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"Weißer Lotus" - Top oder Flop

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Bernd

"Weißer Lotus" - Top oder Flop

Beitragvon Bernd » 17. Januar 2006, 20:13

Hallo,

ich habe noch ein ungespieltes Exemplar des Spiels "Weißer Lotus" im Schrank. Nachdem ich in letzter Zeit immer mal wieder ein neues Spiel auf den Tisch bringe, dachte ich daran "Weißer Lotus" nächste Woche in einer Viererrunde auszuprobieren.
Im Vorfeld wollte ich mich über die Güte des Spiels erkundigen (ich will schließlich nächste Woche keinen Reinfall riskieren). Erfreut sah ich, dass genug Kommentare bei Luding registriert waren. Was ich dann vorfand waren wohl die unterschiedlichsten Bewertungen an die ich mich erinnern kann.

Von absoluten Verissen bis uneingeschränkte Empfehlungen ist aller vorhanden. Immer wieder gab es den Tipp nicht nach den TM-Regeln zu spielen - besser wären die "Originalregeln" von Martin Wallace.

Was ist eure Meinung über das Spiel. Spielen? Nichtspielen? Nur mit veränderten Regeln spielen (und wenn ja, mit welchen)?

Danke und Gruß

Bernd
PS: Welches der TM-"Buchspiele" haltet ihr für das Beste (Volldampf, Krieg & Frieden, Weißer Lotus oder Minister) oder holt ihr sie überhaupt nichtmehr aus dem Schrank?

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Silke

Re: "Weißer Lotus" - Top und Flop

Beitragvon Silke » 17. Januar 2006, 20:58

Hallo Bernd!

Zu meinem früheren Posting ( http://www.spielbox-online.de/phorum4/read.php4?f=1&i=126328&t=126221&v=f ) ist aus meiner Erfahrung noch hinzuzufügen, dass das Spiel wirklich sehr unterschiedlich ankommen kann.

Zuerst hab' ich das Spiel zu dritt kennengelernt, uns hat's gefallen, und wir haben überlegt, welche Spielregeln uns "besser" erscheinen. Dass es jede Runde eine Rebellion geben muss, wurde als positiv bewertet. Irgendein anderes Detail der "Autorenregel", das ich leider vergessen habe, wollten wir für's nächste Spiel nicht übernehmen. Als wir uns das nächste Mal getroffen haben, kamen aber St. Petersburg und Kreml auf den Tisch, da blieb keine Zeit mehr, Lotus-Varianten zu testen.

Den Weißen Lotus habe ich dann in einer anderen Spielrunde zu fünft (oder sechst?) gespielt, und die Reaktionen meiner Mitspieler reichten von "nicht schlecht" bis "och nö", Begeisterung kam nicht auf. Aufgrund der vorigen positiven Erfahrung glaube ich also, dass eine Einschätzung vom Weißen Lotus sehr spielegeschmacksabhängig ist und das Spiel vielleicht auch mit voller Besetzung seine Stärken nicht entfalten kann.

Ich hoffe, ich konnte Dir weiterhelfen.

Viele Grüße

Silke

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Volker L.

Re: "Weißer Lotus" - Top oder Flop

Beitragvon Volker L. » 17. Januar 2006, 22:44

Bernd schrieb:
>
> Hallo,
>
> ich habe noch ein ungespieltes Exemplar des Spiels "Weißer
> Lotus" im Schrank. Nachdem ich in letzter Zeit immer mal
> wieder ein neues Spiel auf den Tisch bringe, dachte ich daran
> "Weißer Lotus" nächste Woche in einer Viererrunde
> auszuprobieren.
(...)
> Was ist eure Meinung über das Spiel. Spielen? Nichtspielen?
> Nur mit veränderten Regeln spielen (und wenn ja, mit welchen)?

Ist schon eine Weile her, dass wir das gespielt haben (zu sechst, mit
den TM Regeln), Details kann ich Dir nicht mehr nennen, aber es
hatte uns ganz gut gefallen, wenn es auch kein Überflieger ist.

> PS: Welches der TM-"Buchspiele" haltet ihr für das Beste
> (Volldampf, Krieg & Frieden, Weißer Lotus oder Minister) oder
> holt ihr sie überhaupt nichtmehr aus dem Schrank?

Ich kenne Age of Steam, das auf Volldampf beruht - das ist ein
sehr gutes Spiel, aber ich weiss nicht, wie sehr die beiden sich
ähnlen. Die anderen beiden (K&F, Minister) gehören für mich in
die Kategorie "ab in die Tonne".

Gruß, Volker

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Sarah Kestering

Re: Volldampf

Beitragvon Sarah Kestering » 17. Januar 2006, 23:06

Volldampf ist Spitze!!!!!!
Eine Art Age of Steam light!
Das einzige TM Spiel das noch Regalplatz beanspruchen darf....
Viele Gruesse, Sarah

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peer

Re: "Weißer Lotus" - Top oder Flop

Beitragvon peer » 18. Januar 2006, 08:32

Hi,
das Spiel IST sehr umstritten - auch weil es schwer ist, nach anfänglicher Niederlage ins Spiel zurückzufinden). Bei uns kams immer gut an - Carsten Wesel aber z.B. mags überhaupt nicht.

Von den TM-Buchspielen ist Volldampf sonst noch recht spassig, wenn man da sich auch erst "reinspielen" muss (am Anfang spielt man oft etwas planlos, erst nach einer halben Partie hat man ne Ahnung was man so tut). Krieg und Frieden ist ein ziemliches Arveitsspiel: Man muss sehr viel bedenken udn berechnen und durch viele Ärgernisse gehen, um dann mal einen Siegpunkt zu bekommen. Lag uns nicht so, aber wer sowas mag... Minister ist noch ungespielt :-)

ciao
peer

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Carsten Wesel | FAIRspielt.de

Re: "Weißer Lotus" - Top oder Flop

Beitragvon Carsten Wesel | FAIRspielt.de » 18. Januar 2006, 08:45

peer schrieb:
>
> Carsten Wesel aber z.B. mags überhaupt nicht.

100% ACK (hej, manchmal lohnt es doch vorher alle Antworten zu lesen, ehe man seinen eigenen Senf dazu gibt ;-) )


> Von den TM-Buchspielen ist Volldampf sonst noch recht
> spassig

daß Carsten auch sehr gerne spielt. Inzwischen hat er auch ein ungespieltes [i]Age of Steam[/i] im Schrank.


> Krieg und Frieden ist ein ziemliches Arveitsspiel: Man muss sehr viel bedenken
> udn berechnen und durch viele Ärgernisse gehen, um dann mal
> einen Siegpunkt zu bekommen. Lag [b]uns[/b] nicht so

das [i]uns[/i] bezieht den Carsten mit ein.


> mag... Minister ist noch ungespielt :-)

stimmt.

Gruß Carsten (der mit peer sogar mal den Wohnort gemeinsam hatte, bevor es selbigen in die Hauptstadt zog)

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Jon the Don

Re: "Weißer Lotus" - Top oder Flop

Beitragvon Jon the Don » 18. Januar 2006, 12:06

Hi,

also ich habe bisher "Der weiße Lotus" und Minister gespielt. Minister habe ich als besseres Mensch-Ärgere-Dich-Nicht sofort weiterverkauft. Der Weiße Lotus ist in meinen Augen ein Top-Spiel. Es stimmt, der Kaiser ist sehr mächtig. Und - ist ein Ungleichgewicht der Rollen nicht mal sehr spannend? Kann sein, dass der erste Kaiser das erste Spiel gewinnt, weil Ungleichgewichte eher ungewohnt sind in der Spielelandschaft. Beim zweiten Mal wird das nicht mehr vorkommen.

Allerdings sollte man das Spiel mindestens zu fünft spielen. Mit guten Gegnern (z.B. meiner Familie) hab ich's noch nie gewonnen. Aber das Spiel ist in meinen Augen ein TopSpiel für Personen, die im Windschatten des Führenden ihre Pläne machen.

Liebe Grüße jon

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Bernd Eisen
Kennerspieler
Beiträge: 311

Re: "Weißer Lotus" - Top oder Flop

Beitragvon Bernd Eisen » 18. Januar 2006, 12:20

Huhu!

Ich mag den Weißen Lotos auch sehr :-)
Wobei man wirklich aufmerksam spielen muss, um nicht den Führenden davon ziehen zu lassen. Gerade in voller Besetzung ein Schmaus - kann allerdings etwas länger dauern.
Volldampf habe ich recht gut in Erinnerung.
Minister kenne ich nicht und Krieg + Frieden möchte ich nicht noch einmal spielen.
Ein Spiel von der Sorte: lange raushalten und dann den Schwächsten fertig machen, der null Chance hat.

Grüße Bernd, der jetzt die Stadt mit Peer gemeinsam hat, aber auch gerne mal mit Carsten am Spieltisch sitzen würde *g

www.irongames.de

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Maddin

Minister

Beitragvon Maddin » 18. Januar 2006, 16:06

Jon the Don schrieb:

> Minister habe ich als besseres Mensch-Ärgere-Dich-Nicht
> sofort weiterverkauft.

Ich nicht! Schließlich ist es ja ein "besseres" MÄDN, und selbst das habe ich für alle Fälle noch im Regal liegen. Zugegebenerweise nehmen meine Spieleregale inzwischen aber auch den gesamten Raum des ehemaligen Schlafzimmers ein... *zwinker*

Zur Sache:
Ich mag Würfelspiele - wie übrigens auch andere Formen von "Bier-und-Bretzel-Spielen".. Und ich bin manchmal in der Situation, mit Leuten spielen zu müssen, die nur in solchen Spielen eine theoretische Chance auf den Sieg haben. Also kommt MINISTER tatsächlich hin und wieder auf den Tisch. Spannend ist dabei dann vor allem, was da so zwischenmenschlich abgeht, wenn sich alle Mitspieler auf die Hintergrund-Story einlassen...
Bei meiner letzten Partie mit drei Vertretern der "Jugend von heute" gab's z.B. gleich am Anfang Zoff, wer von denen dann die GELBEN spielen durfte. Im Verlauf des Spiels war es ihnen dann ein besonderes Vergnügen, nicht gegen den jeweils Führenden zu spielen, sondern ihre bevorzugten Koalitionsregierungen zu bilden - und natürlich vor allem zuallererst meine (GRÜNEN) Minister aus dem Kabinet zu entfernen.

Fazit also:
Mag sein, dass MINISTER als Spiel nix taugt, aber als Medium für pubertäre polit-soziologische Studien allemal...

Maddin = ; - )
(der in seinem Leben schon genug Jugendarbeit gemacht hat und den deshalb nur noch sehr wenig wundern kann...)

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Hartmut

[etwas offtopic] Minister und die Politik

Beitragvon Hartmut » 19. Januar 2006, 01:04

Hallo Maddin,

>Und ich bin manchmal in der Situation, mit Leuten spielen zu müssen

hast Du wahrscheinlich nicht so gemeint, ich nehme mal an, Du spielst auch, weil Du SPASS daran hast und nicht weil Du es MUSST.

> Bei meiner letzten Partie mit drei Vertretern der "Jugend
> von heute" gab's z.B. gleich am Anfang Zoff, wer von denen
> dann die GELBEN spielen durfte.

"Durfte"? Du meinst "musste", oder ist unsere "Jugend von heute" schon so neoliberal versifft?

Ab und zu 'ne lockere Würfelei mag ich auch, und Minister (dann allerdings der alte von Pelikan) ist mit seiner thematischen Einkleidung auf meinem Spieltisch gerne gesehen und durchaus unterhaltsam - nicht nur im Kreis von Hobby-Politikern. Muss ja nicht immer die große Strategie im Spiel sein...

Hartmut (bekommt langsam Pickel von unserer Shareholder-Diktatur und sorgt sich mit 43 um den mittelfristigen Lebensunterhalt der Familie, von Rente rede ich erst garnicht)

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Carsten Wesel | FAIRspielt.de

[OT] "Weißer Lotus" - Top oder Flop

Beitragvon Carsten Wesel | FAIRspielt.de » 19. Januar 2006, 01:37

Bernd Eisen schrieb:
>
> Grüße Bernd, der jetzt die Stadt mit Peer gemeinsam hat, aber
> auch gerne mal mit Carsten am Spieltisch sitzen würde *g

"Mal wieder" wolltest du sicherlich sagen. [b]Ich[/b] erinnere mich da an einen Erklärer am Abacus-Stand auf einer Messe in Essen, mit mir am Tisch gesessen hat und [i]sein[/i] Spiel erklärt hat...

Gruß Carsten (hofft, daß er es zum SAFB schafft)

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Maddin

Re: [etwas offtopic] Minister und die Politik

Beitragvon Maddin » 19. Januar 2006, 08:24

> > Bei meiner letzten Partie mit drei Vertretern der "Jugend
> > von heute" gab's z.B. gleich am Anfang Zoff, wer von denen
> > dann die GELBEN spielen durfte.
>
> "Durfte"? Du meinst "musste", oder ist unsere "Jugend von
> heute" schon so neoliberal versifft?

Nee, "durfte", und ja, offenbar. Ich sage nur: 15 Jahre lang mit dem Brainwash von Privatsender-Vorabend-Soaps aufzuwachsen - da ist man dann offenbar für sein Leben lang versaut von...

(Trotzdem zugegeben: das andere "müssen" war etwas überzogen.)

Maddin = : - )

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fraweb

Krieg & Frieden und überlegen...

Beitragvon fraweb » 19. Januar 2006, 12:27

"Krieg und Frieden" ist bei mir unter den Top10 aller Spiele.
Ich finde es auch gar nicht so "langwierig", es kommt eben auf den Spieler an ob er der Meinung ist seinen Zug zehnmal zu überlegen oder einfach mal drauflosspielt. Das mache ich gerne mal, es bringt oft überraschende Wendungen im Spiel und treibt so manchen "Grübler" an den Rand des Wahnsinns :-))

Frank

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Bernd

Danke

Beitragvon Bernd » 20. Januar 2006, 08:43

Vielen Dank an alle die geantwortet haben.
Eure Meinung spiegelt genau das Ergebnis bei meiner
"Ludingforschung" wieder. Es gibt keine einheitliche Meinung :)

Ich werde das Spiel wohl erst einmal im Schrank lassen, bis ich eine geeignete Fünferrunde zusammen habe.

Bernd

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bruno faidutti

Re: Krieg & Frieden und überlegen...

Beitragvon bruno faidutti » 20. Januar 2006, 10:40

Krieg und Frieden is indeed a great game, and beautifully produced.


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