Beitragvon Michael Preuss » 19. Mai 2005, 00:49
Hallo,
ich möchte definitiv eine Lanze für Polarity brechen. Ich finde das Spiel großartig. Mit Zopp ist es mein liebstes Geschicklichkeitsspiel. Die Kritik in der Spielbox finde ich etwas daneben. Der Rezensent scheint nicht wirklich viel über das Spiel zu wissen (so z.B., dass das Spiel schon 1986 erstmals auf den Markt kam, dass das Design der Neuauflage bis auf die Farbe der Begrenzungen der Orignalausgabe entspricht usw.). Auch beide erwähnten "Regellücken" werden in meiner Spielregel expressiv verbis beantwortet (ich kann natürlich nicht sagen, ob das für die neue Regel auch zutrifft).
Die Frage ist, was man bei einem Geschicklichkeitsspiel unter "Spielstrategie" versteht. Letzlich hat man bei Polarity umso mehr Spielmöglichkeiten, ja besser man das entstehende Magnetfeld einschätzen kann und mit den Spielsteinen umzugehen lernt (wo platziere ich einen 5er-Turm am störendsten, wie mache ich einen Zug, der den Gegner dazu zwingt, bei der anschließemden "Conversion" seinerseits eine "Reaction" auszulösen &c.). Das alles ist natürlich kein Puerto Rico, aber ein Profi wird einen Anfänger natürlich schlagen, genauso wie die Spielmatte nach einen Profispiel anders aussieht als nach einem Anfängerspiel (z.B. wird es viel weniger hohe Türme geben).
So, nun aber genug geschwärmt, von den ästhetischen Qualitäten will ich gar nicht erst anfangen ....
Grüße
Michael
P.S. Obiges ist cum grano salis zu sehen, da ich das Spiel seinerzeit (Ende letzten Jahres) für etwas 75 Euro auf Ebay erstanden habe ... angesicht des Preises der Neuauflage könnte ich also auch ein pures Opfer kognitiver Dissonanz sein. :-)