge mehrfach erklären musste. Interessanterweise lief es bei einem Mitspieler extrem gut – so gut, wie ich es noch nie erlebt hatte. Er hatte massig Ressourcen, massig Geld, massig Aufträge und irgendwie hat er etwas ganz richtig gemacht oder falsch. Am Ende stand er mit 219 Punkten da, was mir ziemlich viel vorkam. Bei bisherigen Partien hatte der Gewinner meist um die 160 Punkte.

Pandemic Legacy – Season 2 zu zweit (4 Charaktere): Nach dem erfolgreichen Juli konnten wir den August starten. Und es lief alles super und wir hatten die letzte Runde alles ausgerechnet, wie wir unser letztes Ziel erreichen konnten. Und ein Zug vorher kommt natürlich eine blöde Infektionskarte und wir verlieren. Das ist uns nun schon mal dreimal passiert, dass wir eine Partie vor dem letzten Zug verloren haben, was ziemlich deprimierend ist. Natürlich kann man sagen, dass wir bereits vorher Fehler gemacht haben, um es soweit kommen zu lassen, das tröstet uns aber wenig. Jedenfalls haben wir von den bisherigen 13 Spielen nur 5 gewonnen und 8 verloren. Ich hätte mir eine bessere Statistik gewünscht.

Tzolkin mit Erweiterung zu zweit: Zum Abschluss des Abends wieder einmal Tzolkin mit der Stämme-Erweiterung. Nach wie vor kommen mir die unterschiedlichen Stämme unbalanciert vor. Ich hatte zur Auswahl: 1. Wenn ich mindestens zwei Arbeiter in einer Runde einsetze, dann darf ich einen anderen vom Rad nehmen und die Aktion ausführen. 2. Wenn ich zum Zugbeginn weniger als 2 Mais habe, erhalte ich so viel Mais, dass ich 2 habe. Das klingt absolut unausgeglichen, aber vielleicht muss man mit dem zweiten Stamm wirklich darauf spielen, am Zugstart nie Mais zu haben, sodass man viel herausholt. Zusätzlich hat man so die Gewissheit Arbeiter einsetzen zu können (wenn es nicht ganz blöd läuft). Ich habe jedenfalls haushoch verloren, weil ich eigentlich nur mit Ernährung beschäftigt war. Mein Mitspieler dagegen hat Mais gescheffelt ohne Ende und konnte entsprechend seine Arbeiter auf höheren Feldern einsetzen. Vor allem durch die erste Technologie war es ihm dann möglich, in allen drei Tempeln bis ganz noch oben zu kommen. Hat dennoch Spaß gemacht!

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Fang
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Fang » 22. April 2018, 21:20

Gestern gab es zum ersten Mal Twilight Imperium in der 4. Edition zu fünft.

Ich habe die Brotherhood of Yin gewählt und war schon etwas enttäuscht dass sie nicht mehr die Ressourcen/Einfluss Wechsel-Aktion aus der dritten Edition haben. Bleiben aber immer noch ihre kämpferischen Fähigkeiten und ihre starke Startposition mit 2 Trägern und 4 Infanteristen. So konnte ich mich schnell ausbreiten.

Meine Nachbarn waren die Forscher (vergesse den Namen immer) und der aggressive Nekro-Virus. Meine ersten Eroberungen waren eher arm an Ressourcen aber mit recht viel Einfluss. So war ich in der zweiten Runde bereits auf Mecatol Rex. Geforscht habe ich anfangs eher wenig damit der Nekro-Virus sich lieber mit anderen herum schlug.
Meine Kreuzer wurden schnell aufgewertet um mit ihrer hohen Geschwindigkeit und der Transportkapazität schwach verteidigte Welten einzunehmen. Durch den hohen Einfluss konnte ich fast immer eine gegnerische Truppe die Seiten wechseln lassen. Meine Hauptwelten wurden derweil von meinem mächtigen Flaggschiff beschützt.

Mecatol wurde allerdings früh von den Forschern angegriffen. Den Raumkampf konnte ich nicht gewinnen aber dass ich den Bodenkampf gegen die schwächlichen Forscher verlor war richtig übel. Die ließen sich dann auch nicht mehr vertreiben. Die ganzen anderen Scharmützel waren eher unwichtig denn die meisten Ziele waren friedlicher Natur. Trotzdem setzte ich dem Virus ordentlich zu.
Die Forscher konnten dann mit der Imperial Karte viele Punkte holen. Hatten auch die Aktionskarte mit der sie sie eine Runde nicht zurücklegen mussten. Da kam ich nicht mehr hinterher und landete auf dem zweiten Platz.

Meine Meinung im Vergleich zur dritten Edition:

+ Technologie. Kein, vor allem mit Erweiterungen, ziemlich undurchschaubarer Technologiebaum mehr
+ Politik. Nicht mehr mitten in der Runde sondern am Ende. Passiert erst wenn Mecatol besetzt ist.
+ Handel. Habe ich nicht viel betrieben fühlt sich aber besser an.
+ Strategiekarten soweit ich sehe gut ausbalanciert. Nur die "1" kommt mir sehr stark vor.
+ PDS weiter zurechtgerückt. Kamen mir in der dritten schon immer zu stark vor. Jetzt gibt es nur noch eins pro Planet, sie lassen sich nicht mehr transportieren und können nur mit einer bestimmten Strategiekarte gebaut werden.

- Keine "Age of Empires" - Variante mehr. Die dritte Edition haben wir nur noch damit gespielt, war einfach einfach ein besser planbares Spiel
- Politik ist immer noch sehr zeitaufwändig. Jetzt wird sogar immer zweimal abgestimmt.

Alles in allem gefällt mir die 4. Edition aber viel besser. Freue mich schon auf das nächste Spiel.

Als Absacker gab es noch zwei Runden King of Tokio. Bin erst als erster dann als zweiter raus geflogen. Habe das Spiel noch nie gewonnen.

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Lorion42
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Lorion42 » 23. April 2018, 15:07

Ein schöner Spielenachmittag und Abend am Sonntag. Erst im Part Kakerlaken Poker und Tempel des Schreckens gespielt. Eignen sich beide gut zum Spielen im Gras. Sollte nur nicht zu windig sein, aber das geht schon.

Als es anfing zu regnen sind wir zu mir in die Wohnung und haben erst Cluedo gespielt. Es war Reverent Grün mit dem Leuchter im Billiardzimmer ;)
Problem am Klassiker ist einfach, dass so ziemlich alle Spieler, die gut aufgepasst haben ungefähr zeitgleich die Lösung haben. Und das mit den Würfeln ist unfai. Führt einfach dazu dazu dass der Raum am schwierigsten ist (auch weil es mehr Karten hier gibt). Ich mag den Deduktionsmechanismus. Vielleicht muss ich noch mal einen der zahlreichen Klone ausprobieren. Irgendeiner muss genau dasselbe doch besser machen...

Zum Schluss eine Partie Chinatown. Auch ein Klassiker bei dem ich mich frage, warum der so selten auf den Tisch kommt. Verhandlungen in ihrer reinsten Form. Und keine nervigen Sonderregeln, die das Spiel nur komplexer machen. Klar ist es auch glücksabhängig, aber wer gut verhandeln kann, macht das wieder wett. Am Ende bin ich mit nur 20.000$ Rückstand 2ter von 5en geworden. Ich hatte am Ende auch gar keine Immobilien mehr. Am Ende zählt ja nur das Geld ;)


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