Beitragvon Mac » 2. März 2006, 14:21
Bei uns dauert Antike auch zu sechst selten mehr als 2 Stunden. Länger als 2 Stunden kommt eher zu dritt mal vor.
Wichtig ist, sich klarzumachen, dass es nicht darauf ankommt, das größte und mächtigste Reich zu bauen, sondern beim Gewinnen antiker Persönlichkeiten am erfolgreichsten zu sein. Schnelligkeit ist Trumpf, nicht Größe!
Das Erobern bzw. Verteidigen von Städten ohne Tempel macht gegen Spielende in den meisten Fällen wenig Sinn, weil damit Zeit und Ressourcen verschwendet werden. Wer so spielt, wird gegen erfahrene Antike-Spieler verlieren.
Wenn die Könige weg sind, sollten einem die gegnerischen Städte ziemlich egal sein, solange es dort keine Tempel zu holen gibt. Jede Eroberung einer fremden Stadt kostet Zeit und wertvolle Truppen, die dann vielleicht beim Knacken fremder Tempel fehlen.
Auch sollte man nicht ohne Bewegungsfortschritte angreifen: Wer drei Züge statt einem braucht, um seine Truppen von A nach B zu bringen, hat die beiden anderen Züge effektiv verschenkt (was hätte man in der Zeit nicht alles produzieren können...). Und wer die höhere Reichweite hat, kann bedrohen, ohne selbst bedroht zu werden! Wer drei Tempel gleichzeitig bedroht, zwingt den langsameren Gegner, zu seiner Verteidigung die dreifache Truppenstärke aufzubieten...
Also: Bewegungsfortschritte holen, Truppen sammeln, und dann mit schnellen Schlägen tief im Feindesland Tempel einsacken. Beim Vorrücken nach Möglichkeit NICHT SELBST abtauschen, sondern den Gegner abtauschen lassen, das kostet ihn einen Zug, in dem er nicht produzieren/rüsten kann. Allenfalls eine Gasse freimachen, um sich in optimale Angriffsposition zu bringen. Dabei verliere ich zwei dödelige Marmorstädte? Pillepalle, damit hat der Gegner mit seinem eigenen Zug seine eigene Kampfkraft geschwächt! Hups, einen Tempel verliere ich auch noch? Das ist einkalkuliert, denn ich selbst kann zwei Tempel gewinnen, und alle anderen Völker, die nur rumlungern und sich nicht trauen was zu machen, sehen zwar optisch weiterhin gut aus, gucken aber siegpunkttechnisch in die Röhre!
Diese Endspielphase ist dann die Sternstunde der zentralen Völker wie Griechenland (bis dahin müssen sie durchhalten, was natürlich nicht immer ganz einfach ist), denn sie haben den besten Zugriff und die meisten Optionen, fremde Tempel zu zerstören. Jetzt fressen die Schnellen die Langsamen, und nicht die Großen die Kleinen.
Auch wenn die Spielregeln relativ übersichtlich sind, ist Antike also kein einfaches Spiel. Sicherlich nicht jedermanns Sache und kein Spiel für Leute, denen solche hintergründigen Überlegungen nicht liegen, die lieber etwas Überschaubareres spielen und Konflikten miteinander eher aus dem Wege gehen wollen. Wer aber verinnerlicht hat, das es NICHT um territorialen Besitz, sondern einzig und allein um den schnellsten und effizientesten Weg zu antiken Persönlichkeiten geht, wird für seinen Sieg bei jeder Spielerzahl kaum länger als 2 Stunden brauchen.
Gruß Mac