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Blue Moon City - Königsmacher-Syndrom?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Lutz

Blue Moon City - Königsmacher-Syndrom?

Beitragvon Lutz » 6. Juni 2006, 01:09

Moin !

Wir konnten heute (naja, gestern eher...) Blue Moon City ein paar mal testen, und zwar mit 2 und 3 Spielern.
Der erste Eindruck war (und ist noch immer) sehr positiv, wirklich ein schönes Spiel mit vielen taktischen Möglichkeiten.

ABER:

Wir haben mehrere Partien gespielt. Besonders zu zweit und zu dritt geht das ja mit etwas Übung richtig fix.
Dabei fiel nicht nur einmal das bekannte Königsmacher-Syndrom sehr stark ins Gewicht, was bei BMC wegen der Spielstruktur auch nahe liegt:

Da Problem war oft, dass eigentlich bis zuletzt jeder Spieler das Rennen machen konnte, die Opfer auf dem Obelisken also ziemlich gleichauf lagen. Die Entscheidung würde erwartungsgemäß während der letzten Züge aller Spieler fallen. Das ist zwar spannend, aber...:

Bei BMC profitieren besonders am Ende mehrere Spieler (die an einem Bau beteiligt sind) ganz erheblich von den Belohnungen aus bereits fertig gestellten Nachbargebäuden. Baumeister zu sein ist dann gar nicht mehr so attraktiv. Im Klartext hieß das bei uns:

Spieler A (fast fertig) stellt ein Gebäude fertig, an dem auch Spieler B beteiligt ist. Beide erhalten Unmengen an Kristallen, Spieler B freut sich fast eckig...
Spieler B kommt an die Reihe, sagt "danke, lieber Spieler A" und opfert (eventuell noch mit gelber Karte) seine kurz zuvor stark angewachsene Kristallsammlung

Waren wir unaufmerksam, oder was ist uns da schiefgelaufen? Ich bin jedenfalls der Meinung, dass dieser Effekt unerwünscht häufig auftreten könnte. Bei uns immerhin 2mal.

Was meint Ihr?

Lutz (geht jetzt schlafen)

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Kathrin Nos
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RE: Blue Moon City - Königsmacher-Syndrom?

Beitragvon Kathrin Nos » 6. Juni 2006, 13:42

Hallo Lutz,

zweiter Versuch, Dir zu antworten - als ich vorhin eine Antwort abschicken wollte, ging das Posting wohl ins Nirvana ;)

"Lutz" hat am 06.06.2006 geschrieben:
> Spieler A (fast fertig) stellt ein Gebäude fertig, an dem
> auch Spieler B beteiligt ist. Beide erhalten Unmengen an
> Kristallen, Spieler B freut sich fast eckig...
> Spieler B kommt an die Reihe, sagt "danke, lieber Spieler
> A" und opfert (eventuell noch mit gelber Karte) seine kurz
> zuvor stark angewachsene Kristallsammlung

Hier steht es in der Entscheidung von Spieler A, ob dieser nicht lieber ein anderes Gebäude fertigstellt, an dem nur er profitiert. Selbst die Gebäude mit kleinen Ausschüttungen können über benachbarte, bereits fertiggestellte Gebäude im Wert immens ansteigen. Besonders zu zweit und zu dritt sind üblicherweise doch genügend Gebäude zum Ausweichen da.

Mit steigender Spielerfahrung, die sich in einer verbesserten Übersicht auswirkt (wer ist wohl wie weit mit dem Sammeln von Kristallen und welche Gebäude sind zur Zeit wie viel wert), gelingt es zunehmend besser, den richtigen Zeitpunkt abzupassen, ab dem keine Kooperation mehr stattfinden sollte.

Alles Gute wünscht
Kathrin.

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Michael Weber

Re: Blue Moon City - Königsmacher-Syndrom?

Beitragvon Michael Weber » 6. Juni 2006, 15:51

Na ja, lass es mich ergänzend zu Kathrins Posting mal so schrieben: Oft sind Königsmacherprobleme das Resultat einer Spielweise, die von ambitionierten Gewinnenwoller als schwach bezeichnet würden.

Oder anders: Manchmal sitzt das Problem auch vor dem Brett ;-)

Michael
(der meist der schwache Regelerklärer ist, um mal wieder einen der von Carsten erfundenen Klammersätze zu bringen)

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Lutz

RE: Blue Moon City - Königsmacher-Syndrom?

Beitragvon Lutz » 7. Juni 2006, 12:22

Kathrin Nos schrieb:

> Hier steht es in der Entscheidung von Spieler A, ob dieser
> nicht lieber ein anderes Gebäude fertigstellt, an dem nur er
> profitiert. Selbst die Gebäude mit kleinen Ausschüttungen
> können über benachbarte, bereits fertiggestellte Gebäude im
> Wert immens ansteigen. Besonders zu zweit und zu dritt sind
> üblicherweise doch genügend Gebäude zum Ausweichen da.

Da kann ich Dir leider überhaupt nicht zustimmen. Es gibt bei weniger Spielern kurz vor Schluss nicht immer genügend unfertige Gebäude. Wenn es zu zweit 5:5 steht, ist ein Großteil der Stadt fertig. Dein Szenario verlangt, dass sich die Spieler kurz vor Spielende an vollkommen unterschiedlichen Positionen des Plans befinden und außerdem noch beide - jeder für sich - an den Gebäuden werkeln können, von denen sie jeweils selbst am meisten profitieren. Aber genau das ist doch nicht der Regelfall.
Da es zum Schluss sehr darauf ankommt, die Gebäude mit der höchsten Kristallausschüttung fertigzustellen (was manchmal sogar besser ist als Drachenschuppen zu sammeln), halten sich die beiden Spieler zwangsläufig auch in der Nähe dieses Gebäudes auf und partizipieren beide am Gewinn.

Lutz

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Verena

Re: Blue Moon City - Königsmacher-Syndrom?

Beitragvon Verena » 11. Juni 2006, 10:04

Wir haben BMC fürs erste an die seite gelegt, genau wegen dieser Königsmacherfunktion. So wird das Spiel doch einseitig.
ciao
verena


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