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Heute in der Frankfurter Rundschau

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Manuel

Heute in der Frankfurter Rundschau

Beitragvon Manuel » 13. Dezember 2002, 11:38

Hallo.

Erstaunliches fand ich grade im Wirtschaftsteil der heutigen FR. Da liest man doch tatsächlich eine Art wirtschaftspädagogische Analyse einiger Brettspiele. Und der Autor scheint auch noch einen echten Narren an Puerto Rico gefressen zu haben.

Wenn es fürs Feuilleton nicht reicht, muss man sich ja schon freuen wenn Spiele wenigstens in den anderen Sparten Beachtung finden ;)

Hier der Link:

http://www.frankfurter-rundschau.de/fr/130/t130017.htm

take care
Manuel

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Volker L.

Re: Heute in der Frankfurter Rundschau

Beitragvon Volker L. » 13. Dezember 2002, 13:51

Manuel schrieb:

> http://www.frankfurter-rundschau.de/fr/130/t130017.htm

Habe ich gelesen, danke fuer den Hinweis.

> Erstaunliches fand ich grade im Wirtschaftsteil der heutigen
> FR. Da liest man doch tatsächlich eine Art
> wirtschaftspädagogische Analyse einiger Brettspiele. Und der
> Autor scheint auch noch einen echten Narren an Puerto Rico
> gefressen zu haben.

Und er hat sie auch noch so ordentlich beschrieben, dass man sie
wiedererkennt, was man ja nicht bei jeder Spielebeschreibung in
Nicht-Fachzeitschriften sagen kann :-)

Gruss, Volker

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Jost Schwider

RE: Heute in der Frankfurter Rundschau

Beitragvon Jost Schwider » 13. Dezember 2002, 14:31

"Manuel" hat am 13.12.2002 geschrieben:

> Erstaunliches fand ich grade im Wirtschaftsteil der
> heutigen FR. Da liest man doch tatsächlich eine Art
> wirtschaftspädagogische Analyse einiger Brettspiele.

Erstaunlich? Ja.
Ergiebig: Eher Nein. :-/

> Und der Autor scheint auch noch einen echten Narren an
> Puerto Rico gefressen zu haben.

...aber mit seinen übertriebenen "2 bis 3 Stunden" hat er jeden potenziellen Interessenten abgeschreckt. :-(

> Wenn es fürs Feuilleton nicht reicht, muss man sich ja
> schon freuen wenn Spiele wenigstens in den anderen Sparten
> Beachtung finden ;)

Auch wieder wahr.
Außerdem: Wer liest denn schon das Feuilleton? ;-)

Viele Grüße
Jost aus Soest (braucht für eine typische Puerto Rico-Partie gut eine Stunde)

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Marc Wickel

RE: 1 Stunde für PR

Beitragvon Marc Wickel » 13. Dezember 2002, 14:53

1 Stunde ist für PR ist aber schon gut. Aber es kommt auf die Spielrunde an. Mit einer Spielergruppe hatte es wirklich mal 1 Stunde gedauert, aber die anderen meiner Spielrunden brauchten immer länger. Das liegt z.T. daran, das da zuviel geschwätzt wird und das da zwei bestimmte Spieler Mitspielen ;-) Aber es kann auch länger dauern, da man manchmal man beim Rollennehmen etwas überlegenmuss , bzw. schauen, was die anderen noch machen könnten und abschätzen mit welcher Wahrscheinlichkeit sie es dann durchführen. Ein Neuspieler macht einiges anders als ein alter Hase.

Marc, der in einer 5er-Partie mit 3 Anfängern (wohl deswegen) 70 Punkte machte :-)

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Jo Speicher

RE: Heute in der Frankfurter Rundschau

Beitragvon Jo Speicher » 13. Dezember 2002, 17:25

Ich denke auch 1 - 1,5 Stunden sind realistischer.
Zur Zusätzlichen Abschreckung dient auch die Eingangsformulierung

" die komplexeste Wirtschaftssimulation, die derzeit als Brettspiel zu haben ist"

ob das mal der Wahrheit entspricht ?

fiedlicher und verspielter Weihnachtsgruß
Jo

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Marc Wickel

RE: Heute in der Frankfurter Rundschau

Beitragvon Marc Wickel » 13. Dezember 2002, 21:30

Naja, ich würde PR nicht als Wirtschaftsimulation bezeichnen. Es gibt keinen Preisverfall, es gibt keinen realistischen Angebot/Nachfrage-Mechanismus, der Warenkreislauf ist sehr interessant und die Kolonisten brauchen weder Nahrung noch Bezahlung, sprich Löhne. Zugegeben, Wirtschaftspiele, die all das realistisch abbilden sind eher selten, mir fallen jetzt nur "Playboss" oder "Schoko&Co" ein.

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Andreas Seyfarth

Ist PR eine Wirtschaftssimulation?

Beitragvon Andreas Seyfarth » 14. Dezember 2002, 09:10

Hallo Marc,

gleich mal vorneweg: PR ist aus meiner Sicht keine Wirtschaftssimulation oder historische Simulation oder dergleichen. (Hier ist das Spiel Colony mit all seinen Zutaten viel näher am Thema dran.)

Dennoch benötigt ein Wirtschaftssimulationsspiel nicht zwangsweise das Bezahlen von Löhnen oder Verteilen von Nahrung (als Beispiel). Ein Element einzubauen, das zwar jeder erwartet, aber im Spiel dann keine (spiel-)entscheidende Funktion hat, halte ich für sinnlos, auch bei einem Simultionsspiel. Es kommt schon darauf an, auf welche Punkte eine Simulation ihr Gewicht legt. Diese könnten statt auf der Produktion z.B. auch im Bereich Logistik oder Entscheidungsfindung liegen.

Insofern hat PR eine große Nähe zu einem wirtschaftspolitischem Aspekt, dem Lobbying. Die ständige Frage, "was tun wir alle als nächstes" (indem eine Rolle gewählt wird) geht schon sehr in die Richtung von Beeinflussung von (politischen u. wirtschaftlichen) Entscheidungsträgern. Es ist ja keine Entscheidung die wir für uns alleine treffen, wenn wir eine neue Plantage wollen und den Siedler auswählen, sondern geht übersetzt ungefähr so: "Lieber König in Spanien, wenn du Waren haben willst, dann mußt du uns aber auch Land in den Kolonien schenken...." Im Spiel wurden die Bitten an den König dann weggelassen.

Grüße, Andreas

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Michael Andersch

RE: 1 Stunde für PR

Beitragvon Michael Andersch » 14. Dezember 2002, 10:54

Nö, da muss ich Jost schon zustimmen.
Faustregel: 15 Minuten pro Mitspieler + Auf- und Abbau (Natürlich nur, wen die Spieler bei der Sache sind und ihre Doktorarbeit nicht gerade über diese Partie schreiben).

VG,
Micha

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Peter Minder

RE: 1 Stunde für PR

Beitragvon Peter Minder » 14. Dezember 2002, 13:20

schön schön, eine stunde und länger...
in unserem club brauen wir für ein 4er max. 1 stunde.

wers noch schneller mag, der geht online.
eine 4er-gruppe mit guten PR spielern brauchen so um die 25 minuten. ich habe es auch schon in 18minuten miterlebt.
bei einem dreier ist die faustregel durchschnittlich 20 minuten.

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hannes

OT. Brauen und verschiffen

Beitragvon hannes » 14. Dezember 2002, 14:23

Hoi Peter

> schön schön, eine stunde und länger...
> in unserem club brauen wir für ein 4er max. 1 stunde.

Oh, es riecht nach Mais-Bier ;-)
Und eine halbe Stunde nach dem Genuss wir dann die Ware "verschifft". :lol:

> wers noch schneller mag, der geht online.

Brauen oder verschiffen ? :D

Bierernster Gruss aus Luzern ;-)

hannes

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Klaus Zündorf
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Beiträge: 193

Re: Heute im Kölner Stadtanzeiger

Beitragvon Klaus Zündorf » 14. Dezember 2002, 18:10

--> http://www.ksta.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1039526327743

Ebenfalls im Wirtschaftsteil. Erstaunlich fundiert geschrieben!

Klaus

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Roland G. Hülsmann
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Beiträge: 2598

Re: Heute im Kölner Stadtanzeiger

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 14. Dezember 2002, 18:29

Das paßt natürlich zum Spielboxthema Plagiate! ;-)

Das ganze sieht doch sehr nach dem leicht gekürzten Artikel der Rundschau aus!

Gruß Roland

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Peter Minder

Re: OT. Brauen und verschiffen

Beitragvon Peter Minder » 14. Dezember 2002, 19:37

au backe, da habe ich wohl unser CH vergessen.

gut, es hinterherschmeiss

"brauchen" sollte es natürlich heissen.
mein gott ihr hinterwäldler seit auch immer nachtragend. "ggg"

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Marc Wickel

neue URL zum FR-Artikel

Beitragvon Marc Wickel » 14. Dezember 2002, 23:31

Die FR hat (leider) dynamische Seiten, sodass der Link sich geändert hat: Die Spielebesprechungen sind jetzt unter http://www.frankfurter-rundschau.de/archiv/fr30t/h120021212072.htm zu finden.

Die Übereinstimmung mit dem Kölner Artikel ist nicht von ungefähr, es ist der gleiche Autor :-)

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Günter Cornett

Re: Heute im Kölner Stadtanzeiger

Beitragvon Günter Cornett » 15. Dezember 2002, 05:38

Roland G. Hülsmann schrieb:
>
> Das paßt natürlich zum Spielboxthema Plagiate! ;-)

Es ist durchaus üblich, dass man Rezensionen in verschiedenen Zeitungen anbietet, sofern sich das Verbreitungsgebiet nicht allzu sehr überschneidet.

Vermutlich findet man den Artikel demnächst auch im Tagesspiegel.

> Das ganze sieht doch sehr nach dem leicht gekürzten Artikel
> der Rundschau aus!

Interessant ist, dass auch der Name des Autors leicht gekürzt wurde: von Thomas Magenheim-Hörmann auf Thomas Magenheim

Gruß, Günter

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Marc Wickel

Re: Heute im Kölner Stadtanzeiger

Beitragvon Marc Wickel » 15. Dezember 2002, 07:26

Das ist der "Fluch" des Internets ;-) Man merkt (u.a. mit Paperball) , dass viele Texte in verschiedenen Zeitungen aus einer Quelle stammen. Und Thomas Magenheim kann als Urheber den Text mehrfach zu verkaufen. Das ist vermutlich auch die einzige Möglichkeit als freier Journalist gewinnbringend zu arbeiten. Ich glaube auch nicht, dass es da groß was von seiner Seite zu verbergen gibt.

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Roland G. Hülsmann
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Beiträge: 2598

Re: Heute im Kölner Stadtanzeiger

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 15. Dezember 2002, 10:48

Günter Cornett schrieb:

> Interessant ist, dass auch der Name des Autors leicht gekürzt
> wurde: von Thomas Magenheim-Hörmann auf Thomas Magenheim

Das ist mir ja noch gar ncht aufgefallen! Daß der Plagiator so weit geht und selbst den Namen derart unverfroren kopiert, das schlägt doch dem Faß die Krone ins Gesicht! ;-)

Gruß
Roland

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Ralf Arnemann
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Re: Heute im Kölner Stadtanzeiger

Beitragvon Ralf Arnemann » 16. Dezember 2002, 11:02

> Daß der Plagiator so weit geht und selbst den Namen derart
> unverfroren kopiert, das schlägt doch dem Faß die Krone ins
> Gesicht!
Meine Vermutung: Er wird außerdem noch die Kontonummer für die Honorarüberweisung plagiiert haben. Schon krass.

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Ralf Arnemann
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Beiträge: 2447

Re: Ist PR eine Wirtschaftssimulation?

Beitragvon Ralf Arnemann » 16. Dezember 2002, 11:06

> Dennoch benötigt ein Wirtschaftssimulationsspiel nicht
> zwangsweise das Bezahlen von Löhnen oder Verteilen von Nahrung
> (als Beispiel).
Richtig.
Überhaupt habe ich so meine Schwierigkeit mit "Wirtschaftsspielen" wie Playboss, die m. E. nur ganz oberflächlich bestimmte Mechanismen abbilden.

Ich würde eine Wirtschaftssimulation nur dann als solche akzeptieren, wenn zwischen den Mitspielern ein "Markt" existiert, auf dem sich die Preise für die zwischen den Spielern gehandelten Gütern nach Angebot und Nachfrage bilden.

Mit welchem Thema man das dann verkleidet, halte ich dann eher für zweitrangig.

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Volker L.

Re: Heute im Koelner Stadtanzeiger

Beitragvon Volker L. » 16. Dezember 2002, 14:23

Günter Cornett schrieb:
>
> Roland G. Hülsmann schrieb:
> >
> > Das paßt natürlich zum Spielboxthema Plagiate! ;-)
>
> Es ist durchaus üblich, dass man Rezensionen in verschiedenen
> Zeitungen anbietet, sofern sich das Verbreitungsgebiet nicht
> allzu sehr überschneidet.
>
> Vermutlich findet man den Artikel demnächst auch im
> Tagesspiegel.

Falls ja waere es nett, wenn Du dann darauf hinweisen koenntest.

Gruss, Volker (ueberfliegt normalerweise den Wirtschaftsteil nur)

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Günter Cornettq

Re: Heute im Koelner Stadtanzeiger

Beitragvon Günter Cornettq » 16. Dezember 2002, 16:24

Volker L. schrieb:
>
> Günter Cornett schrieb:
> >
> > Vermutlich findet man den Artikel demnächst auch im
> > Tagesspiegel.
>
> Falls ja waere es nett, wenn Du dann darauf hinweisen
> koenntest.
>
> Gruss, Volker (ueberfliegt normalerweise den Wirtschaftsteil
> nur)

Ich les den Tagesspiegel normalerweise nicht, weiss aber, dass TM-H auch dort rezensiert(e). Dort muss der Artikel übrigens nicht unbedingt im Wirtschaftsteil abgedruckt werden.

Tja, selber blättern ist angesagt.

Gruß, Günter


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