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Neulich gespielt (2019)

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Maery
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Re: Neulich gespielt (2019)

Beitragvon Maery » 10. Februar 2019, 21:53

Wir haben leider nicht so viel spielen können, aber auch einige Neuheiten (für uns) dabei:

Villainous
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Villainous-Collage.jpg (720.49 KiB) 877 mal betrachtet

Von dem Spiel habe ich 2018 schon viel berichtet. Da es aber jetzt in gängigen Youtube-Kanälen oder Foren als so neu betitelt wird, noch einmal das Bild vom Material.
Wir mögen das Spiel immer noch gerne, mögen aber auch wirklich die Welt von Disney. Leider sind für uns noch keine wirklich tollen Bösewichte dabei, da die richtigen Kracher ja noch in der Hinterhand behalten werden. Wenn es keine Erweiterung gegeben hätte, hätten wir vielleicht das Spiel verkauft, da es uns zwar gefällt, aber wir doch mehr erwarten. Jetzt wurde aber auf Englisch eine Erweiterung angekündigt und wir freuen uns sehr! Abwechslung und hoffentlich mehr Kombinationsmöglichkeiten!

Roll Player
Seitdem wir es haben, haben wir es schon oft gespielt. Uns gefällt es als Absacker sehr gut, hoffen aber auf die Erweiterungen, da die das Spiel ja enorm verbessern sollen. Für uns ist es bisher ein gutes entspanntes Spiel mit schönem Artwork.
Lustigerweise hat ein neuer Spieler das als komplexeres Spiel betitelt, bei dem er schon überlegt, das irgendwie abzuschwächen. Hätten wir nie so wahrgenommen, da sieht man aber wieder die unterschiedliche Sichtweise von Kenner- und Familienspiel.

Millennium Blades
Millennium Blades.jpg
Millennium Blades.jpg (938.95 KiB) 877 mal betrachtet

Wir haben lange überlegt, uns dieses Spiel zu holen. Mein Mann steht sehr auf Yu-Gi-Oh bzw. er hat es als Teenager gespielt und dementsprechend nostalgische Gefühle. Mir persönlich ist Yu-Gi-Oh aber zu aufwändig und zu unübersichtlich. Außerdem mag ich es nicht, immer das gleiche zu spielen und richtig Sinn macht es bei solchen Spielen ja nur, wenn man sich SEIN Deck zusammenstellt, optimiert und damit immer wieder gewinnt.
Bei Millennium Blades spielt man nun so ein Sammel-Karten-Spiel nach, aber viel viel besser!
Es ist einfach nur super lustig, spannend und einzigartig.
Man fängt mit individuellen Decks und Charakterfähigkeiten an, diese kann man aber beliebig kombinieren und es gibt auch viel Varianz. Im Spiel spielt man verschiedene Turniere und danach das Aufbessern seines Decks nach, indem man Booster-Packs kauft, gebrauchte Karten kauft usw. Obwohl ich keine nostalgischen Gefühle dazu habe, hat mir das wirklich Spaß gemacht, denn hier traut man sich, einfach mal sein Geld zu verplempern und zu gucken, welche seltene oder nicht seltene Karte man nun bekommen hat. Auch das Deck-Aufbauen macht so sehr viel Spaß, weil es immer wieder anders ist. Das gute bei den Turnieren ist, dass man trotz Niederlage keine großen Abstände zueinander hat, da es festgelegte Punkte gibt. Hat man also Pech und mit Abstand von 100 Punkten verloren, so kriegt man trotzdem Geld und auch Siegpunkte.
Das einzig aufwändige ist der Aufbau, denn es werden jedes Mal eine bestimmte Menge an Erweiterungen reingemischt, die man nach dem Spiel wieder entfernen muss. Da dieses Spiel aber auch eine relativ lange Spieldauer hat, ist das Verhältnis von Aufbau und Spiel gut.
Und obwohl ich die Anspielungen oft nicht verstehe und die Optik sehr extrem finde, muss ich doch die Rückseite wirklich loben. Durch das Design hat man bei jeder Karte das Gefühl, man kauft ein Booster-Pack!
Da macht Geld verplempern Spaß!

L.a.m.a
Extrem simples Glücksspiel, was aber einen gewissen Reiz ausübt. Man versucht seine Hand loszuwerden, da jede unterschiedliche Karte Minuspunkte bringt. Ich mag das Spiel, obwohl ich haushoch verloren habe, da ich einfach nur schlechte Kartenhände hatte.

Dice Forge
Dice Forge.jpg
Dice Forge.jpg (694.95 KiB) 877 mal betrachtet

Dieses Spiel hat ja eigentlich sehr schlechte Kritiken, da es relativ langweilig sein soll. Uns hat der Mechanismus aber interessiert und als wir es dann zum Bestpreis ergattern konnten, haben wir es ausprobiert.
Ich würde es vom Niveau mit Splendor, Azul usw. vergleichen, also relativ seichtes Spiel zum Einstieg oder als Absacker. Es ist wirklich sehr einfach zu spielen und die Varianz ist wirklich grottig, da es nicht einmal 2 unterschiedliche Kartenauslagen oder mögliche Vermischung gibt. Dennoch hat mir bisher jede Partie Spaß gemacht und durch das Glückselement, kann man einfach nicht bestimmte Strategien verfolgen.
Bislang bin ich auch gespannt auf die Erweiterung, warte aber erst einmal ab, was dort passieren soll.

Terraforming Mars mit allen Erweiterungen (Kolonies, Venus, ...)
Zuletzt haben wir noch Terraforming Mars mit allen Erweiterungen gespielt. Neu für uns waren Kolonies und Venus und ich muss sagen, dass ich von einer Erweiterung wirklich begeistert bin und die andere absolut unnötig fand, die ich nicht mal bemerkt habe.
Thematisch passend und wirklich wertvoll für das Spielerleben haben wir alle Kolonies wahrgenommen. Diese Erweiterung gibt noch mehr Strategiemöglichkeiten und vorher eher unliebsame Karten (z.B. Bakterien) sind hier nun richtig gut, da man durch die Kolonien je nach Auslage bestimmte Strategien sehr verbessern kann. Auch thematisch hat mir wirklich dieses Rumreisen im Raumschiff gefehlt, obwohl mir das nie bewusst war. In meinen Augen hat diese Erweiterung das Spiel thematisch erst rund gemacht und ich würde diese jedem empfehlen.
Venus ist dementsprechend die Erweiterung, die bei uns überhaupt nicht wahrgenommen wurde und daher auch nichts neues gebracht hat. War einfach nur ein weiteres Board, aber prinzipiell würde ich es nur wegen neuer Karten in Betracht ziehen, nicht weniger einer Vergrößerung des Spielspaßes.

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Dee
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Re: Neulich gespielt (2019)

Beitragvon Dee » 17. Februar 2019, 17:20

Teotihuacan zu zweit: Das Spiel steigt langsam zum „am meisten gespielten Eurogame des Monats“ auf. Diesmal wollten wir es aber wirklich mit richtigen Regeln spielen. Es wird zwar mit jeder Partie eingängiger, aber dennoch ist es echt eine Menge, an die man bei jeder Aktion denken muss. Ein- oder zweimal vergaßen wir auch wieder unseren Technologiebonus, aber dafür rückten Pyramiden-, Straße-der-Toten- und Eclipse-Marker alle zum richtigen Zeitpunkt voran.

Meine Strategie waren dieses Mal Masken, weil auf den Sperrfeldern bereits so viele offen lagen. Also sperrte ich alle Würfel ein und arbeitet nur damit. Langfristig zahlt sich das aus, aber ganz ohne eine Zweistrategie klappt das nicht. Ich ging zusätzlich noch auf Tempel (weil man die durch das Einsperren ja auch bekommt), schaffte es aber dennoch nur in einem Tempel nach oben. Interessant war, dass kaum ein Arbeiter von mit aufstieg, weil ich sie ja nur einsperrte bzw. mit ihnen Kakao erntete.

War wieder ein klasse Spiel, ich verlor auch nur knapp. Aber ich denke, es reicht jetzt erst einmal. (Wertung: 9,5)

Russian Railroads: German Railroads zu zweit: Auch ein Euro, auch sehr verzahnt, aber anders als Teo. Kurz noch die Regeln der Erweiterung überflogen (ich hatte sie noch nie gespielt) und schon waren wir nach über einem Jahr Pause wieder drin. Meine Standard-Strategie fruchtete: Ingenieure sind gut, aber vor allem der Streckenausbau für die Bonuspunkte frühzeitig zu erhalten, ist wichtig. Damit konnte ich mir dann auch neue Plättchen nehmen, um die Fragezeichen-Boni zu erreichen. Sehr gut gefallen hat mir in der Erweiterung die Gießereien. Die können sehr mächtig sein, wenn man sie geschickt einsetzt.

Am Ende gewann ich mit 105 Punkten Vorsprung, was ich anfangs nicht erwartet hätte, weil es zu langsam los ging. Aber gerade das ist wohl eines der besten Mechaniken bei RR. Jede Runde addieren sich mehr Punkte dazu, was äußerst befriedigend ist. Dafür spielt man nur 5-6 Runden, sodass der Bogen auch nicht überspannt wird. Bei Teo hat man zum Beispiel eher jede Runde das Gleiche und weniger einen gravierenden Fortschritt. RR ist für mich auch das bessere Spiel! (Wertung: 10)

Daneben spielten wir noch digital einmal Beat Saber auf der PS4 mit VR-Helm und dann noch einige Runden Keep Talking and Nobody Explodes, was tierisch viel Spaß macht. Nur die deutsche Anleitung ist nicht gut. Es fehlen sehr wichtige Grafiken und teils sind die Sachen zu klein und unleserlich abgedruckt.

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Dee
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Re: Neulich gespielt (2019)

Beitragvon Dee » 17. Februar 2019, 17:32

Snowblind zu viert: Nach langer Zeit wieder gespielt und es hat wieder Spaß gemacht. Es gab verschiedene Strategien: Eine Mitspielerin preschte sehr schnell zum Pol, nahm aber nur sehr wenig Nahrung mit. Leider überlebte sie auch den zweiten Schneesturm nicht und fror am Pol fest. Es ist schade, dass man dann nur noch Zuschauen darf, aber ich betone explizit immer wieder, dass man es nicht dazu kommen lassen sollte, dass so eine Situation überhaupt auch nur ansatzweise entstehen könnte. Ein anderer Mitspieler schleppte fast seine ganzen Vorräte bis zum Pol, was das andere Extrem war. Ich versuche den Mittelweg und das Essen auf den ersten drei Feldern zu verteilen. So hatte ich nach hinten genug Nahrung Richtung Pol, aber auch wieder genug auf dem Rückweg. Es starb niemand und alle kamen wohlbehalten zurück. Am Ende gewann ich ganz knapp mit einem Punkt. (Wertung: 7,5)

Century: Die Gewürzstraße: Ich weiß wieder, wieso ich das Spiel bisher nur einmal gespielt hatte. Die Interaktion ist gleich Null. Maximal gehen zwei Leute auf die gleiche Zielkarte, aber sonst baut eben jeder vor sich seine Engine aus, um Würfel fröhlich durchzutauschen und das war's. Ich versuchte mich selbst zu optimieren und möglich selten meine Karten wieder zurück auf die Hand zu nehmen. Andere waren aber effektiver und so verlor ich. Aber aufgrund des Solität-Spiels machte echt wenig Spaß. (Wertung: 5,5)

Auf den Spuren von Marco Polo zu viert: So geht ein gutes Spiel! Wir kamen uns an zahlreichen Stellen wieder in die Quere. Ich hatte leider keine optimale Strategie bzw. zögerte zu lang. Ich startete in Beijing und wollte nach Sumatra (2 Schritte). Dort bekam ich einen Freischritt als Bonus, aber der hätte mich zurück nach Beijing 4 Kamele oder weiter nach Kochi 10 Geld gekostet. Ich versuchte, die erste Runde dieses Zusatzgeld aufzutreiben und lief daher in er ersten Runde nicht nach Sumatra, sondern blieb stehen, was ein Fehler war. Denn auch in Runde 2 hatte ich nicht genug Münzen oder Kamele. Dennoch reiste ich dann endlich und ließ den Freischritt verfallen. Das Zögern in Runde 1 warf mich sehr zurück. Ein anderer Spieler erreichte aber auch vorher sehr gute Bonusfelder, die es in Beijing nicht gab. Und so wurde ich nur Zweiter mit weitem Abstand. Und dennoch hat es Spaß gemacht. (Wertung: 9,5)

Die zwei kleinen Spiele Lost Legacy und Love Letter erwähne ich nicht groß.

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ErichZann
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Re: Neulich gespielt (2019)

Beitragvon ErichZann » 17. Februar 2019, 20:15

Letzten Mittwoch zum ersten mal Gaia Project zu dritt gespielt, weiss nicht mehr wie mein Volk hies (sahen aus wie Wookies nur in Grau). Mir gefiel es etwas besser als Terra, das kann aber auch am Thema liegen da mich SciFi einfach abholt. Ja was soll man sagen, auf der Eurogame Skala stimmt da alles und die ver. Völker bringen eine unheimliche Varianz, wobei ich das Gefühl hatte, dass die Sonderfunktionen nicht so krass durchkamen wie bei Terra. Für mich ist Terra/Gaia aber einfach eine kleine Stufe to much, bzw. bin ich einfach jemand der eher aus dem Bauch spielt und habe meist keine Chance. Was Eurogames angeht ist glaube ich sowas wie Great Western Trail das höchste der Gefühle und Spiele wie Räuber der Nordsee, Age of Empires, Alien Frontiers oder Islebound mein persönlicher Sweet Spot. Natürlich habe ich grandios verloren mit 114 zu 164 (die beiden andern waren tatsächlich Punktgleich). Ich würde es immer mitspielen, super Spiel aber ich brauch es nicht unbedingt in meiner Sammlung da ich immer zuerst zu was anderem greifen würde.
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Lorion42
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Re: Neulich gespielt (2019)

Beitragvon Lorion42 » 18. Februar 2019, 00:35

Und eine weitere Partie Zwischen zwei Schlössern hinter mir. Hab wieder knapp verloren mit 59:59:58:58:60:43:43. Das Spiel macht echt immer Laune. Nur das Punkterechnen am Ende ist etwas nervig und fehleranfällig. Meiner Meinung nach aber das beste Spiel aus Essen 2018 und ich würde es jederzeit wieder spielen.

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Re: Neulich gespielt (2019)

Beitragvon Lehni » 23. Februar 2019, 22:58

Magnastorm zu viert: Ich habe mich sehr auf das Spiel gefreut. Es ist etwas unter dem Radar, deshalb hat mich interessiert ob das einen Grund hat oder einfach nur übersehen wurde.
Zuerallererst fällt das tolle Material auf. Auch Spielregeln top. Tolle Iconographie. Von dem her alles richtig gemacht.
Zum Spiel: Wir spielen reihum und setzen einen Worker auf ein freies Feld. Entscheidend ist die Zeile, sie definiert wieviel die 2 Aktionen kosten bzw. bringen. Die 2 Aktionen sind:
a) Nimm die cubes: Es gibt 2 Farben: Spielerfarbe und gelb.
b) Bewege dich und bezahle dafür cubes
Durch Bewegung kann man Häuschen setzen.
Ich will nicht mehr viel in die Details gehen, denn man sieht an oben, dass wir eigentlich sogar nur 1 Aktion haben. Die andere Aktion finanziert mir die erste Aktion. Und das ist auch wohl der Grund, warum in Vielspielerkreisen nicht viel über das Spiel gesprochen wird: Es ist eher eine dünne Suppe.
Natürlich gibt es schon mehr: Commander mit Fähigkeiten. Da wird dann auch relevant in welcher Spalte man setzt. Außerdem eine Art Versteigerung: Wann schlägt man zu?
Dann gibts noch sehr einfach gehaltene Technologieleisten.
Unterm Strich hats uns Spaß gemacht. Man muss mit der richtigen Einstellung rangehen. Für viele wird ein großes Plus sein, dass es ein Spiel one Zufall ist. Also alles vorausberechenbar. Für mich 7/10

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Dee
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Re: Neulich gespielt (2019)

Beitragvon Dee » 24. Februar 2019, 12:17

Scythe: Aufstieg der Fenris zu viert: Natürlich schreibe ich hier nicht direkt drauf los, sondern verpacke beide Partien in hübsche Spoiler-Kästchen.

Partie 4:
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Partie 5:
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Songi
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Re: Neulich gespielt (2019)

Beitragvon Songi » 1. März 2019, 19:54

Hab' neulich ein wirklich tolles Spiel gespielt, und zwar das Würfelspiel Mäxchen :)
Habe es zum ersten Mal gespielt und es war wirklich sehr interessant gewesen. Kann es durchaus empfehlen. Falls einer nicht weiß wie es gespielt wird, online sind dann die Mäxchen Regeln zu finden! Ist ein tolles Spiel.

Ich bin ein großer Fan von Gemeinschaftsspielen... Finde es sehr schade, dass man heutzutage sehr wenig solche Spiele spielt. Persönlich halte ich nicht viel von Onlinespielen, denn das ist mir einfach zu unpersönlich!
Aber, soll jeder das spielen was ihm gefällt ;)

LG

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Tamidor
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Re: Neulich gespielt (2019)

Beitragvon Tamidor » 14. März 2019, 21:18

Nach langer Zeit mal wieder Cyclades gespielt. Ich vergesse immer wieder, wie sehr ich diese Spiel liebe. Der Aktionsbietmechanismus ist einzigartig (ich kenne zumindest nichts vergleichbares) und absolut spannend.
Wenn es da eine zweite Edition mit interessanterem Kampf geben würde, wäre dies das perfekte Spiel für mich.
Vollkommen egal ob in der Tinanenvariante oder nicht.
aktuelle Lieblingsspiele: Galaxy Trucker, Legenden von Andor, Saboteur 2

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Re: Neulich gespielt (2019)

Beitragvon Dee » 17. März 2019, 18:35

Escape Room – The Game Virtual Reality: Submarine zu viert: Ohne Chrone Decoder, aber mit App tauchen die Spieler in einer Unterwasserwelt in einem U-Boot ein. Klassisch hat man nur eine Stunde Zeit, ehe die Luft ausgeht. Neu ist die Einbettung eines zweiten Handys, welches in die vorgefertige Papphalterung gesteckt wird und so als 3D-Brille fungiert, was sehr gut funktioniert. Auch Brillenträger können sich das Gerät vor die Nase halten und sehen etwas. Über einen simplen Drückmechanismus kann man mit den Objekte in der VR interagieren. Die anderen Spieler schauen sich dafür Rätsel und Puzzle-Teil in der realen Welt an, die ganz normal auf Papier daherkommen. Sehr schön war, dass nicht nur ein Spieler in die VR hinabtauchte. Wir wechselten uns ab und plötzlich sah auch jemand anderes etwas Neues. Die Einbettung des Spiels in die VR war auch gut gemacht. Szenen veränderten sich mit jedem Erfolg und man konnte etwas anders interagieren. Ein, zwei Rätsel waren etwas zu einfach, aber es hat Spaß gemacht. Nach ca. 54 Minuten waren wir fertig. (Wertung: 8,0)

Escape Room – The Game Virtual Reality: Behind Enemy Lines zu viert: Und gleich danach verschlug es uns in einen abgestürzten Helikopter. Hier fand ich die Einbettung der VR nicht ganz so gut. Irgendwie änderte sich außer dem Wetter sehr wenig. Die Interaktion mit Gegenständen wirkte etwas langweilig. Einige Rätsel erschienen mir auch schwer bzw. nicht nachvollziehbar. Das Endrätsel war sehr knackig und man musste schon Einiges mit in die Überlegungen einbeziehen, um auf die Lösung zu kommen. Wir brauchten ca. 62 Minuten dafür, also ganz knapp verfehlt. Sehr schön ist, dass die VR-Spiele kein Grundspiel benötigen. Schade, dass die anderen Erweiterungen (Nicht-VR) nicht auch ohne Decoder, aber nur mit App spielbar sind. Dann hätten wir glatt bei einigen zugeschlagen, aber wir geben keine 35 Euro aus, nur um den Decoder aus dem Grundspiel zu holen, um dann noch eine Erweiterung dazu kaufen zu können. (Wertung: 7,5)

Scythe: Aufstieg der Fenris – Kampagne 6 zu viert: Wegen der Spoiler gleich in Tags:
► Text zeigen
Dennoch hat es Spaß gemacht, ich freue mich auf die nächste Partie. (Wertung: 8,0)

Dice Hospital zu viert: Auf der SPIEL 17 war das für mich das beste Spiel und bei der Spieleschmiede unterstützte ich das Projekt dann auch. Mit etwas Verspätung (Mai 2018 bestellt, März 2019 geliefert) kam das Spiel dann auch.

In dem Spiel lagern wir Patientenwürfel in unserem Hospital ein und in guter Worker-Placement-Manier setzen wir Ärzte-Figuren auf bestimmte Räume im Hospital, welche dann die Würfel schrittweise behandeln und vollends heilen können, was Siegpunkte bringt. In einer Kaufphase kann man sich neue Ärzte mit besonderen Fähigkeiten oder neue Räume mit besonderen Fähigkeiten kaufen. Clever spielt man, wenn man zum einen jede Runde alle Ärzte und alle Räume sinnvoll nutzen konnte – was nicht immer klappt. Vor allem alle Würfel sollte man behandeln, denn wenn nicht, verschlechtert sich der Zustand und ggf. sterben sie.

Ich finde das Spiel immer noch sehr gut. Auf der SPIEL 17 haben wir es aber nur angespielt und nach der erste Partie merke ich, dass das Spiel irgendwie nicht 8 Runden trägt. Es gibt keine Spannungskurve, sondern in der letzten Runde macht man das Gleiche wie in der ersten, nur eben mit mehr Ärzten, Räumen und Patienten. Es gibt noch ein bisschen Variation, die ich austesten muss.

Negativ fand ich. dass einige der Ärzte-Karten in der Anleitung nicht erklärt sind. Wir mussten diese rauslassen, weil wir nicht raten wollen, was die Eigenschaften sind. Und auch die Promos wurden wortlos dazu gelegt und erst im Nachhinein eine Mail als FAQ hinterhergeschoben. Das ginge auch besser. Vom Spiel selbst bin ich aber überzeugt. Ich werde es aber wohl nicht jede Woche spielen wollen. (Wertung: 7,5)

Ohanami zu zweit: Ein bisschen wie „The Game“ als Gegeneinander-Spiel. In Drafting-Marnier wählt jeder Spieler von 10 Karten mit Zahlwerten von 1 bis 120 zwei aus, legt sie aus etc. Karten dürfen in bis zu drei Reihen gelegt werden. Wichtig ist, dass man in jeder Reihe nur kleinere und größere Werte anlegen darf. Also nicht zwischen die 10 und die 27 die passende 19 schieben. Die Karten haben Farben und nach der ersten Runde werden nur die blauen Karten gewertet, in Runde 2 die blauen und grünen, dann in der letzten Runde blau, grün und grau und rosa. Die Strategie ist damit recht klar. Auf Langfristigkeit spielen bringt nicht sehr viel. Auch wenn graue Karten 7 Punkte bringen, holt man die 3 Punkte der blauen Karten bei drei Wertungen aber nicht wieder rein. Das heißt, welche Farben gesammelt werden mussten, war klar und sonst gab es auch nie das Problem, dass man Karten nicht anlegen konnte.

Ich hatte absichtlich einmal Karten dem Gegner vorenthalten und abgeworfen, was mir punktetechnisch aber einen enormen Nachteil brachte. Gegeneinander zu spielen, wird also eher bestraft. Besser ist es, wenn jeder vor sich hinspielt. Ich fand das sehr langweilig. Ggf. wird's mit mehr Spielern besser. (Wertung: 3,5)

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ErichZann
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Re: Neulich gespielt (2019)

Beitragvon ErichZann » 17. März 2019, 18:41

Seit langer Zeit mal wieder meine Ringkrieg Collectors Edition auf den Tisch gebracht, da wir es so lange nicht gespielt hatten ohne Erweiterungen. Was soll ich sagen, es wird viel gewürfelt, es ist glückslastig, fiddelig, hat unheimlich viele kleine Regeln, es gibt Gebiete auf dem Spielfeld wo sich in 2 Stunden nicht eine Figur bewegt weil es meistens keinen Sinn macht, es hat Fehler und Flaws...es ist nicht perfekt...aber es ist trotz allem mein Lieblingsspiel und meine einzige 10.00 bei BGG...es ist einfach wunderschön und episch.
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Re: Neulich gespielt (2019)

Beitragvon Maery » 23. März 2019, 22:19

Ich habe schon lange nicht mehr berichtet, was wir zuletzt gespielt haben und dementsprechend weiß ich schon gar nicht mehr alles.. Ich versuche aber mal die neuen Spiele und die bemerkenswerten Spielerfahrungen zu schildern.

Everdell
Dieses Spiel bleibt wirklich mit eins unserer Lieblingsspiele. Wir spielen es immer noch so gerne und mehrfach hintereinander und auch mit neuen Spielen wird es sehr gerne und oft gespielt. Bisher wollte dieses Spiel dann auch jeder nachkaufen, so toll fanden das alle. Dabei benutzen wir nicht einmal den Baum und haben ihn nur als Deko in unserem Brettspielregal stehen :D Seit neuestem spielen wir auch mit den drei Ragwort-Karten (und allgemein spielen wir zumindest zu zweit auch gerne mit den Legendary-Karten) und bis auf eine mögen wir sie recht gerne. Die eine mit dem Klauen ist nur relativ gemein, aber auch das funktioniert mit den richtigen Spielern sehr gut ;)

Top & Flop
Das Spiel haben wir schon sehr lange haben wollen, aber nicht zu dem normalen Preis, da wir solche Spiele nicht oft spielen. Aber diese Mischung aus Raten und Wissensspiel finde ich sehr gut, da mein Mann einfach ein enorm großes Allgemeinwissen hat bzw. auch sehr gut Dinge ableiten kann und ich bin gut im Raten :D So habe ich bei diesem Spiel dann auch direkt gewonnen, aber alle hatten wirklich Spaß und für eine Party-Runde ist es wirklich sehr gut.

Nyet
Sehr einfaches Stich-Spiel, was uns aufgrund der Entscheidung zu Beginn aber wirklich gut gefällt und auch anderen bisher wohl gefallen hat. Ist relativ schnell gespielt, hat aber nette Kniffe und eben das Entscheiden über die Stiche, die Aktionen und die Punkte sind sehr innovativ.

Great Western Trail - Grundspiel und/oder mit Erweiterung
Muss einfach erwähnt bleiben. Wir spielen dieses Spiel mit Everdell einfach weiterhin am meisten und ich finde immer noch die Erweiterung sehr gut. Wir spielen aber nicht immer damit, manchmal haben wir Lust drauf und manchmal nicht. Ist so gesehen eine schöne Variante um das Spiel auch einfach mal ein anderes Spielgefühl zu geben. Außerdem ist die Erweiterung sehr viel taktischer, sodass es auch noch einmal mehr Kniffe gibt.

Dinosaur Island + Erweiterung
Soo, jetzt kommen die "eher neuen" Erfahrungen. Habe zu der Erweiterung schon einmal was geschrieben, weil wir bei der Erscheinung direkt einmal gespielt haben und enttäuscht waren. Seitdem haben wir nicht mehr mit Erweiterung gespielt und haben es jetzt erst wieder versucht. Wir sind ehrlich gesagt immer noch der Meinung, dass die Erweiterungen teilweise sehr lieblos und unausbalanciert wirken. Jetzt haben wir aber noch einmal das Spiel analyisert und näher darauf geachtet und die persönlichen Zielkarten, die kleinen Parkerweiterungen und Arbeitererweiterungen sind teilweise schön thematisch, sodass das sogar endlich Spaß gemacht hat. Aber die Blue Prints, von denen ich mir viel erhofft habe, mögen wir gar nicht. Wir haben es auch mit Drafting probiert, aber leider passen die Blue Prints oft nicht zu anderen Zielen und man muss sich entscheiden. Da die Blue Prints extrem viele Punkte bringen, muss man sich quasi dafür entscheiden und man fühlt sich leider absolut gespielt. Wir werden ab jetzt nur noch ohne Blue Prints spielen. Und die Wasser-Dinos mögen wir leider auch gar nicht, denn diese sind eben auch absolut unbalanciert und niemand wählt diese freiwillig, da sie einfach extrem sind. Keine Ahnung, was die Leute sich dabei gedacht haben...

Dice Forge + Erweiterung
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Dice Forge hat uns erstaunlicherweise gut gefallen und wir haben dieses in letzter Zeit oft gespielt. Es ist ein wirklich nettes Familienspiel bzw. Einstiegsspiel in einen Spieleabend. Uns hat aber vor allem die Kartenauslage mit der Zeit gestört, da diese sich mit der Zeit ausgespielt hat. Als wir dann gehört haben, dass die Erweiterung zwei Varianten und noch zusätzliche Karten zum allgemeinen Reinmischen bietet, haben wir diese haben wollen. Leider hatten wir noch nicht so viel Zeit, aber wir haben schon öfter die Spielvarianten genutzt und so die neuen Karten kennen gelernt.
In der einen Spielvariante hat man als Startwürfelseite ein Laufsymbol. Mit diesem kann man durch ein Labyrinth laufen und so Boni erlangen. Dabei kann man taktisch vorangehen und auch weitere Siegpunkte erlangen, wenn man bis zum Ende kommt. Ein besonderer Bonus ist auch ein neuer geprägter Würfel mit super Bonus-Seiten. Dieser Würfel kann durch Karten geworfen werden, durch Labyrintboni oder wenn man zwei verschieden farbige Laufsymbole gleichzeitig würfelt. D.h. in dieser Variante kriegt man viel mehr Ressourcen und es gibt mehr Möglichkeiten, die man verfolgen kann. Auch Rückwärtslaufen ist möglich, wodurch man erneut die Boni erlangen kann.
In der anderen Spielvariante kommen ein neues Spielbrett mit einer Titanen und Götterleiste und neue Ressourcen ins Spiel, bzw. eine Ressource zum Spielertableu und eine noch zusätzlich als Würfelsymbol. Diese Ressource des Spielertableus ist im Endeffekt ein Joker für die Sonnen- und Mondsplitter, denn man kann diese für beides einsetzen. Klingt also super, doch beim Würfeln dieser Ressource muss man auf dem neuen Brett in Richtung der Titanen gehen, da man böse Mächte nutzt. Dort möchte man am Ende des Spiels nicht sein, denn dort gibt es Minuspunkte. Um aus dieser Titanenecke heraus zu kommen, benötigt man die andere Ressource, die allein zum Bewegen in die Götterrichtung gedacht ist und sonst keinen Effekt hat. Denn am Ende sind diejenigen mit der höchsten Gunst bei den Göttern auch diejenigen, die viele Siegpunkte bekommen. Neben diesem Laufen auf der Leiste, um am Ende gut dastehen zu können, gibt es noch dauerhafte Effekte, die man je nach Ort bekommt. So kriegt man nahe der Götter jedes mal beim Bekommen von Geld noch mehr Geld und Siegpunkte usw. Man muss sich also für eine Richtung entscheiden! Natürlich kann man auch hier die anderen Spieler ärgern und in die Titanen-Richtung schicken.
Insgesamt sind die Spielvarianten sehr abwechslungsreich und ein wenig taktischer, sodass das Spiel dadurch im leichten Kennerspiel-Niveau gerutscht ist. Auch das Material ist weiterhin top und schon daher ist die Erweiterung gelungen. Solche Produkte mit durchdachten Inlays, super Preis-Leitungs-Verhältnis muss ich einfach loben!
Uns machen die Erweiterungen Spaß, wobei wir lieber die Wettrennvariante mögen.

Quacksalber von Quedlinburg + Erweiterung
Oh man, was soll ich dazu sagen. Also wir waren totale Quacksalber Fans und haben dieses Spiel allen empfohlen. Als die Erweiterung vorbestellbar war, haben wir sie auch direkt bestellt und uns wirklich drauf gefreut. Dann kamen aber schon die ersten Meldungen über die Änderungen zur ersten Grundspielvariante und als wir das dann persönlich erleben konnten, hat für uns der Horror begonnen. Wer sagt, dass er den Unterschied nicht spürt, hat überhaupt kein Gefühl in den Fingern, denn das ist wirklich ein krasser Unterschied! In der ersten Variante sind die Zutaten glatt und mit einer glänzenden Schicht überzogen und in der Erweiterung ist es matt und rau. Und bei einem Spiel, wo man zufällig Zutaten zieht, ist das einfach ein No-Go! Dazu kommen noch die optischen Unterschiede wie die anderen Stoffbeutel, die in der neuen Version viel besser sind und die farblichen Tränke und Spielersteine. Auch hier alles in den unterschiedlichen matten bzw. glänzenden Looks...
Naja, wir mochten zu dem Zeitpunkt aber noch Quacksalber, haben Schmidt-Spiele angeschrieben und nur eine nichtssagende Antwort bekommen. Also haben wir relativ billig die neue Variante des Glücksspiels bekommen (bzw. relativ gesehen bedeutet 20 € für ein Spiel, was wir schon haben... :s ) Naja, dies hat nun endlich die gleichen Oberflächen und wir haben nun auch einheitlich die Looks der Tränke, Beutel und Spielersteine. Soweit also so gut.
Aber die Qualität ist dermaßen schlecht, das dies einfach eine Frechheit ist. Die Zutaten und Kessel sind teilweise falsch gestanzt, man hat weiße Ränder und es wurden einfach ohne Grund die Anzahl der Zutaten verändert. Dies wirkt absolut lieblos. Auch hier haben wir uns bei Schmidt Spiele gemeldet und noch nichts gehört. Seitdem haben wir die Erweiterung einmal gespielt, denn uns ist dadurch echt die Lust am Spiel vergangen.. Die neuen Zutatenbücher und Hexen sind nette Ideen und die Hexen machen das Spiel viel leichter, sodass der Glücksfaktor ein wenig ausgeglichen werden kann. Ist also prinzipiell ganz nett, aber für uns hat die Erweiterung nun leider den Spielspaß genommen und ich hoffe wirklich, das kommt wieder und wir kriegen endlich eine Meldung von Schmidt-Spiele!
Andere Verläge machen mit Qualitätsprodukten Werbung, schicken 5 mal Ersatzteile zu, weil es einfach beim Transport immer kaputt ging usw. Da ist das absolut enttäuschend.

Flügelschlag
Flügelschlag.jpg
Flügelschlag.jpg (610.16 KiB) 105 mal betrachtet

Der Hype hat uns auch erwischt, denn wir haben dieses Spiel auch schon vor Monaten vorbestellt und seit Erhalt mehrfach gespielt. Wir wollten es vor allem optisch haben, denn mein Mann findet das Spiel durch die Vögelthematik sehr ansprechend und entspannend und wir erhoffen uns, dass es auch andere Nichtspieler anspricht, die unsere bisherigen Spiele zu abgedreht finden.
Naja, wir haben es eben schon öfter gespielt und wir finden es ganz nett. In unseren Augen hat es durch die Qualität und das gute Preis-Leistungs-Verhältnis großes Potenzial zum Kennerspiel des Jahres, auch wenn es in unseren Augen ein sehr seichtes Kennerspiel ist. Steht bei uns im Schrank über Dice Forge, Azul und Quacksalber (alles seichte Einstiegsspiele, die wir gerne zu Beginn spielen oder mal gespielt haben (QvQ)). Und wenn man dieses Niveau haben möchte, dann kann das Spiel gefallen.
Es wird ja auch oft mit Terraforming Mars, Gizmos oder Everdell verglichen und das passt in unseren Augen höchstens durch die Mechanik. Aber sonst sind die Spiele (Gizmos haben wir persönlich aber nicht gespielt) nicht vergleichbar. Die Karten bei Flügelschlag sind zwar angeblich alle einzigartig, aber im Vergleich zu Terraforming Mars sind hier viele Karten durch die Effekte ähnlich und identisch. Geht dadurch dann eher in Everdell Richtung, aber das ist eben durch das Spielprinzip und die ganzen Ketteneffekte viel tiefsinniger und geht dann doch in eine andere Richtung.
Das aber nur als Beispiel um zu zeigen, dass die Vergleiche eben nicht funktionieren und man daher auch nicht solche Spiele erwarten sollte.
Flügelschlag bietet aber trotz eher leichtem Niveau eindeutig Vorteile, die das Behalten in der Sammlung rechtfertigen. So ist das Spiel zeitlich sehr schnell gespielt und man hat festgelegte Runden, nach denen auch jeder fertig ist. Die vielen identischen Karteneffekte lassen Vorüberlegungen und auch gewisse Strategien zu, die man aber so natürlich durch das Glückselement nicht verfolgen kann und so jede Partie anders spielt. Auch das Anlegen und die begrenzten Aktionen (es gibt eigentlich nur 4 Aktionen: Karten ausspielen, ziehen, Ressourcen bekommen und Eier legen) sind zwar an sich simpel, aber durch das Verbessern dieser Aktionen durch die Vögel hat man schöne Kettenzüge, die aber trotzdem simpel sind. Wir haben es bisher nur zu zweit gespielt, aber an sich sollte es auch gut mit mehreren Spielen gehen und wir denken, dass es auch sehr einfach zu erklären ist. Denn hier lernt man einfach beim Spielen mit und die Kettenzüge wiederholen sich ja immer, sodass jeder das Prinzip schnell verstehen sollte.

Also noch einmal knapp: Wir mögen es, ist ein nettes und seichtes Spiel was dadurch auf öfter auf dem Tisch landet, allerdings ist es jetzt auch nicht nervenaufreibend und nimmt uns lange nicht so mit wie Everdell, Terraforming Mars oder Great Western Trail, wird also kein Liebling.

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Re: Neulich gespielt (2019)

Beitragvon Dee » 24. März 2019, 08:54

Schöner, langer Bericht. Danke, Maery.

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Re: Neulich gespielt (2019)

Beitragvon Dee » 24. März 2019, 14:10

Exit - Der versunkene Schatz zu viert: Auf Einsteiger-Niveau präsentiert sich das Spiel sehr linear, sehr einfach und wie bei fast allen Exit-Spielen sehr technisch und stimmungslos. es ist einfach schade, dass ich in dem versunkenen Schiff der Santa Maria, welche seit 500 Jahren auf Grund liegt, eine alte Truhe findet (die noch nicht vermodert ist?) und wenn ich ihr kompliziertes Schloss öffne, darin ... drei Rätselkarten finde. Das ist ein echter Stimmungskiller und man hätte auch im Weltraum, im Nacht-Cafe oder eine Bowlingbahn diese Kiste öffnen können.

Die Rätsel waren sehr simpel. Am meisten Zeit brauchten wir für das Vorlesen der Texte oder für das Übersetzen eines Codes. Das Lösungsschema hatten wir bei fast jedem Rätsel innerhalb weniger Sekunden erkannt. Das war etwas schade, denn auch hier spielt das Thema wieder nicht mit. Wenn von Bedrohung und Sauerstoffmangel und Notlage geredet wird und die Uhr gerade einmal 17 Minuten anzeigt und man insgesamt eine Stunde hat.

So schafften wir das Spiel in ca. 50 Minuten ohne Hilfekarte. Die Einsteiger-Levels sind vielleicht wirklich nichts mehr für uns. Und nach wie vor sind die Exit-Spiele von Kosmos sehr leblos und existieren nur um der Rätsels Willen, aber nicht weil es logisch wäre. (Wertung: 6,5)

Rescue the Polar Bears zu viert: Als Einsteiger-Koop-Spiel für zwei andere Andor-Spieler echt gut geeignet. Vor allem der Knuddelfaktor gewinnt hier. „Wir müssen in dem Spiel die süßen Eisbären retten?“ – „Jein. Das müssen wir, um nicht zu verlieren. Aber hauptsächlich müssen wir 20 Datenpunkte sammeln, um die Welt davon zu überzeugen, dass die Klimaerwärmung real ist.” – „Aber wir müssen dabei Eisbären retten, oder?“ ... Und so retteten wir fast alle Eisbären, bevor Ihnen das Eis unter den Füßen wegschmolz. Drei mussten nach Hause schwimmen, aber dank Helikopter konnten wir auch die retten. Die unterschiedlichen Fähigkeiten der Schiffe wurden gut eingesetzt, wir stimmten uns auch super ab. Und gewannen so ganz gut. Ein bisschen schwieriger hätte es ruhig sein können. Das werden wir beim nächsten Mal versuchen. :) (Wertung: 8,5)

Scrabble Pocket zu viert: Jeder hat X Handkarten mit Buchstaben. In der Mitte liegt ein vierbuchstabiges Wort. Ziel ist es, durch Ersetzen nur einer Karte, neue Wörter zu bilden und so möglichst schnell alle Karten loszuwerden. Langweilig ist es, wenn man mit "*ein" anfängt, dann im Deutschen passt an die erste Stelle viel zu viel. Daher haben wir die Hausregel eingeführt, dass kein Wort zweimal in einer Runde vorkommen darf. Das macht etwas schwieriger, aber auch interessant, weil nicht das fünfte "Sein" gelegt wird. Ist ganz nett für Zwischendurch. (Wertung: 6,5)

Jungle Speed zu viert: Mustererkennung und Geschwindigkeit sind zwei Dinge, in deren Kombination ich nicht gut bin. Umso seltsamer, dass ich gewann. Es gab einige lustige Situationen, bei der man nach dem Totem greift, nochmal gegenscheckt, noch näher zum Totem geht, nochmal gegencheckt, dann zugreift – und feststellt, dass irgendwas doch nicht identisch war. Und genügend blaue Finger und leichte Abschürfungen gab es auch. Sehr witzig und unterhaltsam für eine Runde. (Wertung: 8,0)


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