Im Prinzip stimme ich völlig zu: J&S hat ein wesentlich höheres Glücksmoment, mit Planung und Taktik geht da wenig.
Das hat vor allem auch damit zu tun, daß es zwei Sorten Einsetzpöppel gibt und damit weniger "Männchen".
Die Fischerhütten muß man eigentlich beim ersten halbwegs passenden See setzen, für etwas anderes sind sie ja nicht zu gebrauchen. Ob das Seensystem dann etwas wird oder nicht, das ist ohnehin reine Glückssache.
Die nur fünf Männchen sind viel zu wenig, um eines der schönsten Taktik-Elemente des Original-CC auszureizen: Der Kampf um Mehrheiten.
Städte und Flüsse sind ohnehin meist zu kompakt, um wirklich von drei unabhängigen Ecken ein Zusammenwachsen hinzukriegen (und nur so schafft man ja die minimale 2:1 Mehrheit).
Und bei Wiesen ist es hochriskant, anfangs überhaupt Bauern zu legen. Die S&J sind ja oft viel kleiner und fragmentierter als die im Original. Früh gelegte Bauern verhungern da oft mit wenig Ertrag - und diese Männchen fehlen ganz bitter.
Und im Mittel- oder Endspiel die Mehrheitsübernahme einer Wiese zu organisieren, das schafft man fast nie. Und man beschränkt mit solchen Manöverversuchen die freie Anzahl an Männchen so krass, daß man selbst bei gewonnener Mehrheit anderswo viele Punkte verschenkt hat.
Das höchste der Gefühle ist es vielleicht, sich schmarotzend an eine große Wiese dranzuhängen um die Punkte zu teilen.
Ansonsten aber kassiert bei S&J jeder still für sich hin, das ist schon deutlich langweiliger als im Original.