Anzeige

Manila, Mac Robber, Fjorde

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
Benutzeravatar
erik mohr
Brettspieler
Beiträge: 59

Manila, Mac Robber, Fjorde

Beitragvon erik mohr » 15. März 2005, 14:52

Hat schon jemand eines der drei Spiele gespielt und kann seinen Eindruck schildern? Lohnt sich ein Kauf?

Danke für Eure Antworten

Erik

Benutzeravatar
Heinrich Tegethoff

Re: Mac Robber

Beitragvon Heinrich Tegethoff » 16. März 2005, 12:24

Hallo Erik,

nun, bei Mac Robber kann ich auf zwei Partien im Spieletreff zurückblicken.
Für ein PEEP fehlt mir einfach das eigene Spiel, um die Spielregel besser
beurteilen zu können. Mir geht es hier auch eher ums Spielgefühl.

Bei MacRobber geht es im Kern darum, durch kluge Auswahl der Aktionen
aus einer Menge per Zufall möglicher Aktionen zum einen seine eigene
Landschaft und zum anderen seine Leute auszubauen. Pro Runde gibt es
dann Siegpunkte für Mehrheiten bzw. für vorhandene Steine bzw. für "mehr
Steine als die anderen Spieler". Neben dem Ausbau ist die zweite wichtige
Achse des Spiels der Raubangriff auf einen Mitspieler, den jeder nach seinen
Aktionen machen kann, und man stiehlt entweder ein siegpunktwichtiges Rind
oder zerstört (Landschafts-)Gebäude, so daß sich die Mehrheitsverhältnisse
verschieben (ja, ja, Details sind etwas anders) -- sofern man den Angriff gewinnt,
was zum einen auf obigen Leute-Ausbau, Zocken und Kartenglück basiert.

Verschiedene Strategien, wie sie bei Ausbauspielen gesucht werden, wird es
wohl wenige geben -- das Glück bei der möglichen Auswahl der Aktionen schlägt
da hinein, und zum anderen hat sich bei beiden Partien bewährt "so viele (rote)
Rinder wie möglich, am besten durch viele (gelbe) Krieger verteidigt". Wer viele
rote und gelbe Steine aus dem Beutel zieht, hat wohl einen Vorteil. Strategen
wird's abschrecken, der normale Spielspaß und die taktische Entscheidungs-
freude ist aber gut. Die Raubzüge sind durchs Zocken und Taktieren pro
Krieger spannend. Alles in allem ging jede Runde recht flott; es ist trotz der
Grübelphase pro Spieler bei 4 Leuten ganz gut gelaufen, bei 5 Spielern kann
ein recht "uninteressanter" Mitspieler aber schon ein paar Minuten auf seinen
nächsten Einsatz warten. Warten ist aber nicht so langweilig, da man i.d.R.
mit einem der beiden Kombatanten mitfiebert.

Was man als Spieler bei MacRobber absolut abkönnen muß: die Mitspieler
greifen recht "persönlich" an, und man gewinnt oder verliert das Subspiel,
während zB noch zwei weitere Mitspieler unbeteiligt zusehen. Beispiel:
Nachdem ich das letzte Mal die Spielregeln erklärte wurde ich zum Startspieler
gekürt. Beide Aktionen gemacht, den Schlußspieler der Runde erfolgreich
angegriffen (ich hatte einen Krieger mehr), sein Start-Rind geklaut, und dann noch
erinnert: Du hast. wenn Du dran bist, nur eine statt zwei Aktionen. Er guckte
etwas geknickt... Ein anderer Mitspieler führte sichtbar mit 4 (von 10) Rindern,
was jede Runde Siegpunkte bringt und die "blauen" Siegpunkte der Mitspieler
reduziert. Er wurde fast ununterbrochen angegriffen, konnte sich aber mit
seinen vielen Kriegern und etwas Geschick gut erwehren. Aber wirkte schon
etwas genervt, obwohl er am Ende genau durch diese vielen Punkte mit
Abstand gewann.

Abschließend ein kleines Manko: wir hatten Probleme, die kleinen Neben-
regeln zu beachten, also die für die Größe des Spiels vergleichsweise
zahlreichen Einschränkungen. Ein Spieler mußte häufiger seinen Zug
nachbessern, weil seine Aktionen nicht wie gedacht möglich waren. Dies
wird sich mit Sicherheit nach ein paar Partien legen, war uns aber störend.

Dies sind persönliche Eindrücke. Mir machte das Spiel Spaß, man darf es
aber nicht zu ernst nehmen. Mac_Robber_ macht seinem rauhen Namen
wirklich Ehre!

Servus,
Heinz

Benutzeravatar
18xxFan

Re: Mac Robber

Beitragvon 18xxFan » 18. März 2005, 10:03

Gestern zum ersten mal gespielt und meine unrepräsentative Meinung lautet: Besserer Durchschnitt, und das meine ich positiv. Wir waren zu 3. Das Spiel ging recht flott, keine komplexen Entscheidungen aber durchaus Strategien, die man fahren konnte (Rinder, blaue Steine, auf Kampf gehen), gute Regeln, schönes Spielmaterial. Spieltiefe wahrscheinlich gering. Auf die Auswahlliste könnte es das Spiel schon schaffen.

Benutzeravatar
Gerhard Koch

Re: Manila, Mac Robber, Fjorde

Beitragvon Gerhard Koch » 30. Mai 2005, 19:18

Hallo Erik,

ich habe mir Fjorde gekauft und habe es mit meiner Frau schon oft gespielt.

Es wird in vielen Rezesionen mit Carcassonne verglichen. Das gilt aber daran, da man Kärtchen an Kärtchen legen muss. Es ist ein spannendes Spiel. Der erste Teil des Spiels ist das A&O, im zweiten Teil muss man noch nur geschickt seine Ländereien sichern.

Wir spielen es sehr gerne, da es kurzweilig und schnell ist. Ich möchte es höchstens mit anderen Spielen zu zweit vergleichen, da vor allen mit denen von Kosmos und kann hier auf alle Fälle mit Spielen wie "Balloon Cup" mithalten.

Es wird nie langweilig, weil die Spielfläche jedesmal anders aussieht.

Gruß

Gerhard


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 8 Gäste