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Ersteindruck Mythotopia von Martin Wallace

Kritiken und Rezensionen: Wie ist Spiel XY?
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Marc Gallus
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Ersteindruck Mythotopia von Martin Wallace

Beitragvon Marc Gallus » 4. März 2019, 08:33

Lang ist´s her...2014 um genau zu sein, da hat Martin Wallace seinen "A few Acres of Snow" Nachfolger "Mythotopia" veröffentlicht. Das Spiel wurde in den Foren meistens zerrissen, vor allem wegen dem möglichen zähen Spielende.

Gestern abend haben wir zu viert das Spiel ausprobiert und waren sehr angetan vom Spiel. Wirklich? Yes, denn das Spiel bietet doch eine Menge Spieltiefe und Variation. Zunächst einmal verlief das Spiel in den ersten Runden recht langsam, da die möglichen Aktionen uns erschlagen haben. Die mussten erstmal verinnerlicht werden. Dann hatten wir noch keinen richtigen Plan davon, welche ausliegenden Deckkarten sich zu kaufen lohnt, und vor allem, welche Kombinationen sinnvoll sind und für welche Spielstrategie sie geeignet sind. Ebenso wichtig sind die Siegpunktekarten. Da sollte man direkt zu Spielbeginn ein Auge drauf haben und seine Spielweise auf diese ausrichten. Kurzum: Martin Wallace hat uns zu Spielbeginn ebenso fasziniert wie überfordert. Aber im Laufe des Spiels wurden uns die Karten und Möglichkeiten immer klarer, so dass wir im zweiten Teil des Spiels einen recht flüssigen Spielablauf hatten und das Spiel genießen konnten. Tolles Spielgefühl:-)

Da ich es besonders gut verstand, die hohen Siegpunkte von den Siegpunktekarten zu ergattern, konnte ich dann auch das Spielende einläuten. Und wisst ihr was? Es zog sich nix. Das war ein angenehmes Spielgefühl und schönes Spielende.

Jetzt stellt sich mir die Frage, ob sich bei vier gleich starken und erfolgreichen Spielern eine Pattsituation ergeben kann, so dass das Spielende gefühlt ewig dauert. Meiner Ansicht nach, muss man für ein erfolgreiches Spiel sein Deck optimieren, was bedeutet, dass nicht alle 4 auf Armeen gehen können. Ergo können vielleicht 1-2 Mitspieler ein Territorium angreifen, was aber auch geeignete Karten auf der Hand voraussetzt sowie Armeen in seinem Pool. Irgendwie erscheint mir dieses "zähe" Ende nicht plausibel genug, um das Spielende zu verteufeln. Die Möglichkeiten, Siegpunkte zu machen und die Gestaltung des eigenen Decks bietet so viel Freiräume, das Spielende gut und erfolgreich zu planen. Vielleicht irre ich mich, aber nach nur einer (schönen) Partie sehe ich diese Problematik (noch) nicht.

Wir alle freuen uns auf die nächste Partie und sind schon gespannt. Meines Erachtens hat Martin Wallace hier zurecht ein richtig gutes Spiel vorgelegt, wenn auch ohne richtiges Thema. Und zum Abschluss: Die Regeln in deutsch waren klar und eindeutig. Sehr angenehm:) 7-8 Spielboxpunkte von uns bisher. Könnte aber auch noch mehr werden,-)

Gruß
Marc
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