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[RF] Tara - kleiner Erfahrungsbericht mit Regelfragen

Regelfragen und Varianten: Wie geht Spiel XY?
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Kathrin Nos
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[RF] Tara - kleiner Erfahrungsbericht mit Regelfragen

Beitragvon Kathrin Nos » 27. November 2006, 11:19

Hallo allerseits,

in der vergangenen Woche hatte ich die Gelegenheit, das Spiel Tara - Seat of Kings (Suprised Stare Games) näher kennenzulernen.

Erstmal spielten wir zu zweit. Hier ist es so, dass eine Region abgeräumt und nicht weiter bespielt wird, sobald das Königsfeld besetzt wurde. Nachdem am Ende der Runde (also nach drei gespielten Karten) alle weiteren administrativen Aufgaben (Verräter, Einnahmen) abgearbeitet wurden, wird ein Königsstein platziert, und die Region "zu". Zunächst können zwei Regionen bespielt werden, wobei für die Eröffnung der zweiten Region 2 Cumal fällig werden.

Hierzu zunächst eine Frage: Was passiert, wenn nach der Auswertung der 2. Region feststeht, dass eine dritte ausgespielt werden muss? Muss dann für das Eröffnen dieser Region ebenfalls der Preis 2 Cumal bezahlt werden? Wir fanden das ein wenig befremdlich und haben es in diesem Fall weggelassen.

Durch die Schliessung von Regionen mit Königssteinen hat das Spiel eine gut kalkulierbare Spieldauer. Der Mechanismus mit den Aktivierungen, durch die man in die höheren Positionen gelangt, gefällt mir im Prinzip gut. Die Spielregel fand ich nicht ideal geschrieben - viele Wiederholungen (ja, ich habe *wirklich* verstanden, dass man aus den verteilten 6 Karten 3 aussucht und die anderen 3 dann in folgenden Durchgang spielt, und somit erst im übernächsten Durchgang wieder 6 Karten verteilt werden!) und stattdessen Unklarheiten an anderen Stellen (siehe hierzu unten, und auch oben).

Nun zum Spiel mit mehr als zwei Personen. Hier ist es so, dass nach Ernennung eines Königs eine Region zwar leergeräumt wird. Nun darf der König eine "Garnison" bauen. Diese habe ich mir folgendermaßen zusammengereimt und bitte um Korrektur bzw. Bestätigung: Eine Garnison sind zwei Spielsteine in der Farbe des amtierenden Königs, die auf beliebige Felder der Region eingesetzt dürfen. Ist ein Fort (= zwei Spielsteine übereinander) erlaubt? Wir haben dies eher so interpretiert, dass es nicht zugelassen ist.

Im weiteren Verlauf des Spiels kann also in einer Region mit amtierendem König wieder eingesetzt werden - was nicht nur für die Einnahmen günstig ist (da es ja zusätzliche Einnahmen gibt, wenn man in einem Rang in mehr als 1 Region vertreten ist), sondern auch zum Stürzen des Königs führen kann. Dies funktioniert wie bei einem Fort: Wer es schafft, eine Aktivierung bis zum Königsfeld durchzuführen, darf den Königsstein entfernen. Um einen Spielstein einsetzen zu können, muss man erneut eine Aktivierung bis hierhin schaffen.

Nun trat bei uns schnell der Fall auf, dass jeder Spieler eine Region mit einem König erringen konnte. Während man jedoch an der zweiten Region arbeitete, wurde man in der Region mit dem eigenen Königsamt ruckzuck wieder abgesetzt. Zwar kann man hier ein wenig vorbauen, und auch in einer "eigenen" Region immer mal wieder ein wenig investieren, um das zu verhindern, aber es muss ja auch irgendwie passen, dass man den Fuss in die Tür der anderen Region bekommt. Und wenn ein König erstmal abgesetzt wurde, wird die entsprechende Region ja wieder abgeräumt, und die Anstrengung geht von vorne los - ein ziemlich mühseliges Unterfangen, das sich bei uns wie Kaugummi gezogen hat.

Haben wir irgendwas falsch gespielt (soweit aus meiner Beschreibung oben ersichtlich)? Was sind Eure Erfahrungen, auch hinsichtlich der Spieldauer mit mehr als zwei Personen?

Vielen Dank schonmal für Eure Antworten :)

Alles Gute wünscht
Kathrin.

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Michael Andersch

RE: [RF] Tara - kleiner Erfahrungsbericht mit Regelfragen

Beitragvon Michael Andersch » 27. November 2006, 12:26

Hallo Kathrin,

ich habe bisher nur eine Partie gespielt (zu viert), daher kann ich Dir nur einen Teil Deiner Fragen beantworten:

> Die Spielregel fand ich nicht ideal geschrieben - viele
> Wiederholungen (ja, ich habe *wirklich* verstanden, dass
> man aus den verteilten 6 Karten 3 aussucht und die anderen
> 3 dann in folgenden Durchgang spielt, und somit erst im
> übernächsten Durchgang wieder 6 Karten verteilt werden!)
> und stattdessen Unklarheiten an anderen Stellen (siehe
> hierzu unten, und auch oben).

Absolute Zustimmung. Die häufigen Wiederholungen absolut banaler Sachverhalte haben mich an "Fantasy Pub" (Erste Ausgabe) erinnert.

> Nun zum Spiel mit mehr als zwei Personen. Hier ist es so,
> dass nach Ernennung eines Königs eine Region zwar
> leergeräumt wird. Nun darf der König eine "Garnison" bauen.
> Diese habe ich mir folgendermaßen zusammengereimt und bitte
> um Korrektur bzw. Bestätigung: Eine Garnison sind zwei
> Spielsteine in der Farbe des amtierenden Königs, die auf
> beliebige Felder der Region eingesetzt dürfen.

Korrekt.

> Ist ein Fort (= zwei Spielsteine übereinander) erlaubt? Wir haben dies
> eher so interpretiert, dass es nicht zugelassen ist.

Da lässt mich meine Erinnerung im Stich. Allerdings würde ich sagen, dass auch ein Fort erlaubt sein sollte, sofern das Einsetzen der beiden Spielsteine nicht explizit in verschiedenen Gebieten gefordert ist.

Abgesehen davon denke ich in diesem Punkt, dass es Spielmechanisch keinen großen Unterschied machen sollte. Man muss sich nur vor Spielbeginn einigen.


> Im weiteren Verlauf des Spiels kann also in einer Region
> mit amtierendem König wieder eingesetzt werden - ....
> ...
> Um einen Spielstein einsetzen zu
> können, muss man erneut eine Aktivierung bis hierhin
> schaffen.

Korrekt.

> Nun trat bei uns schnell der Fall auf, dass jeder Spieler
> eine Region mit einem König erringen konnte. Während man
> jedoch an der zweiten Region arbeitete, wurde man in der
> Region mit dem eigenen Königsamt ruckzuck wieder abgesetzt.
> Zwar kann man hier ein wenig vorbauen, und auch in einer
> "eigenen" Region immer mal wieder ein wenig investieren, um
> das zu verhindern, aber es muss ja auch irgendwie passen,
> dass man den Fuss in die Tür der anderen Region bekommt.
> Und wenn ein König erstmal abgesetzt wurde, wird die
> entsprechende Region ja wieder abgeräumt, und die
> Anstrengung geht von vorne los - ein ziemlich mühseliges
> Unterfangen, das sich bei uns wie Kaugummi gezogen hat.

Unsere Partie lief etwas anders, das lag aber an suboptimalem Spiel meiner Mitspieler. Während ich von Anfang an ein Gebiet ziemlich einsam beackert habe, haben sich meine Mitspieler zu dritt in einem Gebiet gekloppt, was zu nichts führte als zu dem, dass sie auf keinen grünen Zweig gekommen sind. Und um zu sichern, was ging, hatte auch keiner Ressourcen übrig, um sich in einem anderen Gebiet zu engagieren.
Irgendwann habe ich dann einfach ein weiteres Gebiet eröffnet und mir dort meinen zweiten Königsposten gesichert...
Ich könnte mir aber vorstellen, dass bei etwas verteilterem Spiel unter dem Strich das raus kommt, was Ihr beobachtet habt. Zumindest theoretisch hatten wir das nach dem Spiel diskutiert und waren zum gleichen Ergebnis gekommen.

Nichtsdestotrotz fand ich das Spiel interessant genug, um es nochmal zu probieren.

Spieldauer lag wohl irgendwo bei 60 Minuten oder so.

Grüße,
MIcha

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Kathrin Nos
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RE: [RF] Tara - kleiner Erfahrungsbericht mit Regelfragen

Beitragvon Kathrin Nos » 27. November 2006, 12:55

Hallo Micha,

"Michael Andersch" hat am 27.11.2006 geschrieben:
> ich habe bisher nur eine Partie gespielt (zu viert), daher
> kann ich Dir nur einen Teil Deiner Fragen beantworten:

An dieser Stelle hierfür schonmal vielen Dank :)

> Ich könnte mir aber vorstellen, dass bei etwas verteilterem
> Spiel unter dem Strich das raus kommt, was Ihr beobachtet
> habt. Zumindest theoretisch hatten wir das nach dem Spiel
> diskutiert und waren zum gleichen Ergebnis gekommen.

Danke für Deine Einschätzung.

> Nichtsdestotrotz fand ich das Spiel interessant genug, um
> es nochmal zu probieren.

Ja, der Mechanismus an sich ist interessant. Ich persönlich fand das Spiel zu zweit wegen der anderen Bedingung für das Spielende besser. Bei den anstehenden Benotungen werde ich daher wohl zwei Noten abgeben: Zu zweit/mit mehr als zwei Spielern.

> Spieldauer lag wohl irgendwo bei 60 Minuten oder so.

Wir haben zu dritt weit über eine Stunde gespielt, da es immer wieder wogte.

Alles Gute wünscht
Kathrin.

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Marten Holst
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RE: [RF] Tara - kleiner Erfahrungsbericht mit Regelfragen

Beitragvon Marten Holst » 27. November 2006, 15:07

Moin,

so kann man anderer Meinung sein. Auch ich habe die Regeln von Fantasy Pub (Auflage 1) mal diagonal überflogen, und fand die hier nicht ansatzweise erinnernd, sondern zwar eher zu ausführlich, aber auch gut strukturiert für eventuelles Nachschlagen. Jedenfalls erheblich angenehmer als manch andere Regel :-) Wobei ich im konkreten Beispiel der 2*3=6-Regel nicht verstehe, warum es so geregelt wurde, aber es tut ja niemandem weh. (Für Freunde von Fantasy Pub eine Erinnerung: die Regel des PC-Spiels "Die Gilde 2", die ich neulich lesen durfte. Noch mehr Redundanz, aber leider etwas weniger Charme)

Zu Frage 1: Zumindest regeltechnisch sehe ich nichts, was einen cumallose ("Jungrauen" sagten sie auf der Messe etwas verschämt, dass Wort heißt "Sklavin"... netter Währungsname :-) ) Eintritt in die dritte Region zuließe. Könnte dennoch so gemeint gewesen sein, sind wir nicht drauf gekommen.

Zu Frage 2: In der englischen Regel steht "two pieces played [i]singly[/i] into any other positions". Plural und das Wort "singly" sagen mir hier, dass kein Fort erlaubt ist. Das wäre meines Erachtens auch zu stark, ein Fort auf Chieftainstufe macht einen Angriff sehr schwer, die Garnison ist sicherlich mehr dazu gedacht, eben wieder Truppen vor Ort zu haben, die selber aktivieren und befördern können, nicht zum Felderblocken.

Zum allgemeinen Spieleindruck: Ja, es kann sich ziehen. Wichtig ist meines Erachtens, nicht zu früh aufs ganze zu gehen. Ein gut platziertes Fort hingegen kann Gold wert sein, und langsames "hochforten" scheint mir oft stärker zu sein, als massive Übernahmen. Oben wird es eng, und Gegner können nicht mehr wirklich zusammenarbeiten, um einem einen König zu entreißen, man kann bestenfalls den Angreifer woanders in Ruhe lassen und den Verteidiger nerven, aber Königsklau ist in der Praxis immer nur 1 gegen 1. Letzten Endes pennt doch irgendwer irgendwann, oder ein geschickter Schicksalsstein (zwei eigene tauschen ist auch eine nette Variante und explizit gestattet) ermöglicht die Übernahme des Königsrangs. Wir sind eigentlich immer mit den 60-90 Minuten ausgekommen.

Tschüß
Marten

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Kathrin Nos
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RE: [RF] Tara - kleiner Erfahrungsbericht mit Regelfragen

Beitragvon Kathrin Nos » 27. November 2006, 16:55

Hallo Marten,

auch Dir vielen Dank :) Hatte schon gehofft, dass Du Dich auch meldest.

"Marten Holst" hat am 27.11.2006 geschrieben:
> Zu Frage 1: Zumindest regeltechnisch sehe ich nichts, was
> einen cumallose ("Jungrauen" sagten sie auf der Messe etwas
> verschämt, dass Wort heißt "Sklavin"... netter Währungsname
> :-) ) Eintritt in die dritte Region zuließe. Könnte dennoch
> so gemeint gewesen sein, sind wir nicht drauf gekommen.

Wobei, wie ich finde, die Abbildungen auf den Cumal eher wie vierbeinige Paarhufer aussehen ;)

Naja, letztendlich könnte es doch, im Falle dass man die 2 Cumal bezahlen muss für die 3. Region, darauf hinauslaufen, dass man die ersten 5 Karten abwechselnd verwendet, um je 2 Cumal einzunehmen. Dann bezahlt der hinten sitzende Spieler 2 Cumal und setzt eine Karte ein, die es erlaubt, Spielsteine in zwei verschiedenen Reihen einzusetzen - dann erhält er die 2 Cumal zurück und bleibt damit kostenneutral. Ist doch irgendwie witzlos. Jedenfalls hätte ich in dem Fall keine Lust, in Vorleistung zu treten, und 2 Cumal abzudrücken.

> Wichtig ist meines Erachtens, nicht zu früh aufs ganze zu
> gehen. Ein gut platziertes Fort hingegen kann Gold wert
> sein, und langsames "hochforten" scheint mir oft stärker zu
> sein, als massive Übernahmen. Oben wird es eng, und Gegner
> können nicht mehr wirklich zusammenarbeiten, um einem einen
> König zu entreißen, man kann bestenfalls den Angreifer
> woanders in Ruhe lassen und den Verteidiger nerven, aber
> Königsklau ist in der Praxis immer nur 1 gegen 1. Letzten
> Endes pennt doch irgendwer irgendwann, oder ein geschickter
> Schicksalsstein (zwei eigene tauschen ist auch eine nette
> Variante und explizit gestattet) ermöglicht die Übernahme
> des Königsrangs. Wir sind eigentlich immer mit den 60-90
> Minuten ausgekommen.

Danke für Deine Ausführungen. Das deckt sich mit unseren Erfahrungen - die Situation "Ich lass Dich da in Ruhe machen, damit Du den Sieg durch den 2.Königsstein des dritten Spielers verhinderst" hatten wir auch ein paar Mal. Allerdings muss ich sagen, dass ich ein Spielende, das über Unachtsamkeit oder Kartenglück ausgelöst wird, als eher unbefriedigend empfinde. Nun denn, in jedem Fall freue ich mich darauf, Deine Rezi zu lesen.

Alles Gute wünscht
Kathrin.

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Marten Holst
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RE: [RF] Tara - kleiner Erfahrungsbericht mit Regelfragen

Beitragvon Marten Holst » 27. November 2006, 18:30

Moin Kathrin,

> "Marten Holst" hat am 27.11.2006 geschrieben:
>> Zu Frage 1: Zumindest regeltechnisch sehe ich nichts, was
>> einen cumallose ("Jungrauen" sagten sie auf der Messe etwas
>> verschämt, dass Wort heißt "Sklavin"... netter Währungsname
>> :-) ) Eintritt in die dritte Region zuließe. Könnte dennoch
>> so gemeint gewesen sein, sind wir nicht drauf gekommen.
>
> Wobei, wie ich finde, die Abbildungen auf den Cumal eher
> wie vierbeinige Paarhufer aussehen ;)

aber dann nach der Logik eigentlich drei drauf müssten, denn ein Cumal, also eine junge Dame, soll ja drei Kühen entsprechen. Ist aber irgendwann doch Off Topic, ich fürchte fast, darauf schon ziemlich viel rumgeritten zu sein :-)

> Naja, letztendlich könnte es doch, im Falle dass man die 2
> Cumal bezahlen muss für die 3. Region, darauf hinauslaufen,
> dass man die ersten 5 Karten abwechselnd verwendet, um je 2
> Cumal einzunehmen. Dann bezahlt der hinten sitzende Spieler
> 2 Cumal und setzt eine Karte ein, die es erlaubt,
> Spielsteine in zwei verschiedenen Reihen einzusetzen - dann
> erhält er die 2 Cumal zurück und bleibt damit
> kostenneutral. Ist doch irgendwie witzlos. Jedenfalls hätte
> ich in dem Fall keine Lust, in Vorleistung zu treten, und 2
> Cumal abzudrücken.

Jein. Natürlich hast Du technisch recht. Allerdings ist bei der Technik sehr bald Cumal nicht mehr die knappe Ressource (okay, im Zweierspiel schon wieder eher, da ja die ersten Regionen nichts mehr abwerfen), und man sollte den Moment nicht verpassen, in dem die ein oder zwei zusätzlichen Gefolgsleute in Munster oder woimmer, die man durch früheres Einsetzen mehr hat, nicht wichtiger sind, als die zwei Cumal. Hängt natürlich wirklich auch an den Finanzreserven. Gerade wenn beide andere Regionen allerdings in der gleichen oder direkt aufeinanderfolgenden Runden "gekönigt" haben, ist das Staatssäckel gerne mal vertretbar gefüllt.

Aber das nur zur Verteidigung der Regel, wie ich sie verstanden habe, die Effekte stimmen, und da ja auch in andere Regionen nicht eingesetzt werden darf, spricht welches für Deine "Hausregel". Nur: die Spielregel gibt es nicht her. Sie hatte zwei Gelegenheiten, das so zu propagieren, und hat beide versemmelt :-)

> Allerdings muss ich sagen, dass ich ein Spielende, das über
> Unachtsamkeit oder Kartenglück ausgelöst wird, als eher
> unbefriedigend empfinde.

Ich auch, aber beide Begriffe sind relativ zu sehen. In Bezug auf Schicksalssteine hat man natürlich immer die Schwierigkeit, zu überblicken, was der Gegner machen kann, hier kann man selber viel besser planen - und dann natürlich auch vorbereiten. Überhaupt in solchen Phasen einen Schicksalsstein zu bekommen, oder den 0-Cumal-Doofie ganz unten nur dann, wenn er sinnig aktiviert werden kann, das ist schon etwas Glück. "Nur gewinnen durch Überseher oder Glück" tut man, auf einer gewissen höheren Abstraktionsebene, eh in jedem Spiel, das funktioniert, denn die einzige dritte Möglichkeit, die ich sehe, ist unausgeglichenes Design ;-)

Sicherlich richtig ist allerdings, dass Tara nicht das höchststrategische Spiel ist und auch vom Ärgerfaktor lebt.

> Nun denn, in jedem Fall freue ich
> mich darauf, Deine Rezi zu lesen.

Ist leider ein wenig lang geworden, da der Text selber unter Zeitdruck entstanden ist. :-)

Tschüß
Marten


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