Beitragvon Lukas Merlach » 18. Juli 2005, 11:41
"dieter gvp" hat am 14.07.2005 geschrieben:
> Man könnte vielleicht unsere europäischen Nachbarn
> betrachten. Vor dem "Spiel des Jahres" gab es hier in
> Deutschland auch keine wesentlich auffälligere
> Brettspielszene als in Frankreich, Italien, Holland u. a.
> (Wir schauten alle ganz neidisch auf die amerikanische
> Szene). Erst mit dem "Spiel des Jahres" hat sich hier etwas
> einmaliges entwickelt (Wär doch mal Stoff für einen
> Historiker).
> Das kann nicht nur Zufall sein, oder ... ?
Das würde ich eher der Spielszene als ganzes zuschreiben.
Verlage, Autoren, Spielkreise, Spielertage in Essen etc... Alles zusammen eben.
Wichtigste Leistung der Jury (resp. deren Mitglieder) war der Aufbau einer fundierten Presse zum Thema. Die regelmässigen Spielekolummnen waren zweifellos entscheidend für diese Entwicklung.
Auch heute sind wohl aktive Journalisten und regelmässige Berichte (egal ob Jurymitglieder oder Jurykritiker) die wichtigsten Förderer des Kulturguts "Spiel". - Wenn sich die Berichterstattung der gesamten Presse nur noch auf den Titel des SdJ beschränkt, das später in jedem Supermarkt liegt, ist die Wirkung für die Spielszene/Branche wohl eher vernichtend...
Lukas