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Spiele zum Discount Preis! Tod der Spieleszene?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Norman Kurock

Re: Jetzt mal langsam...

Beitragvon Norman Kurock » 22. Januar 2004, 15:04

Hallo Frank,

danke, dass du mich auf mein Versäumnis hinweist.
Ja worüber sollen sich die Hersteller denn nun Gedanken machen?

Wie wärs denn mit Rabattstaffelungen zum Beispiel!
Das ist doch wohl eine ganz konkrete, direkte und erlaubte Einflußnahme auf die Verkaufspreise.
Ein kleiner Spieleladen kauft eine VE und kriegt x Prozente= Rabatt und bestimmte Zahlungsbedingungen und vielleicht noch etwas Valuta.
Ein großer Filialist/Konzern kauft 100 VE und kriegt XL Prozente und bei dem Rest sicher auch "etwas" günstigere Bedingungen.
Da kann das Engagement, die Kompetenz, Service und und und noch so groß sein, der Preis ist nicht konkurrenzfähig.
Und Magic als Beispiel zu bringen überzeugt auch nicht, weil die Kleinen (Fantasyläden) hier meist richtig schöne Umsätze machen und oft zusätzlich einen Vertrieb haben und somit in diesem Einzelfall ganz gut wirtschaften können.

CU
Norman

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Michael Andersch

RE: Jetzt mal langsam...

Beitragvon Michael Andersch » 22. Januar 2004, 15:16

Hallo Frank,

"Frank Jaeger (AMIGO)" hat am 20.01.2004 geschrieben:

> Ich habe da ein tolles Beispiel fuer Preise und deren
> Einfluss: Magic. Der Booster sollte so zwischen 3,99 und
> 4,10 Euro kosten. In den Fantasy-Laeden bekommt man ihn oft
> billiger, bei Karstadt kostet er 4,69 Euro. Und weisst du
> was? Die verkaufen auch noch etwas!!!

Der Vergleich hinkt m.E. etwas. Und zwar aus dem Grund, dass die großen Kaufhäuser eigentlich oft leicht erreichbar und überall bekannt sind - im Gegensatz zum kleinen Hinterhofladen.
Fazit (vielleicht etwas überspitzt):
Karstadt teurer als Hinterhofladen: Nur die "Bescheidwisser" kaufen im Hinterhofladen, alle anderen rennen zum Karstadt.
Karstadt billiger als Hinterhofladen: Niemand kauft im Hinterhofladen.

Aber: Auch ich wüsste nicht, was Ihr als Hersteller dagegen tun könntet. Und ob es gut wäre, wenn Ihr irgendetwas dagegen tätet.

Viele Grüße,
Micha

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peer

Re: Jetzt mal langsam...

Beitragvon peer » 23. Januar 2004, 02:24

Hi,
Norman Kurock schrieb:
>> Wie wärs denn mit Rabattstaffelungen zum Beispiel!
> Das ist doch wohl eine ganz konkrete, direkte und erlaubte
> Einflußnahme auf die Verkaufspreise.
> Ein kleiner Spieleladen kauft eine VE und kriegt x Prozente=
> Rabatt und bestimmte Zahlungsbedingungen und vielleicht noch
> etwas Valuta.
> Ein großer Filialist/Konzern kauft 100 VE und kriegt XL
> Prozente und bei dem Rest sicher auch "etwas" günstigere
> Bedingungen.
> Da kann das Engagement, die Kompetenz, Service und und und
> noch so groß sein, der Preis ist nicht konkurrenzfähig.

Tja, das ist aber normal, dass es Mengenrabbatt gibt -selbst in Essen habe ich schon Spieler sich zusammenraufen zu sehen, um ein Spiel guenstiger zu bekommen. Natuerlich ist der Verlag froh wenn er mit weniger Aufwand auf einen Schlag mehrere Exemplare loswird und gibt das an seine Grosskunden weiter. Schliesslich will er die Laeden behalten, die regelmaessig viel abnehmen - ein einzelnes Spiel alle halbe Jahr (uebertrieben ich weiss) faellt nun mal nicht ins Gewicht.
Und ja, jetzt kommt das Sponsoringargument. Soll Amigo (oder wer auch immer) ganz auf Rabattstaffelung verzichten? Ich verweise auf die Threads "Spiele werden immer teurer" und"Euro-Abzocke bei Spielen" aus der Vergangenheit. Und geziehlt einzelnen Spielelaeden Rabatte einzuraeumen stelle ich mir schwierig vor, denn nach was soll ausgewaehlt werden, wer den Rabatt erhaelt?
Leider ist ees so: Guenstige Spiele mit hoher Qualitaet zu verkaufen ist schwer genug. Gleichzeitig noch den Kleinhandel zu sponsorn sehr schwierig. So sehr mir das Herz auch blutet - ich denke die Zukunft fuer die kleinen liegt im Internethandel.

> Und Magic als Beispiel zu bringen überzeugt auch nicht, weil
> die Kleinen (Fantasyläden) hier meist richtig schöne Umsätze
> machen und oft zusätzlich einen Vertrieb haben und somit in
> diesem Einzelfall ganz gut wirtschaften können.

Kein Wunder dass dich das Beispiel nicht ueberzeugt, wiederspricht es doch deiner Logik ;-)
Im Ernst: Magic zeigt, dass es moeglich ist, seine Nische zu finden, auch als Kleinhaendler.

ciao
Peer

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Martin Wehnert
Kennerspieler
Beiträge: 255

Und wieder der Spieleladen

Beitragvon Martin Wehnert » 23. Januar 2004, 12:15

Man muß den großen Kaufkäusern und Ketten Rabatte einräumen, um sie zu halten? Falsch!
Zoch und Haba tun dies z.B. nicht. Zicke Zacke Hühnerkacke oder Obstgarten sind dementsprechend auch in keinem Laden "unter Preis" zu finden. Klar machen die Versender immer noch einen Sonderpreis, aber der geht eben zu ihren Lasten. Haba hat überdies eine unverbindliche Preisempfehlung. Mit der Kalkulation kann man ganz gut leben, vor allem da das Kaufhaus nebenan einem eben nicht die Preise kaputt macht. Faustregel: Je größer der Verlag (Ausnahme Haba) umso schlimmer. Ravensburger, Schmidt, Hasbro, etc. räumen den großen eben auch große Rabatte ein.
Amigo übrigens ist da recht fair. Hier gibt es Prozente, wenn man nicht nur einzelne Bestandteile des Programms (z.B. Traiding-Cards), sondern die ganze Palette führt. Für ein Fachgeschäft kein Problem, wer dagegen nur mit Magic den schnellen Euro machen will aber schon!
Es lebe der Fachhandel!


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