Beitragvon Sebastian Rapp - Kosmos » 19. November 2007, 10:12
Zunächst mal im Wesentlichen Zustimmung zu Gustavs Antworten.
Eine Korrektur habe ich, sowie noch drei Ergänzungen:
Peter Gustav Bartschat schrieb:
> > 2. Wie weit kann ich die Kriegsflotte versetzen? Beliebig
> > weit, wie das Piratenschiff? Es hat drei(!) Pfeile
> > auf der Übersichtskarte, die uns verunsichern.
>
> Jede Kriegsflotte kann genau einmal pro Zug gegen Zahlung von
> 1 Einheit Wolle auf ein beliebiges anderes Meeresfeld
> versetzt werden. Es gibt dabei keine Entfernungsgrenze.
Im Gegensatz zur darüber abgebildeten Kriegsflotte ohne Pfeile (Baukosten) zeigen die Pfeile an, dass es sich in dieser Zeile um die Kosten fürs Versetzen handelt.
> > 3. Darf ich einen Stützpunkt, der gar nichts
> > mehr nützt, weil
> > mit ihm keine Küstensiedlung mehr gebaut werden kann,
> > zurücknehmen oder bleibt er dort blockiert?
>
> Ein Stützpunkt kann nur im Zusammenhang mit dem Bau einer
> Kolonialsiedlung entfernt werden. Ansonsten bleibt er
> für den Rest des Spiels da stehen, wo er einmal
> hingestellt wurde.
Das ist so ähnlich wie mit unnütz gebauten Straßen - die bleiben halt unnütz stehen.
> > 4. Kann ich mit der Fortschrittskarte Strassenbau
> > tatsächlich auch zwei Schiffe bauen? Dies scheint
> > uns sehr mächtig.
>
> In diesem Punkt kann ich keine offizielle Erklärung
> wiedergeben, sondern nur sagen, was ich vermute, und zwar
> vorbehaltlich einer anderslautenden Entscheidung durch Autor
> oder Redaktion:
>
> In diesem Szenario wirkt sich die Straßenbaukarte nur auf
> Straßen aus, denn Schiffe werden hier ja nicht wie Straßen -
> also als lange, zusammenhängende Kette - eingesetzt, sondern
> haben eine grundsätzlich andere Funktion. Schiffe sind somit
> Straßen nicht gleichgestellt und müssen daher einzeln bezahlt
> werden.
Hier kommt nun mein Widerspruch: Schiffe haben in den Kolonien dieselben Baukosten wie in anderen Seefahrer-Szenarien. Mit einer Straßenbaukarte gewinnt man netto einen Rohstoff (3 hat man für die Karte bezahlt, 4 würden die Schiffe kosten). Ich kann nun nicht sehen, warum das so mächtig sein sollte. Im Gegenteil - ich halte die Karte in den Kolonien sogar eher für schwächer. Klar, wenn man sie früh zieht, dann kann man schnell 2 Schiffe aufstellen, und damit prima auf Entdeckerfahrt gehen. Zieht man sie aber spät, dann wird man tendenziell seine drei Schiffe bereits im Einsatz haben, denn sobald die ersten Kolonialsiedlungen stehen, braucht man seine Schiffe ja zum Transport - und dann werden sie auch nicht mehr in Stützpunkte umgewandelt, man kann die Karte also nicht mehr für Schiffe einsetzen. Überhaupt scheint mir die Bedeutung des kolonialen Straßenbaus hier etwas unterbewertet vorzukommen. Ich halte es beinahe für interessanter, wenn ein zusammenhängedes Gebiet absehbar ist, mit schnellen Straßen in die Mitte vorzustoßen, denn da kommt man Stützpunkten nicht hin - und schneller geht's mit Straßen allemal.
>
> > 5. Das Piratenschiff darf nicht auf eine Kreuzung gesetzt
> > werden, die an den Rahmen grenzt. Darf es aber
> > über solche Kreuzungen fahren, um in eine Bucht
> > zu gelangen, die nur über
> > solche Kreuzungen erreichbar ist? Oder ist das
> > Piratenschiff eine Art Fliegender Holländer?
>
> Das Piratenschiff fährt gar nicht, sondern es wird versetzt.
> Unter Beachtung der in der Regel formulierten Einschränkungen
> darf es auf jede Kreuzung an einem Meeres-Feld gesetzt
> werden. Die Frage, ob es unter Berücksichtigung von Wind-,
> Strömungs- und Spielfeldrandverhältnissen dort tatsächlich
> hätte hinsegeln können, muss dabei nicht geklärt werden.
Völlig korrekt. Ich möchte noch anfügen, dass wir die Rahmenregel aus spieltechnischen Gründen eingeführt haben - dürfte man auf den Rahmen setzen, könnte der Seeräuber Seewege komplett blockieren. Da dies Spieler, über die eigentliche Funktion des Seeräubers hinaus, extrem behindern kann, haben wir diese Möglichkeit ausgeschlossen.
Sebastian Rapp / Kosmos