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[RF] Pergamon

Regelfragen und Varianten: Wie geht Spiel XY?
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Rollum
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[RF] Pergamon

Beitragvon Rollum » 11. Juni 2011, 15:27

hallo,
haben gestern zu zweit pergamon gespielt und fanden es eigentlich ganz schön, obwohl sich meine frau etwas "gespielt" gefühlt hat. vor allem durch die auslage der funde in den schächten. mal zu wenig geld, mal hat nix zusammen gepasst und irgendwann war das spiel auch sehr schnell zu ende. wie gesagt revanche folgt. zur regelfrage:
muss man immer einen schacht ausheben bei der phase funde bergen. in der regel steht "darf" und das hab ich mal als "muss nicht" ausgelegt, damit man auch mal bausparen kann.

grüsse.

p.s.: ich mag pergamon, glaub ich auch so gern, da ich die schachtegröße echt gut finde. materialqualität top und ein "vollwertiges" spiel drin. siehe auch speicherstadt.

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Marc Noelkenbockhoff
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Beiträge: 283

Re: [RF] Pergamon

Beitragvon Marc Noelkenbockhoff » 11. Juni 2011, 15:36

Nein, man muss nicht jedes Mal einen Schacht ausheben.
Es ist durchaus effektiv, auch mal nur Geld zu horten :-)

Gruß
Marc

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Dietrich
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Beiträge: 1154

Re: [RF] Pergamon

Beitragvon Dietrich » 12. Juni 2011, 00:32

Moin, moin,
siehe Spielregel Seite -8- untere Hälfte:
"Befinden sich in der Ausgrabungsstätte nur wenige oder relativ wertlose Fundstücke (aus dem 1. oder 2. Jahrhundert AC), so kann es sich lohnen, die erhaltenen Forschungsgelder für folgende Runden aufzubewahren."
Dort steht es somit auch schwarz auf beige.
Pfrohe Fingsten
Dietrich

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DerFelix
Spielkind
Beiträge: 16

Re: [RF] Pergamon

Beitragvon DerFelix » 13. Juni 2011, 09:00

Ich fand Pergamon auf anhieb auch erstmal nett, vorallem weil es so schnell vorbei ist.
Das ist jetzt nicht negativ gemeint, sondern folgendermaßen: Fakt ist, dass man trotz vieler Feinheiten und Entscheidungen doch "auch" auf etwas Glück ankommt bzw. man dem Zufallselement nicht entgehenkann.
Wenn es dann für einen sehr gut läuft, dann ist auch bald klar, dass er der Sieger ist, und die kurze Spieldauer erspart ein langes Leiden der Mitspieler, so dass alle noch sagen können: "nettes Spiel". Gleiches gilt, wenn ein Spieler mal vom Zufall ge...foppt wird und einfach keine Chance mehr hat.

Ich musste mich mit dem Spiel im rahmen der Brettspiel-DM befassen und fand es von Verhältnis von Spielspaß und -Dauer sehr angenehm. Was mich ein wenig geärgert hat ist folgendes:
Wenn ein Spieler mal durch etwas Glück und/oder vielleicht einen suboptimalen Zug eines Mitspielers (was ja bei einem Vierer-Spiel für die anderen Spieler auch eine Art Glückselement ist) an sehr viel Geld kommt dann hat das einen seltamen effekt.
Da er keine Geldnot mehr hat, setzt er öfters mal seinen Stein eher hinter die anderen Spieler, anstelle sich zwecks sicherem Einkommen zwischen die Mitspieler zu setzen.
Die anderen Spieler, bei denen das Geld eher knapp ist, müssen sich auf das garantierte Einkommen verlassen und können es sich nicht leisten, sich in der Hoffnung eines positiven Geld-Ausreißers weit nach hinten zu setzen.

Die Folge ist also, dass ein Spieler der früh zu Reichtum kommt viel öfter als letzter das Restgeld abgreift, was ungünstigerweise dann dazu führt, dass er noch viel reicher wird.

Dies komm m.E. daher, dass die ... ääh... Varianz? Ertragsbreite? ...also der Unterschied zwischen möchlichem Minimum und Maximum bei den Schatz-Karten ziemlich groß ist.
2 Beutel = 2 bis 8 oder Beutel+Truhe = 6 bis 12.

Da muss ein Spieler, der wirklich Geld braucht eben eher niedrig ansetzen, um sicher zu sein, dass sich sein Zug überhaupt lohnt, wodurch dann eben wieder mehr für den Spieler abfällt, dem es gerade egal ist, ob er nix oder ganz viel bekommt.

So... genug geschwafelt. Ich denke, ihr versteht, was ich meine.
Aber insgesamt ist es trotzdem ein nettes kurzweiliges Spiel, dass ich auch nach dem Turnier gern mal wieder auf den Tisch bringen werde (mit etwas zeitlichem Abstand ;-).

Gruß,
DerFelix


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