Taktiker und Strategen: Weggetreten!
Bei "Fluxx", neu von Amigo", kommt aus der kleinen Schachtel das große Chaos. Ähnlich wie bei Moskitos "Das regeln wir schon" dürfen hier die einfachen Grundregeln - eine Karte nehmen, eine Karte spielen, kein Handlimit, kein Motivlimit - geändert, erweitert und zurückgenommen werden. Und das passiert denn auch in nahezu jeder Runde, so daß eine langfristige Planung völlig sinnlos ist.
Zielkarten geben - Nomen est Omen - das Spielziel und damit das sofortige Spielende vor. Meist ist auf den Zielkarten eine Kombination zweier Motivkarten abgebildet. Diese Motivkarten legt jeder Spieler direkt vor sich ab, Zielkarten werden in die Tischmitte gelegt, wo sie ein schon vorhandenes Ziel sofort ersetzen.
Die Karten erhält man vom Nachschubstapel, zu Beginn immer nur eine, es sei denn, eben diese Regel wird durch das Ausspielen einer Karte geändert.
So tobt denn das Leben: Ich muß - nach aktuell ausliegenden Regelkarten - fünf Karten ziehen, darf aber nur zwei ausspielen, wobei meine Motivkarten auf maximal vier begrenzt sind und ich am Ende meines Zuges nur noch eine Karte auf der Hand behalten darf. Gott sei Dank kann ich aufgrund meiner ausgespielten Aktionskarte während meines Zuges erstmal meine Kartenhand beiseite legen und mir drei weitere Karten ziehen, von denen ich zwei ausspielen muß und durch eine weitere Aktionskarte die Hälfte der oben genannten Regeln über Bord werfe, worauf hin ich wieder meine bei Seite gelegten Karten auf die Hand nehme und jetzt noch mehr Motive auslegen darf. Dann ändere ich noch kurzerhand das Spielziel und schon habe ich gewonnen. Alles klar?
Die Spieldauer lag bei unseren bisherigen drei Spielen zwischen 5 und 25 Minuten, wobei theoretisch auch denkbar ist, wenn auch nur mit enorm viel Glück, daß der allererste Spieler bei seinem allerersten Zug das Spiel gewinnt. Macht nichts, einfach die nächste Partie hinterher schieben. Fluxx ist ein Aufwärmer, während die Grillkohle durchglüht, und ein Absacker nach einem guten Essen und einem langen Spiel. Mehr kann es nicht sein, mehr will es nicht sein, und diesen Anspruch erfüllt es perfekt.
Gruß Sönke