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Celtica - Taktik vs Strategie

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fraweb

Celtica - Taktik vs Strategie

Beitragvon fraweb » 9. April 2006, 08:55

Hallo zusammen!

Gestern abend gab's die erste Partie "Celtica" (3 Spieler). Nach dem Spiel waren meine Mitspieler der Meinung das Spiel sei "nicht steuerbar" und "man wird gespielt". Beide sagten, dass auf der Packung doch stehe "Taktikspiel". Mir hingegen gefällt das Spiel recht gut.

Nun stelle ich mir die Frage, ob viele Leute "Taktik" mit "Strategie" verwechseln. Ich bin der Meinung Celtica ist wirklich ein TAKTIKspiel.

STRATEGIE meint für mich, dass man einen LANGFRISTIGEN Plan hat, von dem nicht abgewichen wird.

TAKTIK bedeutet für mich, dass man sich KURZFRISTIG an neue Situationen anpasst und daraufhin neue Ziele definiert (natürlich ist das langfristige Ziel trotzdem mehrere Amulette zu bekommen) um trotzdem ans Ziel zu kommen.

Taktik heißt für mich im Spiel auch mal zu bluffen und die Gegner einzuschätzen. Die typischen "Spiel-Strategen" regen sich bei Celtica bestimmt über den "Glücksfaktor Karten" auf, aber ich denke sie sollten einfach ihre Taktik ändern 8)

Versteht mich jemand :-?

Grüße

Frank

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Michael Weber

Re: Celtica - Taktik vs Strategie

Beitragvon Michael Weber » 9. April 2006, 09:01

Bitte benutze die Suchfunktion dieses Dorums. Das Thema wurde bereits merhfach ausufernd diskutiert.

Zu Celtica: Es ist für mich selbst als Familienspiel, was es ja sein will, ein langweiliges Spiel. Ob mit oder ohne Taktik (eher ohne). ;-)

Michael
(der auch Mauerbauer und Thurn und Taxis wenig toll fand)

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fraweb

Taktik ODER Strategie

Beitragvon fraweb » 9. April 2006, 09:28

Hi Michael!

Tatsächlich habe ich vor diesem Posting die Suchfunktion benutzt. Ich wollte aber nur speziell darauf eingehen, was denn nun "Taktik" und was "Strategie" bedeutet. Celtica ist nur ein Beispiel für diese Frage.
Grüße

Frank
(der auch Weber heißt, Mauerbauer gut und Thurn und Taxis recht schön fand)

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ferdinand köther

Re: Celtica - Taktik vs Strategie

Beitragvon ferdinand köther » 9. April 2006, 12:03

Hallo Frank,

du hast völlig recht, ein kurzer Ausszug aus der wikipedia:

* Auch allgemein spricht man von Strategie oder Taktik im Zusammenhang von geplantem Handeln. Strategisches Handeln ist dabei langfristig, taktisches Handeln mittelfristig und operatives Handeln kurzfristig angelegt.

Taktik ist immer geprägt von den zur Verfügung stehenden Mitteln, dementsprechend befindet sich die Taktik im steten Wandel.

Auch mir gefällt übrigens Celtica recht gut, ein kurzes, flottes Familienspiel mit gewissem can't stop Effekt.

Strategische Grüße
Ferdi

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Matthias Prinz

Re: Celtica - Taktik vs Strategie

Beitragvon Matthias Prinz » 9. April 2006, 12:20

Hallo Frank,

ich sehe die Definitionen der beiden Begriffe genauso, wobei ich bei einer Strategie durchaus abweichen kann, z.B. bei nicht eingeplanten Veränderungen des Spielgeschehens.
Eine Strategie kann man sich meiner Meinung nach auch genau VOR dem Spiel überlegen. Beispielsweise beim "Zepter von Zavandor" kann man die ersten 5-6 Runden für sich im Vorraus überlegen und dann sehen, ob die gewählte Strategie greift.

Noch eine Anekdote zum Thema Celtica als Taktikspiel:
Vor 3 Wochen auf den Autorentagen in Weilburg hat Wolfgang Kramer selbst zugegeben, dass Celtica KEIN Taktikspiel ist. Der SChriftzug "Das neue Taktikspiel von Wolfgang Kramer" wurde von einem Ravenburger Redakteur in letzter Minute noch hinzugefügt und wurde nicht von Kramer abgesegnet. Insofern war er selbst überrascht, als er auf der Messe die entgültige Schachtel sah, denn in seinen Augen ist Celtica ein "einfaches Glücksspiel".

Schönen Sonntag noch wünscht
- Matze

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Daniel_R

Re: Celtica - Taktik vs Strategie

Beitragvon Daniel_R » 9. April 2006, 12:41

Hallo Frank,

Wenn jemand bei Celtica sich beklagt, dass das Spiel "nicht steuerbar" sei und "man wird gespielt", dann ist (streng genommen) nicht ein Mangel von Taktik oder Strategie schuld daran, sondern ein [b]Mangel an Handlungsoptionen[/b].
Erst eine vielzahl von Optionen ermöglicht einem Spieler das Gefühl von "Einfluss nehmen" sowie Anwenden von Taktik oder längerfristiger Strategie.

Dabei ist zu unterscheiden zwischen [i]echten[/i] und [i]unechten[/i] Optionen.
Die unechten Optionen definieren sich dadurch, dass der Entscheid diese Option zu wählen offensichtlich ist (Sprichwort: keine andere Wahl haben). Sich gegen diese Option zu entscheiden wäre nicht einfach eine andere Taktik, sondern schlicht unvernünftig.
Die echte Option definiert sich durch Ihre objektive Gleichwertigkeit zu anderen, bzw. deren Wert für Dich in Abhängigkeit Deiner gewählten Spieltaktik bzw. Strategie.

Celtica habe ich selber noch nicht gespielt, aber ob ich es als gutes Spiel empfinden würde, hängt nebst dem Glücksfaktor davon ab, wieviel echte Handlungsoptionen sich mir während dem Spiel bieten (als Voraussetzung für taktisches Handeln).

Viele Grüße
Daniel
(der gestern sein erstes Caylus zu zweit gespielt hatte und feststellen musste, dass Caylus zu Mehreren (4/5 Spieler) mehr Spaß macht.)

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bruno Faidutti

Re: Celtica - Taktik vs Strategie

Beitragvon bruno Faidutti » 9. April 2006, 17:02

Wel, it seems I disagree with Wolfgang Kramer about his own games !

Of course, there's much luck of the draw in Celtica, but I think there's also some tactics, in the way you use your cards every turn and try to hinder your opponents (half blindly, indeed, but that's more fun). There's even some strategy, with basically two different strategies - try to get as many stones as possible early, or stock viking cards for a last turns race.

In my opinion, Celtica is a very light game with a nice mix of luck, tactics and strategy. And it's a GREAT game!


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