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Neuheiten 2004: Eindrücke von Goa, St. Peter, Dos Rios...

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Christoph Heinzl

Neuheiten 2004: Eindrücke von Goa, St. Peter, Dos Rios...

Beitragvon Christoph Heinzl » 12. April 2004, 10:41

Hallo zusammen,

hier meine Eindrücke zu einigen der neuen Spiele:

Übersicht:

1.) St. Petersburg
2.) Goa
3.) San Juan
4.) Einfach Genial
5.) Zug um Zug
6.) Oase
7.) Dos Rios



1.) St. Petersburg:

Positives:
Das Spiel eröffnet eine große Anzahl an Möglichkeiten in jedem Spielzug. Nett ist auch die Idee der verschiedenen Startspieler für die einzelnen Runden.

Negatives:
Wer es schafft, in den ersten 1-2 Runden die richtigen Adligen anzuwerben (die, die neben einigen Siegpunkten auch zwischen 5-6 Geld geben), sichert sich einen großen finanziellen Vorsprung, der von den Mitspielern nur schwer einzuholen ist. Gebäudekarten am Spielanfang sind eher unwichtig.


2.) GOA

Positives:
Optisch schönes Material, einfache Spielregeln, sobald man sich erst einmal durch die Anleitung gekämpft hat.

Negatives:
a) Durch das Ersteigern des Startspielerplättchens erhält man eine Zusatzaktion, d.h. man kann jeweils soviel dafür bieten, wie man auch durch die Aktion "Geld Einnehmen" erhält. Dadurch ist der Spieler, der als erstes sein Einkommen entwickelt, im Vorteil.

b) Das Sammeln der Expeditionskarten, um gleiche Symbole zu erhalten, ist zwar risikoreich, aber die Punkte, die man dadurch erhalten kann (insgesamt 21), sind zu hoch.

Ein Vorteil dieser Strategie ist auch, dass man Expeditionskarten mit nicht benötigten Symbolen gewinnbringend einsetzen kann. Die Entwicklung der anderen Sparten über die 2.-3. Stufe ist bei dieser Strategie nicht notwendig.

Mein Vorschlag wäre, maximal 3er-Gruppen zu werten (d.h. 3 gleiche Symbole bringen 1+2+3= 6 Punkte).

Kommentar:
Goa ist ein nettes Spiel, dass man auch als Solitaire spielen könnte. Die Interaktion ist sehr gering, da die eigenen Aktionen praktisch keine Auswirkungen auf die Mitspieler haben.

3.) San Juan:

Positives:
Einfachere Variante von Puerto Rico. Gut zum Einstieg in das komplexere Mutterspiel geeignet. Kurze Spieldauer (gut als Aufwärmer)

Negatives:
Einfachere Variante von Puerto Rico ;)
Höherer Glücksfaktor.


4.) Einfach genial

Positives:
Einfache Regeln (nur Blokus ist noch einfacher). Kurze Spieldauer. Sprich auch Nichtspieler an.

Negatives:
Bei 4 Spielern deutlich weniger planbar (besser mit 2-3).


5.) Zug um Zug

Positives:
Ein Upgrade von Transamerica mit mehr Spielerinteraktion. Schönes Material (optisch). Trotz der Anmerkungen unter "Negatives" ein schönes Spiel.

Negatives:
a) Die Karten sind zu klein.

b) Die Punkte für die Tickets sind nicht balanciert. Für kurze Strecken (die wenige Punkte bringen) benötigt man viele kurze Verbindungen, die ebenfalls wenige Punkte bringen. Mit etwas Pech zieht man nur kurze Verbindungskarten.

Für die langen Strecken erhält man viele Punkte, und für die einzelnen Teilabschnitte (die zumeist 5-6 Felder lang sind) ebenfalls viele Punkte. Die langen Strecken sind natürlich auch risikoreicher.

Man verbraucht seinen kompletten Zug, unabhängig davon, ob man nun eine kurze oder lange Strecke baut.

Regelidee: Wer eine kurze Strecke baut (1-2 Felder), darf zusätzlich in dieser Runde eine weitere kurze Strecke bauen.


6.) Oase:

Positives:
Das Spiel ist von Moon/Weisblum.

Negatives:
Mir gefällt es trotzdem nicht (obwohl ich viele der Spiele, die sie gemacht haben, mag).

Das Spiel wäre als Kartenspiel besser aufgehoben gewesen. Der Spielplan ist an sich überflüssig. Das das Gebiet eines Spielers abgeschnitten wird, ist sehr selten.

a) Die Tatsache, dass die Angebote (bis auf die Kartenanzahl) zufällig gemacht werden, erhöht den Glücksfaktor derart, dass es eine Planung der eigenen Strategie unmöglich macht.

b) Es kommt vor, dass der Spieler, der als letztes auswählen darf, nur sein eigenes Angebot nehmen darf (und damit eine weitere Runde letzter bleibt). Dies kann selbst dann passieren, wenn er 3 Karten anbietet.

c) Das Spiel ist nicht an verschiedene Spielerzahlen angepasst. Das Gebiet, das zum Bauen zu Verfügung steht, ist immer gleich groß (bei 3 Spielern gibt es praktisch keine Konkurrenz beim Bauen).

d) zwar nebensächlich, aber sei trotzdem angemerkt: Das Tiefziehteil ist ungeeignet, um die kleinen Spielplättchen sortiert zu halten.


7.) Dos Rios:

Positives:
Eine originelle Idee, ein interessantes Setting (Südamerika), und ein schönes Spiel. Das Umleiten der "dos rios" (der beiden Flüsse) funktioniert sehr gut und birgt viel Potential, um seine Mitspieler zu ärgern.

Das Spiel enthält genau die richtige Dosis an Glückselement (die Banditen), um Spannung aufkommen zu lassen, ohne das Spiel aus der Balance zu werfen.

Negatives:
In der Anleitung ist nicht erwähnt, dass die Spieler ihr Geld geheim halten sollten.


Als Rangliste:

1.) Dos Rios
2.) St. Petersburg
3.) San Juan
4.) Einfach Genial
5.) Zug um Zug
6.) Goa
------------------------------------------
7.) Oase (weit abgeschlagen)


So, das reicht fürs erste.

Christoph

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Helmut Lehr

Re: Neuheiten 2004: Eindrücke von Goa, St. Peter, Dos Rios...

Beitragvon Helmut Lehr » 12. April 2004, 11:01

Christoph Heinzl schrieb:
>

> 7.) Dos Rios:
>
> Positives:
> Eine originelle Idee, ein interessantes Setting (Südamerika),
> und ein schönes Spiel. Das Umleiten der "dos rios" (der
> beiden Flüsse) funktioniert sehr gut und birgt viel
> Potential, um seine Mitspieler zu ärgern.
>
> Das Spiel enthält genau die richtige Dosis an Glückselement
> (die Banditen), um Spannung aufkommen zu lassen, ohne das
> Spiel aus der Balance zu werfen.
>
In unserer Oster-Spielrunde stand bei uns auch Dos Rios ganz oben.
Tolle Spielidee von Franz-Benno Delonge mit dem nötigen Ärgerfaktior, den ich z.B. bei ZuZ in dieser Form vermisse.

Als zweitbestes kam bei uns "La Strada" an, wieder mal ein Vortreffer von Martin Wallace. Verständliche Spielregel, schnell gespielt.

Dann hatten wir "Versunkene Stadt" auf dem Tisch und fanden: ein originelles Familienspiel von Wolfgang Kramer. Zwar mit einer auf den ersten Blick langen Regel, aber trotzdem schnell zu spielen.

Na, und zum Schluß noch "DaVinci-Code" mit mehreren Runden, die meistens von meiner Tochter ("Solche Spiele mag ich nicht!") gewonen wurde.

VG
Helmut

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Dieter Niehoff

Hitparade.

Beitragvon Dieter Niehoff » 12. April 2004, 11:28

Christoph Heinzl schrieb:
>>
> Als Rangliste:
>
> 1.) Dos Rios
> 2.) St. Petersburg
> 3.) San Juan
> 4.) Einfach Genial
> 5.) Zug um Zug
> 6.) Goa
> ------------------------------------------
> 7.) Oase (weit abgeschlagen)
>
>

Nette Hitparade.

Meine lautet

1.) Goa
2.) Keytehdral
3.) Hektor und Achill
4.) Hansa
5.) Oase
6.) Saga
und von allen ghespielten Neuheiten haben mich
7.) Dos Rios
und
8.) Blue Moon
noch am meisten enttäuscht

Dieter Niehoff

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Marcel Kaul

Re: Neuheiten 2004: Eindrücke von Goa, St. Peter, Dos Rios...

Beitragvon Marcel Kaul » 12. April 2004, 13:19

Das Problem mit dem immer gleich grossen Spielplan (und gleich grossem Angebot) hatte ja schon New England (zu dritt). War mir damals schon ein Rätsel bzw. ein schwerer Mangel seitens des Autorenteams oder Goldsieber.

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Christoph Heinzl

Re: Hitparade.

Beitragvon Christoph Heinzl » 12. April 2004, 13:44

Dieter Niehoff schrieb:
>
> Meine lautet
>
> 1.) Goa
> 2.) Keytehdral
> 3.) Hektor und Achill
> 4.) Hansa
> 5.) Oase
> 6.) Saga
> und von allen ghespielten Neuheiten haben mich
> 7.) Dos Rios
> und
> 8.) Blue Moon
> noch am meisten enttäuscht
>
> Dieter Niehoff

Hansa finde ich gut, ist aber mehr was zum Grübeln.

Saga hat mir nicht so super gefallen (das ständige Hin und Her zwischen den einzelnen Fürstentümern mag ich nicht)

Blue Moon gefällt mir, aber ich finde die einzelnen Völker etwas unausgeglichen (die Vulca sind mir zu stark).

Tschau,

Christoph

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Christoph Heinzl

Re: Neuheiten 2004: Eindrücke von Goa, St. Peter, Dos Rios...

Beitragvon Christoph Heinzl » 12. April 2004, 13:47

Marcel Kaul schrieb:
>
> Das Problem mit dem immer gleich grossen Spielplan (und
> gleich grossem Angebot) hatte ja schon New England (zu
> dritt). War mir damals schon ein Rätsel bzw. ein schwerer
> Mangel seitens des Autorenteams oder Goldsieber.

Aber im Vergleich zu Oase funktioniert New England mit 4 Spielern (mit 3 Spielern muß die Spielfeldgröße und die Anzahl der Versteigerungsobjekte angepasst werden).

Warum das Spiel aber keine 3-Spieler-Regel enthält, ist mir auch ein Rätsel (schlechtes Playtesting)

Tschau,

Christoph

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Braz
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Beiträge: 6431

Klasse !

Beitragvon Braz » 12. April 2004, 21:46

Hey Christof,


absolut klasse - deine Zusammenfassung !

Vielen Dank für die Mühe ! Gerade DAS was man bei den vielen Neuheiten braucht ! ;)


Gruß
Braz

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Braz
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Beiträge: 6431

Re: Hitparade.

Beitragvon Braz » 12. April 2004, 21:52

Dieter Niehoff schrieb:
> und von allen ghespielten Neuheiten haben mich
> 7.) Dos Rios
> und
> 8.) Blue Moon
> noch am meisten enttäuscht

Hallo Dieter,

gut gut gut: Spiele sind Geschmackssache ! Aber "Dos Rios" eine Enttäuschung ?! Na ja...ich weiß ja nicht, denn ganz soo schlecht ist es doch wohl mE nicht. Warum ?

1. Sehr schönes stimmungsvolles Spiel (klasse Umsetzung der Thematik)
2. klasse Spielplan (wenngleich die Plättchen auch bei mir nicht 100% passen)
3. spannender Spielverlauf ! (man weiß nie, ob man der nächste ist, den es erwischt ;) )
4. mE eine neue sehr schöne Spielidee ! (-> die Sache mit dem "sich verändernden Flußverlauf")

also "Enttäuschung" ?! ich weiß ja nicht......... mir/uns hat "Dos Rios" jedenfalls super gefallen.


Gruß
Braz

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Braz
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Beiträge: 6431

Re: Nachtrag

Beitragvon Braz » 12. April 2004, 21:53

Dieter Niehoff schrieb:
> Nette Hitparade.
>
> Meine lautet
>
> 1.) Goa
> 2.) Keytehdral
> 3.) Hektor und Achill
> 4.) Hansa


kleiner Nachtrag: Hast du Keythedral, die Neufassung denn schon ?!

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Marcel Kaul

Re: Hitparade.

Beitragvon Marcel Kaul » 12. April 2004, 23:18

Also mir sind die Vulca zu schwach, jedenfalls beim Deckbuilding. Nur einmal haben die Vulca bei uns bisher gewonnen, und das mit verschiedenen Decks gegen Hoax, Mimix, Flit (ca. 10 Spiele mit Vulca). Und die Vulca-Decks waren nicht nur von mir, also bevor hier der Eindruck aufkommt ich spiele die nur schlecht. Das Problem: es fällt sehr schwer auf 6 Karten in der Auslage zu kommen. Dazu noch die Schwäche auf Erde. Mit einigen guten Erdekarten (Erdwasser, Trickreicher Stärkedoppler, Catusan, Aaralia) und einem Gedankensturm kann man da schon was machen, aber so ganz gereicht hat es nie.

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Dieter Niehoff

Keythedral / Dos Rios

Beitragvon Dieter Niehoff » 13. April 2004, 00:02

Hast du Keythedral, die Neufassung denn
> schon ?!

Nein. Ich habe nur das Original. Aber alle bisherigen "neuen" Aussagen zum Spiel lauten: Es habe sich nix geändert. Und wenn ich denen mal glaube, dann habe ich mit meinem "alten" auch zugleich ein "neues" Kethedral - und das ist wirklich gut. Und es gefällt uns noch mehr, weil wir es "verlängert" haben - d. h. wir haben statt den drei "4er-Siegchips" und zwei "5er-Chips" je einen mehr genommen.

Ach ja, und an DOS RIOS hatte ich hohe (taktische bis strategische) Erwartungen - und diese waren gefüttert durch Ankündigungen aus verschiedenen Quellen. Und da war ich wohl zu voreilig.

Vielleicht sind wir auch nur die falsche Gruppe für dieses zugegeben schönt anzuschauende Spiel. Aber DOS RIOS läßt mich eher kalt. Was die anderen so machen, während ich auf meinen Spielzug warte, scheint mir einerlei Denn: Eine Vorbereitung auf meinen nächsten Zug kann unmöglich gemacht werden. Bis dahin sind zwei oder drei Mtspieler dran. Und diese verdrängen mit absoluter Sicherheit einen Gutteil meiner Figuren, mit denen ich dann stets wieder ganz unten starten darf. Runde für Runde die gleiche Prozedur. Wie also soll sich das Spiel für mich entwickeln? Alles bleibt gleich. Lediglich das nachzählen meines Barvermögens bestimmt die Änderungen.
Und dabei möchte ich das Spiel wirklich gerne mögen. Denn die Idee mit den sich ändernden Flussläufen ist wirklich fein.
Nein, ich hatte mehr Vielschichtigkeit vom Spiel - und mir mehr Neugier auf die Tiefen des Spiels erhofft. Vielleicht werde ich ja noch fündig und das Spiel ist wirklich "tricky".

Schöne Spiel für "zwischendurch" gibt es genuügend. Die Breite hier muß für mich nicht noch breiter werden.
Und bis dahin beschäftige ich mich in meiner (zu)kurzen Spielzeit eher mit "meinen" Highlights wie GOA oder KETHEDRAL .

Dieter Niehoff

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Braz
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Beiträge: 6431

Re: Keythedral / Dos Rios

Beitragvon Braz » 13. April 2004, 00:43

Dieter Niehoff schrieb:
> Nein. Ich habe nur das Original. Aber alle bisherigen "neuen"
> Aussagen zum Spiel lauten: Es habe sich nix geändert. Und
> wenn ich denen mal glaube, dann habe ich mit meinem "alten"
> auch zugleich ein "neues" Kethedral - und das ist wirklich
> gut. Und es gefällt uns noch mehr, weil wir es "verlängert"
> haben - d. h. wir haben statt den drei "4er-Siegchips" und
> zwei "5er-Chips" je einen mehr genommen.


hmmm....dann bin ich ja nun wirklich endlich gespannt auf die Neuauflage -> möge sie bald erscheinen ;)


> Ach ja, und an DOS RIOS ........... Denn: Eine Vorbereitung
> auf meinen nächsten Zug kann unmöglich gemacht werden. Bis
> dahin sind zwei oder drei Mtspieler dran. Und diese
> verdrängen mit absoluter Sicherheit einen Gutteil meiner
> Figuren, mit denen ich dann stets wieder ganz unten starten
> darf.

Oha - das kann sein....stimmt !
Ich hatte das Spiel bislang lediglich zu zweit gespielt und da ist es doch rel. gut planbar/berechenbar und das sichere Deletieren eigener Spielsteine ist somit eher relativ ! ...aber das ist i.d.T. ein Punkt, den ich beim nächsten Gesellschaftsabend mit Mehreren berücksichtigen sollte......Danke für den Hinweis !

Gruß
Braz

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Matthias Staber

Re: Keythedral / Dos Rios

Beitragvon Matthias Staber » 13. April 2004, 07:39

>Aber DOS RIOS läßt mich eher kalt. Was die anderen so machen, während ich auf meinen Spielzug warte, scheint mir einerlei Denn: Eine Vorbereitung auf meinen nächsten Zug kann unmöglich gemacht werden. Bis dahin sind zwei oder drei Mtspieler dran. Und diese verdrängen mit absoluter Sicherheit einen Gutteil meiner Figuren, mit denen ich dann stets wieder ganz unten starten darf. Runde für Runde die gleiche Prozedur. Wie also soll sich das Spiel für mich entwickeln? Alles bleibt gleich. Lediglich das nachzählen meines Barvermögens bestimmt die Änderungen. <

Der planerische Part bei DR beginnt mit der Errichtung der Gebäude, nicht mit der Bewegung der Campesinos - hier geht es in der Tat um Zugoptimierung. Wenn man sich das vor Augen hält, fängt DR an, Spaß zu machen. Ich kann deine Kritik aber vollkommen nachvollziehen.

Matthias

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Jürgen Schmidt

Dos Rios!

Beitragvon Jürgen Schmidt » 13. April 2004, 10:01

Dieter Niehoff schrieb:

> und von allen ghespielten Neuheiten haben mich
> 7.) Dos Rios
> noch am meisten enttäuscht

Dem kann ich nicht zustimmen. Neben "Zug um Zug" ist DR für mich eines der besten Spiele des Jahrgangs. Es stimmt, das Spiel ist kein klassisches Strategiespiel, wo ich meine Züge schachähnlich etliche Runden im Voraus plane.
Nein, es ist ein taktisches/kurzfristiges Spiel, bei dem es vor allem um eines geht: Meine Mitspieler mit allen Finten und Finessen ärgern und behindern wo nur möglich. Und dazu gibt es etliche Möglichkeiten: Die Mitspieler in meiner Runde einfach nur rauskicken (aber nicht zu viel, sonst werde ich selbst rausgekickt), mich super in Position bringen, mit Hütten den Weg verbauen, oder am genialsten: Doch noch den als fest geltenden Flusslauf ändern und mit einem genial gelegten Damm mit einem Schlag alles über den Haufen werfen.
Für Spieler die nur brav ihre Züge optimieren wollen und keiner Fliege etwas zuleide tun können, ist das Spiel nicht so geeignet, der erbarmungslose Fiesling wird sich prächtig amüsiren.

sich Bauholz herbeiwünschende Grüße
Jürgen Schmidt

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Jost Schwider

RE: Dos Rios / Drunter & Drüber

Beitragvon Jost Schwider » 13. April 2004, 12:11

"Matthias Staber" hat am 13.04.2004 geschrieben:

> Der planerische Part bei DR beginnt mit der Errichtung der
> Gebäude, nicht mit der Bewegung der Campesinos

Das ist soweit richtig. Da man allerdings nur 5 (unverrückbare!) Gebäude besitzt, ist der planbare Anteil beschränkt. Das Bauernvolk dagegen ist quasi unendlich (sowohl in der Anzahl wg. "Wiedergeburt", als auch in der Dynamik).

> Wenn man sich das vor Augen hält, fängt DR an,
> Spaß zu machen.

Es ist m.E. ein typisches Spieleranzahl-verändert-Spielgefühl-Spiel:
Zu zweit ist es ein echter Strategiehammer (es gibt kein Ärgern durch dritte), zu viert ein reines Ärgerspiel (konstruktives Spiel ist kaum möglich).

Nicht nur in dieser Hinsicht erinnert es mich daher an das tolle "Drunter & Drüber" von Klaus Teuber.

> Ich kann deine Kritik aber vollkommen nachvollziehen.

Viele Grüße
Jost aus Soest (dito)
http://www.schwider.de/spiele.htm - [i](Brett)Spiele und mehr...[/i]

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Matthias Staber

RE: Dos Rios / Drunter & Drüber

Beitragvon Matthias Staber » 13. April 2004, 15:50

>> Der planerische Part bei DR beginnt mit der Errichtung der
> Gebäude, nicht mit der Bewegung der Campesinos

Das ist soweit richtig. Da man allerdings nur 5 (unverrückbare!) Gebäude besitzt, ist der planbare Anteil beschränkt. Das Bauernvolk dagegen ist quasi unendlich (sowohl in der Anzahl wg. "Wiedergeburt", als auch in der Dynamik).<

Das ist natürlich richtig. Aber: Da ich Gebäude nur mit Campesinos errichten kann, zahnen planerischer und Zugoptimierungs-Aspekt von DR IMO spaßig ineinander: Bringe ich alle meine Campesinos in günstige Erntepositionen für diesen Zug? Plane ich die weiteren ausliegenden Erntekarten mit ein? Oder bringe ich die Bauern in strategisch günstige Positionen für den weiteren Spielverlauf, für das Errichten meiner Hacienda, weiter im Norden, auf Hügeln?

Der Zugoptimierungsaspekt wiegt schwer bei DR, aber das vorausschauende Planen, auch unter Berücksichtigung der weiteren ausliegenden Erntekarten, scheint nach mehreren Partien an Gewicht zu gewinnen. Ob ich mir da was vormache, müssen weitere Partien klären.

Matthias

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Christoph Heinzl

Re: Klasse !

Beitragvon Christoph Heinzl » 13. April 2004, 16:32

Hallo Braz,

freut mich, dass die Liste dir gefallen hat.

Ist bis jetzt auch ein ganz guter Jahrgang (vor allem im Vergleich mit den beiden vorhergehenden, da hätte ich mit so einer Liste Schwierigkeiten gehabt...)

Und einige Spiele, die noch kommen, lassen noch auf mehr hoffen -> Raja, Fifth Avenue, Runebound... (fragt sich nur, wo ich die noch alle unterbringen soll)

Bis dann,

Christoph

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Jost Schwider

RE: Dos Rios / Drunter & Drüber

Beitragvon Jost Schwider » 19. April 2004, 14:40

"Matthias Staber" hat am 13.04.2004 geschrieben:

> Das ist natürlich richtig. Aber: Da ich Gebäude nur mit
> Campesinos errichten kann, zahnen planerischer und
> Zugoptimierungs-Aspekt von DR IMO spaßig ineinander: Bringe
> ich alle meine Campesinos in günstige Erntepositionen für
> diesen Zug? Plane ich die weiteren ausliegenden Erntekarten
> mit ein? Oder bringe ich die Bauern in strategisch günstige
> Positionen für den weiteren Spielverlauf, für das Errichten
> meiner Hacienda, weiter im Norden, auf Hügeln?

Zustimmung bei 2 (ggf. 3) Spielern, Ablehnung bei 4 Spielern! ;-)

> Der Zugoptimierungsaspekt wiegt schwer bei DR, aber das
> vorausschauende Planen, auch unter Berücksichtigung der
> weiteren ausliegenden Erntekarten, scheint nach mehreren
> Partien an Gewicht zu gewinnen.

100% ACK.
Die Frage ist nur, wie hoch der Planungsanteil (insbesondere bei 4 Spielern) überhaupt werden kann.

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "jooost aus sooost")
http://www.schwider.de/spiele.htm - [i](Brett)Spiele und mehr...[/i]


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