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Glücksanteil Nautilus vs. Amun Re

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Roman Pelek

Amun Re

Beitragvon Roman Pelek » 7. Mai 2003, 23:32

Hi Micha,

Michael Andersch schrieb:

> Was mich am Spiel stört ist folgendes: Der Gewinner steht und
> fällt mit der Anzahl der erfüllten Sondersiegpunktkärtchen.
> Bekommt man diese nicht (oder zu spät) hat man keinerlei
> Chance auf den Spielsieg.

Da mag ich gerne in Teilen widersprechen ;-) Gegen Ende nimmt der Glücksfaktor beim Nachziehen der Machtkarten natürlich deutlich zu, da man sie nicht mehr so langfristig in das eigene Handeln einplanen kann. Dennoch entschied sich bei uns in letzter Zeit keine Partie nur über erfüllte Sondersiegpunktkärtchen, in den ersten Runden war dies aber durchaus öfter der Fall, da lagen alle Beteiligten aber auch dicht beisammen. In den jüngsten Partien hatten wir teilweise Punktabstände von 20-25 zwischen den Führenden und Letzten, da richten dann meist die Siegpunkte durch Machtkarten nix mehr aus, maximal bei Zweien, die Kopf an Kopf liegen - mich persönlich stört sowas aber dann nicht.

Soweit meine Erfahrungen reichen, gibt es bei Amun Re doch einige verschiedene Siegstrategien, die zum Erfolg führen können. Dies kann die Konzentration auf viele Pyramiden/Sets und Mehrheiten sein, aber auch eher über die Tempelpunkte laufen, wenn man im richtigen Zeitpunkt viel opfert oder sich auf einer Schiene mit viel Geld über Bauern bewegen, bei der man flexibel ist. Oder eben im Vertrauen darauf, dass viele Machtkarten einem den nötigen Handlungsspielraum verleihen. .

Die Sondersiegpunkte durch erfüllte SP-Machtkarten sind da für mich aber eher ein Zubrot, auf das man je nach Strategie auch einmal bewusst verzichtet, weil etwas anderes mehr bringt (was nützen mir 3 Siegpunkte, wenn ich zur Erfüllung auf viel Geld verzichten muss oder eine 5-Punkte-Mehrheit auf einer Seite opfere?).

Kurzum kann ich sehr vieles nachvollziehen, was schon gesagt wurde, sehe aber da keine wirklich dominante Strategie darunter. Was sinnvoll ist, hängt in meinen Augen zu sehr vom Verhalten und den Absichten der Mitspieler ab sowie der Reihenfolge der aufgedeckten Gebiete. Aber ich denke, man kann sich, wie bei vielen Versteigerungsspielen, durchaus da reinfinden und es aus der Erfahrung abschätzen. Ich kenne dieses Jahr wenige Spiele, die - im Schnitt - bei uns so eindeutig zum Vorteil der Erfahrenen ausgingen wie Amun Re. Insofern halte ich den Glücksanteil für nicht so hoch. Aber es läuft halt immer anders - was in der einen Partie der Gewinner ist, mag in der anderen sich als Schuss in den Ofen erweisen. Das muss man halt immer im Spiel und abhängig von den Mitspielern feststellen - und das finde ich persönlich das reizvolle an Amun Re :-)

Ciao,
Roman

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Thomas

Re: Amun Re

Beitragvon Thomas » 8. Mai 2003, 11:01

Aber
> es läuft halt immer anders - was in der einen Partie der
> Gewinner ist, mag in der anderen sich als Schuss in den Ofen
> erweisen. Das muss man halt immer im Spiel und abhängig von
> den Mitspielern feststellen - und das finde ich persönlich
> das reizvolle an Amun Re :-)
>
> Ciao,
> Roman

Dem kann ich voll zustimmen. Es kann doch nicht der Reiz eines Spiels sein, EINE bestimmte Gewinnstrategie zu finden. Was ist denn dann wenn alle danach Spielen ? Entscheidet dann die Reihenfolge ? Dann brauch ich ja nur noch die Reihenfolge auslosen und kann mir das Spiel sparen.
Ich finde es viel reizvoller, wenn verschiedene Wege zum Ziel führen können und wenn das dann auch noch nicht Spieler abhängig ist, sondern man in gleichen Runden aufgrund von Zufälligkeiten verschiedene Spielabläufe (und auch Ergebnisse) hinbekommt, dann ist es doch viel reizvoller das Spiel immer wieder auf den Tisch zu bringen.
Und ich bin der Meinung, das Amun Re genau das bietet ;-)

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peer

Re: Amun Re

Beitragvon peer » 8. Mai 2003, 11:41

Hi,
Roman Pelek schrieb:
>
> Hi Micha,
>
> Michael Andersch schrieb:
>
> > Was mich am Spiel stört ist folgendes: Der Gewinner steht und
> > fällt mit der Anzahl der erfüllten Sondersiegpunktkärtchen.
> > Bekommt man diese nicht (oder zu spät) hat man keinerlei
> > Chance auf den Spielsieg.
>
> Da mag ich gerne in Teilen widersprechen ;-) Gegen Ende nimmt
> der Glücksfaktor beim Nachziehen der Machtkarten natürlich
> deutlich zu, da man sie nicht mehr so langfristig in das
> eigene Handeln einplanen kann. Dennoch entschied sich bei uns
> in letzter Zeit keine Partie nur über erfüllte

Das kann ich sogar noch ergänzen: Wer vorher bei der Ersteigerung der Gebiete auch auf die Lage geachtet hat, hat natürlich auch bessere Karten (im whrsten Sinne des Wortes), eine kurzfristig gezogene Karte zu erfüllen.
Wer dagegen als erste Provinz eine westliche, altägyptische Uferprovinz und als zweite eine östliche, neuägyptische Landesprovinz wählt, kann sich ganz aufs Pyramidenbauen konzentrieren, da er schon sehr viel Glück braucht, um die Bauernkarte zu bekommen (und selbst die kann man sich nach 2 Provinzen oft abschminken9. Ist sicherlich extrem, aber ihr wisst was ich meine... ;-)
ciao
Peer

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Kai Borschinsky

Re: Amun Re

Beitragvon Kai Borschinsky » 8. Mai 2003, 12:20

Thomas schrieb:

> Dem kann ich voll zustimmen. Es kann doch nicht der Reiz
> eines Spiels sein, EINE bestimmte Gewinnstrategie zu finden.
> Was ist denn dann wenn alle danach Spielen ? Entscheidet dann
> die Reihenfolge ? Dann brauch ich ja nur noch die Reihenfolge
> auslosen und kann mir das Spiel sparen.

Ich denke, genau das ist bei einigen hier geschehen. Eine Strategie hat sich einmal durchgesetzt und wird dann immer wieder von allen Mitspielern mehr oder minder gut umgesetzt. (Vielleicht auch nur von einigen, die anderen haben vielleicht keine oder eine schlechte...)
Dadurch bestätigt sich natürlich im Ergebnis der Runde die Strategie immer wieder von selbst, da andere Strategien nie ausprobiert wurden. (Spannend ist ja auch, dass die meisten Vertreter der Gruppe: Amun-Re wird immer durch Strategie x gewonnen, das Spiel erst 2-3 mal gespielt haben...)

> Ich finde es viel reizvoller, wenn verschiedene Wege zum Ziel
> führen können und wenn das dann auch noch nicht Spieler
> abhängig ist, sondern man in gleichen Runden aufgrund von
> Zufälligkeiten verschiedene Spielabläufe (und auch
> Ergebnisse) hinbekommt, dann ist es doch viel reizvoller das
> Spiel immer wieder auf den Tisch zu bringen.
> Und ich bin der Meinung, das Amun Re genau das bietet ;-)

Jupp, genau deswegen spiele ich es auch immer wieder und in oft wechselnden Zusammensetzungen. Und die jeweiligen Sieger haben durchaus mit unterschiedlichen Strategien und Provinzen gewonnen. (Die letzte Partie habe ich übrigens trotz nur genau einer erfüllten Machtkarte, noch dazu bei der ersten Wertungsrunde, gewonnen.)

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Michael Andersch

Re: Amun Re

Beitragvon Michael Andersch » 8. Mai 2003, 12:31

Kai Borschinsky schrieb:
>

> Ich denke, genau das ist bei einigen hier geschehen. Eine
> Strategie hat sich einmal durchgesetzt und wird dann immer
> wieder von allen Mitspielern mehr oder minder gut umgesetzt.

Das beziehe ich mal auf mich und möchte es verneinen.
Niemand sagt, dass wir nur auf Siegpunktkarten kaufen / erfüllen aus waren. Wir haben gleichermassen versucht Sets zu bilden,etc. (eben alles, was Punkte bringt auszunutzen), der eine mehr dies, der andere mehr das und natürlich immer in Abhängigkeit von der Spielsituation.
Dann hatte eben der eine hier und der andere in einem anderen Bereich mehr Siegpunkte, wobei den Sieg immer der mit den meisten erfüllten Siegpunktkarten
davongetragen hat.

Ich habe aber eigentlich niemals behauptet, dass nur eine Strategie zum Ziel führt.
Sondern lediglich, dass ich das Glückselement "Sondersiegpunktkarte" für zu stark halte.

VG,
Micha

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Marten Holst

[OT] Würfelschach

Beitragvon Marten Holst » 8. Mai 2003, 17:33

Moin,

> Vorschlag: Spielt mal Schach (Spiel ohne Glücksanteil) mit
> Würfel. Je nach Würfelzahl darf nur mit einer bestimmten
> Figur gezogen werden:
> 1 Bauer
> 2 Turm
> 3 Läufer
> 4 Springer
> 5 Dame
> 6 König
> Es ist auch erlaubt auszusetzen.

Bis auf den letzten Satz ist das eine der vielen Varianten von Würfelschach - und Vereinsspieler (Profis vielleicht nicht mehr) lassen sich zu Dödelsylvesterturnieren sehr, sehr gerne auf so etwas ein. Also vielleicht passt es doch ein wenig? (Aber zugegeben: als Dauerbeschäftigung ist das nicht dolle).

Gruß
Marten

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Marten Holst

RE: Glück in Spielen

Beitragvon Marten Holst » 8. Mai 2003, 17:33

Moin,

> Ist Formula De ein Glücksspiel ? Wenn ja, wieso sind immer
> die selben Leute auf dem Treppchen ?! - Irgendwie kann ich
> nicht ganz glauben das der Glückfaktor so hoch ist, wie
> manch tun.

Das klassiche Beispiel hier ist für mich Backgammon (obwohl alle Kartenspiel auch dazu gehören). Wenn man schlecht würfelt, hat man gar keine Chance. Aber letzten Endes habe ich gegen meinen Schulfreund damals bestimmt 80% aller Partien vereiert. Und so viel Glück in der Liebe, das zu erklären, hatte ich dann doch nicht... ;-)

Ungeliebte Grüße vom Marten

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Stephan Zimmermann

RE: Glück in Spielen

Beitragvon Stephan Zimmermann » 8. Mai 2003, 19:59

"Thomas" hat am 07.05.2003 geschrieben:

>> Ist Formula De ein Glücksspiel ? Wenn ja, wieso sind immer
>> die selben Leute auf dem Treppchen ?! - Irgendwie kann ich
>> nicht ganz glauben das der Glückfaktor so hoch ist, wie manch
>> tun.

Es gibt einfach Spiele, bei denen man nicht durch besonders geniale Züge
auszeichnet, sondern eher dadurch, dass man die schlechten Züge
vermeidet (sprich weniger Fehler macht - der beste Zug ist der "normale").

Wenn bei solchen Spielen dann ein Glückselement dabei ist, werden
die machmal gemachten Fehler übersehen und als mangeldes Glück
bezeichnet :-)

Grüße, Stephan

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Jost Schwider

RE: Glück in Spielen

Beitragvon Jost Schwider » 8. Mai 2003, 22:01

"Thomas" hat am 07.05.2003 geschrieben:

> Es sind immer die gleichen gut und trotzdem soll es Glück sein.

Unterschreib, Stempel *Paff!*

Daran erkennt man, dass ein Spiel eben kein Glückspiel ist.

In diesem Sinne sind dann Spiele wie die Catan'schen Siedler kein "Glückspiel", Spiele (die ich persönlich gar nicht mehr als solche bezeichne) wie "Bluff" eben doch!

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/vietnam.htm - [i]Wunderbare Impressionen[/i]

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Attila
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Beiträge: 4715

RE: Glück in Spielen

Beitragvon Attila » 9. Mai 2003, 11:33

Jost Schwider schrieb:

> In diesem Sinne sind dann Spiele wie die Catan'schen Siedler
> kein "Glückspiel", Spiele (die ich persönlich gar nicht mehr

Nach meiner Erfahrung schon ! - Vieleicht habe ich bisher nur die "Extremspiele" mitbekommen, aber in den Spielen die ich gespielt habe hatte kein Spieler irgendeinen Einfluss darauf ob er gewinnt oder verliert !
Ich kann mich an ein Spiel erinnern, da habe ich lustlos am Tisch gesessen, keiner wollte mit mir handeln, aber die anderen hatten *keine* (nicht die kleinste) Chance zu gewinnen - und sie haben gemeinsam alles unternommen um meinen Sieg zu verhindern ! - Ich war ziemlich froh als die Partie vorbei war und das Spiel wieder eingepackt wurde.
Ein Spiel vor ein paar Monaten hat ca. 10-15 Minuten gedauert ! - Ich habe in dem ganzen Spiel eine einzige Karte bekommen und es fand nur Handel zwischen dem Sieger und einem Sieganwärter statt - der vierte Spieler hat satte 2 Karten bekommen (und konnte genauso wie ich gerade mal eine Strasse bauen).

Bisher war *jedes* Spiel in dieser Art (entweder Typ a) "Ich spiele irgendwie und gewinne, ohne das ich was dafür kann" oder b) "Ich nehme nicht aktiv am Spiel teil") !

Gleiches hat mir vor ein paar Wochen ein Bekannter gesagt - ohne das er wusste das ich Siedler kenne !

Auch gerne gesehen sind sachen wie "ich geb dir 1 Holz und du mir 3 Lehm, dann gewinne ich - ansonsten Gewinnt ein anderer" - (geschehen auf dem letzten Siedler-"Turnier")

Atti

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Jost Schwider

RE: Glück in Siedler von Catan

Beitragvon Jost Schwider » 10. Mai 2003, 10:37

"Attila" hat am 09.05.2003 geschrieben:

>> In diesem Sinne sind dann Spiele wie die Catan'schen Siedler
>> kein "Glückspiel"
>
> Nach meiner Erfahrung schon ! - Vieleicht habe ich bisher
> nur die "Extremspiele" mitbekommen, aber in den Spielen die
> ich gespielt habe hatte kein Spieler irgendeinen Einfluss
> darauf ob er gewinnt oder verliert !

Ich glaube, darüber haben wir hier schon viele Male diskutiert... :roll:

> Ich kann mich an ein Spiel erinnern, da habe ich lustlos am
> Tisch gesessen, keiner wollte mit mir handeln, aber die
> anderen hatten *keine* (nicht die kleinste) Chance zu
> gewinnen - und sie haben gemeinsam alles unternommen um
> meinen Sieg zu verhindern !

Wenn du führst, ist es i.A. richtig, dass niemand mit dir handelt. :-P
Anscheinend ist man dir viel zu spät entgegen getreten.

> Ein Spiel vor ein paar Monaten hat ca. 10-15 Minuten
> gedauert ! - Ich habe in dem ganzen Spiel eine einzige
> Karte bekommen und es fand nur Handel zwischen dem Sieger
> und einem Sieganwärter statt - der vierte Spieler hat satte
> 2 Karten bekommen (und konnte genauso wie ich gerade mal
> eine Strasse bauen).

Solche Extremsituationen können theoretisch passieren (kann mal eben jemand die [i]Un[/i]wahrscheinlichkeit dafür ausrechnen? :-D ), sind aber ganz und gar nicht die Regel.

Man darf seine Siedlungen eben nicht nur an die "2" oder "12" setzen... :-D ;-)

> Bisher war *jedes* Spiel in dieser Art (entweder Typ a)
> "Ich spiele irgendwie und gewinne, ohne das ich was dafür
> kann" oder b) "Ich nehme nicht aktiv am Spiel teil") !

Dann hast du wohl nur genau 2 Spiele gemacht... :LOL:

Jetzt mal im Ernst: Von meinen zig Spielen* habe ich mindestens die Hälfte gewonnen und wurde ansonsten fast immer zweiter. Ich kann mich überhaupt nur an eine einzige Partie erinnern, wo ich wirklich das "Pech" hatte, und letzter wurde. Genau genommen war es aber nicht fehlendes (Würfel-)Glück, sondern einfach die Tatsache, dass ich gleichzeitig von drei Seiten Strassenmäßig zugebaut worden bin.

*Die meisten dieser Partie habe ich allerdings mit der Almosen-Variante (s.u.) absolviert, welche die u.U. "unglückliche" Startphase beschleunigt.

> Auch gerne gesehen sind sachen wie "ich geb dir 1 Holz und
> du mir 3 Lehm, dann gewinne ich - ansonsten Gewinnt ein
> anderer" - (geschehen auf dem letzten Siedler-"Turnier")

[i]Den[/i] verstehe ich nicht... :-?
Was hat das mit Glück zu tun?

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/svc.htm - Glückvermindertes Catan

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Attila
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RE: Glück in Siedler von Catan

Beitragvon Attila » 10. Mai 2003, 12:58

Jost Schwider schrieb:

> Ich glaube, darüber haben wir hier schon viele Male
> diskutiert... :roll:

Achwas - erzähl mal was neues ! :-)

> Wenn du führst, ist es i.A. richtig, dass niemand mit dir
> handelt. :-P
> Anscheinend ist man dir viel zu spät entgegen getreten.

Es hat das ganze Spiel keiner mit mir gehandelt !

> Solche Extremsituationen können theoretisch passieren (kann
> mal eben jemand die [i]Un[/i]wahrscheinlichkeit dafür
> ausrechnen? :-D ), sind aber ganz und gar nicht die Regel.

Das ist nicht richtig ! - In einem normalen Siedlerspiel kann ein Spieler sich normalerweise nach der Startphase vom Spielverabschieden. Einer wird immer zugebaut - und der kann sich dann auf das kaufen von Karten über wasser halten, wenn er mag. Er kann eigentlich auch ein paar Schnittchen schmieren gehen !

> Man darf seine Siedlungen eben nicht nur an die "2" oder "12"
> setzen... :-D ;-)

Nicht ? :-) (Ohbwohl ich auch davor gesessen hab und mich geärgert ghab das ich ausgerechnet auf einen Schnittpunkt 6/8 gebeut habe - derjenige auf 2/10 hat im Spiel mehr Rohstoffe abbekommen, als ich ! :-) - aber das ist selten ... )

> Dann hast du wohl nur genau 2 Spiele gemacht... :LOL:

Vermutlich hast du recht ! :-)


> (Würfel-)Glück, sondern einfach die Tatsache, dass ich
> gleichzeitig von drei Seiten Strassenmäßig zugebaut worden bin.

Irgendjemand trifft es am Anfang immer ... :-)

> *Die meisten dieser Partie habe ich allerdings mit der
> Almosen-Variante (s.u.) absolviert, welche die u.U.
> "unglückliche" Startphase beschleunigt.

Die kannte ich bisher nicht. Könnte in der Startphase ünglückliche Würfe etwas ausgleichen, ändert imho aber nix am Spiel ! :-)

> > Auch gerne gesehen sind sachen wie "ich geb dir 1 Holz und
> > du mir 3 Lehm, dann gewinne ich - ansonsten Gewinnt ein
> > anderer" - (geschehen auf dem letzten Siedler-"Turnier")
> [i]Den[/i] verstehe ich nicht... :-?
> Was hat das mit Glück zu tun?

Glück ist das wohl weniger - das stimmt - maximal Pech für denjenigen der, ohne es zu wissen gegen Vater & Sohn spielt ! :-)

Aber man muss ja auch mal ganz klar sehen, das Siedler nicht so erfolgreich wäre, wenn nicht *jeder* Gewinnen kann - egal wie alt und wie viel Spielerfahrung !
Das ist ja auch gut so ! De Würfel ist ja in gewisser Weise auch der Ausdruck von Mentaler stärke - wie ja jetzt alle wissen !

Atti

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Rolf Braun

Re: Würfelschach - sowas gibts!

Beitragvon Rolf Braun » 11. Mai 2003, 02:34

Hi Marten,

echt sowas gibts wirklich??? Ich hab ja auch mal im Verein (Jugendmannschaft) gespielt aber Würfelschach haben wir nie gespielt.

Wir spieleten gerne Blitz-, Tandem-, und Räuberschach. Das haben die 'ersthaften' Schachspieler nicht gerne gesehen (ok - Blitzschach schon!)

Gruß
Rolf

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Marten Holst

RE: Würfelschach - sowas gibts!

Beitragvon Marten Holst » 11. Mai 2003, 19:31

Moin Rolf,

> echt sowas gibts wirklich??? Ich hab ja auch mal im Verein
> (Jugendmannschaft) gespielt aber Würfelschach haben wir nie
> gespielt.
>
> Wir spieleten gerne Blitz-, Tandem-, und Räuberschach. Das
> haben die 'ersthaften' Schachspieler nicht gerne gesehen
> (ok - Blitzschach schon!)

Ich kenne durchaus mehrere ernsthafte Schachspieler, die sich gerne und mit Begeisterung in unterschiedlich abartige Abarten stürzen. Bei uns im Verein gibt es einmal jährlich ein Turnier, auch auf Hamburger Jugendmeisterschaften wird das immer wieder gerne zur Auflockerung angeboten... Würfelschach selber ist dabei zwar nicht Favorit, kommt aber vor.

64 Grüße vom Marten

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Jost Schwider

RE: Glück in Siedler von Catan

Beitragvon Jost Schwider » 12. Mai 2003, 11:50

"Attila" hat am 10.05.2003 geschrieben:

> Das ist nicht richtig ! - In einem normalen Siedlerspiel
> kann ein Spieler sich normalerweise nach der Startphase vom
> Spielverabschieden. Einer wird immer zugebaut

Höchstens wenn einer nicht aufpasst oder seine Gegenspieler total unterschätzt. Im Allgemeinen ist es eben nicht so.

>> Man darf seine Siedlungen eben nicht nur an die "2" oder "12"
>> setzen... :-D ;-)
>
> Nicht ? :-)

Siehst du, da hast du jetzt aber einen unschätzbaren Tipp von mir bekommen (und das auch nch kostenlos!)! :-D

>> (Würfel-)Glück, sondern einfach die Tatsache, dass ich
>> gleichzeitig von drei Seiten Strassenmäßig zugebaut worden bin.
>
> Irgendjemand trifft es am Anfang immer ... :-)

:roll: "Immer" bedeutet doch [i]nicht[/i] "in Extremfällen"!
Wie gesagt: Ich habe die meisten meiner SvC-Partien gewonnen oder bin wenigstens zweiter geworden. Und nun?

>> *Die meisten dieser Partie habe ich allerdings mit der
>> Almosen-Variante (s.u.) absolviert, welche die u.U.
>> "unglückliche" Startphase beschleunigt.
>
> Die kannte ich bisher nicht. Könnte in der Startphase
> ünglückliche Würfe etwas ausgleichen, ändert imho aber nix
> am Spiel ! :-)

Probiere es einfach mal aus!

> Glück ist das wohl weniger - das stimmt - maximal Pech für
> denjenigen der, ohne es zu wissen gegen Vater & Sohn spielt
> ! :-)

Vielleicht magst du auch einfach keine Strategiespiele? :LOL:
Wenn ein Spiel überhaupt Strategien zuläßt ("ich handle nicht mit dem und dem", "ich baue den und den zu") dann spricht das m.E. doch für das Spiel.

(Trotzdem ist die oben geschilderte Situation natürlich unfair, aber das hat auch gar nichts mit SvC zu tun.)

> Aber man muss ja auch mal ganz klar sehen, das Siedler
> nicht so erfolgreich wäre, wenn nicht *jeder* Gewinnen kann
> - egal wie alt und wie viel Spielerfahrung !

Jeder kann mal gewinnen, aber die erfahrenen ("guten") Spieler werden unerfahrene ("schlechte") Mitspieler in bestimmt 8 von 10 Spielen schlagen.

> Das ist ja auch gut so ! De Würfel ist ja in gewisser Weise
> auch der Ausdruck von Mentaler stärke - wie ja jetzt alle
> wissen !

Bei Spielen wie Bluff oder Mäxchen nicht, bei "echten" Spielen aber schon.

Viele Grüße
Jost aus Soest (wird nicht gerne gespielt)
http://www.schwider.de/vietnam.htm - [i]Wunderbare Impressionen[/i]

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Attila
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Beiträge: 4715

RE: Glück in Siedler von Catan

Beitragvon Attila » 13. Mai 2003, 09:27

Jost Schwider schrieb:

> > Irgendjemand trifft es am Anfang immer ... :-)
> :roll: "Immer" bedeutet doch [i]nicht[/i] "in Extremfällen"!

Richtig !

> Wie gesagt: Ich habe die meisten meiner SvC-Partien gewonnen
> oder bin wenigstens zweiter geworden. Und nun?

Was spielt das hier für eine Rolle ? - Soll ich dich jetzt toll finden ? - Nunja, das würde mich an sich stutzig machen, ist aber absolut nicht meine Erfahrung - und andere Spieler haben die gleiche Erfahrung gemacht.

> Probiere es einfach mal aus!

Ich habe es doch schon so oft probiert ! :-)
Aber wenn ich demnächst wieder Siedler spiele, dann versuch ich mal die Almosen zu beantragen ! :-)

> Wenn ein Spiel überhaupt Strategien zuläßt ("ich handle nicht
> mit dem und dem", "ich baue den und den zu") dann spricht das
> m.E. doch für das Spiel.

Hmm. Das ist doch eine typische Königsmacher Situation! Der Vater gibt seinem Sohn zu verstehen das er das Spiel gewinnen kann, wenn er bestimmte Rohstoffe bekommt. Der Sohn hat, sie und macht den Deal, ohne dabei einen Vorteil zu haben! - Sowas spricht für das Spiel ? - Na ich weiss nicht, vieleicht hat mir keiner gesagt das es ein "Familienspiel" ist ! :-)

> Spieler werden unerfahrene ("schlechte") Mitspieler in
> bestimmt 8 von 10 Spielen schlagen.

Naja, das stimmt wohl nur, wenn "erfahrene" Spieler die sind, die schon 2 mal Siedler gespielt haben und begriffen haben wohin man bauen sollte und wohin nicht.

Atti

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Thorman

RE: Glück in Siedler von Catan

Beitragvon Thorman » 13. Mai 2003, 11:08

Attila schrieb:
>
> Hmm. Das ist doch eine typische Königsmacher Situation! Der
> Vater gibt seinem Sohn zu verstehen das er das Spiel gewinnen
> kann, wenn er bestimmte Rohstoffe bekommt. Der Sohn hat, sie
> und macht den Deal, ohne dabei einen Vorteil zu haben! -
> Sowas spricht für das Spiel ? - Na ich weiss nicht, vieleicht
> hat mir keiner gesagt das es ein "Familienspiel" ist ! :-)
>

Diese Situation kommt doch höchstens auf Turnieren vor. Bei sonstigen Spielen im privaten Kreis oder Spieletreffs, tauscht doch nicht der Sohn mit seinem Vater nur damit dieser gewinnt, wenn er nichts davon hat. Dies ist bei uns noch nie vorgekommen.
Die vorgenannte Situation ist, so mir bekannt, bis jetzt nur auf dem letztjährigen Finalturnier zur Deutschen Meisterschaft vorgekommen. Bei sämtlichen anderen SvC-Turnieren an denen ich teilgenommen habe, kam sowas auch nicht vor. Trotzdem waren immer die gleichen auf Top-Plätzen.
Außerdem ist Siedler von Anfang an ein klassisches Familienspiel. Für Puerto Rico bkeomme ich jedenfalls meine Eltern und mein 8-jähriges Patenkind nicht an den Spieltisch, mit Siedler schon.

Thorman

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Jost Schwider

RE: Glück in Siedler von Catan

Beitragvon Jost Schwider » 13. Mai 2003, 14:10

"Attila" hat am 13.05.2003 geschrieben:
> Jost Schwider schrieb:

>> Wie gesagt: Ich habe die meisten meiner SvC-Partien gewonnen
>> oder bin wenigstens zweiter geworden. Und nun?
>
> Was spielt das hier für eine Rolle ?

Ganz einfach: Bei einem reinen Glücksspiel wäre jeder gleich oft Gewinner, aber auch Verlierer!

>> Probiere es einfach mal aus!
>
> Ich habe es doch schon so oft probiert ! :-)

Wenn schon zitieren, dann bitte richtig. :-/ :roll:
Im Original ging es um die Almosen-Variante!

> Aber wenn ich demnächst wieder Siedler spiele, dann
> versuch ich mal die Almosen zu beantragen ! :-)

Da, der Beweis: Du hast es eben noch nicht probiert! :-P ;-)

> Das ist doch eine typische Königsmacher Situation!

Definiere bitte "Königsmacher Situation"!
Willst du etwa Handelspartner schon als unfaire Spieler bezeichnen?

Apropos: Ist es nicht [i]immer[/i] so (zumindest bei taktisch/strategischen Mehrpersonenspielen), dass sich zwei/drei gegen einen verbünden können?

Das ist dann doch wohl eher ein soziales "Problem", aber bestimmt nicht SvC selbst vorzuwerfen!

> Sowas spricht für das Spiel ?

Es spricht ausschließlich gegen die (asozialen*) Spieler!

*[i]Im wahren Wortsinn![/i]

>> Spieler werden unerfahrene ("schlechte") Mitspieler in
>> bestimmt 8 von 10 Spielen schlagen.
>
> Naja, das stimmt wohl nur, wenn "erfahrene" Spieler die
> sind, die schon 2 mal Siedler gespielt haben und begriffen
> haben wohin man bauen sollte und wohin nicht.

:roll: Darf ich nochmal auf "meine" Erfolgs-Statistik hinweisen (es waren deutlich mehr als 2 Spiele, das kannst du mit glauben)?
Und warum sind bei den Turnieren auch immer die Gleichen vorne? (Und bitte wiederhole jetzt nicht deine Verschwörungs-Phantasien! :-/ )

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
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