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[RF] FFFF

Regelfragen und Varianten: Wie geht Spiel XY?
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murtl

[RF] FFFF

Beitragvon murtl » 3. Juli 2005, 16:42

Hallo zusammen!

Wir haben jetzt schon ein paar mal FFFF gespiet und sind begeistert. Bei der Lebenszielkarte "Kommune gründen" waren wir uns aber bei den Auswirkungen der Karte nicht sicher. Wir haben es folgendermaßen verstanden:

Es spielen 6 Spieler. Spieler A erfüllt das Lebensziel Kommune gründen. Dazu muss er, als Voraussetztung, 4 Freunde mitnehmen. Er entschiedet sich für Spieler B, C, D und E.

Als Auswirkung heißt es Freunde kennenlernen bzw. mitnehmen und mit dieser Person Sex haben. Es werden keine Einklagemarker gespielt und Spieler A nimmt Spieler F, den er schon aus früheren Runden kennt, mit. Da Spieler B und D Spieler F bis jetzt nicht kannten, lernen sie ihn als neuen Freund kennen.

Da ja laut Regel die Auswirkungen der Karten für alle Spieler gelten, haben demnach alle 5 teilnehmenden Spieler Sex mit Spieler F? Bekommt Spieler F also 5 Sexmarker aufeinmal? Die Auswirkung heißt ja, Sex mit dem gerade kennengelernten bzw. mitgenommenen Freund. Und für Spieler A, C und E war es ein mitgenommener, für B und D ein neuer Freund.

Haben wir das richtig verstanden, oder irgendetwas übersehen.

Vielen lieben Dank im Voraus!!!!!

In diesem Sinne
murtl

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Peter Gustav Bartschat

Re: [RF] FFFF

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 3. Juli 2005, 18:52

murtl schrieb:
> Da ja laut Regel die Auswirkungen der Karten für alle Spieler
> gelten, [...]

Das ist die Regel für Pubertätskarten und Lebenskarten.

"Kommune gründen" ist aber eine Lebenszielkarte, und für die besagt die Regel:

"Bei Lebenszielen gelten Auswirkungen, die Eigenschaften betreffen, nur für den Spieler selbst."
(Quelle: Spielanleitung zu FFFF, Seite 7, Mitte, zweiter gelber Balken von oben)

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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Peter Gustav Bartschat

Uuuups! Falsche Argumentation!

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 3. Juli 2005, 19:10

Mein Fehler: Ich habe wieder mal schneller getippt als gedacht: Hier geht´s ja nicht um Eigenschaften, sondern um die Symmetrieregel.

Also: Alles noch mal auf Anfang!

Hier gilt die Regel auf Seite 4, letzter Punkt der Aufzählung im Kapitel "Sex":

"Der Spieler hat Sex mit der Person, die mit A gekennzeichnet ist."

Wir kombinieren:

- Wenn mehrere Freunde gemeint sind, steht die Anzahl der Freunde als Zahl beim Freundessymbol.

- Wenn EIN Freund gemeint ist, steht keine Zahl dabei.

- Wenn EIN BESTIMMTER Freund gemeint ist, steht keine Zahl dabei, dafür aber ein A. Wenn ein A dabei steht, taucht das A noch an mindestens einer anderen Stelle auf und definiert, was mit diesem EINEN BESTIMMTEN Freund geschieht.

Wir schlussfolgern:

- Bei den Voraussetzungen steht eine 4 beim Freundessymbol: VIER Freunde muss haben, wer eine Kommune gründen will.

- Bei den Auswirkungen steht ein A bei einem Freundessymbol, ein weiteres A steht beim Sex: Mit EINEM Freund (der entweder zu den vieren gehört oder den der Spieler in der Kommune neu kennen lernt) hat der Spieler Sex.

- Gemäß der Symmetrie-Regel triff das "Sex haben" auch auf diesen einen Freund zu.

- Alle anderen Freunde haben keinen Sex.

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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murtl

Re: Uuuups! Falsche Argumentation!

Beitragvon murtl » 4. Juli 2005, 02:10

Hallo!

Danke für die Antwort!
Habe noch 4 kurze Fragen, dann sollte aber endlich alles klar sein.

Bezogen auf das Beispiel von vorhin: Spieler B und D lernen Spieler F aber trotzdem kennen, oder?

Wenn bei den beiden Auswirkung-Symbolen der Karte "Kommune gründen" kein A wäre, und wir das vorhin angeführte Beispiel bis auf diesen Punkt übernehmen, hätte dann jeder der 6 Spieler anonymen Sex?

Und wie schaut das bei der Lebenszielkarte "Parties schmeißen" aus? Bei der Karte muss man 6 Leute mitnehmen und als Auswirkung gibt es ein "neuer Partner bzw. Beziehung intensivieren"-Symbol. Darf jetzt nur der Kartenausspieler einen neuen Partner suchen bzw. eine Beziehung intensivieren oder dürfen das alle teilnehmenden Spieler tun?

Verlieren bei dem Lebensziel "Luschiclique" alle teilnehmenden Spieler ihren Partner oder nur der Kartenausspieler?

Vielen Dank im Voraus!!

In diesem Sinne
murtl

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Peter Gustav Bartschat

Diesmal hoffentlich die richtige Argumentation

Beitragvon Peter Gustav Bartschat » 4. Juli 2005, 20:45

murtl schrieb:
> Bezogen auf das Beispiel von vorhin: Spieler B und D lernen
> Spieler F aber trotzdem kennen, oder?

Alle Spieler, die gemeinsam am selben Ereignis teilnehmen, lernen sich gegenseitig kennen. Mir fällt dazu jetzt keine regelkonforme Ausnahme ein. (Abgesehen von: Sie haben sich bereits vorher gekannt.)

> Wenn bei den beiden Auswirkung-Symbolen der Karte "Kommune
> gründen" kein A wäre, und wir das vorhin angeführte Beispiel
> bis auf diesen Punkt übernehmen, hätte dann jeder der 6
> Spieler anonymen Sex?

Das hätte ich dann unter Bezug auf die Regelpassage, dass ein Sex-Symbol ohne "A" anonymen Sex bedeutet, so verstanden.

> Und wie schaut das bei der Lebenszielkarte "Parties
> schmeißen" aus? Bei der Karte muss man 6 Leute mitnehmen und
> als Auswirkung gibt es ein "neuer Partner bzw. Beziehung
> intensivieren"-Symbol. Darf jetzt nur der Kartenausspieler
> einen neuen Partner suchen bzw. eine Beziehung intensivieren
> oder dürfen das alle teilnehmenden Spieler tun?

Hmmm ...

... grübelgrübelgrübel ...

... mit 50 % Analogien-zum-wirklichen-Leben-bilden, 50 % Raten und 90 % Teeblätter-Lesen komme ich zu dem Schluss: Nur der aktive Spieler geht eine neue Beziehung ein.

(Diese Angabe ist ohne Gewähr)

> Verlieren bei dem Lebensziel "Luschiclique" alle
> teilnehmenden Spieler ihren Partner oder nur der
> Kartenausspieler?

Nach demselben Verfahren wie oben denke ich, dass auch hier nur der aktive Spieler betroffen ist.

Aber ich kann das nicht zwingend aus einer Regelpassage herleiten, es ist eher das Gefühl, dass diese Lösung mehr Realitätsnähe hat. Und ich gebe zu, dass das für eine Regelinterpretation ziemlich wackelige Füße sind, auf denen meine Antwort steht.

Doch Marcel-André ist ja zum Glück nicht weit.

Mit einem lieben Gruß
Gustav

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Marcel-André Casasola Merkle

FFFF: Besonderheit Spielziele

Beitragvon Marcel-André Casasola Merkle » 4. Juli 2005, 22:48

Hallo,

die Regelpassage ist in diesem Fall in der Tat nicht sehr deutlich:

"Achtung Ausnahme!
Bei Lebenszielen gelten Auswirkungen, die Eigenschaften betreffen, nur für den Spieler selbst. Freundschaften, Beziehungen, Trennungen, Hochzeit, Sex und Kinder gelten natürlich auch [b]für die beteiligte Person (s. a. Symmetrie)[/b]."

Meint folgendes: Lebensziele sind an sich sehr privat und beziehen sich mit all ihren Auswirkungen nur auf den Spieler, der das Lebensziel ausspielt. Dennoch kommt auch bei Lebenszielen die Symmetrie zum Zug. Im Beispiel "Parties schmeißen" beginnt nur der Spieler, der das Ziel erreicht hat, eine neue Beziehung oder vertieft seine bisherige.

Und wichtig: Die 6 benötigten Freunde lernen sich durch diese Karte [b]nicht[/b] kennen, da es sich um eine Zielkarte handelt.

Gruß
Marcel-André


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