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Meinungen zur Revolution?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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peer

Meinungen zur Revolution?

Beitragvon peer » 7. Januar 2005, 15:05

Hi,
mittlerweile hat ja vielleicht der eine oder andere ein Revolution gespielt. Kan jemand seine Eindrücke wiedergeben? Es muss gar kein umfangreiches PEEP sein, da die Abläufe und so ja in der Spielbox stehen. Mich würde interessieren, wie ihr es findet und warum ihr es so findet ;-)
Besonders auch im Vergleich mit anderen Spielen vergleichbarer Länge und Komplexität (Renaissance etwa)

ciao
peer

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Alex

Re: Meinungen zur Revolution?

Beitragvon Alex » 7. Januar 2005, 15:32

Gedulde Dich noch bis Montag - ich habe für Sonntag meine erste Runde Revolution angesetzt und werde danach gerne darüber berichten.

Gruß
Alex

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Ueli Blum

Re: Meinungen zur Revolution?

Beitragvon Ueli Blum » 7. Januar 2005, 17:23

Hallo

Ich kann wirklich erst von einem ersten Eindruck berichten. Bisher gespielt habe ich eine Partie allein mir allen Fraktionen zum kennenlernen; eine Einführungspartie zu zweit mit jeweils zwei Fraktionen bis zum ende der zweiten Runde; und eine volle Partie zu zweit.

Das spiel ist wirklich sehr interessant!

Die Regeln sind an sich nicht besonders schwierig zu verstehen. Auch die Anleitung ist relativ gut geschrieben (bis auf einige wenige Errata die auf der Phalanx Homepage bereits veröffentlicht sind; insbesondere die Overflow Regelung ist zu beachten!)
Trotzdem ist eine "Tutorial" Partie unbedingt zu empfehlen. Also eine Partie die bewusst nicht zu ende gespielt wird. Hierbei sollte man sein Augenmerk auf das zusammenspiel der Verschiedenen Phasen richten. Denn hierrin besteht die eigentliche Komplexität des Spiels (nicht kompliziertheit!). Was in den einzelnen Phasen passiert ist jeweils schnell begriffen, auch merkt man schnell, dass die einzelnen Phasen allein keine grosse Macht haben. Erst wenn man seine Aktionen geschickt aufeinander abstimmt, ergeben sich grössere Einflussmöglichkeiten.
Wir haben für die Einführungspartie bis ende Runde 2 ca. 3 Stunden benötigt. Danach fühlten wir uns Fit für eine volle Partie.
Wir brauchten etwa 4.5 Stunden bis Ende Runde 4. Auf die letzte Runde verzichteten wir, da das Resultat klar war (was ich bei Spielen dieser länge für absolut legitim hallte)

Einige eindrücke aus dieser Partie:
Anfangs konnten wir uns noch relativ leicht ausbreiten. Wenige Steine genügten um Mehrheiten zu ändern. Ziemlich schnell waren dann aber die Einflussgebiete abgesteckt. Grössere Anstrengungen mussten unternommen werden, um in neue Gebiete vorzustossen. Durch blosse Vermehrung konnte nicht mehr viel bewirkt werden, da man nicht einfach in ein Nachbargebiet wandern kann. Nur noch koordinierte Angriffe mit Hilfe der Suport Boxen, der Armeen, und Finanziellem Einfluss ermöglichten das erfolgreiche eindringen in neue Gebiete.
Ausserdem muss man aufpassen nicht zu viele Einflussmarker auf dem Brett zu haben, da diese umgedreht als Geld verwendet werden. Wer sich auf dem Brett stark ausbreitet kriegt schnell Finanzielle Probleme. Einmal gesetzte Einflussmarker sind relativ gebunden, natürlich kommen bei gegnerischen Angriffen auch wieder einige zurück in den Vorrat, jedoch hat man nicht in der Hand, wo, wann und wie stark der Gegner angreift. Einfach so zurücknehmen kann man sie selber nicht.

Wie gesagt, dies sind erste Eindrücke. Gut möglich, dass weitere Spiele gänzlich anders verlauffen. Besonders der Aspekt der Verhandlungen kam zu zweit natürlich noch nicht zum tragen. Da sich die individuellen Interessen der Verschiedenen Fraktionen teilweise überschneiden, ist hier sicher noch einiges an Potential.

Wie gesagt, das Spiel ist sehr interessant! Das Potential für verschiedene Strategieen ist immens. Ich werde wohl einige Partieen spielen müssen, um auch nur einen Bruchteil dieses Potentials auszuschöpfen. Wer Gefallen daran findet sich auch über mehrere Stunden in ein Spiel zu vertiefen sollte sich Revolution unbedingt mal ansehen. Es ist gut investierte Zeit. Gelangweilt habe ich mich jedenfalls nie, viel zu beschäftigt war ich neue Pläne auszuhecken. Zwar beinhaltet Revolution auch Taktische Elemente, der Fokus liegt aber auf jeden fall auf der Strategischen Ebene.

Gruss Ueli
(der sich freut, dass Spiele für ein solches Nischenpublikum überhaupt noch gemacht werden, besonders wenn sie dann auch noch so gut aussehen)

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Niccolo
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Re: Meinungen zur Revolution?

Beitragvon Niccolo » 7. Januar 2005, 20:05

Hm, wenn ich das recht lese: es ist komplex, aber nicht kompliziert.

Was schätzt du - kann es einer in einer für die Mitspieler akzeptablen Zeit erklären?

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Ueli Blum

Re: Meinungen zur Revolution?

Beitragvon Ueli Blum » 7. Januar 2005, 20:36

Niccolo schrieb:
>
> Hm, wenn ich das recht lese: es ist komplex, aber nicht
> kompliziert.

Das hast du richtig gelesen :-)

> Was schätzt du - kann es einer in einer für die Mitspieler
> akzeptablen Zeit erklären?

Das reine erklären sollte in konzentrierter Runde in maximal 30 min zu schaffen sein. Allerdings wirst du dann während dem Spiel immer mal wieder die einzelnen Phasen erklären müssen. Die ersten Runden werden relativ viel zeit brauchen, mit der Zeit sollte diese Zeit jedoch abnehmen.

Ich persöhnlich empfand es am praktischsten zuerst nur das Material, die Begriffe und das Spielziel zu erklären. Dann gleich loszuspielen und Phase für Phase zu erklären. So sollte man die verkürzte Runde 0 und mindestens Runde 1 durchspielen. Zeitaufwand hierführ 2 bis 3 Stunden. Allerdings sind danach alle in der Lage eine "ernsthafte" Partie in Angriff zu nehmen.
Beschränkt man sich auf das blosse Erklären werden die Mittspieler erst nach einigen Runden wirklich verstanden haben welche Interaktionen zwischen den Phasen möglich sind. Sollte das für deine Mittspieler kein Problem sein und sich der Ärger über früh gemachte "Fehler" in Grenzen hallten, kann man durchaus relativ schnell mit Spielen Anfangen.

Voraussetzung für all dies ist jedoch ein gut vorbereiteter Erklärer!

Gruss Ueli

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Niccolo
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Re: Meinungen zur Revolution?

Beitragvon Niccolo » 7. Januar 2005, 23:18

Machst einen ja richtig heiss.

Kaum zu glauben, aber ein Freund brachte es aus Essen mit - ist noch immer in Folie.
Davor möcht ich noch Age of Napoleon spielen!
Und den Ersten Weltkrieg ordentlich - den hab ich bisher nur 1x angespielt (incl. 1914/2) - kann also leider noch nix dazu sagen, ausser dass ich - zumindest wenn man es als 2-Personen Spiel spielt - da gerne "blocks" gehabt hätte, anstelle von Counter.

auf jeden Fall Danke & Gruß,
Hannes

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ZwergAuge

Re: Meinungen zur Revolution?

Beitragvon ZwergAuge » 10. Januar 2005, 20:14

Es ist komplex, und nicht allzu kompliziert, aber die jeweiligen Abrechnungsrunden dauern ewig.

Ich hab's nicht selbst gespielt, sondern beim Spielewochenende immer wieder zugeschaut und mir Sachen erklären lassen, aber einmal die Stunde hätten quasi alle aufstehen können, während einer eine halbe Stunde lang rechnet.

Das war wohl einer der "Minus"-Punkte des Spiels, einhelliger Meinung von allen.

Das zweite Minus ist die Grafik. Schön, dass es alles dunkle Farben sind, nur: Man kann fast nichts auseinander halten, vor allem da es von strategischer Bedeutung ist, ob es sich da und dort um eine Stadt oder eine Siedlung handelt, oder ob ne Universität drinsteht.

Ansonsten hieß es ebenso einhellig: "Eigentlich gutes Spiel."

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Alex

Re: Meinungen zur Revolution?

Beitragvon Alex » 11. Januar 2005, 11:06

Irgendwie habt ihr was falsch gemacht. Die Abrechnung dauert maximal 5 Minuten. Man zähle einfach die Stadtkarten, die Punkte der Provinzkarten - das dauert vielleicht insgesamt 2 Minuten. Dann muss man nur noch ein bisschen aufs Brett schauen. Die Punkte für die Katholiken sind allesamt unten bei den "Bishoprics" angezeigt und für die Reformierten bei den "Universities". Und ich kann mir kaum vorstellen, dass man 20 Minuten braucht um maximal 8 Armeesteine der Habsburger zu zählen, die sieben Städte der Bürger und die Spielsteine der Adeligen. Ich habe am Sonntag zum ersten Mal Revolution gespielt und die Abrechnung ging immer sehr, sehr schnell.

Gruß
Alex


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