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Hive: Notation

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Ulrich Roth

Re: Hive: Notation

Beitragvon Ulrich Roth » 6. Dezember 2002, 02:02

Hallo Günter,

> > (handschriftlich kann es dann auch ein fetter Punkt oder
> > Strich sein), und für das Einsetzen von Figuren statt des
> > Asterisk ein der Figurenbezeichnung vorgestelltes Pluszeichen
> > +.
> Kann man machen. Ist vermutlich hilfreich, vielleicht
> überflüssig.

Unbedingt erforderlich ist es natürlich nicht, aber hilfreich auf jeden Fall, denn so weiß man beim Nachspielen einer Partie sofort, wann man zur Reserve greifen muss.

> > Noch wichtiger finde ich, dass die Reihenfolge der (bis zu)
> > drei Figuren nicht *A / A / A* sondern A / *A / A* sein
> > sollte: A ist als erstes Exemplar das unmarkierte Original,
> > dem dann zwei Klone (einer links-, einer rechtslastig)
> folgen.
> In diese Reihenfolge einzusetzen halte ich persönlich für
> sinnvoll, aber eigentlich muss man niemanden vorschreiben,
> welche Richtung die zuerst gesetzte Ameise haben soll.

Jein... Wenn die Einsetzreihenfolge nicht klar geregelt ist, also jeder macht was er will, nötigt man sich dieses Chaos bei Korrespondenzpartien und dem Nachspielen fremder Partien permanent gegenseitig auf. Stelle ich mir sehr unbefriedigend vor. :eek:

> > Würde man es nicht so machen, müsste ja sogar die einzelne Q
> > als *Q firmieren, und das wäre wohl doch irgendwie daneben.
>
> Nur wenn man dazu die Reihenfolge 1=* links ,2= ohne * , 3 =
> *rechts im Kopf hat
>
> Ich sehe es einfach so, es gibt *A, A und A* als
> unterschiedliche Spielsteine (auch wenn die Unterschiede erst
> nach dem Einsetzen erkennbar sind). In welcher Reihenfolge
> man sie einsetzt, ist mir egal. Man kann als unverbindliche
> Konvention vorschlagen, das immer zuerst der Spielstein ohne
> * eingesetzt wird. Aber wer es anders machen will, soll es
> tun (ich würde es wahrscheinlich so machen).

Siehe oben. Zuviel Freiheit tut m.E. hier nicht gut.
Man sollte m.E. auch festlegen, dass die Figuren *Q, Q*, S* , B* schlicht nicht existieren, demnach weder eingesetzt noch notiert werden können. :evil:

> Ein paar Punkte noch, zu denen man sich Gedanken machen kann,
> wenngleich sie eher nebensächlich sind:
>
> 1. Wird ein Spielstein an mehrere Steine gleichzeitig
> angelegt sollte/kann man in Klammern diese Spielsteine nennen
> oder besser nicht ? Ich bin mir da unschlüssig.

M.E. auf keinen Fall, da überflüssiger - und erheblicher - Schreib- und Denkaufwand, der eine glasklare Sache nicht noch glasklarer macht (nicht ohne Grund gibt es diesen Komparativ nämlich nicht). :wink:

> 2. Vielleicht sollte man sich darauf einigen, dass man beim
> gleichzeitigen Anlegen an die Königin und anderen Figuren
> grundsätzlich die Königin in der Notation nennt.

Das habe ich bisher rein intuitiv so gemacht, bin aber eher dagegen, es verbindlich vorzuschreiben, da nicht wirklich notwendig. Es bringt zu wenig, um dem Erlerner der Notation diese zusätzliche Regel aufzubürden.

> 3. Verwechslung von Buchstaben sowohl bei handschriftlicher
> Notation S und s als auch beim PC (man kann sich mit der
> Unmschalttaste vertun). Aber da hilft wohl nur Sorgfalt.

So ist es.

Noch kurz zum Thema Uhr: Auch mit deinem 2-4-6-8-10-12 System habe ich mich mittlerweile angefreundet. Für nur gelegentliche Notationsnutzer ist es wohl wirklich intuitiver, und das Schreiben der zweistelligen Zahlen hat mich in der Praxis weit weniger gestört als erwartet. Die unschöne Krücke 0 = 12 / X = 10 halte ich daher für unnötig.

Letztes Detail: Was hältst du von dem Einbau der kleinen Redundanz > statt - zwischen Figurbezeichnung und Zielfelddefinition im Falle eines auf eine andere Figur ziehenden Käfers?
Und soll es dann auch erlaubt sein, statt z.B. B>*s4 einfach B>q zu schreiben?
Ich wäre dafür (analog zu z.B. "DxS", ohne Koordinatenangabe, im Schach), weil schnell und intuitiv sowohl für Notator als auch Nachspielenden. Falls zwei gleichartige Figuren benachbart sind (kommt nicht allzuoft vor), greift man auf die ausführliche Standardnotation zurück.

Grüße,
Ulrich

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Benjamin Spicher

Re: Hive: Notation - Update + Partiebeispiel

Beitragvon Benjamin Spicher » 6. Dezember 2002, 08:26

Man könnte bei Handschriftlicher Notation über die kleinen "s" einen waagerechten Strich ziehen damit's klar ist. Maschinell ist S/s klar. Ansonsten finde ich die Notation sehr gut (vor allem auch schlank).

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Ulrich Roth

Re: Hive: Notation - Update + Partiebeispiel

Beitragvon Ulrich Roth » 6. Dezember 2002, 15:15

Hallo Benjamin

> Man könnte bei Handschriftlicher Notation über die kleinen
> "s" einen waagerechten Strich ziehen damit's klar ist.

Oder, wenn man das Problem (das ja nur bei dieser Figur existiert) mal erkannt hat, einfach die kleinen "s" besonders klein und die großen besonders groß schreiben.

> Ansonsten finde ich die Notation sehr gut (vor allem auch schlank).

Ja, danke, ich finde sie auch voll cool! :cool:
Deshalb hat sie ja auch einen hervorragenden zweiten Platz beim öffiziösen Forumshivenotationssystemwettbewerb belegt. :))
Jetzt müssen wir sie aber bereits dem Gedächtnisloch überantworten, denn:

Erst nachdem es mir im letzten Moment gelungen ist, Günter den wasserfesten Filzstift aus der Hand zu schlagen, mit dem er alle Hive-Sets weltweit "verschönern" wollte :lol: , ist mir klar geworden, dass seine Konzeption der fixen Kennzeichnung jeder Figur die ganze Partie hindurch eigentlich gewaltige Vorteile hat! :wink:

Grüße, Ulrich

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Ulrich Roth

Re: Hive: Günters Notation - Partiebeispiel

Beitragvon Ulrich Roth » 6. Dezember 2002, 15:50

Hier eine Partie (die spannendste, die ich bislang mitgeschrieben habe) in Günters Notation:

1. +B +b
2. +Q-B8 +s-b10
3. +S-Q10 +q-s12
4. S-q8 q-S12
5. +*S-S8 +a-b2
6. *S-q12 a-Q8
7. +*B-*S2 +g-b12
8. *B-q2 g-B6
9. +G-*B12 +*a-b2
10. G-q10 +a*-b12
11. +*G-S8 *a-*G8
12. +G*-G10 a*-G*10
13. +A-*S2 g-b12
14. *B-q4 *a-A2
15. +*A-G8 a*-*A8
16. *B-q2 g-Q4
17. *G-q4 *a-S8
18. *B>q *a-A4
19. +A*-G12 a*-*A6
20. G*-a*6 *g-g4
21. *B-q8 +s*-a8
22. A*-*s8 *g-Q10
23. A*-*a4 g*-b2
24. *A-g*2 *g-g4
25. A*-*s8 +*b-a10 !
26. A*-*g4 *b>a
27. A*-*s8 *b>Q
28. A*-a12 ! *b>B
29. G-A2 *b>Q
30. G-q10 *b>A
31. G-A2 *s-g6 !
32. G-q10 a-Q6 !
33. G-A2 *s-Q8

S1 gibt auf.

Hoffentlich ist alles fehlerfrei! Ich habe die Partie nochmal damit durchgespielt, aber das muss nichts heißen, da ich sie noch im Kopf habe...

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Ulrich Roth

Re: Hive: Günters Notation - Partiebeispiel: Korrektur

Beitragvon Ulrich Roth » 6. Dezember 2002, 17:22

Wusste ich's doch, irgendwas geht immer schief. Im 20. und 23. Zug fehlten bei S2 die Pluszeichen +. Richtig also:

1. +B +b
2. +Q-B8 +s-b10
3. +S-Q10 +q-s12
4. S-q8 q-S12
5. +*S-S8 +a-b2
6. *S-q12 a-Q8
7. +*B-*S2 +g-b12
8. *B-q2 g-B6
9. +G-*B12 +*a-b2
10. G-q10 +a*-b12
11. +*G-S8 *a-*G8
12. +G*-G10 a*-G*10
13. +A-*S2 g-b12
14. *B-q4 *a-A2
15. +*A-G8 a*-*A8
16. *B-q2 g-Q4
17. *G-q4 *a-S8
18. *B>q *a-A4
19. +A*-G12 a*-*A6
20. G*-a*6 +*g-g4
21. *B-q8 +s*-a8
22. A*-*s8 *g-Q10
23. A*-*a4 +g*-b2
24. *A-g*2 *g-g4
25. A*-*s8 +*b-a10 !
26. A*-*g4 *b>a
27. A*-*s8 *b>Q
28. A*-a12 ! *b>B
29. G-A2 *b>Q
30. G-q10 *b>A
31. G-A2 *s-g6 !
32. G-q10 a-Q6 !
33. G-A2 *s-Q8

S1 gibt auf.

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hannes

Re: Hive: Günters Notation - Trennsymbol

Beitragvon hannes » 6. Dezember 2002, 18:04

Vorschlag :
Mir fehlt in jeder Zeile irgend ein Trennsymbol, eine Interpunktion zwischen den Zügen von S1 und S2. Z.B.:

9. +G-*B12 ; +*a-b2

Punktueller Gruss

hannes

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Ulrich Roth

Re: Hive: Günters Notation - Trennsymbol

Beitragvon Ulrich Roth » 6. Dezember 2002, 21:44

Hallo Hannes,

> Vorschlag :
> Mir fehlt in jeder Zeile irgend ein Trennsymbol, eine
> Interpunktion zwischen den Zügen von S1 und S2. Z.B.:
> 9. +G-*B12 ; +*a-b2

(Noch) ein Symbol würde m.E. eher verwirren.
Was ich versucht habe (da Tabulatoren ja sowieso nicht gehen), ist nach der Zugnummer und dem Zug von S1 jeweils fünf Leerstellen einzufügen, aber nix zu machen, die sture Forumsoftware hat das auf je _eine_ reduziert... :evil:
Handschriftlich oder mit einer Textverarbeitung lässt sich das Problem leicht über den bloßen Abstand lösen.

Grüße,
Ulrich

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Günter Cornett

Re: Hive: Notation

Beitragvon Günter Cornett » 10. Dezember 2002, 06:15

Hallo Ulrich,

nach ein paar Tagen windowsbedingter Abstinenz melde ich mich mal wieder zu Wort.


Ulrich Roth schrieb:
>
> Siehe oben. Zuviel Freiheit tut m.E. hier nicht gut.
> Man sollte m.E. auch festlegen, dass die Figuren *Q, Q*, S* ,
> B* schlicht nicht existieren, demnach weder eingesetzt noch
> notiert werden können. :evil:

Das ist vermutlich ganz sinnvoll, gehört für mich aber zuden Dingen (wie die Einsetzreoihenfolge), die nach tatsächlichen stattgefundenen Partien entschieden werden sollten.

> > 2. Vielleicht sollte man sich darauf einigen, dass man beim
> > gleichzeitigen Anlegen an die Königin und anderen Figuren
> > grundsätzlich die Königin in der Notation nennt.
>
> Das habe ich bisher rein intuitiv so gemacht, bin aber eher
> dagegen, es verbindlich vorzuschreiben, da nicht wirklich
> notwendig. Es bringt zu wenig, um dem Erlerner der Notation
> diese zusätzliche Regel aufzubürden.

Es gibt Spielregeln und Empfehlungen.
Als letzteres würde ich es schriftlich festhalten.

> > 3. Verwechslung von Buchstaben sowohl bei handschriftlicher
> > Notation S und s als auch beim PC (man kann sich mit der
> > Unmschalttaste vertun). Aber da hilft wohl nur Sorgfalt.
>
> So ist es.

Ich find den Vorschlag mit dem Strich über dem s ganz gut; alternativ könnte man in Anlehung an den Klammeraffen das kleine s um einen Kreis (im Uhrzeigersinn) verlängern

> Noch kurz zum Thema Uhr: Auch mit deinem 2-4-6-8-10-12 System
> habe ich mich mittlerweile angefreundet. Für nur
> gelegentliche Notationsnutzer ist es wohl wirklich
> intuitiver, und das Schreiben der zweistelligen Zahlen hat
> mich in der Praxis weit weniger gestört als erwartet. Die
> unschöne Krücke 0 = 12 / X = 10 halte ich daher für unnötig.

Das ist schön. ich habe das auch nicht ausprobiert.


> Letztes Detail: Was hältst du von dem Einbau der kleinen
> Redundanz > statt - zwischen Figurbezeichnung und
> Zielfelddefinition im Falle eines auf eine andere Figur
> ziehenden Käfers?

Nicht soo wichtig, aber trotzdem:

Ich finde es besser, wenn das Einsetzen mit einem # und das Ziehen auf eine andere Figur mit einem+ bezeichnet wurde.

> wird in emails zur Zitatkennzeichnung verwendet
# ist ein Nummerierungszeichen (hier kommt das nächste)
+ steht für Addition. Man liest es als Verbindung zwischen zwei Zeichen


> Und soll es dann auch erlaubt sein, statt z.B. B>*s4 einfach
> B>q zu schreiben?

Ja, auf jeden Fall.

> Ich wäre dafür (analog zu z.B. "DxS", ohne Koordinatenangabe,
> im Schach), weil schnell und intuitiv sowohl für Notator als
> auch Nachspielenden. Falls zwei gleichartige Figuren
> benachbart sind (kommt nicht allzuoft vor), greift man auf
> die ausführliche Standardnotation zurück.

? Jede Figur hat doch ihre eigene Kennung: B>*A bzw.B+*A

Gruß, Günter

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Ulrich Roth

Re: Hive: Notation

Beitragvon Ulrich Roth » 11. Dezember 2002, 01:21

Hallo Günter,

> nach ein paar Tagen windowsbedingter Abstinenz melde ich mich
> mal wieder zu Wort.

Auweia - Großreinemachen? Schiebe ich schon seit Monaten vor mir her... :eek:

> > Siehe oben. Zuviel Freiheit tut m.E. hier nicht gut.
> > Man sollte m.E. auch festlegen, dass die Figuren *Q, Q*, S* ,
> > B* schlicht nicht existieren, demnach weder eingesetzt noch
> > notiert werden können. :evil:
>
> Das ist vermutlich ganz sinnvoll, gehört für mich aber zuden
> Dingen (wie die Einsetzreoihenfolge), die nach tatsächlichen
> stattgefundenen Partien entschieden werden sollten.

Hmm... Ich sehe es so: Mit welcher Orientierung die Spieler ihre Figuren real einsetzen und handhaben, ist mir letztlich schnuppe (solange ich nicht mit ihnen spielen und die Partie mitschreiben muss! :evil: ).
Sie sollen sich beim _Notieren_ aber bitte an die Konvention halten: X / *X / X* für erste / zweite / dritte eingesetzte x-beliebige Figur.

> > > 2. Vielleicht sollte man sich darauf einigen, dass man beim
> > > gleichzeitigen Anlegen an die Königin und anderen Figuren
> > > grundsätzlich die Königin in der Notation nennt.
> >
> > Das habe ich bisher rein intuitiv so gemacht, bin aber eher
> > dagegen, es verbindlich vorzuschreiben, da nicht wirklich
> > notwendig. Es bringt zu wenig, um dem Erlerner der Notation
> > diese zusätzliche Regel aufzubürden.
>
> Es gibt Spielregeln und Empfehlungen.
> Als letzteres würde ich es schriftlich festhalten.

OK, kann nicht schaden.

> > > 3. Verwechslung von Buchstaben sowohl bei handschriftlicher
> > > Notation S und s als auch beim PC (man kann sich mit der
> > > Unmschalttaste vertun). Aber da hilft wohl nur Sorgfalt.
> >
> > So ist es.
>
> Ich find den Vorschlag mit dem Strich über dem s ganz gut;
> alternativ könnte man in Anlehung an den Klammeraffen das
> kleine s um einen Kreis (im Uhrzeigersinn) verlängern

Kann man als Ideen in der offiziellen Darstellung des Notationssystems erwähnen. Dort sollte m.E. vor allem darauf hingewiesen werden, dass man bei S/s ganz einfach aufpassen muss. Wer sich eindeutig große und kleine "s" nicht zutraut, soll zu einem dieser Tricks greifen.

> Ich finde es besser, wenn das Einsetzen mit einem # und das
> Ziehen auf eine andere Figur mit einem+ bezeichnet wurde.
>
> > wird in emails zur Zitatkennzeichnung verwendet
> # ist ein Nummerierungszeichen (hier kommt das nächste)
> + steht für Addition. Man liest es als Verbindung zwischen
> zwei Zeichen

Das + für "zieht auf" ist OK, da intuitiv. Das war es allerdings für mich auch für "neue Figur einsetzen (und damit zu den vorhandenen addieren)".

Mit dem # für's Einsetzen bin ich aber nicht so glücklich, da es gegenüber dem + die doppelte Schreibarbeit erfordert, und das ca. 20x pro Partie... :roll:

Wenn ich mir meine Tastatur so anschaue, gibt's aber nicht mehr allzuviele plausible Möglichkeiten... :roll:

> > Ich wäre dafür (analog zu z.B. "DxS", ohne Koordinatenangabe,
> > im Schach), weil schnell und intuitiv sowohl für Notator als
> > auch Nachspielenden. Falls zwei gleichartige Figuren
> > benachbart sind (kommt nicht allzuoft vor), greift man auf
> > die ausführliche Standardnotation zurück.
>
> ? Jede Figur hat doch ihre eigene Kennung: B>*A bzw.B+*A

Natürlich, das war Quatsch. :oops:

Ich habe John Yianni vorgewarnt, dass ein Notations-Vorschlag im Anmarsch ist. Vielleicht könnten wir ihn über die verbleibenden paar Detailfragen dann eine Art "Gottesurteil" sprechen lassen... :wink:

Grüße,
Ulrich

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Günter Cornett

Re: Hive: Notation

Beitragvon Günter Cornett » 11. Dezember 2002, 02:20

Ulrich Roth schrieb:

> > nach ein paar Tagen windowsbedingter Abstinenz melde ich mich
> > mal wieder zu Wort.
>
> Auweia - Großreinemachen? Schiebe ich schon seit Monaten vor
> mir her... :eek:

Hallo Ulrich,

ja, da konnte wer die system.ini nicht finden
und beider Sytemwiederherstellunng hat immer irgendwer einen fehler irgendwo verursacht

> Hmm... Ich sehe es so: Mit welcher Orientierung die Spieler
> ihre Figuren real einsetzen und handhaben, ist mir letztlich
> schnuppe (solange ich nicht mit ihnen spielen und die Partie
> mitschreiben muss! :evil: ).
> Sie sollen sich beim _Notieren_ aber bitte an die Konvention
> halten: X / *X / X* für erste / zweite / dritte eingesetzte
> x-beliebige Figur.

Mir ist es wichtiger, das *X für die nach links ausgerichtete Figur steht, X* für die nach rechts ausgerichtete und X für die, die auf den Gegenspieler gerichtet ist.

Das wäre für mich persönlich Teil der Spielregel, die Reihenfolge Teil der Empfehlung. Aber es stürzt mich nicht in eine tiefe Depression, wenn du das anders siehst und formulierst.

> > Ich find den Vorschlag mit dem Strich über dem s ganz gut;
> > alternativ könnte man in Anlehung an den Klammeraffen das
> > kleine s um einen Kreis (im Uhrzeigersinn) verlängern
>
> Kann man als Ideen in der offiziellen Darstellung des
> Notationssystems erwähnen. Dort sollte m.E. vor allem darauf
> hingewiesen werden, dass man bei S/s ganz einfach aufpassen
> muss. Wer sich eindeutig große und kleine "s" nicht zutraut,
> soll zu einem dieser Tricks greifen.

Ja.

> Das + für "zieht auf" ist OK, da intuitiv. Das war es
> allerdings für mich auch für "neue Figur einsetzen (und damit
> zu den vorhandenen addieren)".
>
> Mit dem # für's Einsetzen bin ich aber nicht so glücklich, da
> es gegenüber dem + die doppelte Schreibarbeit erfordert, und
> das ca. 20x pro Partie... :roll:

Ja, die Bedenken teile ich, habe aber auch nix besseres gefunden.
Vieleicht =A* oder ~A* ?

> Ich habe John Yianni vorgewarnt, dass ein Notations-Vorschlag
> im Anmarsch ist. Vielleicht könnten wir ihn über die
> verbleibenden paar Detailfragen dann eine Art "Gottesurteil"
> sprechen lassen... :wink:

Jo, was die Einzelheiten angeht, traue ich mir das nicht unbedingt zu, am Rechner die optimale Lösung zu finden.

Gruß, Günter

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Ulrich Roth

Re: Hive: Notation

Beitragvon Ulrich Roth » 11. Dezember 2002, 15:21

Hallo Günter,

> > Mit dem # für's Einsetzen bin ich aber nicht so glücklich, da
> > es gegenüber dem + die doppelte Schreibarbeit erfordert, und
> > das ca. 20x pro Partie... :roll:
>
> Ja, die Bedenken teile ich, habe aber auch nix besseres
> gefunden.
> Vieleicht =A* oder ~A* ?

nach nochmaligem Drüberschlafen favorisiere ich nun folgende Lösung:

+ für's Einsetzen (wir "addieren" eine Figur)

= für's Draufziehen des Käfers (eine Verdoppelung des für normale Züge benutzten Bindestrichs, die zugleich auf das Sinnfälligste das Verdoppeln und Übereinanderliegen (!) der Figuren zum Ausdruck bringt) :))

Grüße,
Ulrich

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Günter Cornett

Re: Hive: Notation

Beitragvon Günter Cornett » 11. Dezember 2002, 15:40

Ulrich Roth schrieb:

Hallo Ulrich,

> + für's Einsetzen (wir "addieren" eine Figur)

zur Not, es wirkt eben doch wie ein Verbindungszeichen.
Mit einem entsprechenden Abstand zwischen beiden Halbzügen müsste es aber gehen.

> = für's Draufziehen des Käfers (eine Verdoppelung des für
> normale Züge benutzten Bindestrichs, die zugleich auf das
> Sinnfälligste das Verdoppeln und Übereinanderliegen (!) der
> Figuren zum Ausdruck bringt) :))

das ist gut !

Gruß, Günter

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Ulrich Roth

Re: Hive: Notation v 1.0 - Zusammenfassung

Beitragvon Ulrich Roth » 12. Dezember 2002, 03:39

Hallo Günter und andere Hivemaniacs:

Hier ein Versuch, den Diskussionsstand zusammenzufassen. Lasst mich wissen, ob noch etwas zu ergänzen oder modifizieren ist.
Am Wochenende könnte ich dann John Yianni eine englische Übersetzung schicken, und hoffen, dass er alles "1 zu 1 umsetzt" (bescheuerte Formulierung :eek: - woher kenne ich die bloß?).

Grüße,
Ulrich


[b]Spielbeginn[/b]

Spieler 1 platziert seine erste Figur so, dass oben und unten eine waagrechte Kante (keine Spitze) liegt. Spieler 2 legt seine erste Figur an die ihm näher liegende "obere" (aus Sicht von Spieler 1) Kante an. "Oben" und "unten" entsprechen den Richtungen 12 bzw. 6 auf der "Richtungsuhr" (s. unten). Beide ersten Figuren schauen mit dem Kopf Richtung Gegner, also einander an.

[b]Identifizierung der einzusetzenden bzw. zu ziehenden Figur[/b]

Benutzt werden die Abkürzungen der englischen Figurennamen, wobei Großbuchstaben eine Figur von Spieler 1 (Anziehender) und Kleinbuchstaben eine Figur von Spieler 2 (Nachziehender) bedeuten:

A/a = ant (Ameise)
B/b = beetle (Käfer)
G/g = grasshopper (Grashüpfer)
Q/q = queenbee (Bienenkönigin)
S/s = spider (Spinne)

[i](Anmerkung: Im Falle von S/s kann es zu Verwechslungen von Groß- und Kleinbuchstaben kommen. Dies lässt sich beispielsweise dadurch vermeiden, dass man über das kleine s einen Querstrich zieht oder es in der Art eines @ verlängert.)[/i]

Wird eine Figur eingesetzt, wird dem Buchstaben ein Pluszeichen + vorgestellt (eine Figur wird zu den bereits im Spiel befindlichen "addiert").
[i]Beispiele: +Q bedeutet, dass Spieler 1 seine Bienenkönigin, +g dass Spieler 2 seinen ersten Grashüpfer einsetzt.[/i]

Jede Figur erhält ihre eigene, unverwechselbare Kennbezeichnung, die während des ganzen Spiels gleich bleibt:
Die erste Figur eines Spielers und Typs wird mit dem bloßen Buchstaben bezeichnet, für die zweite Figur dieses Typs, die der Spieler einsetzt, wird dem Buchstaben ein Asterisk * vorgestellt (also z.B. *B, *s), und für die dritte ein Asterisk nachgestellt (z.B. G*, a*).
[i](Anmerkung: Bei handschriftlicher Notation kann der Asterisk auch durch einen dicken Punkt oder Strich ersetzt werden.)[/i]

Es bleibt den Spielern überlassen, wie sie im Verlauf der Partie markieren, welche der gleichartigen Figuren eines Spielers als erste, zweite und dritte ins Spiel kam. Empfohlen wird folgende Methode:
Die erste Figur eines Spielers und Typs (im Falle der Q auch die einzige) wird mit dem Kopf in Richtung des gegenüber sitzenden Gegners platziert, die zweite wird von dieser Grundposition aus gesehen 60º nach links, die dritte 60º nach rechts gedreht. Alle Figuren behalten diese Ausrichtung die ganze Partie hindurch bei, so dass stets klar ist, welche Ameise z.B. A, *A und A* ist.
Jeder Spieler nutzt also auf diese Weise drei der insgesamt sechs von einem Feld ausgehenden Richtungen für die Ausrichtung seiner Figuren, und zwar die drei, die mehr (erste Figur) oder etwas weniger (zweite und dritte Figur) auf den Gegenspieler zuweisen.

Sowohl beim Einsetzen als auch beim Ziehen einer Figur wird in der Notation zunächst die entsprechende Abkürzung für die einzusetzende bzw. zu ziehende Figur geschrieben. Danach folgt, durch einen Bindestrich getrennt, die Definition des Zielortes.

[b]Definition des Zielortes (des Einsetzens bzw. des Zuges)[/b]

Der Zielort wird mittels der Kennbezeichnung einer ihm benachbarten Figur (da der Schwarm jederzeit zusammen hängen muss, gibt es immer mindestens eine solche) und der Richtung, in der er sich von dieser Figur aus befindet, definiert. Sind dem Zielort mehrere Figuren benachbart, kann eine beliebige davon gewählt werden. Ist eine der benachbarten Figuren eine Q, wird empfohlen, diese als Referenzfigur heranzuziehen.

Für die Richtung werden die den Stunden der Uhr entsprechenden Zahlen 2, 4, 6, 8, 10 und 12 benutzt, wobei die 12 auf Spieler 2 und die 6 auf Spieler 1 zuweist.

Wenn ein Käfer auf eine andere Figur zieht, wird der Bindestrich nach der Figuridentifikation durch ein "=" ersetzt (dieses Symbol drückt das resultierende "Übereinanderliegen" der Figuren aus), und statt einer Zielortdefinition über ein benachbartes Feld steht nach dem "=" die Kennbezeichnung der Figur, auf die der Käfer zieht.
[i](Beispiel: B=a* bedeutet "Käfer von Spieler 1 zieht auf dritte Ameise von Spieler 2").[/i]


[b]Beispielpartie:[/b]
[i](Züge untereinander, da die Forum-Software keine Tabulatoren und nur eine Leerstelle zwischen den Zeichen erlaubt :evil: )[/i]

1.
+B
+b

2.
+Q-B8
+s-b10

3.
+S-Q10
+q-s12

4.
S-q8
q-S12

5.
+*S-S8
+a-b2

6.
*S-q12
a-Q8

7.
+*B-*S2
+g-b12

8.
*B-q2
g-B6

9.
+G-*B12
+*a-b2

10.
G-q10
+a*-b12

11.
+*G-S8
*a-*G8

12.
+G*-G10
a*-G*10

13.
+A-*S2
g-b12

14.
*B-q4
*a-A2

15.
+*A-G8
a*-*A8

16.
*B-q2
g-Q4

17.
*G-q4
*a-S8

18.
*B=q
*a-A4

19.
+A*-G12
a*-*A6

20.
G*-a*6
+*g-g4

21.
*B-q8
+s*-a8

22.
A*-*s8
*g-Q10

23.
A*-*a4
+g*-b2

24.
*A-g*2
*g-g4

25.
A*-*s8
+*b-a10 !

26.
A*-*g4
*b=a

27.
A*-*s8
*b=Q

28.
A*-a12 !
*b=B

29.
G-A2
*b=Q

30.
G-q10
*b=A

31.
G-A2
*s-g6 !

32.
G-q10
a-Q6 !

33.
G-A2
*s-Q8

S1 gibt auf.

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Günter Cornett

Re: Hive: Notation v 1.0 - Zusammenfassung

Beitragvon Günter Cornett » 12. Dezember 2002, 09:47

Ulrich Roth schrieb:
>
> Hallo Günter und andere Hivemaniacs:
>
> Hier ein Versuch, den Diskussionsstand zusammenzufassen.
> Lasst mich wissen, ob noch etwas zu ergänzen oder
> modifizieren ist.

Hallo Ulrich,

prima, ist alles ok. Wenn die Halbzüge untereinander geschrieben werden, kommt auch das + ganz gut. Sollte man bei der handschriftlichen Notation ebenfalls so machen.

> Am Wochenende könnte ich dann John Yianni eine englische
> Übersetzung schicken, und hoffen, dass er alles "1 zu 1
> umsetzt" (bescheuerte Formulierung :eek: - woher kenne ich
> die bloß?).

Dann warten wir auf seine Antwort.

Gruß, Günter

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dieter gvp

Re: Hive: Notation

Beitragvon dieter gvp » 12. Dezember 2002, 17:53

Gratulation!
Ein gelungenes Werk.
Werde V1.0 später testen.

mfg dieter (auf dem besten weg hivemaniac zu werden)


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