Beitragvon Volker L. » 2. Oktober 2004, 16:40
Ralf Partenheimer schrieb:
>
> Irgendwie funktionieren Versteigerungsspiele und Spiele in
> denen Versteigerungen vorkomnen (Löwenherz) in unserer Gruppe
> nicht so richtig.
Entscheidende Frage dabei: Haben die Spieler Eurer Gruppe eine Abneigung
gegen Versteigerungen, eine Art Boykotthaltung dagegen? Dann wären beide
Spiele für Euch nicht geeignet.
Wenn es aber nur nicht "richtig funktioniert" in dem Sinne, dass die Spieler
das übliche Verhalten mit dem gegenseitig Hochsteigern nicht richtig
beherrschen, dann würde ich doch zumindest zu einer Proberunde raten,
da beide Spiele andere Mechanismen als die klassische Versteigerung bis
zum Passen des vorletzten Bieters haben.
Bei Goa wird nur eine Runde lang gesteigert (ähnlich wie bei Medici, falls
Du das kennst), man kann also ein höheres Gebot eines späteren Spielers
nicht mehr kontern. Der Auktionator hat das letzte Wort, kann also (genug
Geld vorausgesetzt) immer zuschlagen, [b]aber[/b] das wäre unklug, da er dann
das Geld in die Kasse bezahlen muss, während er den Kaufpreis bekommt, wenn
ein anderer den Zuschlag erhält. Es ist also wichtig, genau zu überlegen,
was man überhaupt versteigert.
Bei Amun Re gibt es einen anderen interessanten Mechanismus: Reihum setzt
jeder seinen Bietstein auf das Objekt, das er haben möchte. Wird er dann von
einem anderen Spieler überboten, muss er ein Gebot für ein anderes Objekt
abgeben - nur falls er da von einem Dritten auch überboten wird, darf er dann
beim erneuten Wechsel auf sein altes Objekt der Begierde zurück - solange,
bis jeder Spieler für ein anderes Objekt ein Gebot abgegeben hat. Auch hier
ist es eine anspruchsvolle strategische Überlegung, auf welches Objekt man
zunächst ein Gebot abgibt.
Gruß, Volker