Hallo,
uns ist beim üben des Spiels Tongiaki aufgefallen, daß der Startspieler in der 4-Personenvariante einen großen Vorteil besitzt.
Nach der Einsetzphase auf Tonga besitzen alle 4 Spieler 2 Tongiaki. Der Startspieler verdoppelt seine Anzahl danach auf 4; unm dann 2 Auswanderungen von Tonga vorzunehmen. Im günstigsten Fall gelingt die Überfahrt zu neuen Inseln; im ungünstigsten Fall werden alle Tongiaki versenkt.
Das macht aber für den Startspieler in beiden Fällen eigentlich nichts, denn er hat immer noch 2 Tongiaki auf Tonga. Die Mitspieler haben zu diesem Zeitpunkt aber nur noch 1 Boot auf Tonga; ggf. auch noch Boote auf anderen Inseln (oder eben im üngünstigen Fall auch nicht).
Daraus folgert, daß die Mitspieler beim einsetzen maximal 1 Tongiaki in der 1. Runde einsetzten können.
Das heißt: Startspieler hat 4 Tongiaki; alle anderen Spieler maximal 2 Tongiaki. Nächste Runde: Startspielerr hat 6 Tongiaki, alle anderen Mitspieler 3 Tongiaki...usw.
Bei uns hatte dies zur Folge: Der Startspieler wird am Ende Erster oder Zweiter; der Zweite Spieler wird Erster, Zweiter oder Dritter; der Dritte wird Zweiter, Dritter oder Vierter; der Vierte wird Dritter oder Vierter.
Eigentlich Schade, denn dieses Spiel wird bei der Deutschen Brettspiel Mannschaftsmeisterschaft gespielt und krankt damit am gleichen Symptom wie Emerald in der Vorunde im letzten Jahr.
Ich denke, alle Mitspieler sollten die gleichen Chancen haben.
Meines Erachtens ist dies bei Tongiaki auch mit einem kleinen Regelkniff möglich. Dieser lautet:
Alle Mitspieler dürfen in der 1. Spielrunde 2 Tongiaki auf Tonga einsetzen ( wie der Startspieler). Sollte ein Mitspieler zu Beginn seiner 1. Runde kein Tongiaki mehr auf dem Spielplan haben, dann darf er in dieser Startrunde sogar 3 Tongiaki auf Tonga einsetzen.
Nach einer Probepartie scheint zumindest in der 4-Personen- Partie der Startspielervorteil abgemildert und auch der bei uns bisher völlig chancenlose 4.Spieler hat zumindest Spaß an einer Partie Tongiaki!
Ich hoffe,daß die Schiedsrichter Jo Weigand/Stefan Zimmermann hier mitlesen und diese Anregungen für die Brettspielmeisterschaft in Herne überdenken.
Unser Mannschaftskapitän hatte den Einwand, daß jede Mannschhaft in Herne einen Startspieler, einen Zweiten, Dritten und Vierten in der Spielrunde stellt und sich so Glück und Pech für die jeweilige Mannschaft ausgleichen.
Das ist natürlich richtig, aber wo bleibt der Spielspaß, wenn ich als Vierter in einer Spielrunde realistisch nur noch um Platz Drei kämpfe?
Unser Mannschaftsführer soll diese Frage/Anregung offiziell dem Schiedsrichtergespann stellen. Und mir sagte er, ich solle diese Anregung diesem Diskussionsforum stellen, nachdem ich seit einiger Zeit Online bin und hier manchmal vorbeisurfe.
MfG
Friedhelm Homberg