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Karten-Schach von Knizia

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Ulrich Roth

Karten-Schach von Knizia

Beitragvon Ulrich Roth » 11. März 2003, 01:03

Hallo,

hat's jemand, kennt's jemand?

Ich kann überhaupt nichts darüber finden, wüsste aber schon gern ungefähr, was der Meister sich da alles hat einfallen lassen. (Irgendwo war von 16 verschiedenen Spielvarianten die Rede, aber ohne weitere Beschreibung).

Vorstellen könnte ich mir Handkarten (oder offen ausliegende Karten), die bestimmen, welche Figuren gezogen werden dürfen / müssen. Davon allein sind etliche Varianten denkbar.

Mit gespannten Grüßen,
Ulrich

PS:
Schade, dass der Verlag das nicht als kleines Kartenspiel plus Regeln herausgebracht hat. Dann wäre ihm womöglich ein längeres Regalleben beschieden gewesen.
Die einzige nennenswerte Zielgruppe für dieses Produkt sind schließlich praktizierende Schachspieler, und die werden sich den Kauf dreimal überlegen, wenn sie genötigt werden, sich Brett und Figuren mitzukaufen, die sie doch - wahrscheinlich in besserer Qualität - eh schon haben.

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Marten Holst

RE: Karten-Schach von Knizia

Beitragvon Marten Holst » 11. März 2003, 02:01

Moinle Ulrich,

> hat's jemand,

Ja.

> kennt's jemand?

Teilweise.

> Ich kann überhaupt nichts darüber finden, wüsste aber schon
> gern ungefähr, was der Meister sich da alles hat einfallen
> lassen. (Irgendwo war von 16 verschiedenen Spielvarianten
> die Rede, aber ohne weitere Beschreibung).

Es handelt sich tatsächlich um 16 Spiele, die, wenn man so zählen will, selber teilweise noch Untervarianten haben (die aber fairerweise nicht genannt werden, denn sie ändern nicht mehr so viel).

Das Material:
Zusätzlich zu einem Satz Karten (je Farbe je 2*K, D, T, S, L, 4*B, 2*Joker) in nicht toll wirkender Qualität, die aber bislang ihre Zwecke erfüllt hat, hat man 12 Plastikchips je Farbe, ein wirklich miserables Pappbrett und recht ordentliche Holzschachfiguren.

Obwohl sich das Spiel angeblich an "Gelegenheits- und Hobbyschachspieler" wendet, denke ich allerdings auch, dass die Hauptzielgruppe Vereinsspieler sein dürften, weswegen der Materialzukauf eher ärgert.

Die Spielvarianten sind im wesentlichen auf dem "Welche Karte zu ziehst/spielst, die Figur ziehst Du auch" aufgebaut, mit zusätzlichen Elementen, wie dem Schummelelement. Die Chips werden teilweise genutzt, um Strafen zu zahlen oder neue Karten zu erkaufen. Alles in allem ganz witzig - aber wenn man keine große Begeisterung für das Schach aufbringt, dann ist man hier verloren.

Schachliche Grüße
Marten (1.b3)

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ralf rechmann

RE: Karten-Schach von Knizia

Beitragvon ralf rechmann » 11. März 2003, 04:18

> Alles in allem ganz witzig - aber wenn
> man keine große Begeisterung für das Schach aufbringt, dann
> ist man hier verloren.

Sehe ich genauso und deshalb verstaubt mein Kartenschach fast ungespielt im Spieleschrank...

Ist eben nur die Erweiterung des Schachspiels durch Spielkarten und Bonuschips. Die Schachregeln an sich bleiben (bis auf wenige Ausnahmen) bestehen, das Schachspiel wird durch die Spielkarten nur etwas aufgeweicht.

Die Zielgruppe stelle ich mir eh arg klein vor: Der ernsthafte Schachspieler wird weiterhin sein pures und unverwaessertes Schachspiel spielen wollen. Für den Gelegenheitsspieler sind die Varianten zu nah am Schachspiel als das es wirklich interessant wird, zumal es wesentlich interessantere abstrakte Spiele gibt als die tausendste Schachvariante...

Bye
Ralf

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Marten Holst

RE: Karten-Schach von Knizia

Beitragvon Marten Holst » 11. März 2003, 13:37

Moinle Ralf,

>> Alles in allem ganz witzig - aber wenn
>> man keine große Begeisterung für das Schach aufbringt, dann
>> ist man hier verloren.
>
> Sehe ich genauso und deshalb verstaubt mein Kartenschach
> fast ungespielt im Spieleschrank...
>
> Ist eben nur die Erweiterung des Schachspiels durch
> Spielkarten und Bonuschips. Die Schachregeln an sich
> bleiben (bis auf wenige Ausnahmen) bestehen, das
> Schachspiel wird durch die Spielkarten nur etwas
> aufgeweicht.
>
> Die Zielgruppe stelle ich mir eh arg klein vor: Der
> ernsthafte Schachspieler wird weiterhin sein pures und
> unverwaessertes Schachspiel spielen wollen. Für den
> Gelegenheitsspieler sind die Varianten zu nah am
> Schachspiel als das es wirklich interessant wird, zumal es
> wesentlich interessantere abstrakte Spiele gibt als die
> tausendste Schachvariante...

Hmmm, mir macht auch die tausendste Schachvariante Spaß... ist wahrscheinlich ein Definitionsproblem von "ernsthaft", aber auf meinem Level (gehobenes Hobby, meine Mannschaft spielt an der Spitze der Bezirksliga) haben eigentlich fast alle immer wieder mal Spaß an doofen Varianten zur Auflockerung. Das wäre dann, nach Rangliste deutscher Schachbund, ca. 15000-20000 registrierte Schachspieler unterhalb eines gewissen Niveaus.

Wahrscheinlich als potenzielle Zielgruppe wirklich zu klein...

Variantenreiche Grüße
Marten (der sich meist freut, wenn er sich als Zielgruppe eines Produktes findet)

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Ulrich Roth

RE: Karten-Schach von Knizia

Beitragvon Ulrich Roth » 12. März 2003, 00:59

Hallo Marten,

> Es handelt sich tatsächlich um 16 Spiele, die, wenn man so
> zählen will, selber teilweise noch Untervarianten haben (die
> aber fairerweise nicht genannt werden, denn sie ändern nicht
> mehr so viel).
>
> Das Material:
> Zusätzlich zu einem Satz Karten (je Farbe je 2*K, D, T, S, L,
> 4*B, 2*Joker) in nicht toll wirkender Qualität, die aber
> bislang ihre Zwecke erfüllt hat, hat man 12 Plastikchips je
> Farbe, ein wirklich miserables Pappbrett und recht
> ordentliche Holzschachfiguren.

Aha. So einen Kartensatz werde ich mir gelegentlich selber basteln...

> Die Spielvarianten sind im wesentlichen auf dem "Welche Karte
> zu ziehst/spielst, die Figur ziehst Du auch" aufgebaut, mit
> zusätzlichen Elementen, wie dem Schummelelement. Die Chips
> werden teilweise genutzt, um Strafen zu zahlen oder neue
> Karten zu erkaufen.

... und diese Information reicht mir eigentlich auch völlig, um mit dem Ausdenken eigener Varianten anzufangen (macht eh mehr Spaß).

Bedankte Grüße,
Ulrich (1.d3)

(bei dem das Ungeheuer von Baku nach der jüngsten Einlage in Linares endgültig unten durch ist)


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