Beitragvon Andreas Epplée » 7. November 2003, 10:06
Frank Jaeger (AMIGO) schrieb:
> - eine solche Diskussion wuerde wahrscheinlich total ausufern
> und kein Resultat liefern (eben auch wegen der Geschmacksfrage)
> - wir haben dafuer oftmals einfach keine Zeit. Wir haben nur
> zwei Redakteure, und die haben reichlich zu tun, da koennen
> sie kaum noch Internet diskussionsrecherchen leisten.
Ja, das ist klar. Da an kommerzielle Auswertung zu denken dürfte sich kaum rechnen. Höchstens mal als PR-Aktion. War im konkreten Fall auch mehr als ;-) gemeint. Ernsthaft gut dagegen finde ich es, wenn Autoren unfertige (oder auch fertige, aber aus irgend einem Grund direkt verwertbare) Ideen oder Mechanismen, Materialien etc. ins Netz stellen, und damit sozusagen das "open source"-Konzept auf Spiele übertragen. Meinetwegen auch ins Autoren-Forum, obwohl sowas auf einer persönlichen Seite sicher besser aufgehoben ist. Mit "großen" Ideen macht man sowas natürlich nicht. Aber bei so einem kleinen Ding wie YP könnte es interessanter sein, zu sehen, ob jemandem was dazu einfällt, als es in der Schublade zu lassen - oder es tatsächlich hilflos zu veröffentlichen. - Ein Kleinverlag wie Krimsu hat auch noch die sehr sympathische Option, den Autor im Regelheft Farbe bekennen zu lassen: "Ich bin einfach nicht fertig geworden mit dem Spiel, aber der Verleger wollte es unbedingt machen..." ("Haps") Klasse! -Natürlich lassen sich Verbesserungen auch anhand einer Veröffentlichung diskutieren - aber das Geld und den Image-Verlust kann man sich sparen; es gibt wohl kaum genug von meiner Sorte, die den Kaufpreis auch für ein unfertiges Spiel nicht unbedingt bereuen würden, solange es sozusagen "interessant schiefgegangen" ist ;-) Und in die Richtung geht "Yellowstone". Erstmal ist der Mechanismus nämlich tatsächlich verführerisch klar und spannend. Erst auf den zweiten Blick merkt man, dass damit noch kein Spiel existiert (vgl. z.B. Knizias "Atlanteon" oder auch "Hong Kong" - da kann man immer wieder in Vollendung sehen, wie man mit ein paar "kleinen" Kunstgriffen aus einem simplen Prinzip ein "vollständiges" Spiel gewinnt).
> Ausserdem: Na ja, ich befuerchte, der Verantwortliche war
> davon ueberzeugt, sonst haette er es gar nicht gemacht.
Na ja, das befürchte ich ehrlich gesagt auch :-))
Viele Grüße
Andreas