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Ringkrieg - Regel umschreiben?

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Wolfram Püchert alias WeePee

Ringkrieg - Regel umschreiben?

Beitragvon Wolfram Püchert alias WeePee » 2. Januar 2005, 00:00

Hallo,

nach meinem zweiten Spiel Ringkrieg muss ich sagen, dass das Spiel bei weitem kein komplexes Spiel ist. Es ist dank der vielen Regeln kompliziert, aber nicht komplex.

Die Regeln sind, wenn man das Spiel erst ein paar mal gespielt hat, auch nicht mehr das Problem.

Wie schon einige andere vermutet haben, glaube auch ich, dass das Regelheft das eigentliche Problem ist.

Die vielen redundanten Informationen führen dazu, dass man nach dem Lesen nicht mehr weiß, wo man denn eigentlich nachschauen muss, wenn man eine (Regel-)Frage hat. "Wo habe ich das schon mal gelesen?", ist eine der häufigsten Fragen, die ich mir stelle, wenn ich eine Regel nicht mehr genau weiß.

Die paar Erratas (wegen der Übersetzungsfehler) sind - so denke ich - leider normal und noch beherrschbar, erschweren das Ganze aber nochmals.

Nun meine Frage:

Hat sich schon jemand daran versucht, die Regel so umzuschreiben, dass sie verständlicher wird? Die Redundanzen und wiederkehrenden Wiederholungen von gleichen Informationen sollten doch dazu führen, dass eine gescheite Neufassung die Regeln auf ca. 50% der derzeitigen Länge kürzen könnte, oder?

Was meint ihr?

Gruß Wolfram

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Attila
Kennerspieler
Beiträge: 4715

Re: Ringkrieg - Regel umschreiben?

Beitragvon Attila » 2. Januar 2005, 10:44

Hiho,

Erstmal zu komplex und kompliziert:

Du selbst schriebst:

> komplex: Ein Spiel ist komplex,
> wenn die Entscheidungsmöglichkeiten, die mir die Regeln während einer
> Partie bieten, vielfältig sind
>
> und/oder
>
> wenn die Erkennung der Einflussfaktoren auf die Beurteilung einer
> Situation im Rahmen einer Partie eine besondere Intelligenzleistung
> von mir erfordern
>
> und/oder
>
> wenn die Erkennung der Wirkbeziehungen der verschiedenen
> Spielelemente eine besondere Intelligenzleistung erfordern.

Das trifft eindeutig alles drei auf WotR zu. Und du schreibst nun, das WotR nicht komplex ist ... tse ... :-)

Das "umschreiben" der Regeln: Ich denke auch, das ein vernünftiges Regelwerk durchaus für den Einstieg Vorteile bringen würde. Das "Wo habe ich das schonmal gelesen"-Problem kennt ja wohl jeder Spieler aus irgendeinem Spiel. Wenn man das renundante wegstreicht und dann nochmal richtig strukturiert, dann wäre die Regel imo nur noch halb so umfangreich. Ich weiss ja nicht wer bei Alea die Regeln macht (schande über mich), aber vieleicht ist der verantwortliche ja ein WotR-Fan ... :-)

Atti

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Michael Weber

Re: Ringkrieg - Regel umschreiben?

Beitragvon Michael Weber » 2. Januar 2005, 11:25

Wolfram Püchert alias WeePee schrieb:

> nach meinem zweiten Spiel Ringkrieg muss ich sagen, dass das
> Spiel bei weitem kein komplexes Spiel ist. Es ist dank der
> vielen Regeln kompliziert, aber nicht komplex.

Nein, es ist auch nicht kompliziert, es sind viele (!!!) und notwendige Regeln, die aber ein komplexes Spiel ermöglichen.

> Wie schon einige andere vermutet haben, glaube auch ich, dass
> das Regelheft das eigentliche Problem ist.

Da bin ich anderer Meinung. Die Anleitung ist didaktisch vielleicht nicht besonders hervorragend, aber die für viele Spieler ungewohnte Struktur hat entscheidende Vorteile. Man kann nämlich wirklich gut nachschlagen. Auch Wiederholungen kann ich gar nicht in dem von dir genannten Umfang ausmachen.

Das einzige, was mir wirklich fehlt, ist eine bessere Kurzübersicht, was mit welchen Würfeln gemacht werden darf und an ein paar Stellen bessere bzw. überhaupt mal ein Beispiel.

> Die vielen redundanten Informationen führen dazu, dass man
> nach dem Lesen nicht mehr weiß, wo man denn eigentlich
> nachschauen muss, wenn man eine (Regel-)Frage hat. "Wo habe
> ich das schon mal gelesen?", ist eine der häufigsten Fragen,
> die ich mir stelle, wenn ich eine Regel nicht mehr genau weiß.

Es ist alles deutlich strukturiert und es gibt ein Inhaltsverzeichnis (am Ende)


> Die paar Erratas (wegen der Übersetzungsfehler) sind - so
> denke ich - leider normal und noch beherrschbar, erschweren
> das Ganze aber nochmals.

Das sind wirklich unbedeutende Stellen, die nur bei zwei, drei Karten durchschlagen. Die bei Phlanx zur Verfügung gestellte neue ERegel enthält die Errata und man findet kaum Unterschiede, schon gar nicht inhaltliche.

> Hat sich schon jemand daran versucht, die Regel so
> umzuschreiben, dass sie verständlicher wird?

Es gibt bei Spielbar eine Kurzübersicht, die aber die Anleitung nicht ersetzt, sondern nur für den schnellen Blick ist.

> Die Redundanzen
> und wiederkehrenden Wiederholungen von gleichen Informationen
> sollten doch dazu führen, dass eine gescheite Neufassung die
> Regeln auf ca. 50% der derzeitigen Länge kürzen könnte, oder?

Das glaube ich nicht. Was würdest du denn kürzen? Im Gegenteil. Mit mehr Beispielen, die gerade Einsteigern Vorteile brächten, wird sie erheblich länger.

Das Spiel ist nicht schwierig, bietet aber viele verscheidene Mechanismen, die sehr gut ineinandergreifen und eben auch entsprechend erklärt werden müssen.

Was ich bei der bisherigen Kritik an der Regel ein wenig durchhöre ist eher das Problem, dass die lang ist und unbedingt genau gelesen werden muss, um möglichst wenig Fehler zu machen.

Michael

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Stefan-spielbox

Re: Ringkrieg - Regel umschreiben?

Beitragvon Stefan-spielbox » 2. Januar 2005, 13:12

Eine neu geschriebene Regel ist überflüssig, da die Regel so wie sie ist sehr gut für ein Spiel dieses Ausmaßes ist. Vielleicht fehlen würde eine detailierte Advanced Sequence of Play mit allen wichtigen Schritten damit man nichts vergißt (gibt's schon ansatzweise), vielleicht noch ein paar Spielhilfen (Kurzregeln, Übersichten) und einen ausführlichen Index in dem man schnell alle relevanten Regelstellen auffinden kann. Damit sollte man doch eigentlich alles wichtige für's Spiel haben, auch wenn man mal während des Spiels etwas nachschlagen muß. Das verkürzt zumindest die Unterbrechungen des laufenden Spieles und spätestens nach vier,fünf Spieldurchgängen wird sich das Nachschlagen erledigt haben.

Stefan


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