Beitragvon Volker L. » 8. Mai 2003, 16:02
Holger Stolz schrieb:
>
> Hallo,
>
> also ich definiere Interaktion so, daß wirklich eine Aktion
> zwischen den Mitspielern stattfindet.
Also, IMHO liegt Interaktion immer dann vor, wenn die Handlungen
eines Spielers die Situation eines anderen direkt beeinflussen.
Ein reines Wettlauf-Spiel hat keine Interaktion, da der Gegner
nicht z.B. 2 Felder zurueckfaellt, wenn ich soundsoviele Felder
vorlaufe. Muss man jedoch unterwegs an bestimmten Punkten Dinge
einsammeln, wobei der erste die groessere Auswahl hat oder der
letzte gar nichts mehr bekommt, dann ist schon ein wenig
Interaktion drin. Noch mehr Interaktion ist es, wenn die
Beeinflussung des Gegners nicht nur Nebeneffekt der eigenen
Handlung ist, sondern gezielt eingesetzt werden kann.
> Interaktion sehe bei Verhandlungsspielen, (Siedler, Händler
> von Genua). Denn hier ist es mehr oder weniger motwendiger
> Bestandteil des Ablaufes. Ich kann zwar auch bei Spielen wie
> z. B. Risiko mit den Mitspielern über Grenzen und Pakte
> verhandeln, muss es aber nicht.
Hier wage ich, energisch zu widersprechen. Bei Risiko gibt es
keine neutralen Laender, jedes Land, das ich angreife, gehoert
einem Mitspieler, auf dessen Situation ich somit massiven
Einfluss nehme. Sofern ich nicht nur meine Armeen zur
Verteidigung aufstelle und auf jeglichen Angriff verzichte (was
vielleicht ausnahmsweise sinnvoll sein kann, jedoch wegen der
entgangenen Karte in den meisten Faellen problematisch ist),
habe ich also in jeder Runde beim Zug jedes Spielers Interaktion
Im Uebrigen verweise ich auf Kai Borschinskys Antwort und den
Hinweis Interaktion-Kommunikation
http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=67225&t=67205
Gruss, Volker