Beitragvon Heinrich Glumpler » 11. November 2005, 09:14
Hi,
*Zufall*
ich glaube nicht, dass die Zeit reif war für diesen Mechanismus, und ich denke, ich kann sogar recht glaubhaft machen, dass es sich hier um einen Zufall handelt, der nur deshalb so heraus sticht, weil der Mechanismus eben selten ist - Parallelentwicklungen bei Mehrheitenspiele (um das allseits beliebteste Beispiel mal wieder tot zu treten ;-) fallen z.B. nicht auf.
*Die Idee war eine ganz andere*
Ich hatte nie vor, ein Tabletop zu entwickeln, sondern arbeitete an einem Mechanismus, der den Spielern ermöglichen sollte, ihren Entscheidungsspielraum in einem Spiel selbst zu bestimmen.
*Der Hintergrund*
Es gibt eine Reihe von Spielen, bei denen sich - besonders bei einer höheren Anzahl von Spielern - die Situation von einer Runde auf die nächste so sehr verändert, dass alle eigenen taktischen Überlegungen zunichte werden, bis man wieder dran ist.
*Die Idee*
Ich wollte ein Spiel entwickeln, bei dem sich die Spielsituation nur sehr langsam verändert - gleichzeitig sollte aber jeder Spieler die freie Wahl haben, auf wie viele Runden er sich mit einer Aktion festlegt und dabei ein Dilemma erzeugen:
*Der Mechanismus*
Entweder agiert der Spieler *jede* Runde und passt seine Aktion optimal der
aktuellen Situation an - bekommt dafür aber nur einen kleinen Vorteil,
oder
er wählt ein Aktion und setzt eine Anzahl Runden aus und akkumuliert dafür
einen höheren Vorteil - agiert aber nicht mehr optimal entsprechend der
Situation, weil die sich natürlich stark verändert.
*Das Ergebnis*
Nachdem ich das (natürlich nicht erwünschte) "Aussetzen" eliminiert hatte, blieb mir gar nichts anderes übrig, als Zauber Stauber zu entwickeln :-)
Allerdings habe ich die Ähnlichkeiten zu "Wings of War", "Robo Rally" und "Ben Hur" (!) bei meinen Bewerbungsunterlagen angegeben - war aber dann doch leicht überrascht, als sich "Drachenreiter" als Überarbeitung von "Ben Hur" raus stellte.
Grüße
Erlkönig
www.erlkoenig.net