Beitragvon Ulrich Roth » 18. Januar 2006, 15:22
Michael Andersch schrieb:
> die erfolgreichste Strategie ist meiner Meinung nach, die
> eigenen Kugeln so gut es geht beieinander zu halten und dabei
> genau dies dem Gegner so schwer wie möglich zu machen, bzw,
> zu versuchen, mit dem eigenen "dicken Keil" Einzelkugeln oder
> kleine Gruppen vom Gegner abzuspalten.
> Wenn allerdings beide Spieler streng nach dieser Strategie
> spielen, dann wird es wohl schwer werden, überhaupt einen
> Spielfluss in Gang zu bekommen, da das Spiel keinen
> Mechanismus hat, der es zwingend vorantreibt (m.E. die große
> Schwäche von Abalone), d.h. theoretisch könnten beide Spieler
> stundenlang eine Kugel in ihrem Hinterfeld von links nach
> rechts und wieder zurück schieben, ohne dass irgend etwas
> sensationelles passiert.
> In der Praxis wird dies wohl nach einer gewissen Zeit einem
> der beiden Spieler zu blöd werden, und er wird einen Angriff
> wagen. Meine Erfahrung ist aber leider, dass genau dieser
> Spieler mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit verlieren wird.
Sehe ich auch so, und halte deshalb "Abalone" für eines der überschätztesten Spiele aller Zeiten! :roll:
(Umso mehr, wenn ich es mit den grandiosen Spielen der "Gipf"-Reihe vergleiche.)
Tipp für frustrierte "Abalone"-Besitzer:
Mit dem schicken Material lässt sich wunderbar eine Hexfeld-Variante von "Lines of Action" spielen! :wink:
Grüße,
Ulrich
(Derzeitiges Lieblingsspiel: immer noch "Pingvinas"/"Packeis am Pol" :cool: )