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[RF] Vor dem Wind

Regelfragen und Varianten: Wie geht Spiel XY?
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Ferdinand Köther
Kennerspieler
Beiträge: 1147

[RF] Vor dem Wind

Beitragvon Ferdinand Köther » 15. September 2007, 23:47

Gestern die erste Partie, interessante Mechanismen, vielleicht etwa zu mechanisch und daher zäh, vermutlich aber eher Anfängerdummspielerei, im Laufe des Spiels wurd's nämlich immer flotter, ist auf jeden Fall weitere Partien wert - und hat sogar 'ne einigermaßen brauchbare Regel. Nix gegen Phalanx, im Gegenteil, viele tolle Spiele, aber leider oft mit holperigen, lückenhaften, unklaren Regeln.

Was nicht in der Regel steht, und auch nicht hier im Forum behandelt wurde, zumindest hab' ich nix dierbezüglich gefunden: Was passiert, wenn man eine Warenkarte nimmt bzw. erhält, aber es gibt die Ware nicht mehr? Als erfahrener Spieler findet man dafür natürlich eine Lösung - trotzdem will ich immer wissen, wie "es sein soll".
Wir haben uns schnell kleine Papierkärtchen geschrieben, bis wieder genug entsprechende Karten vorhanden waren.

Geht man leer aus?
Darf man sich eine beliebige andere Ware nehmen?
Erhält man 1:1 Geld?
.... oder macht man sich kleine Papierkärtchen oder Notizen auf einem Blatt Papier?

Der Fall mag vielleicht selten, bei mit dem Spiel vertrauten Spielern gar nicht vorkommen, trat aber bei uns gestern ganz schnell auf.

Grüße an alle vor, mit und nach dem Wind
Ferdi

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Ernst-Jürgen Ridder

Re: [RF] Vor dem Wind

Beitragvon Ernst-Jürgen Ridder » 16. September 2007, 10:28

Hallo Ferdi,

bei uns kam das auch schon vor. Wir haben das aber anders gelöst. Ich neige eher dazu, das vorhandene Material als Begrenzung/Einschränkung anzusehen, wenn das in der Regel nicht explizit anders vorgesehen ist. Erscheint mir bei Vor dem Wind auch realistischer. Etwa: Sind gerade keine Äpfel verfügbar, kann ich eben keine bekommen, keine einlagern -welche denn auch-, keine verschiffen -habe ja keine-; schließlich kann ich Äpfel, die nur "auf dem Papier" (hier: selbst gemachtes Kärtchen) und nicht "real existierend" (hier: zum Spiel gehöriges Apfelkärtchen)vorhanden sind, auch nicht essen.

Ich empfinde solche Beschränkung nicht als störend, man muss sich darauf halt einstellen. Man darf ja auch ausdrücklich z.B.weniger Waren einlagern -zu vollen Lagerkosten- als auf der Einlager-Karte angegeben sind. Das kann ja auch Sinn machen, weil ich etwa zu wenig Lagerplätze habe, Lagerplätze für anderes freihalten will, oder eben auch eine bestimmte Ware gar nicht, oder weniger als gewollt, habe bekommen können.

Spielerische Grüße
Enrst-Jürgen

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Uli Blennemann
Kennerspieler
Beiträge: 488

Re: [RF] Vor dem Wind

Beitragvon Uli Blennemann » 16. September 2007, 10:58

„Nix gegen Phalanx, im Gegenteil, viele tolle Spiele, aber leider oft mit holperigen, lückenhaften, unklaren Regeln.“

Ich „liebe“ dieses Forum für seine offenen und versteckten Polemiken, ´mal subtil, ´mal sehr viel weniger subtil.

Zu Deiner Frage:
„Was passiert, wenn man eine Warenkarte nimmt bzw. erhält, aber es gibt die Ware nicht mehr?“

Die Karten stellen das absolute Limit dar; wenn keine Ware vorhanden ist, kann auch keine genommen werden.

Nun aber zur Wahrscheinlichkeit:
Das Spiel enthält von jeder der vier Warenarten 15 Karten (= 60 Karten).
Erstens, pro Runde können nur 2 Waren-Einkaufskarten gedreht werden. Ob diese dann auch beide genommen werden, ist ebenso nicht sicher (dies hängt vom Spielverlauf ab). Zudem weisen Warenkarten ja verschiedene Waren auf. Schließlich kommen nicht genommene Warenkarten wieder auf die entsprechenden Stapel zurück.
Zweitens, um im Spiel fortzuschreiten (sprich: zu gewinnen), müssen Waren verschifft werden. Auch so gelangen die Karten wieder auf die Stapel.


…“und hat sogar 'ne einigermaßen brauchbare Regel.“

Danke! Ich klinke mich hier nun aus…


Uli

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Ferdinand Köther
Kennerspieler
Beiträge: 1147

Re: [RF] Vor dem Wind

Beitragvon Ferdinand Köther » 16. September 2007, 13:01

Uli Blennemann schrieb ....
>
> Zu Deiner Frage:
> „Was passiert, wenn man eine Warenkarte nimmt bzw.
> erhält, aber es gibt die Ware nicht mehr?“
>
> Die Karten stellen das absolute Limit dar; wenn keine Ware
> vorhanden ist, kann auch keine genommen werden.
>
> Nun aber zur Wahrscheinlichkeit:
> Das Spiel enthält von jeder der vier Warenarten 15 Karten (=
> 60 Karten).
> Erstens, pro Runde können nur 2 Waren-Einkaufskarten gedreht
> werden. Ob diese dann auch beide genommen werden, ist ebenso
> nicht sicher (dies hängt vom Spielverlauf ab). Zudem weisen
> Warenkarten ja verschiedene Waren auf. Schließlich kommen
> nicht genommene Warenkarten wieder auf die entsprechenden
> Stapel zurück.
> Zweitens, um im Spiel fortzuschreiten (sprich: zu gewinnen),
> müssen Waren verschifft werden. Auch so gelangen die Karten
> wieder auf die Stapel.
>
Vielen Dank für die Antwort, lieber Uli, ebenso an Ernst-Jürgen. Ist schon klar, daß die Waren wieder ins Spiel kommen, bei uns passierte es eben, daß eine Ware nicht mehr vorhanden war und es dauerte ein bißchen, bis sie durch Verschiffen wieder ins Spiel kam - vielleicht ein seltener Fall, oder, wie ich schon sagte, auch Anfängerunvermögen, aber passiert halt mal.
Gut zu wissen, daß das Materiallimit auch das absolute Limit ist.

Subtile, absolut unlimitierte Grüße
;-) Ferdi

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nascar8

Re: [RF] Vor dem Wind

Beitragvon nascar8 » 16. September 2007, 20:30

Uli Blennemann schrieb:
>
>
> …“und hat sogar 'ne einigermaßen brauchbare
> Regel.“
>

... es hat sogar eine ganz feine Regel (und es ist auch ein ganz feines Spiel. Auch für 2). Einzig der durchaus wichtige Hinweis zur Sonderkarte "Einkauf und Lagerung" wurde als Unterpunkt "4.3.3 Besondere Kombination der Aktionen" mittelprächtig scchwer versteckt.

Dieter


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