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Holoprojektoren, 3D-Drucker, Virtual Reality: Wie spielen wir in Zukunft?

Allgemeine Spiele-Themen
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Harry2017
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Holoprojektoren, 3D-Drucker, Virtual Reality: Wie spielen wir in Zukunft?

Beitragvon Harry2017 » 9. Februar 2016, 15:29

Schlaflos gestern Abend habe ich mir mal Gedanken über den Spielebereich analog zum technischen Fortschritt in den nächsten 5 - 20 Jahren...

Auch wenn viele appgestützten Spiele noch oft Experimente sind, so gibt es doch jetzt bereits einige Versuche die technischen Errungenschaften auf die Brettspielwelt anzuwenden - Derzeit noch oft verpöhnt und auch oft mehr schlecht als recht, aber Werwölfe Vollmondnacht oder die Alchemisten zeigen doch das es auch eine sinnvolle Integration / Synergie zwischen den 2 Welten geben kann.

Wo wird die Reise hingehen? Die nächsten großen Neuerungen der nächsten 5-20 Jahre werden wohl Touchscreentische, Holoprojektoren, 3D Drucker und Virtual Realitybrillen (Morpheus/PS VR/Hololens) sein - Das wird höchstwahrscheinlich auch in der Brettspielwelt einkehren.

Spielehersteller könnten Drucklizenzen für Spielmaterial verkaufen - Dann wird höchstens noch ein Spielbrett benötigt. Oder auch nicht, denn Touchscreentische könnten das herkömmliche Spielbrett ersetzen. Dungeons könnten holografisch in 3d erscheinen....es gibt eigentlich schier unbegrenzte Möglichkeiten.

Ich weiss einige sind skeptisch - Gibt auch genug Negativbeispiele und Probleme ( Unterschiedliche Systeme, Smarthphonesoftwareversionen usw) was ja letztendlich zb auch gerade bei Golem Arcana anscheinend Probleme macht - Trotzdem stehen wir da erst am Anfang...

Ich weiss, viele stehen der Sache skeptisch gegenüber, aber der Vorteil das eine App die Regeln kennt und sofort eine unstreitbare Aussage über beispielsweise Sichtlinie / Regelkonformität usw geben kann, liegen auf der Hand. Auch lassen sich so Fernspiele einfacher und schöner realisieren.

Eine reine Ipadumsetzung spiele ich zb nicht so gerne, ich brauche etwas haptisches wie Figuren und Karten - Aber eine Mischung aus flexibel dargestelltes Spielbrett / Holospiellandschaft mit integriertem Regelwerk und haptischem oldschool Material könnte mir bei richtiger Ausarbeitung durchaus gefallen.

Ganz interessant ist zb so etwas wie das epawn hier:

http://youtu.be/wcqKR1OihSY

Bzw.

http://youtu.be/r8L5rLZuexQ
Zuletzt geändert von Harry2017 am 9. Februar 2016, 15:34, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Das Spielen der Zukunft...3d Drucker? Holo?

Beitragvon Harry2017 » 9. Februar 2016, 15:31

P.S. Habs meiner Freundin gerade gezeigt: Findet se unromantisch :-) Regeln zur Sichtlinie will sie aber auch nicht selbstständig lernen, eine Crux :D

Selbst Schuld, so hätte ich viel weniger Spielekartons hier rumfliegen :-)

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BGBandit
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Re: Das Spielen der Zukunft...3d Drucker? Holo?

Beitragvon BGBandit » 10. Februar 2016, 00:10

Ich kann es kaum erwarten, weil ich mir gerade für meine favorisierten Spiele-Genres nichts Bessers vorstellen kann: unendliche Dungeons mit Spieleffekten, automatische Regelerkennung (Sichtlinie, Bewegungsfelder etc.), keine unzähligen Marker, kein Overlord mehr ...

Auf gewisse reale Dinge möchte ich dabei aber nicht verzichten: bei einem Spiel, wo ich verschiedene Karten/Gegenstände usw. miteinander kombinieren kann, möchte ich das schon in meiner Hand oder in meinem Spielerbereich tun.

Aber wie viel Platz würde man allein auf dem Tisch sparen, wenn der Dungeon nicht mehr mit Papp-Tiles ausgelegt werden müsste?

Man könnte das Ding wesentlich platzsparender transportieren, wenn man zu Spieltreffen fahren würde und bräuchte nicht mehr X Schachteln rumschleppen.

Ich sehe da durchaus viele Vorteile, die aber natürlich nicht zu allen Genres passen. Ein Kartenspiel ist ein Kartenspiel und muss auch eins bleiben. Mikado digital? geht natürlich nicht. Eurogames? Hmm bin mir nicht ganz sicher, ob das nötig wäre. Aber gerade im Bereich Ameritrash garantiert der Knaller

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Harry2017
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Re: Das Spielen der Zukunft...3d Drucker? Holo?

Beitragvon Harry2017 » 10. Februar 2016, 07:47

Sehe ich genauso - Was zum Greifen brauche ich immer, die Schachfiguren in Star Wars Episode IV wären mir zuwenig. Ich könnte mir da aber als Mittelweg gut ein "Klötzchen" vorstellen, das händisch bewegt werden kann und um den die eigentliche Figur drumherum projeziert wird :-) So können Figuren auch Aktionen in Bewegung darstellen, ein Drache z.B Feuerspeien.

Ein super Beispiel für sowas - Es kann bis Minute 2:30 gespult werden:
http://youtu.be/xgakdcEzVwg

Dieses ePawn geht in Sachen Dungeoncrawl schon in die richtige Richtung...da ist aber noch viel Luft nach oben.

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Greifwin
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Re: Das Spielen der Zukunft...3d Drucker? Holo?

Beitragvon Greifwin » 10. Februar 2016, 10:46

Hm wäre für mich grade so überhaupt nichts und ich hoffe beim Großteil wird dieser Schritt auf lange Sicht auch nicht kommen. Brettspiele haben für mich auch einfach so einen gewissen "altmodischen" Touch, der den Reiz ausmacht. Da würde mir also, grade im Hinblick auf Holos etc., einiges Fehlen und vor allem wohl auch die Lust weiter hinterher zu bleiben.
Wenn ich Bock auf sowas habe, denn nehm ich gleich nen Highend Rechner, passende VR-Ausrüstung und such mir dann ne digitale Umsetzung oder ähnliches. Aber vll. bin ich da auch auch altmodisch. ^^

Spannend finde ich hingegen die Thematik der 3D-Drucker. Allerdings auch mehr im Bereich der Lizenzgebung bzw. Verwertung. Es gibt hier relativ viele, alte Lizenzen die man erwerben und wiederbeleben/ausbauen kann. Mein bester Kumpel ist da grade sehr umtriebig, hat in den vergangenen Monaten schon mit Zeichentisch/Tablets und CAD aufgerüstet und sucht aktuell noch nach dem passendem Druckequipment. Mal sehen wo die Reise noch hingehen wird. Pläne klingen auf alle Fälle sehr spannend. :)

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Harry2017
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Re: Das Spielen der Zukunft...3d Drucker? Holo?

Beitragvon Harry2017 » 10. Februar 2016, 11:08

Da werden sich im Bereich Spielzeug / Lego ganz neue Möglichkeiten aufzeigen - Inklusive leider auch problematischer Lizenz - Raubkopiedrucke...

Diesen "altmodischen" heimeligen Charme der Brettspiele mag ich natürlich auch, aber bei Spielen wie Runewars oder Descent wird die Einstiegshürde massiv durch die Regelkenntnisse der Computer gesenkt....das ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil, um mehr Leute für so etwas zu begeistern.

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Thygra
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Re: Das Spielen der Zukunft...3d Drucker? Holo?

Beitragvon Thygra » 10. Februar 2016, 13:41

Ich stelle mir gerade vor, wie man bei einem Dungeon Crawler irgendeine Aktion tätigt, die ein Monster weckt, man aber noch keine Ahnung hat, wie das Ding aussieht, weil erst jetzt der 3D-Drucker anspringt und ein paar Minuten später das Monster ausspuckt ... :)
André Bronswijk
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(u. a. für Pegasus Spiele tätig)

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Re: Das Spielen der Zukunft...3d Drucker? Holo?

Beitragvon BGBandit » 10. Februar 2016, 14:07

75 Jahre weiter kommt das Ding dann als Holo oder Zell-Reproduktion direkt aus deinem Schlafzimmer gesprungen ...

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Greifwin
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Re: Das Spielen der Zukunft...3d Drucker? Holo?

Beitragvon Greifwin » 10. Februar 2016, 14:21

BGBandit hat geschrieben:75 Jahre weiter kommt das Ding dann als Holo oder Zell-Reproduktion direkt aus deinem Schlafzimmer gesprungen ...


Genau deswegen bleib ich dann bei "altmodischen" Varianten. Sonst bekommt "wir schnetzeln uns eine Runde durch Zombicide" ne neue Bedeutung. Grade bei letzterer Variante. :D

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BGBandit
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Re: Das Spielen der Zukunft...3d Drucker? Holo?

Beitragvon BGBandit » 10. Februar 2016, 16:23

Man muss sich einfach mal überlegen, was GENAU einem an den "altmodischen" Spielen so gefällt. Das ist mit aller Wahrscheinlichkeit nicht die Retro-Grafik, sonst wären die Grafiker heutzutage nicht die wichtigsten MItarbeiter an einem Spiel.

Der eigentliche Unterschied zwischen analogem und digitalem Spiel ist doch die Tatsache, dass man bei analogen Spielen für gewöhnlich mit anderen Menschen in geselliger Runde an einem Tisch sitzt, sich unterhält und sich in aller Ruhe Taktiken und Strategien überlegen kann. Man muss nicht in Bruchteilen von Sekunden "reagieren", sondern kann (mehr oder weniger) in aller Gemütlichkeit "agieren".

Man kann versuchen, hin und herschieben, ausprobieren, machen und tun... man kann Material in die Hand nehmen und umsortieren...

All diese Dinge machen ja ein Brettspiel aus. Aber es gibt z.B auch viele Dinge, die Brettspieler nerven. Beispielsweise kann ich mich an einen Beitrag hier und auf Boardgamejunkeis erinnern, wo es um Brettspiele mit viel Material geht. Viele Spieler mögen es überhaupt nicht, vor dem Spiel erstmal 30 Minuten Marker zu sortieren etc. pp. und viele Spieler ärgern sich auch, wenn sie das aufgebaute Spiel nicht auf den Wohnzimmertisch bekommen. Und viele Spieler schrecken auch vor Regelmonstern zurück.

Im Prinzip geht es doch bei dieser Frage eher darum, das Feeling des analogen Spiels zu erhalten (Sachen zum Anfassen, das freie Agieren statt zu reagieren, die Geselligkeit usw.) und die nervigen Seiten des analogen Spiels zu minimieren, bzw. das analoge Spielgefühl auch anderweitig zu unterstützen. Niemals kann es darum gehen, das analoge Spiel einfach komplett zu digitalisieren. Dann kann man auch die Konsole anschmeissen, ganz klar

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Sascha 36

Re: Das Spielen der Zukunft...3d Drucker? Holo?

Beitragvon Sascha 36 » 10. Februar 2016, 16:36

Für mich ging es in dem Bericht bei den Boardgamejunkies einfach ganz stark darum das ich diese Vielszahl an Markern und Plättchen nicht brauche um ein tolles Spielerlebnis zu haben.
Ich brauch keine Figuren, ich brauch nur wenig Marker und all das bekommt man zB bei einem Spiel wie Through the ages. Für mich liegt da die bessere Lösung bei Leisten und Produktionsrädern die alles nachhalten können.
Das Hauptspiel wird dann über Karten gesteuert. Jegliche Technik am Spieltisch wird so unnütz und bei angeschlossenen 3 Druckern bin ich eh raus.
Abgesehen davon macht Brettspiel für mich nicht aus das ich was hin und her schieben kann bzw in die Hand nehme. War noch nie der Grund ein Brettspiel zu spielen, für mich ist es eher das was auf der gedanklichen Ebene passiert bzw das Thema was mich gerade fesselt ode ein abstrakter Mechanismus der zu begeistern weiß. Die kommunikative bzw die soziale Aktion spielt natürlich auch eine Rolle.

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Greifwin
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Re: Das Spielen der Zukunft...3d Drucker? Holo?

Beitragvon Greifwin » 10. Februar 2016, 17:00

Guter Punkt, Sascha. Und selbst wenn unzählige Marker dabei sind lässt sich ein ewig langer Aufbau auch vermeiden. Sei es mit passenden Feritglösungen a lá Sortierkästen oder z.B. selbst gebauten Inlays, was für mich auch zu einem großen Teil des Hobbys geworden ist und mir ebenfalls fehlen würde.
Natürlich ist mir klar, daß nicht jeder auf sowas Lust hat und statt dessen einfach auspacken und spielen möchte. Leute sind halt verschieden und denen sei die mögliche Weiterentwicklung auch mehr als gegönnt. Aber wenn ich es mir aussuchen könnte, sollte (für mich) alles so bleiben wie es ist. Brettspielen ist eben auch ein "Erlebnis für die Sinne". Haptik, Optik, sogar Olfaktorik spielt da ne Rolle. Aus selbigen Grund habe ich "richtige" Bücher im Regal stehen und keinen eReader,

Und Thema Regelmonster... ist natürlich ein guter Punkt. Aber auf der anderen Seite, machen die Regeln, das reindenken, verstehen, taktieren etc. pp. nicht auch einen großen Teil eines guten Spielerlebnisses aus? Die Frage wäre in wie weit man das mit einer digitalisierung/modernisierung herausnehmen würde und was dann fehlt, wenn irgendwas diesen Teil für einen übernimmt?
Um da z.B. wieder den Bogen auf die Videospiele zu schlagen schmeiß ich mal das Stichwort Casualisierung in den Raum. Alles einfacher, alles gestreamlinedter für ein immer ähnlicher werdendes Spielerlebnis für die breite Masse... Ich spiele heutzutage immer noch liebend gerne am PC oder der Konsole, und es gibt immer noch viele gute Titel, aber vieles kann man von der (inhaltlichen) Qualität einfach nicht mehr mit früher vergleichen. Man kennt nahezu alles in irgendeiner Form und nur das Grafikgerüst ist neu - jetzt mal ein wenig übertrieben. Aber nicht umsonst gibt es hier auch wieder so einen Retroflash in letzter Zeit behaupte ich mal.

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BGBandit
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Re: Das Spielen der Zukunft...3d Drucker? Holo?

Beitragvon BGBandit » 10. Februar 2016, 17:11

Ok der Artikel von den Boardgamejunkies war vllt. ein schlechtes Beispiel, aber folgender Punkt von Sascha

...für mich ist es eher das was auf der gedanklichen Ebene passiert bzw das Thema was mich gerade fesselt ode ein abstrakter Mechanismus der zu begeistern weiß. Die kommunikative bzw die soziale Aktion spielt natürlich auch eine Rolle.


zeigt ja genau das, was ich meine: nur weil etwas digital unterstützt wird, muss das ja nicht wegfallen.

Ansonsten habe ich ja nicht nur geschrieben, dass analoges Spielen=Anfassen des Spielmaterials bedeutet. Ist ja nur ein Teil davon

Sascha 36

Re: Das Spielen der Zukunft...3d Drucker? Holo?

Beitragvon Sascha 36 » 10. Februar 2016, 17:27

Habt ihr alle Videospiele früher gespielt, ich hab mein letztes Konsolenspiel vielleicht vor 5 oder 6 Jahren gespielt.
Ich hab null Beziehung zu Videospielen, Computerspielen etc und genau deshalb mag ich Brettspiele ja auch so gerne, Auszeit von Technik etc und angenommen alles würde sich so verändern wie Harry es in seinen Boardgametales of Horror erzählt, würde ich wahrscheinlich bei meinen alten Spielen bleiben und neuere Spiele wohl nicht mehr spielen.

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Rei
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Re: Das Spielen der Zukunft...3d Drucker? Holo?

Beitragvon Rei » 10. Februar 2016, 17:33

All die oben aufgezählten Dinge bedingen eins. Man braucht zusätzlich was zum Brettspiel. Als Nischenprodukt innerhalb der Brettspiele sicherlich vorstellbar, aber ich glaube kaum, dass deswegen Brettspiele aussterben. Es wird eher was neues sein. So wie Computer- und Videospiele mal was neues war und trotzdem hat es Brettspiele nicht verdrängt.

3D Drucker sehe ich allerdings sehr unkritisch. Schon heute könnte man genug (gute) Brettspiele sich einfach ausdrucken. Vom Zeitaufwand und den Kosten rentiert es sich aber meistens doch nicht. Es wird ja eher genutzt, um ein Spiel zu testen.

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Harry2017
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Re: Das Spielen der Zukunft...3d Drucker? Holo?

Beitragvon Harry2017 » 10. Februar 2016, 18:30

Nicht jeder Aspekt der Digitalisierung würde mir selbst gefallen - muss ich zugeben. Die Kiste zu öffnen und das Material eines dicken Kartons zum ersten Mal zu erblicken und auszustanzen hat ja schon was :-) Diese Casualisierung hat natürlich auch zahlreiche Nachteile und vieles wird in diesem Zuge (bereits jetzt schon) oberflächlicher und charmeloser (Nicht Schamloser :D )

Aber andererseits glaube ich nicht das meine Enkel (meine Tochter ist erst 6 Monate, also das wird noch etwas dauern) auch nur ein Brettspiel (höchstens mit dem Opa) ganz normal mit Freunden spielen werden - Sie werden auch kein Buch mit Papier lesen - Ausser in Szenen für irgendwelche Nischenprodukte für Liebhaber wie aktuell Schallplatten...

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Artikel über Werewolves Within von Ubisoft

Beitragvon zuspieler » 17. März 2016, 06:38

Mehr zu dem Thema Virtual Reality erfahren Interessierte in dem Artikel "Brettspiel in Virtual Reality - Werewolves Within von Ubisoft".

vrodo.de hat geschrieben:Ubisoft arbeitet gemeinsam mit Red Storm Entertainment an dem Social-VR-Spiel “Werewolves Within”. Ziel ist es, die Atmosphäre eines realen Gesellschaftsspiels in die virtuelle Welt zu übertragen. [...]

Den kompletten Text findet ihr unter https://vrodo.de/brettspiel-in-virtual- ... on-ubisoft.

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Love Letter auf AltspaceVR

Beitragvon zuspieler » 12. Mai 2016, 22:25

Wer möchte, kann demnächst Love Letter im virtuellen Raum spielen, genauer gesagt auf AltspaceVR.

AlspaceVR hat geschrieben:Join us for the launch of the Alderac Entertainment Group's Love Letter in VR!

About the game; All of the eligible young men (and many of the not-so-young) seek to woo the princess of Tempest. Unfortunately, she has locked herself in the palace, and you must rely on others to bring your romantic letters to her. Will yours reach her first? Love Letter is a game of risk, deduction, and luck for 2 to 4 players. Your goal is to get your love letter into Princess Annette's hands while deflecting the letters from competing suitors. From a deck with only sixteen cards, each player starts with only one card in hand; one card is removed from play. On a turn, you draw one card, and play one card, trying to expose others and knock them from the game. Powerful cards lead to early gains, but make you a target. Rely on weaker cards for too long, however, and your letter may be tossed in the fire.

Mehr Informationen unter https://account.altvr.com/events/412151297806958681. Weitere Termine unter https://account.altvr.com/events/featured.

Anscheinend sollen demnächst noch weitere Spiele auf AltspaceVR folgen. Das lässt sich zumindest aus einer Facebook-Mitteilung von Alderac Entertainment Group (AEG) schließen.

AEG hat geschrieben:This is one of the really cool things we were able to take part in this year. AltSpace is an awesome VR environment where people can hang out and play games, and Love Letter is among the first! Even if you don't have a VR headset, you can still download an application to your desktop and play that way.

Und tatsächlich. Wer durch den Veranstaltungskalender blättert, entdeckt auch Termine für Boss Monster, siehe https://account.altvr.com/events/370555050788913917.

Ralf Arnemann
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Re: Holoprojektoren, 3D-Drucker, Virtual Reality: Wie spielen wir in Zukunft?

Beitragvon Ralf Arnemann » 13. Mai 2016, 12:00

Ich bin da skeptisch.
Über 3D-Drucker haben wir ja erst vor einigen Wochen diskutiert, und da kam m. E. nicht viel raus zu echten Einsatzmöglichkeiten. Für die VR-Sachen gilt es wahrscheinlich noch mehr. Da wird auch seit Jahren immer wieder ein großer Hype gemacht, aber in der Realität ist nichts davon angekommen.

Irgendwie scheint es ziemlich schwierig zu sein, Brettspiele mit Technik zu verknüpfen. Was gab es da in den letzten 20 Jahren alles an Versuchen - eigentlich alles Flops.
Die einzige Ausnahme könnte "Elixier" sein, das Spiel funktioniert offenbar auch sehr gut, und scheint trotzdem keine große Verbreitung gefunden zu haben.

Überhaupt Tablets: Die sind ja eigentlich noch am ehesten mit Brettspielen zu kombinieren (solo-Versionen auf dem iPad sind ja auch sehr erfolgreich).
Vor Jahren haben wir noch darüber diskutiert und da gab es Skepsis "es wird sich doch keiner zum Spielen ein iPad anschaffen". Inzwischen hat jeder ein Tablet und man könnte problemlos Spiele entwickeln, in denen Tablets verwendet werden. Z. B. um lästige Verwaltungs- oder Abrechnungsarbeit zu übernehmen oder geheime Informationen zu verwalten.
Die Technik ist verfügbar, sie ist bei den Spielern auch vorhanden, die Bedienung ist leicht.
Aber es kommt nichts.

Da glaube ich dann erst recht nicht an 3D-Drucker und VR-Brillen am Spieltisch.

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Nafets
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Re: Holoprojektoren, 3D-Drucker, Virtual Reality: Wie spielen wir in Zukunft?

Beitragvon Nafets » 13. Mai 2016, 19:14

Ralf Arnemann hat geschrieben:(...) Inzwischen hat jeder ein Tablet und man könnte problemlos Spiele entwickeln, in denen Tablets verwendet werden. Z. B. um lästige Verwaltungs- oder Abrechnungsarbeit zu übernehmen oder geheime Informationen zu verwalten.
Die Technik ist verfügbar, sie ist bei den Spielern auch vorhanden, die Bedienung ist leicht.
Aber es kommt nichts.


Nichts ist übertrieben (Zombicide, Dead of Winter, Betrayal... es gibt da schon ein paar Support-Apps), aber definitiv zu wenig, da stimme ich Dir zu. Oftmals sind es auch Fanprojekte und keine offiziellen Angebote oder sie werden nicht gepflegt und es gibt keine Updates. Man geht doch sehr stiefmütterlich mit den Tablets und ihren Möglichkeiten um. Warum gibt es z.B. noch kein vernünftiges 18xx-Verwaltungsprogramm für iOS oder Android? Ok, das war auf dem PC auch "nur" ein Fanprojekt aber selbst das, muss man inzwischen umständlich in einer DOS-Box laufen lassen (oder gibt es da inzwischen eine neue Version und ich habe es verpennt?). Gibt bestimmt noch viel mehr Spiele, die von einer Tablet-Unterstützung profitieren könnten, aber die Verlage scheuen da wohl leider den Aufwand.

Ralf Arnemann hat geschrieben:Ich bin da skeptisch.


Ich leider auch.

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Florian-SpieLama
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Re: Holoprojektoren, 3D-Drucker, Virtual Reality: Wie spielen wir in Zukunft?

Beitragvon Florian-SpieLama » 13. Mai 2016, 19:39

Ich glaube, dass da auch viel aus Prinzip auf Technik verzichtet wird.

Viele sehen Brettspiele als zeitlos an, die in sich ohne Hilfsmittel auskommen und nicht der Schnelllebigkeit der heutigen Technik unterworfen ist.

Für Video-Spiele brauche ich einen PC oder eine Konsole. Diese sind dann schnell überholt und wenn die Betriebssoftware zu weit weiterentwickelt ist oder ich die Konsole ausgetauscht habe, gehen viele Spiele nicht mehr (so leicht).

Ein Brettspiel kommt sozusagen ohne alles aus, tagsüber sogar komplett ohne Strom und bietet einen Gegenpol in der sonst so hochtechnisierten Welt.
Ich kann es nicht beweisen, aber ich glaube es gibt mehr Brettspiele die nach 10 Jahren noch sehr begehrt sind und von einer breiten Maße gespielt werden, als so alte Computerspiele.
Dazu kommt noch sowas wie die Haptik die viele sicherlich vermissen würden.

Nicht das ich ein Anhänger dieser Bewegung bin oder sie befürworte. Ich stehe dem ganzen neutral gegenüber. Ich habe nichts gegen Gebrauch von Technik in spielen. X-Com ist da ein gutes Beispiel, welches ich selbst besitze und mit einer App daher kommt. Ich würde aber auch auf komplett Technik-freie Spiele nicht verzichten wollen. Aber ich habe so die Vermutung, dass "so ein Denken" zumindest mit ein Grund für den zaghaften Einsatz von Technik bei Brettspielen.

Ein Grund der Spiele ohne Technik für mich interessanter macht habe ich an dem Beispiel T.I.M.E Stories festgestellt. Die mechanische Umsetzung des Entdeckens der Geschichte hat mich einfach beeindruckt und sorgte für einen großen Teil des Spielspaß. Ich fand es faszinierend, was sich die Macher alles haben einfallen lassen, um die Geschichte nur mit Karten zu erzählen und dabei noch Rätsel und ähnliches einbauen. Die gleiche Geschichte mit sehr ähnliche oder gleichen Rätseln als eine Point-and-Click-Adventure auf einem Tablet oder dem PC hätte mich "mechanisch" kein Stück beeindruckt. So ein Gefühl mit Karten zu erzeugen war höchst beeindruckend (jedenfalls für mich).

Ein weiteren Grund bietet Golem Arcana. Soweit ich weiß (nicht hauen, wenn es nicht stimmt) wurde es eingestellt, weil die Kosten der App einfach zu groß waren. Es war genau das was ihr gefordert habt. Ein Tabletop-Spiel mit Miniaturen und die Verwaltung (wer hat welche Kampfwerte, wer gewinnt den Kampf, wer kann noch welche Aktion verwenden usw. usf.) übernahm die App. Die muss aber gepflegt und ständig daran gearbeitet werden. Auch mit regelmäßigen Updates, weil die Betriebssysteme ja auch upgedatet werden.
Der Brettspielmarkt ist wohl zu klein, um die Kosten einer solchen App (ohne Werbung) zu decken. Bei ganz großen Verkaufsschlagern könnte es gehen. Daher gibt es z. B. bei Siedler von Catan eine App.

Ihr seht also, dass nichts mit Technik kommt ist falsch, aber es gibt auf jedenfall Gründe, dass es weniger ist, als man vielleicht erwarten mag.

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Re: Holoprojektoren, 3D-Drucker, Virtual Reality: Wie spielen wir in Zukunft?

Beitragvon Ralf Arnemann » 13. Mai 2016, 19:45

Nafets hat geschrieben: ... (Zombicide, Dead of Winter, Betrayal... es gibt da schon ein paar Support-Apps)

Ich habe da schlecht formuliert.
In erster Linie erwarte ich eigentlich Spieleentwicklungen, die von vorneherein auf die Mischung aus Brett/Karten und App setzen. Da wüßte ich derzeit nur von Elixier (und ein paar mißlungene Versuche).

Warum gibt es z.B. noch kein vernünftiges 18xx-Verwaltungsprogramm für iOS oder Android?

Das ist halt für ein Fanprojekt sehr viel Arbeit und für einen Verlag uninteressant.

oder gibt es da inzwischen eine neue Version

Ja:
http://rails.sourceforge.net

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Re: Holoprojektoren, 3D-Drucker, Virtual Reality: Wie spielen wir in Zukunft?

Beitragvon Ralf Arnemann » 13. Mai 2016, 19:49

Florian-SpieLama hat geschrieben:Viele sehen Brettspiele als zeitlos an, die in sich ohne Hilfsmittel auskommen und nicht der Schnelllebigkeit der heutigen Technik unterworfen ist.

Das ist ein interessanter Aspekt, an den hatte ich noch nicht gedacht.

Der Brettspielmarkt ist wohl zu klein, um die Kosten einer solchen App (...) zu decken.

Vielleicht.
Aber es gibt ja inzwischen eine ganze Menge Brettspielumsetzungen, mit denen man solo auf dem Tablet spielen kann. Auch für weniger gängige Spiele - und die scheinen sich zu rechnen, incl. Wartung.
So viel anders kann die Kalkulation für ein Brettspiel mit App doch auch nicht aussehen.

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"Yu-Gi-Oh"-Version für Hololens

Beitragvon zuspieler » 8. Juni 2016, 10:33

Der Yu-Gi-Oh-Spieler General Heed entwickelt laut seinem Blog eine Version des Kartenspiels für HoloLens. Das ist eine Augmented-Reality-Brille, die dem Benutzer erlaubt, interaktive 3D-Projektionen in der direkten Umgebung darzustellen. Auf seinem Blog schreib der General:

General Heed hat geschrieben:[...] I'm excited to show you guys the progress I've made with the Yugioh game so far. The game is really rough at this point and all it does is display your hand holographically and lets you summon some monsters. There's still a lot of work to do on the basic game mechanics and I'm going to look into reaching out to the developers of DevPro and YGOPro to see if they'd like to help out in creating this holographic version of YuGiOh. [...]

Den kompletten Artikel inklusive einem Demo-Video findet ihr unter http://yugiohforhololens.blogspot.jp/.

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Re: Holoprojektoren, 3D-Drucker, Virtual Reality: Wie spielen wir in Zukunft?

Beitragvon Harry2017 » 8. Juni 2016, 12:58

Ich bin der festen Überzeugung, dass meine Babytochter so in 10 Jahren Spielen und Fernsehen wird...da geht die Reise hin, hoffentlich spielt sie trotzdem noch die Brettspiele mit, die ich mir jetzt für die Zeit aufspare :-)


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