Beitragvon Günter Cornett » 4. Februar 2004, 16:27
Kathrin Nos schrieb:
>
> Hi,
>
> "FM" hat am 03.02.2004 geschrieben:
> > Haben Kahuna erst zweimal spielen können. Haben aber noch
> > überhaupt keine Strategie rausfinden können. Dem Sieger war
> > nicht klar, weshalb er gewonnen und dem Verlierer war
> > unklar, weshalb er verloren hatte....
> >
> > Kann uns jemand helfen? Mit welcher Strategie spielt Ihr?
>
> Nun ja, einerseits ist es günstig, möglichst kompakt zu
> bauen, d.h. benachbarte Inseln zu beherrschen. Bei Kahuna
> schadet es auch nicht, mehr Stäbchen einzusetzen als für die
> Kontrolle der Insel notwendig (bei Arabana-Opodopo, das
> sozusagen Kahuna zu dritt und zu viert ist, bzw. bei dessen
> direktem Nachfolger Kanaloa, ist dies anders). So kann man
> sich zumindest in gewissem Mass gegen Übernahmen absichern.
Hallo Kathrin,
das ist sinnvoll. Dennoch ist es - rein punktemäßig betrachtet - auch bei Kahuna besser 7 schlecht abgesicherte Inseln in die Wertung zu bringen als 5 gut abgesicherte (so man sie bis zur Wertung halten kann). Ist auch eine Frage, wie risikofreudig man ist.
Es kommt eben darauf an, seine Karten möglichst effektiv einzusetzen. Wie auch Stephan schreibt, sollte man beim Einsetzen möglichst andere Brücken schlagen. Andererseits kann es auch sinnvoll sein, dem Gegenspieler zuvor zukommen, indem man seine Brücke genau dort platziert, wo er es hätte tun wollen. Die eine Strategie gibt es nicht: Auf das richtige Timing kommt es an.
> Ein paar "Anfängerfehler" gibt es schon auch: Wenn man zum
> Beispiel ein Inselstäbchen an eine Insel einsetzt, die der
> Gegner gerade verloren hat und im nächsten Zug wieder unter
> seine Kontrolle bringt (dann ist das eben eingesetzte
> Inselstäbchen gleich wieder weg). Den Fehler macht man aber
> meist nur genau einmal :-D
>
> Ein Auge auf den Gegner zu haben (was zieht dieser nach?)
> kann auch nicht schaden. Auf die Anzahl der Handkarten zu
Jo, es ist wichtig, allgemein zu schauen, wo der Gegenspieler aktuelle Interessen hat, und konkret auf bestimmte Karten achten, die das Spiel kippen könnten. Ich selbst merke mir aber nie die komplette Kartenhand des Gegners und versuche auch nicht alle seine Möglichkeiten durchzurechnen (schüttel!).
> achten ist auch kein Fehler - bei fünf Karten ist das Limit,
> es lohnt sich aber durchaus, bis zu diesem Limit zu sparen
> und dann einen grösseren Zug zu machen, in dem man mehrere
> Karten spielt.
Auf jeden Fall. Mit jeder zusätzlichen Karte potenzieren sich die Möglichkeiten. Und das gemeinsame Auspielen von Karten in einem Zug verstärkt deren Wirkung.
Man sollte auch die verschiedenen Möglichkeiten, die eine Kartenhand bietet, ausloten. Anfangs erscheint es vielleicht etwas grübelig, sich unterschiedliche Kombinationen der gleichen Kartenhand zu überlegen. Später geht das von selbst.
Man sieht die Möglichkeiten auf dem Brett und braucht sie nicht im Kopf durchzurechnen.
> Ansonsten hat Kahuna natürlich ein gewisses Glückselement
> durch das Nachziehen der Karten. Dennoch macht es mir immer
Ja. Je nach persönlicher Neigung lässt sich das etwas minimieren durch sicherheitsorientierte Spielweise (mehr Brücken an eigene Inseln) oder Mitzählen von Karten oder aber man ist risikofreudig.
> wieder Spass und gehört für mich zu den Highlights der
> Kosmos-Zwei-Personen-Reihe (kein Spiel ist so oft mit uns
> verreist wie Kahuna).
:)
Gruß, Günter
Link zum Thema:
http://www.bambusspiele.de/spiele/opodopo/kritiken.htm#nos