Beitragvon Niccolo » 20. Oktober 2003, 14:46
Hallo,
Also zu den leichten Mängel... in meiner Ausgabe (wohl eine der allerersten) macht der schwarze Ritter Probleme - sonst funktioniert es eigentlich klaglos gut.
Inzwischen hab ich es auf 'mehrere' Partien gebracht:
1x 1
3x 2
2x 3
Ein wenig 'durchgefallen' ist es bei einer 3-er Partie (da war u.a. auch der sw. Ritter in Verwendung), jedoch mit der nachvollziehbaren Aussage: "Wenn ich 10 wäre, würde ich es wohl lieben."
Sonst kam es eigentlich durchwegs positiv an. Mir gefällt es auch, und die 10 hab ich um ein Viertel Jahrhundert überschritten.
Es ist ein leichtes, unterhaltsames Spiel für die Schnelle.
Zur "Tiefe"
Nun ersaufen wird man darin kaum. Stört mich aber auch nicht.
"Tiefe" ist nicht nur ein sehr subjektiver Begriff, sondern vielmehr ausgesprochen 'schwammig'.
Ich kenne genug Spiele, die mit einem "Viel", dass imho gar nichts mit Spielspass zu tun hat, von der Spielegemeinde schnell mit den Begrifflichkeiten "Tief" und "Komplex" versehen werden. Ist grundfalsch.
Bei KING ARTHUR kann ich zumindest schon ein wenig erzählen:
Also es ist schon putzig, wenn man sich zu einer der drei Burgen begibt und wirklich gut verständlich und auch stimmig gesprochen ein: "Hallo blauer Ritter!", aus dem Lautsprecher dröhnt. Sich der Mann erinnert, dass ich schon da war und er mir zugesagt hatte, dass ich auch später mein Ross für soundsoviele Güter ergattern kann.
Man kann da auch feilschen - hier ist vielleicht der Teil, der mich ein wenig stört (weshalb ich in manchen Genre das 'durchschaubare' Brett einem Computerspiel allemal vorziehe):
wenn der Händler nun im Preis runtergeht - ich weiß nicht warum.
Tat er es, weil ein schlichter Würfelwurf so entschieden hat?
Oder spielten durchaus div. Faktoren da mit?
Ich würde sowas wirklich gerne irgendwie wissen!
Macht es einen Unterschied, ob ich zu Fuß und unausgerüstet durch die Gegen laufe, oder wird darauf Rücksicht genommen, dass ich Lanze, Ross oder Rüstung besitze - oder gar alles?
Wie sehr spielt mein Ruhm eine Rolle?
Das sind Faktoren, die durchschaut man vielleicht durch vielmaliges Spielen nach und nach... aber diese Zugangsart ist mir nicht wirklich die liebste.
So zum Beispiel auch KING ARTHUR's Versprechen, dass sich jede Partie anders spielt.
Nun - logisch. Weiß gar nicht, ob ich überhaupt ein Spiel kenne, was es tatsächlich schafft so linear zu sein, dass 1x Spielen reicht.
Es gibt somit logischerweise fixe Faktoren. So macht ein Wächter an der Brücke immer Ärger (da wieder mein voriger 'Kritik'punkt - wenn ich ihn ihm Kampf einmal bezwinge [mal schwerer, mal leichter] - oder er mich bei meinem Erscheinen sofort passieren lässt ... egal wie ich diese 'Aufgabe' bezwinge, ich hab die Ursache noch nicht erkannt).
Nicht gemocht hatte ich eine Begegnung mit einem Drachen. Da mußte ich viel zu oft in einer Reihe mit ihm kämpfen und machte dabei einen schönen Schwung Ruhmespunkte auch noch.
Wie auch immer!
Nunmehr 6x gespielt. Ja, es tauchten bisher immer wieder neue Erlebnisse auf und es lohnt sich auch zuzuhören, manches merkt sich das Spiel genau.
Es macht wirklich Spass. Man "spielt". Keine Simulation, sondern ein Spiel.
Und ich halte es für eine schöne Antwort auf die Frage: "Spielen wir noch was schnelles?" (btw zur Sicherheit: in meinen Runden heisst das: Spieldauer max. 1h).
Und auf die Schnelle fällt mir kein Spiel ein, was die Anforderung erfüllt, mich dabei an einer wirklich netten Geschichte teilnehmen lässt...