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[Strategie] Orléans

Taktiken und Winkelzüge: Wie gewinne ich Spiel XY?
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Actaion
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[Strategie] Orléans

Beitragvon Actaion » 15. Juli 2015, 13:48

Orléans.

Ich gehe erstmal davon ,aus dass die Regelkorrektur zum Badhaus berücksichtigt wurde.

Dann sollte man noch unterscheiden zwischen der Basisversion, und dem Spiel mit
a) der offiziellen Ereignis-Variante (von der dlp-Homepage)
b) den 3 Promo-Gebäuden
c) der ersten Ortskarten-Erweiterung

Bitte in der Diskussion angeben, auf was man sich bezieht.

Weitegehend unabhängig von der Version (sofern nicht anders gesagt, beziehe ich mich auf die Basis-Version) stelle ich mal folgende These auf:

1) Bei 2 und 3 Spielern, gewinnt immer der, der schnell das Laboratorium baut. (Weil die Zahl der Technik-Räder nicht der Spielerzahl angepasst wird, sind diese nur zu 4t wirksam begrenzt).

Nachdem die Strategiefrage für 2 und 3 somit geklärt ist, können wir uns nun der spannenden Frage des Spiels zu viert widmen.

Mein Eindruck ist der folgende:
2) Reisen und Fortschritt ist ein Muss udn darf nicht vernachlässigt werden.
Im ersten Moment dahcte ich, das wäre blöd, weil es die Strategiewahl eingrenzt.
Mittlerweiel denek ich aber, dass es gut so ist, denn das Reisen ist ein elementarer Bestandteil
des Spiel, der es interaktiver und anschaulicher macht. Klar wird das auch am Gegenbeispiel Marco Polo. Dort ist das Reisen noch viel zentraler (thematisch und spielmechanisch). Mit dem passenden Charakter (z.B. Mercator) kann man das reisen aber dort auf ein Mininum reduzieren - und somit auch das Spiel für sich von einem komplexen zu einem simplen Warentausch-Spiel - und damit die Mitspieler, die das komplexe Spiel spielen , mal eben locker besiegen. Was im Grunde das ganze eigentlich Kern-Spielprinzip aushebelt.
Insofern finde ich es ealso sogar gut, dass bei Orléans das Reisen (und Fortschritt ) notwenidg beachtet werdne müssn.
Falls es denn wirklich so ist, so richtig habe ich es noch nicht ausprobiert, ganz ohen Reisen&Fortschritt zu spielen. Könnte das funktionieren? Vielleicht etwas besser mit dem Proo-Plättchen Lagerhaus und viel Warensammlerei...und Geld dammeln, woebi da die stärksten Plättchen sich wiederum auch auf Kontore und Fortschritt beziehen. Von daher denke ich nicht, dass eine solche Strategie erfolgversprechend wäre.


Ansonsten scheint mir folgendes erfolgversprechend:
- früh einige Handwerker oder Laboratorium besorgen (erster Handwerker aufs Dorf?)
- früh Ritter ausbauen
- Uni-Leiste bis zum Ende gehen
- Unbedingt ein Gebäude für die Fortschrittsleiste kaufen
- unbedingt ein Gebäude, was gut Geld gibt (oder wertvolle Waren), kaufen
- Wenn sich die Chance ergibt, bei den Bauern vorne sein, ggfs. aber kann man auc hinten bleiben, sofern ein ander mit hinten bleibt.
- Schiffsbauer-Leiste vernachlässigen, außer man hat nicht besseres zu tun (gibt es hier andere Erfahrungen? Hat jemand erfolgreich eine Blaue Strategie versucht (mit Gebäude Kräutersammler))?

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Re: [Strategie] Orléans

Beitragvon H8Man » 15. Juli 2015, 15:45

Hm, könnte ein sehr interessanter Thread werden. ^^

Ohne groß auf die einzelnen Möglichkeiten einzugehen, wie viele Punkte machen die Leute (oder du selbst) denn mit den deiner Meinung nach besten/besseren Strategien?

Ich habe noch nie mit dem Badehaus (weil rausgenommen) oder Labor gespielt, komme aber eigentlich immer ohne perfekte Planung bei 140-170 Punkte raus, daher würde mich mal der Unterschied interessieren. Alle Partien (abgesehen vom entfernen des Badehauses) nach standard Regeln.

Ohne Reisen muss ich demnächst mal testen. :D
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Re: [Strategie] Orléans

Beitragvon Lehni » 15. Juli 2015, 15:55

H8Man hat geschrieben:Hm, könnte ein sehr interessanter Thread werden. ^^

Ohne groß auf die einzelnen Möglichkeiten einzugehen, wie viele Punkte machen die Leute (oder du selbst) denn mit den deiner Meinung nach besten/besseren Strategien?

Ich habe noch nie mit dem Badehaus (weil rausgenommen) oder Labor gespielt, komme aber eigentlich immer ohne perfekte Planung bei 140-170 Punkte raus, daher würde mich mal der Unterschied interessieren. Alle Partien (abgesehen vom entfernen des Badehauses) nach standard Regeln.

Ohne Reisen muss ich demnächst mal testen. :D


Eigentlich nur auf 130 Punkte herum. Ist die Punktezahl Spielerabhängig? Bei weniger Spieler=mehr Platz + mehr Bürger pro Spieler.

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Re: [Strategie] Orléans

Beitragvon H8Man » 15. Juli 2015, 16:32

Sehr gut möglich dass es einen Unterschied macht, aber ich sollte es fast ausschließlich zu viert gespielt haben, vielleicht mal zu dritt, aber an ein 2er kann ich mich nicht erinnern.

Sind die 130 nur auf dich bezogen? So oder so, allgemein sollte das eher die untere Grenze sein. Ich meine dass es bis 180 hochgeht. Vereinzelt hat vielleicht sogar mal jemand die 200 geknackt, aber im Schnitt wohl eher nicht.
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Re: [Strategie] Orléans

Beitragvon Actaion » 15. Juli 2015, 18:12

[quote="Lehni"][quote="H8Man"]
Ohne groß auf die einzelnen Möglichkeiten einzugehen, wie viele Punkte machen die Leute (oder du selbst) denn mit den deiner Meinung nach besten/besseren Strategien?

Ich habe noch nie mit dem Badehaus (weil rausgenommen) oder Labor gespielt, komme aber eigentlich immer ohne perfekte Planung bei 140-170 Punkte raus, daher würde mich mal der Unterschied interessieren. Alle Partien (abgesehen vom entfernen des Badehauses) nach standard Regeln.

Ohne Reisen muss ich demnächst mal testen. :D[/quote]

Eigentlich nur auf 130 Punkte herum. Ist die Punktezahl Spielerabhängig? Bei weniger Spieler=mehr Platz + mehr Bürger pro Spieler.[/quote]

Ich habe hier 8 Partien auf Wertungsblock notiert, 1x 2er, 4x3er und 3x4er, davon schon die Hälfte mit den strengeren Ereignis-Regeln (teilweise nur mit strengerer Ernte, die ich schon vor der offiziellen Veröffentlichung eingeführt hatte) und den Promo-Gebäuden.
Letztere machen keinen großen Unterschied, aber die Ereignis-Variante reduziert die Punktzahl natürlich etwas. Obwohl...es gibt ja auch mehr Geld bei manchen Ereignissen, aber unterm Strich würde ich doch sagen wegen der Ernte macht man insgesamt etwas weniger Punkte.

Zwischen den Spielerzahlen scheinen die Unterschiede nicht so riesig zu sein. Es werden weniger Bürger ausgeteilt, da ja die Bauwerke nicht voll werden. Aber es ist natürlich etwas leichter, viele Kontore zu bauen. Und an die guten Gebäude zu kommen. Von daher denke ich schon, dass man zu 2t und 3t leicet Vorteile hat.

Die Spiele fallen dennoch recht unterschiedlich aus, und sind nur bedingt untereinander vegleichbar. Es kann ja z.B sein, dass in einem Spiel ganz viel Bauerngeld ausgezahlt wird, un din einem anderne hauptsächlich iengezahlt. Spieler können destruktiv spielen, um direkten Konkurrenten zu schaden, oder holt für sich das beste raus. Wenn man schwache Mitspieler hat, lassne sich sicherlich leichter viele Punkte holen.

This being said, mein Rekord liegt bei 194 Punkte im 3er-Spiel (sogar mit strengerer Ernte-Regel ohne andere Eriegnis-Änderungen, und mit den Promo-Gebäuden). Im 4er-Spiel bin ich in den 3 Partien bisher nur auf 129-156 Punkt egekommen, aber ein andere Spieler hat einmal 188 abgesahnt (Basis-Version).
Bei den beiden hohen Punktwerten wurdne jeweisl viele Kontore gebaut (8 bzw 9) , viele Bürger eingesammelt (je 5), und hohe Fortschrittsstandard erreicht (6 bzw 5). In einem Fall wurdne zusätzlich noch viele Warenpunkte gemacht (Brokat-Gebäude), im andern serh viele Münzen kassiert (u.a. mit dem Geld pro Kontor-Gebäude, welches imho mit Abstand das stärkste von den Geld-Fabriken ist)


P.S. warum werden die Zitate nicht richtig angezeigt?

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Lehni
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Re: [Strategie] Orléans

Beitragvon Lehni » 15. Juli 2015, 19:28

Wie du sagtest, hängt wohl von den Mitspielern ab: Wenn die eher auf Geld spielen und somit einen in Ruhe lassen, ist das gut. Dann kann man eben auf Bürger und auf Kontore spielen. Punkte kann man also in Interaktion/Konkurrenz mit anderen machen und wenn die ausbleibt, kommen viele Punkte zustande. Damit sind die Spiele nicht vergleichbar.

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Re: [Strategie] Orléans

Beitragvon H8Man » 16. Juli 2015, 01:09

Das bestätigt dann meine Beobachtungen was die Punkte angeht und somit auch meine Skepsis, ob das Badehaus oder ein anderes Gebäude zu stark ist. Wenn dem so wäre, würde ich erwarten, immer 160-200 Punkte zu machen und das scheint nicht der Fall zu sein.

Ich meine auch mal im 180er Bereich gewesen zu sein und das ohne perfekten Plan (hat sich halt so entwickelt), Labor oder Badehaus. Vielleicht wurde auch die ein oder andere Strategie nur noch nicht komplett geschliffen, wer weiss das schon... Ich bin aber sowieso kein Freund davon Spiele kaputt zu spielen, ich probiere lieber alles aus was es zu bieten hat, selbst wenn ich davon ausgehe, dass es eher nicht so gut klappen wird. ;)

Wo es oben schon angesprochen wurde, in meiner letzten Partie bin ich verstärkt (auch wieder eher planlos) auf "blau" gegangen und habe 142 Punkte oder so gemacht, während ich anfanges dank schlechter "draws" 2-3 Runden richtig Probleme hatte. Wie gehabt, da hatte ich nicht viel geplant, sondern einfach drauf los gespielt und dafür fand ich die Ausbeute erschreckend hoch. Es geht also definitiv. ^^
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Malte
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Re: [Strategie] Orléans

Beitragvon Malte » 16. Juli 2015, 09:30

Hallo H8Man. Mit altem Namen unterwegs & ohne "Ban". Sehr schön!

Zum Thema:
Ich hatte schon etliche male überlegt wie man Orléans spielen kann OHNE Nachziehglück. In dem man entweder einige Plättchen im eigenen Markt lässt, oder überflüssige Plättchen sofort in die gesegneten Werke hochschickt. Da lassen sich interessante Strategien verfolgen. Aber ab einer gewissen Runde kommt einem das Ereignis in die Quere :)

Von daher heißt es weitertüfteln.

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Sempre
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Re: [Strategie] Orléans

Beitragvon Sempre » 16. Juli 2015, 09:56

Mit der blauen Strategie bin ich einige Male gut gefahren: Schiffer und das Geld/den Bürger dazu einsammeln, den Kräutergarten holen, auf der Ritterleiste schnell voran, um viel Nachziehen zu können (und einen weiteren Bürger einzusacken) und dann sehen, was sich ergibt (Brokat, Wolle ...), nicht großartig durchgeplant, aber in diesen Fällen meist mit wenig/keiner Technologie. Geht auch. Das ist ja das Großartige bei Orléans, es gibt so viele Möglichkeiten, etwas zu probieren.

Bei meinem letzten Spiel konnte ich deutlich mit Hilfe des Verstecks gewinnen. Es scheint sehr stark zu sein. Hat damit noch jemand Erfahrungen gemacht?

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Re: [Strategie] Orléans

Beitragvon H8Man » 16. Juli 2015, 10:45

Hey Malte, danke für die offenen Arme. Ja, der Judas ist ja zum Glück nicht mehr. ;)

Stimmt, darauf sollte man schon achten, wenn man etwas perfekter spielen will. Ich werfe meistens sehr früh viele Leute in den Rat, wobei ich oft mit vielen und / oder bestimmten Meeples spiele, daher ist es auch absolut notwendig. Meeples auf dem Markt liegen zu lassen würde ich aber nur als Notlösung betrachten, besser du bekommst es anders in den Griff, damit du keine Zeit verlierst.


@ Sempre
Mit dem Schiffer und Kräutergarten habe ich in der letzten Partie das erste mal gezielt so gespielt, was aber noch nicht ganz rund lief. Ich habe allgemein am Ende fast immer nur 2, selten 3 Technologie-Marker, die ich mir aber auch in den ersten 3-4 Runden hole.
Auf Ritter gehe ich eher spät und ich habe erst ein mal den Bürger dort geholt, weil es mr schlicht zu teuer ist da hoch zu laufen. Im Endeffekt bringt der Bürger 5 Punkte (6 bedeutet wieder viel investieren) und die kann ich mir locker woanders her holen. Durch den Rat halte ich meine Meeples auch so unter Kontrolle, ohne viele ziehen zu müssen, wobei man natürlich schon 5-6 (eher 6) ziehen sollte.

Was macht denn das Versteck? Ich kenne zwar alle Gebäude, aber nur wenige der Namen.
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Sempre
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Re: [Strategie] Orléans

Beitragvon Sempre » 16. Juli 2015, 10:58

Beim Versteck gibt man eine beliebige Ware ab (es sollte natürlich schon eine billige sein) und bekommt dann den Bonus der Bauer-, Handwerker-, Händler-, Schiffer- oder Gelehrtenleiste, je nachdem, wo man gerade mit seinem Marker steht. Man müllt sich nicht den Beutel voll mit zusätzlichen Gefolgsleuten und man kann die Aktion auch noch ausführen, wenn es die entsprechenden Gefolgsleute nicht mehr gibt. Aktiviert wird das Versteck durch einen Mönch. Man kommt also, wenn man es geschickt anstellt, relativ billig an Geld, Ortskarten oder dergleichen oder macht einen ordentlichen Satz auf der Entwicklungsleiste, auch wenn es keine Gelehrten mehr gibt. Sehr variabel einsetzbar das Teil.

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Re: [Strategie] Orléans

Beitragvon Florian-SpieLama » 16. Juli 2015, 11:47

Also ich gehe immer stark auf die Punkte durch die Entwicklungsleiste. Sprich ich will deren Ende erreichen und viele Kontore und Bürgerplättchen haben. Damit fahre ich meist sehr gut in meinen Runden und mach damit einen Großteil meiner Punkte aus, habe aber auch gemerkt, dass ein Spieler der auf Warenplättchen ging (sich solche Gebäude holte die Tuch usw. produzieren) mir dicht auf den Versen war.

Das Versteck kenn ich so gar nicht. Ist das eine Promo?

Ich versuch immer die Schule und das Scriptorium zu kriegen. Scriptorium um die Entwicklungsleiste auch voll zu kriegen und Schule um die ganzen Gelehrten effektiv nutzen zu können. Da spar ich mir die Mönche zu holen und hab trotzdem komplette Joker. Die Schiffer mit Kräutergarten werden ansich ja nur "halbe" Joker. Dadurch muss ich mein Beutel auch gar nicht so doll mit dem Rat verkleinern und warte eher ab, bis die anderen die Plätze füllen, um dann zuzuschlagen und das Bürgerplättchen abzusahnen.

Eine andere Sache die ich beobachtet habe ist, das viele zuerst ein Kontor in Orléans bauen. Ich verzichte darauf und mach immer erst eine Reise. Oft krieg ich dadurch die besseren Waren auf dem Weg und ich hab den Vorsprung auf der Karte. Ich kann andere Spieler abschneiden und hab selber ziemlich freie Bahn. Da krieg ich so gut wie alle Kontore los. Selbst bei 4 Spieler bleiben nicht mehr wie 2, vielleicht mal 3, über, wenn überhaupt.

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Re: [Strategie] Orléans

Beitragvon H8Man » 16. Juli 2015, 11:56

@ Sempre
Oha, kannte ich bisher nicht, da ich nur das Grundspiel gespielt habe. Klingt aber tatsächlich nach einem interessanten Spielzeug, wobei die Kosten von einem Mönch natürlich (berechtigt) hoch sind, sodass man es nicht ständig aktivieren kann.

Ich würde aber behaupten dass es lediglich als Unterstützung dient, schon allein deshalb, dass man entsprechend ausgebaut haben muss. Eine wirkliche Strategie kann ich mir damit nicht vorstellen.


@ Florian
Ja, das Versteck ist eine Erweiterung.

Hm, ich will dir (bzw. deinen Mitspielern) ja nicht zu nah treten, aber wenn deine Mitspieler dir im Rat Vorlagen geben, passen sie nicht auf, bzw. spielen nicht ideal.

Zu den Kontoren kann ich nicht viel sagen, da ich sie eher selten baue (3-5) und auch eher spät im Spiel. Auch habe ich höchstens ein mal gegen viele Kontore verloren, wobei ich da selbst noch keinen Plan vom Spiel hatte. Es ist halt schlicht verdammt teuer und kostet somit ne Menge Zeit.
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Re: [Strategie] Orléans

Beitragvon Florian-SpieLama » 16. Juli 2015, 12:03

Wie willst du denn im Rat etwas fertig kriegen ohne Vorlagen zu geben? Man kriegt doch nichts in einem Zug fertig und man muss immer Pokern. Abgesehen von den Groß-Projekten. Da kann man beruhigt etwas reintun ohne irgendwelche Konsequenzen. Aber gegen Ende, man kann doch nichts sofort fertig kriegen ohne eine Vorlage. Oder es wird nichts fertig. Gut der Pulverturm. Mit dem kann man etwas von den kleineren Projekten mit einem mal fertig kriegen. Aber bei den größeren funktioniert das auch nicht mehr.

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Re: [Strategie] Orléans

Beitragvon H8Man » 16. Juli 2015, 12:29

Das geht durchaus. ;)

1) Achte auf den Rundenmarker, das ist generell sehr wichtig! Bist du letzter und kannst als letzte Aktion Leute in den Rat werfen, kannst du nächste Runde als erster direkt wieder hinein.

2) Achte auf die Meeples der anderen Leute und welche Pläne sie verfolgen. Wer keinen Mönch hat, wird auch keinen vor dir in den Rat legen etc..

3) Kombiniere 2) mit mehreren Meeples = mach nicht alles bis auf den letzten Platz voll, sondern lass 2 offen, die du im Gegensatz zu den anderen sicher füllen kannst.

4) Eher ungewöhnlich, aber machbar, der von dir genannte Pulverturm.


Aus diversen Partien kann ich dir garantieren dass es funktioniert. In den Runden in denen ich spiele wird immer darauf geachtet.
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Re: [Strategie] Orléans

Beitragvon Sempre » 16. Juli 2015, 12:50

@ H8Man
Unterstützung ist schon richtig, aber halt auch sehr wirkungsvolle Unterstützung. Der begrenzende Faktor sind die billigen Waren, die man abgeben muss. So oft wie man möchte, kann man das Versteck gar nicht einsetzen, aber richtig eingesetzt, kann man auch mit wenigen Aktionen und nur einem Mönch relativ viele Punkte machen.

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Re: [Strategie] Orléans

Beitragvon Florian-SpieLama » 16. Juli 2015, 13:01

Das sind echt ganz gute Möglichkeiten. Wenn ich recht überlege, wird das eigentlich auch gemacht. Bin mir aber nicht so sicher, ob sehr konsequent.

Ich versuche nächstes mal drauf zu achten.

Allerdings bin ich mir nicht so sicher wegen den "teuren" Aktionen. Sebastian hat bei SpieLama bemängelt, dass es gerade kein Mangel an Zeit gibt. Ich würde das nicht kritisieren, aber kann es nachvollziehen. Ich kann in einem Spiel meine oben beschriebene Taktik fahren und hab dabei die Ritterleiste fertig, Warenplättchen durch Bauern und ein paar Technologien durch Handwerker. Also ein Mangel an Zeit seh ich gar nicht. Vielleicht kommt es dir so vor, weil du die Ritter vernachlässigst und dann weniger Aktionen machen kannst?
Also ich hatte kein Spiel, bei dem ich nicht meine Strategie durchgeführt hatte und dann dachte: "Ach dann mach ich jetzt das."

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Re: [Strategie] Orléans

Beitragvon H8Man » 16. Juli 2015, 13:40

@ Sempre
Oh, die Sache mit dem Abgeben einer Ware habe ich direkt wieder vergessen. Also braucht man 1 Mönch + 1 Ware? Das relativiert die Sache dann doch schon ziemlich. Immerhin gibst du bestenfalls einen Punkt ab um vielleicht 5 zu machen, also Netto nur 4 Punkte. Das bekomme ich auch mit anderen Gebäuden hin, für die ich weder eine Ware noch einen Mönch benötige.

Müsste ich mal testen, aber wenn es Ware + Mönch ist, hab ich doch meine Zweifel. Schlecht ist es natürlich trotzdem nicht, aber als sonderlich stark würde ich es dann auch nicht hinstellen.


@ Florian
Mit Zeitmangel meine ich auch nicht das Durchziehen einer bestimmten Aktion / Strategie, sondern das Ausnutzen der gebauten Maschinerie / Strategie. Je öfter ich das "Endprodukt" nutzen kann, desto mehr Punkte mache ich. Im Normalfall spielt man ja auch zweigleisig und für den Aufbau braucht es dann schon einige Runden.

Mit zu wenigen Rittern bzw. dem Nachziehen hatte ich nie Probleme. Es kommt eben drauf an wie man spielt. Wenn du nur 5 Leute für deine (z.B.) 3 Aktionen brauchst, dann macht es keinen Sinn 6 ziehen zu können. Da muss man im Spiel durchrechnen ob es Sinn macht auf eine weitere Aktion zu spielen, was ich aber stark bezweifle, weil du dann viel zu spät anfängst richtig zu Punkten.
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Re: [Strategie] Orléans

Beitragvon Sempre » 16. Juli 2015, 14:16

Ja, ich sehe schon, das Versteck muss einfach weiter getestet werden, ist noch zu neu im Reigen der Ortskarten. :D

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Re: [Strategie] Orléans

Beitragvon ode » 17. Juli 2015, 22:33

Das Versteck könnte die Lösung für die Räderstrategie im 2er sein. Als Antagonist des Laboratoriums. Fraglich ist aber, ob man den anderen Spieler mit dem Kauf von Laboratorium oder Versteck zwingt das jeweils andere zu kaufen?

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Re: [Strategie] Orléans

Beitragvon Malte » 28. Juli 2015, 21:35

Gestern ein 4er Spiel mit 157 Punkten gewonnen.

Die ersten Runden immer Ritter produziert, bis man auf 7 nachziehen konnte, dann die Gebäude Weinberge und Goldschmiede besorgt und lustig wild bauend runtergespielt.

4 Runden vor Spielende stand ich am Ende der Entwicklungsleiste (6 Sterne).
3 Runden vor Spielende baute ich mein letztes Kontor.
Den Rest nur noch in die gesegneten Werke verschickt und Punkte gesammelt wie und wo es noch ging.

157,152,87, und 77 Punkte war der Endstand. Knapper Sieg aber ein Sieg!

Ich liebe dieses Spiel!

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Re: [Strategie] Orléans

Beitragvon Sempre » 29. Juli 2015, 20:02

Bei uns ist vorgestern auch Orléans auf den Tisch gekommen. Das erste Mal nur zu zweit gespielt. Ich bin begeistert, funktioniert bestens. Ist und bleibt unser Lieblingspiel aus dem Jahrgang.

Konnte das Spiel erfolgreich beenden. Entgegen meinen sonstigen Gewohnheiten diesmal auf Technik gesetzt und früh Gelehrte gezogen, dazu die Schneiderei genommen, dann die Schule, den Pferdewagen und das Versteck (um auf der Entwicklungsleiste die 6 zu erreichen).

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Re: [Strategie] Orléans

Beitragvon Malte » 29. Juli 2015, 20:10

Wieviel Gebäude baut ihr im Schnitt?

Bei mir sind es meistens 2-3 Gebäude. Gaaaanz selten sind es 4.

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Re: [Strategie] Orléans

Beitragvon Sempre » 29. Juli 2015, 20:47

Ist bei uns genauso, meistens 2, manchmal 3. Die 4 sind schon ungewöhnlich, hat aber Spaß gemacht. Vielleicht spiele ich jetzt öfter mit 4 Gebäuden ... Dafür baue ich in letzter Zeit relativ wenig Kontore. Ich bin noch lange nicht am Ende damit, verschiedene Strategien und Ortskarten auszuprobieren.

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Re: [Strategie] Orléans

Beitragvon H8Man » 30. Juli 2015, 01:37

Ich habe die Nutzung der Gebäude in den letzten paar Partien mal beobachtet und es macht wohl nur in Ausnahmefällen Sinn 4 zu bauen. Selbst 3 sind für gewöhnlich nicht wirklich effektiv, da man dadurch jede Menge Zeit verliert, vorallem wenn man dort noch Technik-Plättchen einsetzen will. Meistens steht dann ein Gebäude nur blöd rum oder man macht mal das eine und dann das andere, aber wirklich ausnutzen klappt eher nicht.

Meine letzte Partie (zum ersten mal zu zweit) habe ich komplett durchgeplant und ohne Fehler und Verzögerungen durchgezogen. Mögliches Pech habe ich auf ein minimum von 2-3 Runden reduziert und selbst im schlechtesten Fall hätte ich noch was sinnvolles tun können. Somit hatte ich jede Runde genau die Arbeiter die ich brauchte.

Der Plan war es alle 10 Kontore zu verbauen und da ich entsprechend den "Gelehrten-Track" voll durchziehen musste, habe ich mit der Schule gearbeitet, um so möglichst viel Kontrolle ohne Tempoverlust zu haben. Dazu gab es lediglich die Schneiderei (da 5 Plättchen vorrätig waren) und für mehr wäre auch keine Zeit gewesen.

Gespielt habe ich...
2x Technik (Wagen, Kontor)
2x die Burg (um 6 Plättchen zu ziehen)
4x den Bauern Track (weil genug Zeit vorhanden war und ich so die Ernte-Ereignisse im Griff hatte)

Den "Buch Track" bin ich mit dem "Gelehrten Track" und der Hilfe von 2 Arbeitern im Rathaus exakt bis zum 5er Multiplikator gelaufen. Hier und da habe ich ein paar Bewohner einsammeln können, ich glaube am Ende waren es mit dem Bonus für die meisten Kontore 3 Stück.

Allein durch das Füllen des Rathauses, hatte ich immer genügend Geld, während die 12 Waren auch ordentlich Punkte gebracht haben. Die Hälfte des Spiels über, konnte ich mich immer bewegen, bauen und die Schneiderei nutzen (deswegen 2x die Burg).


Fazit:
Lief alles sauber, aber am Ende waren es nur 154 Punkte, was ich auch sonst immer schaffe... diese Strategie konnte mich demnach nicht wirklich überzuegen. Eine kleine Abwandlung hätte ich dennoch zu testen. ;)

Was hingegen komplett rausgefallen ist, ist das Gebäude mit dem man 1 Geld pro Kontor bekommt (für 2 Gelehrte). Rein Mathematisch absolut unbrauchbar und deutlich hinter dem Gebäude, dass einem Geld für den Multiplikator auszahlt.

Nach diversen Überlegungen und Vergleichen, würde ich behaupten dass ca. die Hälfte der Gebäude unbrauchbar sind, leider.

Es bleibt dennoch ein sehr gutes Spiel, bei dem es viel zum ausprobieren gibt. Mit einer Erweiterung, die mMn zweifellos kommen wird, gibt es hoffentlich einen neuen Kick.
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