Beitragvon Volker L. » 7. Mai 2005, 15:46
Michael Schlepphorst "Suko" schrieb:
>
> Chris schrieb:
> >
> > Ich war Kaiser und habe mit meinem ersten Zug einen
> > Kurfürsten sterben lassen (Gift), für mich ein guter Zug aber
> > für den Mitspieler, der fast sichere Weg zum Verlierer des
> > Abends...
>
> Warum? Es kann sogar ganz hilfreich sein wenn der eigene
> Kurfürst ausscheidet. Denn nur dann kann ich ja auch wieder 2
> Siegpunkte für die Übernahme des Kurfürstentums bekommen.
Stimmt. Bei ISdK ist es besser, ein Kurfürtsentum zu verlieren und
dafür ein anderes zu erringen als dasselbe erfolgreich zu verteidigen
(zumindest bei mehr als 2 Spielern - zu zweit bringt es nur dann
etwas, wenn der alte K. stirbt und der Nachfolger aus derselben
Familie stammt). [b]ABER[/b] normalerweise braucht man erst
mal mindestens eine halbe Partie, um das wirklich zu verinnerlichen,
da die meisten Spieler durch jahr(zehnt)elange Spielerfahrung
ziemlich fest auf Besitzstandwahrung geprägt sein dürften.
> Es hängt natürlich davon ab wie die Startaufstellung umgesetzt
> wurde. Wenn der betroffene Spieler ausser dem Kurfürsten
> keine weiteren Adligen dort platziert hat und die anderen
> Adelsfelder von den übrigen Spielern belegt waren, dann hat
> er natürlich hier keine Chance mehr. [i]Aber dann hätte er/sie
> das bei der Startaufstellung bedenken sollen ;-)[/i]
Also, solche Bemerkungen wie das (von mir) kursiv gesetzte stoßen
mir meist etwas säuerlich auf. Vielleicht ist Dir entgangen, dass Chris
in seinem Posting von der ersten Partie gesprochen hatte (für den
(einen?) Mitspieler dürfte es genauso gewesen sein). Und da weiss
man normalerweise noch nicht, worauf man bei der Startaufstellung
achten sollte :roll:
Deswegen ist es auch durchaus sinnvoll, wenn bei komplexeren Spielen,
bei denen aufgrund von ungewöhnlichen Mechanismen, Zusammenhängen
oder Siegberechnungen eine Regellektüre normalerweise nicht
ausreicht, um zu erkennen, was anfangs sinnvoll ist, [i]und[/i] bei denen
die Möglichkeit besteht, durch eine unklug gewählte Startaufstellung
die eigenen Chancen drastisch zu verringern, für das erste Mal eine
vorgegebene Lernspiel-Startaufstellung angeboten wird.
Wenn durch extremes Pech, deutlichem Erfahrungsunterschied (vom
Erfahrenen schamlos ausgenutzt) oder eben aufgrund von Unkenntnis
ungünstig gewählter Startaufstellung ein Spieler ein Frusterlebnis
hat, wird dieser oftmals jede Lust auf eine weitere Partie verlieren -
dafür gibt es einfach zu viele andere gute Spiele.
Gruß, Volker