Beitragvon Berthold Heß » 18. September 2003, 21:38
In der Aachener Zeitung erschien 1991 folgende Kurzrezension:
Chamäleon
Der Erfinder dieses Spieles, Wolfgang Großkopf, ist Lehrer an einer Gehörlosenschule in Erfurt. Bereits seit 20 Jahren erfindet er Spiele, die aber in der ehemaligen DDR nur selten eine Chance hatten, veröffentlicht zu werden. Dank der Wiedervereinigung ist sein Spiel Chamäleon nun bei einem kleinen westdeutschen Spieleverlag erschienen. Kurz gesagt handelt es sich hierbei um eine pfiffige Schachvariante. Der Spielplan zeigt das Schachbrettmuster, dessen Felder die Farben rot, grün, blau und gelb haben. Jeder Spielstein zeigt gleichfalls diese vier Farben und außerdem vier Tiere, nämlich Chamäleon, Käfer, Schmetterling und Raupe. Das Chamäleon bewegt sich und schlägt wie die Dame, der Käfer ist der Läufer, die Raupe der Turm und der Schmetterling der Springer. Wie der Stein sich bewegt, hängt davon ab, auf welchem er Feld steht. Ist das Ausgangsfeld z.B. rot und das Chamäleon auf diesem Stein rot, so wird der Stein als Dame gezogen. Wird der Zug mit diesem Stein auf einem blauen Feld beendet, startet dieser Stein beim nächsten Mal als Springer. Diese ständig wechselnde Rolle eines Spielsteins macht sicherlich den großen Reiz des Spieles aus. Eine weitere originelle Komponente ist, daß das Spielfeld sich laufend verkleinert, so daß es zum Schluß immer enger wird. Chamäleon ist ein empfehlenswertes Spiel für Taktiker.
Chamäleon von W. Großkopf, 2-4 Spieler, Verlag Spiel und Kunst, Friedrichstr. 10, 6350 Bad Nauheim, ca. 30 Mark