Beitragvon Volker L. » 4. März 2009, 13:33
Björn schrieb:
>
> Die Korruption tritt nur in der Versorgungsphase am Ende des
> eigenen Zuges auf. (Regel S.22)
Ist so nicht ganz richtig - Michi fragte eindeutig nach
Produktion aufgrund von (Ereignis-)Karten.
Wenn da steht (wohl hauptsächlich in den Zeitalter-A-Karten),
dass man 2 Erz oder 2 Nahrung oder so bekommt, dann ist
das keine Produktion im eigentlichen Sinn, man erhält
die angegebene Menge unabhängig von der Anzahl der
vorhandenen Produktionsgebäude - daher wird Ernährung/
Korruption gar nicht erwähnt.
Bei den Ereigniskarten aus Zeitalter 1 steht, dass man
produziert und Ernährung/Korruption ignoriert. Man
produziert also genauso, als wenn jetzt gerade die
abschließende Phase des Zuges wäre, also jedes Gebäude
einen blauen Stein plus eventuelle Boni (z.B. Pakte, dass
Spieler A ein Erz und Spieler B eine Nahrung mehr kriegen),
aber eben ohne anschließend zu reduzieren.
Die entsprechenden Ereigniskarten aus Zeitalter 2 dagegen
sagen, dass man produziert und die Ernährung/Korruption
[i]nicht[/i] ignoriert, d.h., hier wird ganz exakt so
verfahren wie sonst am Ende des Zuges.
> 4. Rohstoffproduktion (blaue Steine auf Minen legen)
> (Hier kann man mit der in der Regel erwähnten alternativen
> Rohstoffproduktion spielen und evtl. auf Erz verzichten um
> der Korruption zu entgehen - mit Nahrung geht das nicht -
> Regel S. 23)
letzteres wäre auch nicht sinnvoll, da bei der Ernährung
blaue Steine in Abhängigkeit der Anzahl vorhandener
gelber Steine abgegeben werden müssen - Verzicht würde
also die abzugebende Menge nicht reduzieren. Bei den Erzen
hingegen gibt man blaue Steine in Abhängigkeit von den
vorhandenen blauen Steinen (oder genauer gesagt von den
aus der blauen Bank bereits entfernten Steinen) ab, und
hier kann es eben wegen der +2-Stufen theoretisch dazu
führen, dass 1 einzelnes Erz mehr produziert 2 mehr
abgeben bedeutet, wodurch man netto eins weniger hätte
als bei geringerer Produktion - für diesen Fall schlägt
die Regelvariante vor, freiwillig auf den einen zu
produzierenden Stein zu verzichten.
Auf Nahrungseinkünfte zu verzichten wäre hingegen nur
dann sinnvoll, wenn die Produktion so sehr über dem
Verbrauch liegt, dass sich viel ungenutzte Nahrung
ansammelt - in diesem Fall kann man ja notfalls eine
Farm abreißen.
Gruß, Volker