Beitragvon Niccolo » 15. März 2006, 11:39
Ernst Knauth schrieb:
>
> Alle unsere bisherigen 4 Partien von Twilight Struggle
> endeten mit einem frühzeitigen Sieg der Sowjetunion (-20
> Punkte nach Runde 4, 2, 5, 4).
Bisher das Verhältnis USA:UdSSR 5:1
Mit der UdSSR gab es auch nur einen Sieg, weil der USA-Spieler mich arglos in Europa wursteln ließ.
> Uns stellt sich daher die Frage, ob das daran lag, daß
> - der USA-Spieler evtl. noch nicht die optimale Strategie hat
> - die Karten womöglich jeweils zum Nachteil der USA verteilt
> waren
Deswegen kam ich zur "Feststellung": muß wohl balanced sein, das Spiel, da ich eben den Eindruck habe, dass es eher Pro-USA ist.
Klar - schlußendlich ist es ein doch recht glücksabhängiges Spiel. Wenn die Karten unvorteilhaft kommen, dann läuft es eben so überhaupt nicht.
Manche Karte, die in meiner Hand übermächtig sein könnte, kann in der Hand des Gegenübers zu einem Witz verpuffen.
Umgekehrt ist es natürlich ein schelmischer Genuß, so einen gegnerischen Event zu 'vernichten'.
> - das Würfelglück bei den War-Karten und beim Space Race
> überwiegend der UdSSR hold war
Ja - es ist ja doch ein Spiel.
(ich war ja noch nie ein Vertreter der "Würfelglück gleicht sich ja eh aus"-Ideologie.)
> - das Spiel von vornherein unausgewogen ist
Relativ. Meine Einschätzung aus den bisherigen Partien: Zwar kann die UdSSR im Early War unangnehm sein - aber übersteht die USA diese Phase, wird es für die UdSSR ungleich schwerer.
> Oder war das bisher nur eine zufällige Häufung bei uns?
Nein, war es offensichtlich nicht - aber ein interessanter Effekt ist es schon, dass viele der Meinung sind, dass eine Seite bevorzugt ist. Interessant ist, dass es eben für beide Seiten eine Fraktion gibt.
> Gibt es hierzu ähnliche oder andere Erfahrungen/Meinungen?
> Vielen Dank im Voraus!
Ja - aber immerhin bekommt man ein nicht uninteressantes "Cold-War-'El Grande' ", was für 2 Spieler ausgelegt ist, nicht allzuschwer und flott gespielt - fein, oder? :)