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Neulich gespielt (2019)

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SpieLama
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Neulich gespielt (2019)

Beitragvon SpieLama » 1. Januar 2019, 09:21

Welche Spiele habt ihr neulich gespielt und wie haben sie euch gefallen?

Wenn ihr Eindrücke und Meinungen zu einem bestimmten Spiel sucht, könnt ihr diesen Thread durchsuchen. Gebt dazu einfach in dem Suchfeld auf dieser Seite den Spieltitel ein. Mehr Tipps zur Forums-Suche findet ihr unter viewtopic.php?f=63&t=389233.

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Ihr könnt eure Beiträge mit dem gespielten Spiel verknüpfen. Bitte macht das nur, wenn ihr euch etwas ausführlicher zu dem verknüpften Spiel äußert. Eine gute Daumenregel ist es, sich folgende Frage zu stellen: Würde es mich persönlich interessieren, den Forumsbeitrag zu lesen, wenn ich mehr über das Spiel wissen will? Durch die Verknüpfung finden Nutzer auf den Detailseiten alle Spieleindrücke zu dem jeweiligen Spiel. Mehr zur Verknüpfung von Beiträgen mit Spielen erfahrt ihr unter viewtopic.php?f=63&t=391291.

Welche Spiele ihr neulich gekauft habt, könnt ihr unter viewtopic.php?f=22&t=393436 erzählen. Die "Neulich gespielt (2018)"-Diskussion findet ihr unter viewtopic.php?f=45&t=391759.

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Lehni
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Re: Neulich gespielt (2019)

Beitragvon Lehni » 1. Januar 2019, 11:52

Blackout Hong Kong Kampagne Solo. War super! Man muss nicht nur eine nötige Anzahl Siegpunkte erreichen, sondern auch auch den Notfallplan erfüllen. Sowas ist mir persönlich immer wichtig, weil es keine reine High Score Jagd ist sondern man eben auch ein konkretes Ziel verfolgen muss. Das 1.Kapitel fängt dabei schwer an, ich konnte es nicht schaffen. Aber die Motivation ist hoch es nochmals zu probieren. Man würde mehr Geld bekommen, eventuell probier ich es aber nochmals mit dem normalen Startgeld.
Die Spieldauer war mit deutlich unter 1 Stunde sehr angenehm und trotzdem macht man genug. Alle Daumen hoch, tolles Erlebnis. 9/10.

Auztralia zu viert. Hat allen Spaß gemacht, war ein tolles Spiel. Und trotzdem "nur" 7 von 10. Das ist natürlich eine gute Note, aber für mehr hat es aus diesem Grund nicht gereicht: Es war einerseits sehr glückslastig. Einen Spieler hat es laufend "erwischt", seine Farmen wurden der Reihe nach durch einen großen Alten ausgelöscht. Andererseits, so richtig besser wird man nicht. Sicher, man kauft sich Truppen und kann besser kämpfen. Aber die meisten Aktionen sind Einmalaktionen, also Resourcen vom Plan nehmen, Resourcenimportieren. Selbst Farmen bauen fühlt sich nicht so toll an. Man bekommt Gold und wenn sie nicht zerstört werden, Siegpunkte.
Man hat am Ende nicht das Gefühl was tolles aufgebaut zu haben, sondern einfach 5 Armee Plättchen statt 2.
Man macht also viel und hat am Schluss doch wenig erreicht.
Das ging übrigens jedem in unserer Runde so, also niemand hat es sehr hoch bewertet. Will aber vielleicht auch einfach kein komplexes Spiel sein.


Exit - Myteriöses Museum zu viert. Ich muss sagen, mir machen die Exits einfach keinen Spaß mehr. Es gab bei diesem ein besonders tolles Rätsel, das letzte. Das hat für einen guten Moment gesorgt. Aber schlußendlich sind es halt immer "nur" Rätsel. Nach 4 Exits merke ich einfach, dass mir das Genre keinen Spaß mehr macht. Es war am Anfang neu und interessant, aber mittlerweile ist s für mich persönlich nur Arbeit.

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Dee
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Re: Neulich gespielt (2019)

Beitragvon Dee » 3. Januar 2019, 13:50

Gestern einen schönen Spieleabend zu zweit gehabt.

Myrmes: Wir hatten das Thema ja schon letztes Jahr, „Myrmes“ ist mein Lieblingsspiel. Umso peinlicher, wie schlecht ich diesmal geplant habe. Direkt in der ersten der neun Runden habe ich einen Fehler gemacht, wodurch einiges später nicht mehr so aufging wie gedacht. Auf die Ziele ging ich zu spät bzw. in den letzten drei Runden, da mir meine Ammen davor zu kostbar waren. Aber so verlor ich noch einmal Punkte. Und ganz am Ende konnte ich gerade einmal drei von sechs Nahrung aufbringen und verlor 9 Siegpunkte. Also das war echt nichts – und hat dennoch sehr viel Spaß gemacht! :) (Wertung: 9,5)

Architekten des Westfrankenreichs: Wie vor zwei Wochen schon erwähnt, fand ich AdWF nicht sonderlich gut, wollte dem Spiel aber noch eine Chance geben. Ich habe meine Strategie umgestellt, bin zuerst voll auf die Kathedrale gegangen, hab dann noch zwei Häuser gebaut und schon war das Spiel aus. Mit ein klein wenig Abstand konnte ich gewinnen. Nachdem ich etwas mehr verstanden habe, was ich tue, ist das Spiel ein wenig besser, aber nicht viel. Gefühlt ist es die Standardstrategie zuerst die Kathedrale zu bauen und dann noch Häuser. Alle andere Siegpunktgenerierungen (Rohstoffe nach Marmor/Gold wandeln oder auf Endwertung von Charakteren zu setzen) fallen dagegen schlechter aus. Im Zweispielerspiel kam der eigentlich Kniff der Gefangennahme so gut wie nicht um Tragen. Ich hatte immer genug Arbeiter, und falls es doch etwas zu eng wurde, habe ich mir welche vom Brett geholt. Wir nahmen aber auch selten welche gefangen, weil es einfach bessere Optionen gab. Alles in allem ein Spiel, was ich vermutlich mitspielen werde, aber ich würde es nicht vorschlagen. (Wertung: 6,5)

Kanban: Zum Abschluss gab es wieder was Einfaches. :D Ja, wir haben uns ggf. etwas damit vertan, erst um 22:30 Uhr mit dem Spiel anzufangen, aber okay. Ein echt gravierendes Problem ist, dass wir das ganze Regelheft neu durcharbeiten mussten. Kanban ist eigentlich nicht schwer, aber es interagiert so viel miteinander, sodass wir nach anderthalb Jahren alles neu lernen mussten. Danach kamen wir aber schnell wieder rein. Ich konzentrierte mich auf Auszeichnungen und konnte damit bei der ersten Wertung echt gut absahnen. Mein Gegner ging eher auf Verbesserungen und fuhr am Ende besser damit. Vor allem schaffte er es, die Wertung von Sandra mit einem sehr hohen Schichtkonto mitzunehmen, was mir irgendwie nicht gelang. Und so verlor ich mit 50 Punkten Abstand – und hatte wieder viel Spaß dabei. Und wir haben uns fest vorgenommen, in zwei Wochen wieder Kanban zu spielen, damit wir nicht alle Regeln neu lernen müssen. (Wertung: 9,0)

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ErichZann
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Re: Neulich gespielt (2019)

Beitragvon ErichZann » 3. Januar 2019, 19:41

Zu AdWF muss ich sagen das ich gerade Gestern eine Partie fast gewonnen habe ohne auch nur einmal an der Kathedrale zu bauen, habe das Spiel auf der niedrigsten Stufe Virtue beendet, habe nur verloren weil einer meiner Mitspieler im Tiebreaker gewonnen hat, wir waren Punktgleich. Der Trick ist durch nutzen des Schwarzmarktes einfach sehr hochwertige Gebäude zu bauen um die Siegpunkte zu machen. Das Gefangennehmen ist im Grunde auch kein "Take That" Mechanismus sondern eher eine gute Möglichkeit Silber zu generieren, bei mir ist AdWF eine glatte 8-9, ich mag einfach nicht zu ausufernde WP Spiele die man auch bisschen aus dem Bauch raus spielen kann ohne gleich das Gefühl zu haben ne Steuererklärung zu machen.
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Lehni
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Re: Neulich gespielt (2019)

Beitragvon Lehni » 5. Januar 2019, 12:41

Architekten des Westfrankenreichs: zu viert: So jetzt kann ich mitreden. Uns hat es sehr gut gefallen. Man kommt schnell rein, die icons sind gut und selbsterklärend. Die Ergebnisse waren nah zusammen, das Spiel verlief mit von der Rundenanzahl zu schnell, da intensiv an der Kathedrale gebaut wurde.
Gag des Spiels ist sicher das Gefangen nehmen. Bei uns wurde es als take-that aufgefass. Andererseits geht es um Effizienz, der 4.Holzfäller bringt als Aktion einfach sehr viel. Da müssen die anderen einschreiten. Insofern tut es schon weh, wenn man bei 3 gefangen genommen wird und man den 4. nicht setzen kann. Ich glaube, dass das für ein Bauchspiel okay ist, aber wenn ich so darüber schreibe, dann stört es mich schon, wenn man bei einem Strategiespiel von anderen so abhängig ist. Ich glaube tatsächlich, dass man einen großen Vorteil hat, wenn man eine große Stein oder Holzreserve aufbauen kann und bis 4 oder 5 setzen kann ohne dass man gefangen genommen wird. Für mich 7/10.

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Re: Neulich gespielt (2019)

Beitragvon Dee » 13. Januar 2019, 10:15

Drop it zu zweit: Bereits auf der Messe Stuttgart gespielt und für gut befunden und nun gekauft. Mir macht das Spiel nach wie vor viel Spaß. Es passieren manchmal lustige und unvorhergesehene Patzer, aber auch Glückstreffer. Meinem Mitspieler war es aber zu seicht und wurde als Kinderspiel abgetan, aber nichts, was Erwachsene spielen. Schade, in anderen Erwachsenenrunden kommt das aber sicherlich sehr gut an. Mir gefällt's nach wie vor. (Wertung: 8,0)

Zwischen zwei Schlössern zu siebt: Das zweite Mal, dass ich es gespielt habe und es spielte sich besser als zuvor. Die Ikonographie war eingängiger und die Farben besser zu erkennen, obwohl sie nach wie vor teils recht ähnlich waren. Ich glaube, ich wusste einfach besser, wo ich hinschauen musste, um etwas zu sehen. Das Spielprinzip selbst hat sich nicht verändert: 2 Plättchen draften, in die Schlösser rechts und links einbauen und am Ende Punkte kassieren. Meist geht es parallel, ab und zu fällt die Auswahl etwas länger aus. Etwas blöder ist bei den Diskussionen beim Einbau. Denn jeweils zwei Spieler reden miteinander über ihr gemeinsames Schloss. Zu siebt bleibt also immer eine Person übrig die warten muss, bis jemand mit ihr spricht. Das ist eine gewisse Downtime, aber noch erträglich. (Wertung: 7,5)

Half-Pint Heroes zu siebt: Auch das zweite Mal für mich. Das erste und letzte Mal im November 2017. Die Regeln waren schnell drin. Wer Poker (oder Kniffel) kennt, hat gewisse Verständnisvorteile. Problematisch zu siebt ist der große Tisch (den man oft zu siebt hat). Von einer Kante zur anderen hat man keine Chance die Karten der anderen zu sehen. Passt man nicht auf, legt man die falschen Karten aus. Ebenso problematisch zu siebt: So gut wie jedes Mal passten die Stichansagen. Es war ganz selten, dass jemand daneben lag. Daher war das Spiel auch schnell durch eine Schießerei nach sechs Runden vorbei. Und alle Punkte, die zuvor mühselig gezählt wurden, für die Katz. Nach wie vor nicht mein Spiel. (Wertung: 6,0)

Professor Pünschge zu siebt: Als Absacker noch ein Reihen-Finde-Spiel. Ein Spieler wählt von einer Karte eine Reihe aus und zeigt die ersten zwei Schritte der Reihe an. Auf dem nummerierten Weg sind Tiere und Gegenstände auf verschiedenen Symbolen (Wolke, Stern, Sonne etc.) und Farben mit unterschiedlichen Hintergründen (Wald, Wiese, Stein, etc.) abgebildet. Und die Mitspieler versuchen die Reihe zu erraten (z.B. jeder Steinbock auf roten Feldern; jede Primzahl etc.) Das ist ganz witzig. Unfair fand ich, dass alle Spieler einfache Reihen der Art (Gegenstand/Tier plus Symbol/Farbe) hatten. Nur einer hatte die Reihe 1 leer, 2 voll, 1 leer, 3 voll etc. (also 2, 3, 5, 6, 7, 9, 10, 11, 12, ...). Da kamen wir nicht drauf bzw. kamen nur bis 1 leer, 2 voll und dann wiederholend. Schien etwas unfair. Dennoch ein nettes Spiel, wer solche Reihenerkennungsspiele mag. (Wertung: 7,0)

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Maery
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Re: Neulich gespielt (2019)

Beitragvon Maery » 18. Januar 2019, 23:08

So, 2019 habe ich zwar schon einiges gespielt, aber noch nicht rezensiert.

Wozu ich nicht viel sage ist Coimbra, da ich da schon 2018 drüber geschrieben habe. Inzwischen haben wir offiziell die Promo und mit der ist das Spiel in meinen Augen enorm besser. Ohne würde ich es nicht mehr spielen wollen, auch wenn es "nur 4 Würfel und 4 Glocken sind". Denn das Spiel ist ja enorm denklastig und Fehler sollte man nicht machen, durch die Würfel kann man aber doch noch einiges verändern, was man vorher nicht bedacht hatte. Und das Material ist wirklich grandios! Wunderschöne Würfel.

Neu für uns gab es aber eine Menge neue Spiele, die ich nun in unterschiedlicher Länge beschreiben möchte.
Zum Einen Penny Papers:
Haben alle drei gespielt und ich bin überrascht, wie unterschiedlich sie sind, sich aber dennoch gleich anfühlen und man die Trilogie merkt. Unser Favorit ist das grüne Spiel. Gelb fand ich noch okay, mein Mann nicht, blau fanden wir aber beide sehr langeweilig. Aber grün ist wirklich toll und spaßig.

Dann haben wir auch schon seit mehreren Wochen Merchant of Venus.
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Merchant of Venus.jpg (792.88 KiB) 85 mal betrachtet

Wir haben bisher noch kein richtiges Aufträge erfüllen und Rumreisen Spiel und wollten eins haben. Dieses hier hat uns schon einmal interessiert, doch Bewertungen über die Spieldauer haben uns abgeschreckt. Doch uns gefällt es wirklich super! Mit selbstgebasteltem Inlay ist der Aufbau auch um einiges kürzer und die Spieldauer ist schön passend, ähnlich zu Spielen wie Terraforming Mars. Ist für uns von der Herausforderung auch eher ein angenehm entspanntes Spiel, da man sich nicht ärgert und einfache Aktionen hat. Dennoch ist es einfach echt spaßig, man ist jedes Mal super gespannt, welcher Ort gerade erkundet wird und es ist sehr schön designed, sodass es thematisch auch alles stimmig wirkt. Wir haben es inzwischen mehrfach gespielt und mögen die Standard Variante, mit 20 Runden und Nachfrage am liebsten.
Also wirklich schön entspanntes, aber dennoch spannendes und spaßiges Spiel. Bleibt in unserer Sammlung!

Dann konnte ich nun endlich Pursuit of Happiness spielen! Dieses Spiel wollte ich wirklich schon seit über einem Jahr haben, habe sehnsüchtig auf die Spieleschmiede gewartet und habe mich auch sehr darüber informiert.
Ich mag Sims und dieses Spiel wirkte thematisch einfach genial, mit Worker-Placement passend und mit einem Mechanismus, welches wir mögen und allgemein wirkte auch der Witz super. Dazu hatte es ja super Bewertungen und ich dachte, das muss mir einfach gefallen. So wie bei Dinosaur Island, wo wir es auch thematisch haben mussten und das ist ja eins unserer Lieblingsspiele (dazu aber gleich mehr).
Naja, jetzt konnten wir es endlich spielen und ganz ehrlich, wir fanden es beide super langweilig. Der Witz ist am Anfang noch da, aber danach ist es wirklich super simpel und wir fanden es auch nicht strategisch ansprechend. Es gibt Zielkarten für alle und diese geben eigentlich das Spiel vor. In einem Spiel war ein Ziel, den höchsten Beruf zu haben und da sind wir dann dementsprechend auf Beruf gegangen und sonst nur Projekte, da diese einfach am besten sind. In einem anderen Spiel waren Projekte Ziel und wir sind dann nur auf Projekte gegangen. Beide sind nie auf Partner gegangen, da wir irgendwie nicht so die Vorteile gegenüber Projekten gesehen haben. Außerdem gibt es seltene Karten, bei dem man Leben (Entspannung) dazugewinnt, was einfach nur übermächtig ist. Denn ab einem gewissen Alter stirbt man bei zu wenig Leben (zu viel Stress) und da macht ein Herz wirklich sehr viel aus.
Also strategisch sind wir irgendwie nur auf das gleiche gegangen und es gab einige Dinge, die wir einfach nicht sinnvoll fanden. So kann man kurzzeitige Fröhlichkeit gewinnen, wodurch man Startspieler wird und wenn man ganz viel hat, bekommt man einen einzigen Siegpunkt. Dazu muss man aber wirklich in einer Runde sehr viele Projekte oder Aktivitäten oder sonstiges machen, um einen Siegpunkt dadurch zu generieren. Wenn man aber andere Projekte macht, kriegt man schon automatisch Siegpunkte und kann gleichzeitig mehrere machen.
Naja, wir haben es wirklich mehrfach probiert, aber uns war es wirklich nicht herausfordernd genug und nach mehreren Partien war es leider auch irgendwie nicht mehr so thematisch, da wir zumindest nicht das Gefühl hatten, verschiedene "Leben" zu spielen. Das Spiel bleibt nicht in der Sammlung.. Bin wirklich sehr enttäuscht gewesen, denn auch bei der Spieleschmiede wird es ja jetzt als Kennerspiel beworben und das ist es in meinen Augen gar nicht. Es ist ein wirklich sehr simples Familienspiel,..

Dann gab es noch ganz neu Roll Player.
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Ehrlich gesagt haben wir uns darüber nicht wirklich informiert, da es für uns einfach komisch klang, dass man einen Charakter baut und dann ist das Spiel schon vorbei. Da fehlt doch was?!
Wir wussten auch nicht wirklich, worum es spielerisch geht. Doch irgendwann habe ich mich doch mal mit den Regeln auseinander gesetzt und spielerisch klang es wirklich interessant. Habe von Vergleichen zwischen diesem Spiel und Sagrada gelesen und ja, dem kann ich nur zustimmen.
Bei Roll Player erstellt man einen Charakter, indem man Würfel auf einem Tableau platziert und gewissen Vorgaben entspricht wie der Farbe, der Augensumme usw. Sagrada hatten wir auch gespielt (und dann relativ zügig wieder verkauft), da wir da einige Punkte nicht mochten. So fanden wir es befremdlich, dass es manchmal besser ist, das Tableau nicht vollzubauen und Minuspunkte zu kassieren, anstatt Effekte zu nutzen um alles voll zu kriegen. Auch waren die Farbboni übermächtig und es wirkte nicht balanciert. Wobei uns wirklich am meisten gestört hat, dass man es eben manchmal nicht zubauen kann, da wir da irgendwie zu perfektionistisch sind und uns das am meisten interessiert hat (taktisch war das aber eben nicht immer klug).
Wir bei Roll Player hat man all diese Kritikpunkte nicht. Man baut das Tableau voll, die verschiedenen Boni sind in unserer bisherigen Erfahrung ausgeglichen (bei Sagrada gab es ja die Augensumme aller farblich passenden Würfel, so telweise 30 gegen 2 Punkte; bei Roll Player einfach nur Anzahl, also z.B. nur 8 gegen 2) und man hat einfach sehr viele verschiedene Strategien, um auch Würfelpech auszubessern. Es gibt viele Karten die man kaufen kann und die einen helfen, die Vorgaben zu erfüllen oder andere Siegpunkte zu bringen, wenn man die Vorgaben nicht erfüllen will oder kann. Außerdem gibt es noch einen Einsetzboni, den man gezielt nutzen kann und sollte und diese machen es auch sehr taktisch. Also bisher hat es uns wirklich gut gefallen und mit den Erweiterungen soll es ja noch besser werden.
Ich finde auch, dass es trotz dem Würfelthema sehr viel Taktiken und wenig Würfelpech gibt, da man eben vieles noch ausbessern kann und es sehr viele Möglichkeiten gibt.

Zuletzt noch zwei Spiele, auf die wir sehnsüchtig gewartet haben. Dinosaur Island die Erweiterung und Duelosaur Island.
Zuerst Dinosaur Island Totally Liquid:
Dieses Spiel (also die Erweiterung) haben wir bisher erst einmal gespielt und leider waren wir sehr enttäuscht. Wir lieben das Grundspiel und die Erweiterung wirkt teilweise sehr lieblos. Schon beim Grundspiel gab es viele Fehler in den Regeln oder beim Material (Hooligans mit VIPs vertauscht, auf Karten unterschiedliche Farben dafür, ein Meeple für die Spieler in falscher Farbe, sodass es zu viert eher unschön ist, usw), das haben wir aber verziehen, da es ja trotzdem spielbar war und man das umgehen konnte.
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In der Erweiterung gibt es weiterhin diese Fehler und es wurde auch nichts wirklich verändert. In der Kickstarter Edition hat man anstatt den, in jeder Spielerfarbe, zusätzlichen anderen Meeple 8 gelbe komische Figuren bekommen, die nicht erklärt sind, vorher bei Kickstarter anders aussahen und thematisch nicht wirklich zu den vorgesehenen Karten passen. Diese Karten werden in den Regeln gar nicht erklärt, nur der Aufbau wird beschrieben. Wir haben so nicht wirklich verstehen können, wie man sie nutzt und sie sind auch absolut unausgeglichen. Auch die dazu gehörigen weiteren Parkanlagen sind absolut unausgeglichen und einige sind thematisch eher langweilig.
Die Wasserdinos sind auch absolut unausgeglichen. So gibt es Dinos, die keine Siegpunkte bringen und richtig gefährlich sind und andere, die sehr viele Siegpunkte bringen und gar nicht gefährlich sind. Wozu sollte man die einen dann bauen?
Richtig interessant sind die neuen "Zielkarten", denn einerseits gibt es die Blueprints, die vorgeben, wie dein Park aufgebaut werden sollte und andererseits gibt es die PR-Karten (ich mein die heißen so), von denen jeder Spieler zwei bekommt und am Ende eine wählt, die für alle Spieler gilt. Diese geben dem Spiel noch mehr Tiefe, denn vorher war mir relativ egal, wie ich den Park gebaut habe, da es mir nur um die Effekte ging. So hat man aber auch mal Orte gebaut, die man sonst nicht so bauen würde. Allerdings war auch dies in unserem bisherigen einzigem Spiel nicht gut, da in den Regeln beim Aufbau nur steht, dass man diese am Anfang bekommt und von 3en eine auswählt. Wir haben da nicht weiter drüber nachgedacht und die ganzen Erweiterungen zuerst gemacht. Danach haben wir erst das eigentliche Spiel aufgebaut und die normalen Ziele haben dann teilweise den Blueprints widersprochen oder auch den PR-Karten, sodass man sich da entscheiden musste und gespielt gefühlt hat. Das war zwar unser Fehler, zeigt aber wieder, dass die Regeln eher dahingeklatscht wirken und nicht wirklich hilfreich sind.
Also irgendwie eher enttäuschend, wobei es von der Grundidee schon neue gute Effekte reinbringt und man nicht alle Module nutzen muss. Dennoch sieht man hier zumindest, dass Kickstarter inzwischen dazu anleitet, sich nicht mehr viel Mühe geben zu müssen.

Zuletzt gab es noch Duelosaur Island.
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Duelosaur Island.jpg (769.51 KiB) 85 mal betrachtet

Da wir Dinosaur Island auch am liebsten zu zweit spielen (und generell zu 90% nur zu zweit spielen), waren wir gespannt, wie diese 2-Spieler-Variante sein wird und ob man sie benötigt.
Und schon einmal vorweg, die erste Partie hat sehr überzeugt und bisher bin ich absolut begeistert!
Es hat einige schöne Kniffe, die sehr passend wirken und überlegt wirken.
Man hat zweigeteilte Karten, die man je nachdem unterschiedlich nutzen kann. So gibt es Dino- und Marktkarten, welche eben entweder zum Kreieren von Dinos genutzt werden können oder zum Bauen von Attraktionen. Auch die Spezialisten haben nun mehrere Effekte, denn man kann sie entweder anheuern oder man nutzt den Ablageeffekt. Das Nehmen der Würfel ist wie in Dinosaur Island, nur dass es noch weitere Effekte gibt und der Startspieler taktisch die Würfel zuordnen darf. Attraktionen haben noch weitere Effekte, denn ja nach Attraktion bekommt man unterschiedliche (dauerhafte oder einmalige gute) Boni. Außerdem wird man dazu angeregt, sich Attraktionen-Sets anzulegen, da diese auch wichtig sind. Am Ende einer Runde gibt es dann noch einen einmaligen Boni den man sich auswählen kann und die Wahl ist irgendwie sehr einmalig und cool. Der Spieler mit der schlechtesten Skala für Excitement darf sich von links aus bis zum Rundenmarker einen Effekt auswählen und der andere Spieler dann von links aus bis zum gewählten Effekt des vorherigen Spielers. Damit kann man sich geschickt nerven, denn je nachdem gönnt man dem anderen Spieler nichts und nimmt den Effekt ganz links usw.
Thematisch ist das Spiel weiterhin schön stimmig und es passt sehr gut zum Dinosaur Island Mechanismus. Dennoch hat es interessante Änderungen, die pfiffig und durchdacht wirken. Von der Spieldauer war es auch schön.

So, das war eine sehr lange Beschreibung unserer letzten Spielerfahrungen :D
Respekt, wer bis hier durchgelesen hat!

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Dee
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Re: Neulich gespielt (2019)

Beitragvon Dee » 19. Januar 2019, 09:33

Respekt, wer bis hier durchgelesen hat!
Ich. ;)

Ich hoffe, Pursuit of Happiness gefällt mir besser. Habe es bisher nur einmal gespielt und hat super gefallen. Deswegen habe ich bei der Spieleschmiede mitgemacht. Ich hoffe das Beste ...

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Maery
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Re: Neulich gespielt (2019)

Beitragvon Maery » 19. Januar 2019, 10:05

:D

Und das Spiel scheint ja vielen zu gefallen. Also warum nicht? Und preislich ist das Angebot der Schmiede auch echt gut, wenn es einem doch nicht gefällt, war es dann kein riesen Flop fürs Portmonee. Hätte da auch eigentlich einen höheren Preis erwartet :O

Kennt jemand denn Fiese Feten fette Freunde? Ist ja thematisch ähnlich und vielleicht dann eher etwas für uns?


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