Hallo Mesopotamier,
kaum treffen verschiedene Spielergruppen in Oberhof aufeinander, so finden
sich Parteien, die mitten im Spiel feststellen, dass eine wichtige Regelpassage
in deren Spielgruppen anders verstanden wurden - und anders spielen.
Es heißt: >>Wichtig: Unter die Hütte wird sofort verdeckt ein noch vorhandener,
eigener Opfer-Marker nach eigener Wahl gelegt. Der Besitzer des Opfer-Markers
darf stets unter ihn schauen, um den Wert zu überprüfen; die anderen Spieler
nicht.<<
Während die eine Seite dies als "noch verdeckt aussuchen und damit blind unter
die Hütte legen" verstand, schaute die andere Seite vorher unter die Marker und
wählte dann aus, legte die Marker aber weiterhin verdeckt unter die Hütte.
Ein Neutraler meinte nur "mehrdeutige Regel".
Dies ist insofern wichtig, als dass sich hier wieder die alte Frage nach dem
Startspielervorteil bei Mesopotamien entzündete. Wenn nämlich die Spieler
die Marker zwar wählen, aber verdeckt ziehen, so kommen diese in zufälliger
Reihenfolge ins Spiel. Der Startspieler hat nur mit Glück eine gute Reihenfolge
wie 2-4-6-7 oder 4-2-7-6 und der Startspielervorteil nivelliert sich mit der initialen
Bewegungseinschränkung.
Kann man die Manawerte wählen, so bleibt in dieser (meiner) Spielergruppe die
Erfahrung eines vergleichbar klaren Startspielervorteils, auch wenn dieser
nicht mathematisch zu erklären ist sondern nur "6 aus 9 Spielen: Startspieler
ist Sieger" heißt, plus die 2 "mit deutlichem Erfahrungsvorsprung zum Sieg".
Wie spielt ihr die Opfermarker?
Servus,
Heinz