Beitragvon Andreas Odendahl » 26. November 2006, 13:41
Stefan Bosse schrieb:
> Na ja, es sind 19 positive und 19 negative Punkte pro Spieler
> vorhanden. Es fängt damit an, dass die anfangs gezogenen zehn
> Plättchen insgesamt nicht ansatzweise für die ersten beiden
> Runden reichen. So finden sich die Spieler dann in einer
> Schleife aus passen-und-nachziehen wieder.
In unserem ersten Spiel haben wir in den ersten Runden verdammt viele Marker rausgehauen, weil wir nicht geahnt hatten, dass da so wenig nachkommt. Wenn man nicht aufpasst, muss man mit zu wenig Markern spielen und beschränkt sich so in den eigenen Möglichkeiten.
> Im zweier-Spiel ergibt sich dann irgendwie jedesmal eine
> klare Rollenverteilung: Der eine spielt auf Günstlinge, der
> andere eher auf Wertung. Theoretisch müsste man ja, um alle
> Wertungen auszulösen, 5+9+12=26 Punkte verbraten. Wenn einer
> damit anfängt, auf Wertung zu setzen, ist für mich klar, dass
> ich ihn nicht wirklich einholen kann (nur 3en hat man selten
> auf der Hand). Also verlege ich mich darauf, meine Günstlinge
> zu fördern. So hat jeder seine Aufgabe und kann dem anderen
> nicht wirklich dazwischenfunken.
Um ehrlich zu sein, hat es das bei unseren bisherigen ca. sechs Zweierpartien nicht gegeben. Für die letzte Wertung bleiben dir auch niemals 12 Punkte über!!! Da geht es darum, wer zum Schluss die meisten Punkte hat! Das war bei uns immer so zwischen 4 und 6 Punkte für denjenigen, der da die meisten hatte. Du musst halt kontinuierlich dafür sorgen mit am Ball zu bleiben, wenn der andere anfängt bei der Spielphasenanzeige seinen Einfluss geltend zu machen. Er sollte sich halt nicht in Sicherheit wiegen können. Denn ganz ehrlich: Wenn du gute Handkarten hast, gibt es nicht Wichtigeres, als die Farbe bestimmen zu können, welche gewertet wird!!! Da musst du einfach mitziehen! Was hilft dir das, deine recht schlechten Handkarten kranpfhaft zu verbessern (wofür du eh nicht genug Marker hast!), wenn der andere seine guteHand durchkriegt und du 10 Marker verballert hast um ein paar lausige Punkte zu kriegen. Du brauchst halt immer die Ballance zwischen deinen Handkarten, die du evtl. noch leicht verbessern kannst, und dem Einfluss auf die Wertungsfarbe. Wenn du so willst, darfst du dich nicht auf dieses Spielchen "du machst da, ich mach hier" einlassen! Du musst du gegensteuern!
Du hast am Anfang 10 Marker hinter deinem Schirm liegen. Damit ist es doch überhaupt kein Problem mitzuhalten, wenn der andere anfängt bei der Wertungsfarbe Druck zu machen!!! Nebenbei gesagt halte ich es für absolut unklug in der ersten Runde sofort eine Wertung auslösen zu wollen. Besser, und vor allem punkteträchtiger ist es doch, seine Günstlinge erstmal in Position zu bringen. Dann kannst du ein der zweiten und dritten Wertung doch viel mehr Punkte abkassieren!!! Wenn du eine kleine Zahl kontínuierlich förderst und nach oben bringst, kriegst du in der dritten Wertung mehr Punkte für den allein als in der ersten Wertung für die 11 ganz oben!!!
Ich weiß nicht, irgendwie finde ich das alles ganz logisch und ich hoffe, meine Ausführungen bringen dir etwas. Klar, am Ende kann deine ganze Strategie verpuffen. Aber es ist nunmal ein Bluffspiel. Du weißt nie genau, was dein Gegenüber da für Zahlen hinlegt. Aber das macht es doch so interessant!!!
> Kann es sein, dass es nur eben zu zweit nichts taugt?
Mag der ein oder andere sicherlich so sehen. Ich fand den Unterschied vom Dreierspiel auf der Messe zu unseren Zweierpartien zu Hause nicht so gravierend. Im Endeffekt kannst du bloß besser planen, da nur ein anderer mitmischt und nicht noch zwei andere deine Pläne durchkreuzen. Ich vermute, dass es zu zweit am besten zu planen ist, wohingegen mehr Spieler mehr Überraschungen garantieren.
Hab ich schon gesagt, dass ich das Spiel total geil finde?
ode.