Beitragvon Kathrin Nos » 5. November 2004, 13:41
Hallo Ralf,
im Offline-Reader wird übrigens die Titelzeile ohne Probleme komplett dargestellt....
"Ralf Arnemann" hat am 05.11.2004 geschrieben:
> Hier im Forum gab es ein paar Regelfragen und erste
> Eindrücke.
>
> Aber jetzt haben bestimmt schon viele Leute Erfahrungen mit
> mehreren Partien gesammelt, jetzt würde mich doch
> interessieren, wie gut es ankommt, wie ausbalanciert die
> Rollen sind und wie hoch der Wiederspielreiz ist.
Du meinst die Aktionen, oder?
Ich habe dieses Spiel jetzt zweimal gespielt, einmal zu viert auf der Messe und einmal zu dritt in der Woche danach. Zwar waren wir nach der Messe-Probepartie etwas skeptisch und nicht 100%ig überzeugt, aber da wir das Spiel am (Messe-)Sonntagnachmittag sogar für 16,50 Euro bei einem Händler sahen, haben wir dann doch zugegriffen.
So, aber nun zum Spiel selbst. In der ersten Partie ist es häufig vorgekommen, dass versucht wurde, Kurfürsten zu halten. Es gab nicht sehr viele Wechsel ni den Herzogtümern, und der Spieler, der hier versuchte, gegen den Strom zu schwimmen und Dynamik (= Wechsel) reinzubringen, war letztlich damit erfolgreich und gewann. Bei der zweiten Partie haben wir dann auch mehr in diese Richtung gespielt und es funktionierte deutlich besser. Der Reiz, hier genauer auszuprobieren, wie man es noch besser handhaben kann, ist sicher gegeben.
Die Aktionsmöglichkeiten sind m.E. recht gut ausbalanciert, vor allem was die Anzahl der Karten pro Aktion angeht. Auch dass die teure Stadtgründung mit Siegpunkten belohnt wird, macht diese Aktionen zu einem einzuplanenden "Muss". Den Mechanismus der beschränkten Aktionsmöglichkeiten, zusammen mit dem Altern, halte ich für sehr innovative Ideen, die mich an dem Spiel auch am meisten reizen.
Der Knackpunkt liegt meiner Meinung nach bei der Kaiserwahl. Hier ist es eigentlich immer so gewesen, dass der Spieler, der als erster aus der Aktionsrunde ausstieg, den Gegenkaiser nahm (obwohl man dabei eher vorsichtiger sein sollte). Zu dritt kann dann der Spieler, der sich für eine der beiden Seiten entscheiden muss, ausrechnen, welche Seite gewinnen wird - einen Siegpunkt erhält er in jedem Fall (deshalb mein Klammerzusatz im vorigen Satz), und evt. ist er halt Kaisermacher.
Alles Gute wünscht
Kathrin.