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Neulich gespielt (2018)

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Maery
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Maery » 26. Dezember 2018, 22:51

Wir haben in den letzten Tagen wieder viel spielen können und sind auch fleißig dabei, sodass ich hoffentlich bald noch mehr berichten kann. Aber erst mal diese Spiele (Da es so viele sind, beschreibe ich nicht die Spiele und Fotos habe ich auch keine gemacht):

Masmorra Koop (zu zweit)
Mein Mann und ich sind totale Arcadia Quest Fans. Masmorra musste daher schon allein wegen der Charaktere gekauft werden und wir haben es damals (ist schon 2 Jahre vermutlich her) zweimal gespielt, für nicht gut empfunden und seitdem nicht mehr gespielt. Aber nicht Verkauft aus dem Grund, dass wir die Figuren wollten xD Naja, wir haben es damals aber nicht im Koop gespielt und sowohl zu zweit, als auch zu dritt gegeneinander. Und da war es irgendwie nicht so spaßig, besonders, da wir es automatisch mit AQ verglichen haben. Jetzt haben wir es im Koop-Modus probiert und hatten weniger Erwartungen und es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht! Wenn man es als ein eigenständiges Spiel sieht, als Dungeon Crowler mit interessanter Würfel Mechanik, dann macht es wirklich viel Spaß und als Koop funktioniert es auch sehr gut! Wird jetzt nach dem Neuversuch öfter gespielt.

Seasons (zu zweit und zu dritt)
Ich mag Seasons immer noch, finde es aber immer asymmetrischer, da schon durch die anfänglichen Karten der Sieger feststeht. Haben es aber noch nicht mit Drafting ausprobiert, hoffe, dass es das bessert, da die Spielidee wirklich gut ist.

Caverna Höhle gegen Höhle (zu zweit)
Wir hatten lange Zeit das richtige Caverna, aber haben es sehr selten rausgeholt, da es einfach zu viele Materialien waren. Deswegen haben wir es verkauft und uns die andersartige 2-Spieler-Variante besorgt (direkt mit Erweiterung, da wir auch bei Caverna die Spielzeit zu kurz fanden). Hier braucht man die Erweiterung nicht sofort, aber ich bin froh, dass wir sie haben, denn das Spiel macht sehr großen Spaß. Finde es persönlich sogar besser als die richtige Variante, da man sich nur auf den Höhlenbau konzentriert und ich das eh lieber als das Vieh hüten finde. Bislang tolles Spiel!

Orbis (zu zweit und zu dritt)
Wir haben das Spiel als neues "Zwischendurchspiel" gekauft, welches Azul und Co vielleicht ab und zu ersetzt, damit man als Aufwärmer oder Absacker auch mal Abwechslung hat. Da es vom Design her und von der Spielidee mit der Pyramide auch eher anders ist, hat es uns dann auch angesprochen und wir haben es ausprobiert. Es ist als Zwischendurchspiel ganz nett, hat mehr Tiefe als erwartet und funktioniert zu dritt besser als zu zweit. Kann man haben, muss man aber nicht. Wir haben es und das ist okay, hätten es aber auch vorher nie wirklich vermisst.

Saboteur das Duell (zu zweit)
Wurde als Warenkorb-Füller gekauft, obwohl wir das eigentliche Spiel nicht kennen. Das Spiel ist für ein Kartenspiel relativ einzigartig und war ganz spaßig, ist aber auch nur okay. Aber als Versandkosten-Ersatz ganz nett.

Everdell (zu dritt)
Everdell ist und bleibt klasse. Hatte in einer Partie zwar wirklich absolutes Pech, hab im Endeffekt 2 Jahreszeiten nur Karten gewechselt, weil ich wirklich nur Schrott hatte und die ganze Partie war für mich nutzlos, aber das war Pech und normalerweise macht es wirklich Spaß. Und das Material und das Artwork verleihen einfach eine tolle Stimmung!

Battalia (zu dritt)
Leider konnten wir es noch nicht oft spielen, da wir einfach zu wenig Zeit dafür hatten. Jetzt ist es endlich mal wieder auf dem Tisch gekommen und es war das Highlight! Der Deckbau-Mechanismus passt super, es gibt viele tolle Momente, man kann so viel machen und es gibt noch so viele Möglichkeiten, das Spiel aufzuwerten, dass ich jetzt richtig süchtig bin. Ich will es unbedingt weiter spielen und die Welt noch mehr kennen lernen! Ich weiß auch nicht warum, aber mich hat es an Scythe erinnert, nur dass ich es tausendmal besser finde.

Lords of Xidit (zu dritt)
Zum ersten Mal gespielt und habe nicht so ein richtig simples Spiel erwartet. Aber das Spiel ist wirklich absolut simpel, aber durch die vorherige Zugplanung, die dann durch die Züge der anderen ruiniert werden kann, total lustig. Finde es auch gut, dass es so einfach ist, denn so kann man es wirklich mit mehreren Spielern schnell spielen, da es sehr schnell erklärt ist. Allerdings ist man leider öfter dabei, die Verwaltungsarbeit zu betreiben, als zu spielen. Das müssen wir unbedingt irgendwie anpassen, denn das war wirklich nervig und hat den Spielspaß dann doch getrübt.

Azul (zu dritt)
Überzeugt auch mit den Erweiterungen und mit mehr Spielern, obwohl ich es zu zweit einfach besser finde. Aber auch zu dritt ist das Spiel einfach entspannend und elegant.

Myrmes (zu zweit)
Dieses Spiel hat ja einen guten Ruf und ist durch die Ameisenminiaturen und die Thematik sehr einzigartig und irgendwie schön anzusehen. Das Spielgefühl ist auch schön und die Mechaniken passen wirklich zum Thema. Allerdings ist es für uns nur ein Spiel zum Optimieren, was wir gar nicht mögen. Nach einer Partie haben wir zumindest im Gefühl schon alles gesehen und haben überhaupt kein Verlangen danach, es nochmal zu spielen.

Im Endeffekt viele gute Spiele, einige nur okay und andere klasse.

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Dee
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Dee » 27. Dezember 2018, 09:08

Haben es aber noch nicht mit Drafting ausprobiert, hoffe, dass es das bessert, da die Spielidee wirklich gut ist.

Es gibt eine Variante ohne Drafting? Wir haben es nur mit Drafting gespielt, weil es sonst viel zu unfair vorgekommen wäre. Die Karten sind schon stark unterschiedlich, sodass ein reines Austeilen und Spielen unfair wäre.

Nach einer Partie haben wir zumindest im Gefühl schon alles gesehen und haben überhaupt kein Verlangen danach, es nochmal zu spielen.

Schade, dass mein Lieblingsspiel bei Euch nicht ankam bzw. ihr nichts darin seht. Für mich ist es das beste Spiel, weil Thema und Spielmechanik extrem gut verzahnt sind, sich jede Partie irgendwie anders spielt durch variable Insekten auf dem Feld und die Ziele, und man sehr gut vorplanen kann, also auch die Downtime sehr gering ist. Ich find einfach keinen Fehler an dem Spiel. :D Aber es muss ja nicht jedem jedes Spiel gefallen. ;)

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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Maery » 27. Dezember 2018, 09:47

Dee hat geschrieben:
Haben es aber noch nicht mit Drafting ausprobiert, hoffe, dass es das bessert, da die Spielidee wirklich gut ist.

Es gibt eine Variante ohne Drafting? Wir haben es nur mit Drafting gespielt, weil es sonst viel zu unfair vorgekommen wäre. Die Karten sind schon stark unterschiedlich, sodass ein reines Austeilen und Spielen unfair wäre.

Ja, also bei den Einstiegen (bei uns oder mit neuen Spielern) haben wir die vorgefertigten "Decks" benutzt und danach die Partien erstmal so, ohne Drafting, da wir dachten, dass ohne Kennen der Karten das sonst zu lange dauern würde. Aber ja, es ist ohne Drafting mega unfair!

Dee hat geschrieben:
Nach einer Partie haben wir zumindest im Gefühl schon alles gesehen und haben überhaupt kein Verlangen danach, es nochmal zu spielen.

Schade, dass mein Lieblingsspiel bei Euch nicht ankam bzw. ihr nichts darin seht. Für mich ist es das beste Spiel, weil Thema und Spielmechanik extrem gut verzahnt sind, sich jede Partie irgendwie anders spielt durch variable Insekten auf dem Feld und die Ziele, und man sehr gut vorplanen kann, also auch die Downtime sehr gering ist. Ich find einfach keinen Fehler an dem Spiel. :D Aber es muss ja nicht jedem jedes Spiel gefallen. ;)

Tut mir leid, will dein Liebling nicht beleidigen. Also optisch hat es uns auch angesprochen und vom Spielen her passt es zum Thema, aber wir mögen leider überhaupt keine "Optimier- oder Denkspiele", also wo man eben alles im voraus planen kann. Wir mögen es, in jedem Zug das beste aus allem zu machen (spontan) und co, aber wir hassen es, wenn man eben die beste Strategie für das komplette Spiel optimieren muss (z.B. Heaven und Ale, überhaupt nicht unser Spiel). Und da hier für uns die Auslage der Ameisen und auch die Würfel nicht wirklich Veränderungen reingebracht haben, würde es für uns auf so ein Spiel hinauslaufen.

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Dee
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Dee » 28. Dezember 2018, 10:29

Hi Maery,

kein Problem. Interessant ist, dass ich in meinen zahlreichen Myrmes-Spielen bisher nie das Gefühl hatte, etwas zu optimieren. Ich glaube, Du kannst es auch nicht durchrechnen, wegen der extrem hohen Spielerinteraktion. Auf der Wiese kommt Dir ständig jemand irgendwie in die Quere. Sprich, bisher konnte ich mir noch nie eine optimale Strategie für das ganze Spiel zusammenlegen, sondern reagiere bestmöglichst auf die gegebene Situation.

Was natürlich stimmt, ist, dass ich prinzipiell ausrechnen kann, wie viele Ressourcen ich benötige und dann einen Plan schmiede, wie ich diese bekomme. Aber auch das mache ich persönlich maximal pro Runde, also bis ich im Winter meine Ameisen ernähren muss. Danach fängt alles von vorne an.

Aber wie gesagt, es gibt so viele tolle Spiele, da ist es nicht schlimm, wenn jemand Myrmes nicht spielt. :)

Gruß Dee

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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Dee » 30. Dezember 2018, 09:21

Scrabble Pocket zu viert: Das Spiel besteht aus einer Anzahl von Karten, auf denen auf Vorder- udn Rückseite Buchstaben abgebildet sind. In der Mitte wird ein vierbuchstabiges Startwort gelegt. Die restlichen Karten werden gleichmäßig verteilt. Die Spieler versuchen gleichzeitig ihre Handkarten loszuwerden, indem sie in der Wortmitte mit ihren Buchstabenkarten genau eine austauschen und damit ein neues, sinnvolles, vierbuchstabiges Wort bilden.

Scrabble Pocket ist so unbekannt, dass es nicht mal einen BGG-Eintrag hat. ^^ Dafür spielt es sich flott und nett, vor allem als kleines Einstiegsspiel oder für Zwischendurch. Ich denke, dass man damit auch bei Kindern ein bisschen die Sprachfähigkeit verbessern kann. (Wertung entfällt, weil es zu simpel ist)

Detective Club zu viert: Alle Spieler haben Dixit-ähnliche Karten auf der Hand. Der aktive Spieler denkt sich einen Begriff aus, auf den zwei seiner Karten passen. Er schreibt den Begriff für jeden Spieler auf einem Zettel auf. Nur auf einen Zettel wird ein Strich gemacht. Die Zettel werden gemischt und verteilt. Sprich, alle bis auf einen Mitspieler wissen, was der gesuchte Begriff ist. Der aktive Spieler weiß nicht, wer der „Fake Detective“ ist. Vom aktiven Spieler beginnend legen nun alle Spieler reihum wortlos eine Karte aus, danach eine zweite. Danach beginnend beim aktiven Spieler sagt jeder, was der gesuchte Begriff ist und erklärt, wie seine Karten dazu passen. Danach wieder reihum, aber ohne den aktiven Spieler versuchen die anderen, den Unwissenden zu entlarven. Wenn das gelingt, kriegen diese Spieler Punkte. Wenn nicht, bekommen der aktive Spieler und der Unwissende Punkte.

„Detective Club“ ist eine Mischung aus „Dixit“ (die Karten und der Begriff), „Fake Artist“ (ein Unwissender und ein aktiver Spieler) und „Agent Undercover“ (ein Unwissender und argumentieren). Das Thema ist völlig egal, die Punkte auch, aber es macht Spaß, selbst - oder gerade wenn - man sehr schlecht ist. In einer Runde ist mir als Unwissender zu einer Karte partout nichts eingefallen und ich konnte nur loslachen. Die Runde war damit gelaufen, aber alle am Tisch hatten Tränen in den Augen. Wie bei den o.g. Spielen hängt „Detective Club“ aber sehr von der Zusammensetzung der Spielrunde ab. Das kann gut gehen, kann aber ggf. auch absolut schlecht aufgenommen werden. (Wertung: 8,5)

Ganz schön clever zu viert: Bei mir hat leider nichts so richtig geklappt. Die Kettenreaktion wirkte erst sehr spät im Spiel oder gar nicht. Ansonsten war es wieder eine schöne Runde. (Wertung: 8,0)

Fuji zu viert: In dem kooperativen Spiel versuchen die Spieler gemeinsam vor dem ausbrechenden Fuji zu fliehen. Jeder Spieler würfelt geheim seine Würfel, auf der Augenzahlen und Farben angegeben sind. Danach wählen die Spieler nach Absprache, wer auf welche Karte (möglichst Richtung Ausgang) gehen kann. Die Karten verlangen, dass ein Spieler z.B. alle seine blauen und roten Würfelaugen zusammenzählt. Oder alle 6er und 3er. Oder nur die ungeraden Werte. Damit ein Spieler dort auch hinziehen darf, muss er mehr Augenwerte haben als jeweils seine beiden Nachbarn. Ansonsten darf er sich nicht bewegen. Die Würfel werden aber wie gesagt geheim geworfen und man darf nicht konkret sagen, was man hat, sondern nur andeuten, ob man jemanden stark in die Quere kommt. Und so versuchen die Spieler Runde für Runde sich Richtung Ausgang zu bewegen.

Nach der Spielemesse in Essen fand ich das Spiel ganz gut (Wertung 8) und hätte es fast mitgenommen, wollte es aber noch einmal spielen. Was ganz gut war, denn es viel extrem ab. Die Diskussionen sind immer noch gut, nur gefühlt sehr lang. Dummerweise kann man aber auch nicht einfach sagen, es zu probieren. Denn wenn ein Spieler sich mehrfach nicht bewegen darf, holt die Lava ihn sehr schnell ein und das Spiel ist vorbei. In einer zweiten Phase dürfen die Spieler in Abhängigkeit wie weit sie gelaufen sind, einige Würfel neu würfeln. Und wie das bei Würfelspielen ist, kann dies den zuvor geschmiedeten Plan ganz schön durcheinander bringen oder komplett zerstören. Das missfiel mir auch, denn da spricht man sich 10 Minuten lang ab, wo jeder hingeht und ein Würfelwurf macht alles wieder zunichte. Auch problematisch war die zufällige Verteilung der Karten. Die lagen bei der ersten Partie so unglücklich, dass es für zwei benachbarte Spieler sehr schwer war, sich nicht in die Quere zu kommen. Sprich, ein Spieler musste Gerade Gelb sammeln, der andere Gerade Alle Farben. Damit kam der Spieler mit Gelb Gerade dem anderen auf alle Fälle in die Quere und hatte ggf. auch mehr Würfelaugen.

Das größte Problem: Bei vier Spielern drängt sich unweigerlich die Strategie auf, dass die gegenüberliegende Spieler jeweils auf das gleiche Feld ziehen. Damit hat man nämlich die Gleichung, drei Voraussetzungen (die eigene und die beider Nachbarn) betrachten zu müssen, auf zwei reduziert. Klar muss das von den Würfelwerten immer noch passen, aber in über 50% der Fälle ergab sich genau diese Strategie, weil sie einfach am einfachsten zu überblicken ist. Damit wurde das Spiel aber langweilig, weil einem gefühlt keine Wahl gelassen wurde, wo man sich hinbewegt.

Sehr schade, dass das Spiel beim den ersten zwei, richtigen Partien durchgefallen ist. Es wird vermutlich keine weitere geben, maximal noch zu dritt. Und es hat sich gezeigt, dass man Spiele einmal selbst gespielt haben muss, um sich eine Meinung zu bilden, bzw. ein Ersteindruck auch täuschen kann. (Wertung: 5,5)

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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon ErichZann » 30. Dezember 2018, 16:17

Ganymede: Wow das gefällt mir wirklich, vergleichbar mit Century oder Splendor nur finde ich es viel besser da man doch mehr Möglichkeiten hat und die Grafik wirklich wunderschön ist. Wir versuchen ver. farbige Meeple von der Erde nach Ganymede zu bringen um Raumschiffe zu füllen die das Sonnensystem verlassen. War schon in Essen verliebt war aber zu spät dran und es war ausverkauft, habs mir jetzt über Philibert besorgt. Wer ein schnelles (zu zweit ca 30 min) card drafting und set collection Spiel sucht und sowas wie Splendor mag sollte das unbedingt mal anschauen.

Duelosaur Island: Hat mir auch super gefallen, man draftet Würfel um mit ver. Genen Dinos zu klonen oder baut Attraktionen in seinen Dinopark. Keine neuen Mechaniken aber ein sehr solides, spassiges 2er Spiel mit überschaubarer Spielzeit, fast schon ein bisschen zu streamlined (mir hätte es gefallen wenn die Karten noch mehr Effekte hätten). Abwechslung bringen die Spezialisten die man einstellen kann. Bleibt auf jeden Fall in der Sammlung als Alternative zu 7 Wonders Duell

Architects of the West Kingdom: Ersteindruck...Wow, da stimmt alles, selten ein so elegantes, schnelles WP Spiel gespielt, Regeln sind sehr eingängig und der WP Mechanismus ist wirklich was neues und macht Spass! Haben von Shem nach Raiders viel erwartet und er hat mich nicht enttäuscht. Brauche noch 2-3 Spiele auch in voller Besetzung um zu entscheiden ob es mir besser als Raiders gefällt.
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon Maery » 31. Dezember 2018, 17:06

ErichZann hat geschrieben:Duelosaur Island: Hat mir auch super gefallen, man draftet Würfel um mit ver. Genen Dinos zu klonen oder baut Attraktionen in seinen Dinopark. Keine neuen Mechaniken aber ein sehr solides, spassiges 2er Spiel mit überschaubarer Spielzeit, fast schon ein bisschen zu streamlined (mir hätte es gefallen wenn die Karten noch mehr Effekte hätten). Abwechslung bringen die Spezialisten die man einstellen kann. Bleibt auf jeden Fall in der Sammlung als Alternative zu 7 Wonders Duell


Ich gebe es ganz offen zu, ich bin sehr neidisch xD Wir haben die beiden Erweiterungen bzw. die eine und Duelosaur auch bestellt, aber late pledge, und es noch nicht erhalten. Klingt aber wirklich gut! Denn wir spielen vermutlich eh eher das Hauptspiel (spielen es auch so sehr gerne zu zweit), aber wenn Duelosaur kurz und leicht anders ist, ist es dann vielleicht wirklich in anderen Stimmungen richtig.

So, wir haben auch wieder viel gespielt in den letzten Tagen und heute kommt vermutlich noch mehr dazu. Wieder ohne Fotos.. Hoffe, ich wiederhole mich nicht.

Coimbra (zu zweit, 2 mal so, 1 mal mit "Erweiterung")
Neues Spiel für uns, welches es aus mehreren Gründen angesprochen hat, sodass wir es gekauft haben. Ein Grund war das Material, die Optik und das Inlay und das ist auch wirklich für das Preis-Leistungs-Verhältnis klasse! Ich finde die Farben schön, die Würfelhalter und einfach alles. Der andere Grund war der oft gelesene Rajas of the Ganges Vergleich. Wir lieben ja Rajas of the Ganges, aber dennoch spielen wir es nicht mehr so oft, weil es schon relativ simpel ist. Coimbra soll schwieriger sein und bislang kann ich das nur bestätigen!
In Coimbra geht es darum, die meisten Siegpunkte durch das Kaufen von Karten (Schlossbewohnern), Erkunden von Burgen oder Finanzieren von Projekten zu erlangen.
Dazu wird in jeder Runde mit verschiedenfarbigen Würfel geworfen, welche dann reihum von den Spielern eingenommen werden. Diese Würfel stehen gleich für mehrere Aktionen, sodass man klug wählen muss. Einerseits ist die Farbe entscheidend, denn am Ende einer Runde kriegt man von seinen genommenen Würfelfarben die jeweiligen Ressourcen, welche man zum Kaufen benötigt (grau und orange), das Bewegen deiner Person zum Erkunden von Burgen (lila) oder einfach Siegpunkte (grün).
Die Augensumme des Würfels sind wichtig für die Aktionen, denn z.B. beim Kauf von Karten legt man seinen 4er Würfel in die Kartenreihe, von der man etwas kaufen möchte, und wenn ein anderer einen 5er Würfel genau dort hinlegt, ist er vor mir dran. Also bestimmt man mit der Höhe der Augensumme die Reihenfolge, sodass beim Kaufen von Karten höhere Augensummen da besser sind. Gleichzeitig gibt die Augensumme aber auch die Kosten der Karten an, sodass ich dann 4 Ressourcen für eine Karte bezahlen muss und der andere Spieler mit seinem 5er Würfel 5 Ressourcen bezahlen muss. Dann gibt es noch viele andere Möglichkeiten, aber prinzipiell ist das richtige Einsetzen und Nehmen der ausliegenden Würfel sehr wichtig, sodass man da am besten schon über alles nachdenkt, denn eine falsche Wahl beeinflusst sehr viel.
Uns hat das Spiel eigentlich sehr gut gefallen, da es wirklich in sich absolut stimmig wirkt. Alles passt perfekt zusammen, es gibt so viele toll verzahnte Möglichkeiten und es ist wirklich durchdacht!
Aber bislang ist es schon für uns sehr denklastig, da man irgendwie viel vorher planen muss und nicht einfach so wählen kann. Dieses kommt aber mit der Zeit sicherlich und ich habe auch danach lange über meine Züge nachgedacht, sodass das Spiel auf jeden Fall im Kopf bleibt. Da es auch hier eine kleine Minierweiterung gibt, die vermutlich wie bei Azul mit den Joker Tiles dann nie wieder zu kaufen ist, haben wir direkt überlegt, ob man diese braucht. Dazu haben wir die Erweiterung erst einmal "nachgebaut" und damit gespielt und damit kommen dann noch weitere Würfel ins Spiel. Diese fand ich aber super, denn so gibt es noch Möglichkeiten Ressourcen zu wechseln, sodass falsche Entscheidungen noch ausgeglichen werden können. Daher haben wir uns diese Erweiterung direkt bestellt, auch wenn Erweiterungen sonst erst nach mehrmaligen Spielen des Grundspiels Sinn machen..

Rajas of the Ganges (zu zweit)
Im Vergleich zu Coimbra auch wieder gespielt. Mit allen Erweiterungen und dieses Mal kamen auch wirklich die Erweiterungsteile dran, sodass ich auch die Teile zum jetzigen Adventskalender und zur Goodie Box beurteilen kann. Die Teile machen Spaß, haben schöne Effekte und sogar Dauervorteile, die sehr nützlich sind. Rajas macht wie immer sehr viel Spaß, im Vergleich zu Combria ist es auch in meinen Augen viel einfacher, aber auch nicht so gut verzahnt. Im Vergleich hat es sich einfach wie eine Ansammlung von tollen Spielideen gewirkt, die aber an sich nicht so gut ineinander greifen. War mir vorher (trotz sicherlich über 50 Partien) nie so bewusst.

Seasons + Everdell (zu zweit)
Nenne es einfach mal beides gleichzeitig. Beides weiterhin tolle Spiele. Meinem Mann gefällt Seasons (mit Drafting ;) ) besser, mir Everdell. Aber trotzdem tolle Spiele, die wir momentan echt oft spielen.

Caverna - Höhle gegen Höhle
Ohne Erweiterung gespielt. War schön, ich mag die Variation, finde aber die Möglichkeiten zu Bauen sehr gering. Im Endeffekt macht das immer der Startspieler und der andere muss warten. Fürs Verstehen ohne Erweiterung besser, aber zeitlich war es mir so schon recht kurz. Wenn wir das Grundspiel besser verstanden haben, wird fleißig mit Erweiterung gespielt.

Dinosaur Island (zu zweit)
Wie immer schön =) Warten aber sehnsüchtig auf unsere Erweiterungen, sodass man irgendwie leicht enttäuscht ist, "nur" das Grundspiel zu spielen.

Arcadia Quest Riders (zu zweit)
Wir lieben Arcadia Quest. Wir haben bis auf die erste Kickstarter Version alles und auch die erste haben wir zumindest ausgedruckt und auch schon gespielt. Es ist einfach klasse. Auf Riders haben wir uns auch gefreut, obwohl es Zeit hatte und wir von Pets eher enttäuscht waren. Aber jetzt zur Weihnachtszeit war Zeit da und wir haben Riders gespielt. Die Miniaturen sind wie immer klasse und die Reittiere sind vom Effekt nützlich, aber nicht übermächtig wie die Pets. Also für uns eher gut. Und die Kampagne gehört für uns zu unseren Highlights! Wir haben zwar nur die Standard-Variante gespielt, also nicht die Szenarios mit Einbettung der anderen Erweiterungen, aber schon die waren wirklich neuartig, haben die Riders super integriert und es hat mega Spaß gemacht. Ist von all den Kampagnen bei mir auf Platz 1 für lustige Kampagne.

Dann haben wir zu viert mit einem Nicht-Spieler Dominion + Intrige, Quacksalber von Quedlinburg,
Würfelland und Azul
gespielt. Waren alle toll erklärt, haben Spaß gemacht und haben hoffentlich einen lustigen Einblick in die Brettspielwelt gebracht.

Danach musste der Nicht-Spieler dran glauben, denn in der Dreier-Konstellation ist Arcadia Quest unser Renner :D Sodass wir also dann noch einmal Arcadia Quest (zu viert) gespielt haben:
Obwohl wir sehr gut eingespielt sind, benötigt der Aufbau schon immer sehr viel Zeit. Wenn man dann noch das Spiel jemanden erklärt, ist es noch aufwändiger, aber das gute ist, dass spätestens nach einem Szenario das Spiel verstanden wurde und man ja noch 5 Szenarien Zeit hat, es besser zu machen und aufzuholen ;) Da wir einen Nicht-Spieler hatten, haben wir eben die Einstiegskampagne vom Grundspiel gespielt, aber dennoch mit gedrafteten Helden aus allen Spielen. Nach zwei Szenarien haben wir dann Pets hinzugefügt, und nach vier Szenarien die Reittiere, sodass wir dann zumindest das komplett zeigen konnten und auch wir drei Kenner bisschen Abwechslung hatten. Das Spiel hat zu viert natürlich noch mehr Spaß gemacht und es wurden dramatische Stunden erlebt, die für immer in Erinnerung bleiben :D Und es kam wirklich super an. Mir ist aber wieder mal aufgefallen, wie lahm und unabwechslungsreich eigentlich das Grundspiel von den Szenarien ist.

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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon ErichZann » 31. Dezember 2018, 18:07

Maery hat geschrieben:
Ich gebe es ganz offen zu, ich bin sehr neidisch xD Wir haben die beiden Erweiterungen bzw. die eine und Duelosaur auch bestellt, aber late pledge, und es noch nicht erhalten. Klingt aber wirklich gut! Denn wir spielen vermutlich eh eher das Hauptspiel (spielen es auch so sehr gerne zu zweit), aber wenn Duelosaur kurz und leicht anders ist, ist es dann vielleicht wirklich in anderen Stimmungen richtig.



Ich habe das "Große" noch nicht gespielt, somit habe ich kein Vergleich, Duelo ist aber sehr gefällig, ich kann noch nicht sagen ob es eine große Langzeitmotivation hat da doch recht "wenig" passiert aber für ein kurzes 2er Spiel zwischendurch find ich es bis jetzt super.
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Re: Neulich gespielt (2018)

Beitragvon SpieLama » 1. Januar 2019, 09:25

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